Seegfrörni-Indikator: Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen im Winter 2025/26

Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen im Winter 2025/26

Nach den ersten Aussentemperaturen unter 0 °C im November 2025 und eher tiefen Aussentemperaturen nach Weihnachten bis ins Neue Jahr hinein ist am Pfäffikersee etwa eine Drittel der für eine Seegfrörni erforderlichen Kältesumme zusammengekommen.

Der Ausblick für die drei Folgewochen von MeteoSchweiz  und der  Saisonausblick von MeteoSchweiz werden regelmässig aktualisiert. Für die Zeit von Januar bis März 2026 werden im Vergleich zu den Jahren 1990 bis 2020 milde Temperaturen erwartet. Wie viel Kältesumme wird noch dazukommen, auch am Greifensee und Zürichsee?


13. Januar 2026: Der Winter 2025/26 ist am Zürichsee von der Kältesumme her bereits kälter als die letzten vier Winter. Da der Saisonausblick bis März milde Temperaturen erwarten lässt, ist eine Seegfrörni kaum in Aussicht.


29. Dezember 2025: Eine kühle Weihnachtszeit in der Umgebung der grösseren Zürcher Seen (Zürichsee, Greifensee, Pfäffikersee) ergeben weitere Beiträge zur Kältesumme des Winters 2025/26 – auch am Pfäffikersee immer noch weit entfernt von einer Seegfrörni.

23. November 2025: Am 22. November kamen an den grösseren Zürcher Seen (Zürichsee, Greifensee, Pfäffikersee) die ersten Beiträge zur Kältesumme des Winters 2025/26 zusammen.


Einordnung der Kältesummen der Winter 2010/11 bis 2025/26 für den Zürichsee

Winter
(November bis
März)
Kältesumme Zürichsee
[Kelvin-Tage]
Erforderliche Kältesumme für eine Seegfrörni 320
2011/12 120.6
2010/11 71.1
2016/17 68.8
2012/13 61.7
2017/18 41.5
2020/21 30.4
2014/15 24.1
gegenwärtiger Winter (2025/26)
2023/24 20.7
2022/23 20.2
2024/25 10.8
2018/19 9.1
2015/16 7.1
2013/14 5.2
2019/20 2.8
2021/22 1.7

(höchste Kältesumme  2010/11 bis 2023/24 blauer Hintergrund, niedrigste Kältesumme rot; beim Pfäffikersee und beim Greifensee gab es Ausfälle und Veränderungen bei den Messstationen, darum keine Liste der Kältesummen)

Vergleichsgrafik Zürichsee


Hintergrund zu Seegfrörni/Seegfrörnen

Kopiert aus Beiträgen zur Kältesumme aus den «Vorwintern»

«Gibt es in Zukunft noch Seegfrörnen?» fragte MeteoSchweiz am 20. Februar 2020 (als Beitrag beim scnat netzwerk zu finden) – eine Art Prognose: Durch den Klimawandel dürften Seegfrörnen zukünftig noch seltener werden. 

MeteoSchweiz-Blog (16. Januar 2023) zur Zürichsee-Seegfrörni 1963 – gemäss einem SRF-Beitrag lag die Kältesumme im Winter 1962/63 bei 500 Kelvin-Tagen.


Verwendet werden die im Internet verfügbaren Daten von drei Messtationen:


Zur Kältesumme: es braucht für den Zürichsee eine Kältesumme von 320, für den Greifensee eine solche von 160 und den Pfäffikersee von 120 Kelvin-Tagen. Wikipedia-Definition der Kältesumme: Die Kältesumme eines Winters oder Monats erhält man, indem man alle Beträge negativer Tagesmitteltemperaturen (Temperaturen unter 0 °C) aufsummiert.

 

 

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