In unregelmässigen Abständen thematisieren Zeitungen das Thema Weltraummül, oder eben „orbitalen Müll“. Anfang September haben Der Standard, der Spiegel und der Tages-Anzeiger in ähnlichen Artikeln auf die Thematik hingewiesen – mit dem Blick auf die langfristige Gefährdung der gesellschaftlichen Entwicklungen. In ebenfalls unregelmässigen Abständen berichten Zeitungen über überraschende Forschungsergebnisse: geisterhafte Quanteneffekte könnten möglicherweise den Zugvögeln das Navigieren erlauben oder die hohe Effizienz der Photosynthese ermöglichen – genau so kann es aber sein, dass diese Phänomene ohne Quantentheorien erklärbar sind. „Orbitaler Müll, Vogelzug und Photosynthese: Plädoyer für harte Nachhaltigkeit“ weiterlesen
Kategorie: Allgemein
Verkehrspolitischer Paradigma-Wechsel zeichnet sich ab
Die Städte-Initiativen von Umverkehr sind attraktiv für die Stimmberechtigten. Trotz Gegenvorschlägen, trotz ernstem Kopfschütteln selbst grüner Exekutiv-Mitglieder sind die verkehrspolitischen Ideen von Umkehr mehr oder weniger deutlich mehrheitsfähig. Hier kündigt sich nach Auto-/Freiheitspartei und den Sprüchen über „freie Verkehrsmittelwahl“ ein Paradigmawechsel ab. Die „heilige Kuh“ Privatverkehr beginnt sich zu enttabuisieren. „Verkehrspolitischer Paradigma-Wechsel zeichnet sich ab“ weiterlesen
Nationale Wahlen: völlig losgelöst
Die nationalen Wahlen haben regelmässig groteske Begleiterscheinungen. Beispielsweise de zahllosen Ständeratskandidaturen, welche zum Vorneherein chancenlos sind, aber vermeintlich Einfluss auf die Nationalratswahlen haben. Oder die regelmässigen Berichte, so und so viele Menschen wollten nach Bern (respektive in den Nationalrat gewählt werden) – dabei ist klar, dass bei sämtlichen Parteien die überwiegende Zahl der Kandidierenden ListenfüllerInnen sind. Immer wieder amüsant sind Nonsense-Listen – diesmal etwa konfessionslose.ch. Wie immer erschreckend ist die $VP. „Nationale Wahlen: völlig losgelöst“ weiterlesen
Heizungen mit Öl und Gas verbieten
Obwohl die Schweiz wenig oder gar kein eigenes Erdöl oder Erdgas vorzuweisen hat, spielen Erdöl- und Erdgas-Wirtschaft eine beachtliche Rolle. Als Teil der Wirtschaft kommt den Vertretungen der fossilen Energieträger grosse Bedeutung zu selbst bei der Klimaschutzpolitik, welche ja immerhin wegen des übermässigen Verbrauchs fossiler Brenn- und Treibstoffe erforderlich ist. Sowohl wegen des Mensch gemachten Klimawandels, wegen der sich abzeichnenden Verknappung dieser endlichen Energieressourcen (Peak Oil, Peak Gas, Peak Everything), aber auch wegen der offensichtlich zu grossen geostrategischen Bedeutung der fossilen Energieträger (Krieg um Öl, Ölpreisentwicklung) ist es zwingend erforderlich, den Verbrauch fossiler Brenn- und Treibstoffe massiv einzuschränken.
Eine neue Klimaschutzpolitik auf dem Weg in eine nuklear- und fossilfreie Energieversorgung
Seit Jahren im Sommer immer die gleiche Sauregurken-Meldung: die Klimaschutzpolitik der Schweiz hat „es bitzeli“ gewirkt, aber das Ziel für die Periode 2008 bis 2012 wird verfehlt (Stand Ende 2010: der Istwert liegt fast 8 % über dem Sollwert). Das Ziel ist im übrigen in der Kyotovereinbarung aus dem Jahr 1992 festgehalten – heute weiss man, dass zur Begrenzungen der Auswirkungen des Mensch gemachten Klimawandels deutlich stärkere Reduktionen erforderlich sind. „Eine neue Klimaschutzpolitik auf dem Weg in eine nuklear- und fossilfreie Energieversorgung“ weiterlesen
Velo! Das Velo braucht absolute verkehrs- und klimaschutzpolitische Priorität!
In fast fünf Wochen habe ich mit dem Velo die 5 Länder Schweiz, Österreich, Deutschland, Slowakei und Ungarn „durchfahren“ und dabei regelmässig auch Städte, darunter drei Hauptstädte, besucht (siehe das Reisetagebuch). Klar ist dabei einmal mehr geworden: das Velo hat noch lange nicht die verkehrspolitische Beachtung, die ihm aufgrund der Klimaschutz-Relevanz zukommen sollte. Dies ist dringend zu ändern.
„Velo! Das Velo braucht absolute verkehrs- und klimaschutzpolitische Priorität!“ weiterlesen
Finanzwirtschaft in der Krise – ein weiterer Hinweis auf die globale Nicht-Nachhaltigkeit
Die Finanzwirtschaft, getrieben durch die Gier der bereits Reichen, sorgt wieder einmal für mehr Schlagzeilen als die für das Wohlergehen der Menschheit relevanten Fragestellungen. Einmal mehr: sobald sich die Finanzwirtschaft als eigenständiger Wirtschaftssektor versteht und nicht als Dienstleistungssektor, welcher den Geldfluss in einer arbeitsteiligen Wirtschaft abwickelt, handelt es sich dabei um ein Glücksspiel.
„Finanzwirtschaft in der Krise – ein weiterer Hinweis auf die globale Nicht-Nachhaltigkeit“ weiterlesen
Brot und Spiele: Fussball nur noch am Bildschirm?
Es ist immer wieder verblüffend, welche Kräfte rund um den Fussball (als Sport) am Werk sind. Die Diskussionen über ein zweites Fussball-Stadion in Zürich – statt des wesentlich sinnvolleren Duplex-Stadions für Fussball und Eishockey – haben aus meiner Sicht durch einen Entscheid des Schweizerischen Fussballverbandes eine neue Dimension erhalten. „Brot und Spiele: Fussball nur noch am Bildschirm?“ weiterlesen
Bilderbuch-Schweiz – Juni 2011
| Bilder aus Juf/Avers, vom Pilatus und von der Albis-Südseite. |
Brief oder Mail?
Wenn ich einer Bundesrätin oder einem Bundesrat ein Mail sende (das tue ich als Zivilgesellschafter gelegentlich), erhalte ich die Antwort – per Brief! Aus einem Mail der Swisscom an ihre KundInnen: Der Schutz der Energiereserven unseres Planeten, nachhaltiges Wirtschaften und ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen liegen Swisscom am Herzen und sind Teil unserer Geschäftspolitik. … Sie können uns dabei massgeblich helfen mit der Möglichkeit, künftig Produktinformationen, Hinweise, Mutationsbestätigungen usw. elektronisch an die E-Mail-Adresse unserer Kunden zu senden. Damit liesse sich die Menge der auf dem Postweg verschickten Papierdokumente ganz wesentlich reduzieren. Brief oder Mail? Bei der Antwort auf diese Frage geht es um Ökologie, aber auch um Gewohnheiten, und noch einiges mehr.