Für eine nachhaltige Verkehrspolitik – die/der Kluge fährt im Zuge!

Wieder einmal passen zwei Mitteilungen bestens zusammen: Im Tages-Anzeiger wird über die absurde ÖV-Preispolitik des Bundesrat, gleichzeitig verlangt der ACS einen Ausbau der A1 zwischen Bern und Zürich auf sechs Spuren. Diese beiden Meldungen illustrieren treffend, dass der Schweiz eine nachhaltige Verkehrspolitik fehlt.

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Die Zukunft des Stadtverkehrs: weniger, langsamer, umweltfreundlicher

Die Stadt Wien ist nach dem Mercer-Ranking die lebenswerteste Stadt, mit leichtem Vorsprung auf die Stadt Zürich. Möglicherweise hat das bisschen Vorsprung von Wien mit dem Verkehr zu tun: Am 11. April 2014 anlässlich des Starts des 10. VCÖ-Mobilitätspreises wurden einige Zahlen und Aussagen bekanntgegeben, die Hinweise vermitteln auf die Zukunft des Stadtverkehrs.

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Auch in Zürich: weniger Verkehr zur Erhaltung der Mobilität

 Um die Mobilität zu erhalten, muss der Verkehr vermindert werden.” bereits mehrfach habe ich diesen Lehrsatz des Dresdner Verkehrsökologen Udo J. Becker zitiert. Verschiedene Meldungen in einer einzigen Juliwoche des Jahres 2013 bestätigen dieses These einmal mehr. Es braucht schnell den Paradigmawechsel weg von der Betonung des Verkehrs und des physischen Unterwegsseins hin zu einem nachhaltigen Mobilitätsverständnis.

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Verkehrswende ist dringend – nicht nur in Zürich

Neben Atomkraftwerken stehen Autobahnen und Staus exemplarisch für die Nicht-Nachhaltigkeit des gegenwärtigen Lebensstils. Fukushima hat zumindest den Begriff der “Energiewende” hervorgebracht – bis anhin zwar als eine weitere Worthülse, allerdings mit dem Potenzial, einen Weg zu einer nicht-nuklearen und nicht-fossilen Energieversorgung vorzugeben. Eine solche Wende braucht es auch im Verkehr – und eine solche Verkehrswende ist dringend!

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Mosaikstein um Mosaikstein: Flugverkehr ist und bleibt nicht nachhaltig

PilotInnen haben gemäss Auto-Anzeiger (früher Tages-Anzeiger) den Anspruch, jederzeit einen möglichst flughafennahen Parkplatz zur Verfügung zu haben – und drohen, es käme zu Verspätungen im Flugverkehr, wenn diese Forderung nicht erfüllt werde. Dass der Flugverkehr nicht nachhaltig ist und es auch nicht werden wird, ist längst bekannt. Dass sich dies selbst an solchen Details zeigt, war nicht unbedingt zu erwarten.

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Nachhaltiger Verkehr: Kostenwahrheit und Verkehrssparen

Ist der ÖV 2000-Watt-fähig?, habe ich bereits vor einiger Zeit gefragt – geendet hat meine Antwort darauf mit einem Zitat von Udo J. Becker, Verkehrsökologe, Dresden: “Um die Mobilität zu erhalten, muss der Verkehr vermindert werden”. Die Ankündigung von Anfang Februar 2012 für ÖV-Preiserhöhungen im Dezember 2012 bestätigt einmal mehr: auch der öffentliche Verkehr ist alles andere als nachhaltig!

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Verkehrspolitischer Paradigma-Wechsel zeichnet sich ab

Die Städte-Initiativen von Umverkehr sind attraktiv für die Stimmberechtigten. Trotz Gegenvorschlägen, trotz ernstem Kopfschütteln selbst grüner Exekutiv-Mitglieder sind die verkehrspolitischen Ideen von Umkehr mehr oder weniger deutlich mehrheitsfähig. Hier kündigt sich nach Auto-/Freiheitspartei und den Sprüchen über “freie Verkehrsmittelwahl” ein Paradigmawechsel ab. Die “heilige Kuh” Privatverkehr beginnt sich zu enttabuisieren. Weiterlesen

Wenn E10, AXPO und VCS in die gleiche Richtung weisen

Seit Tagen füllt ein Thema Deutschlands Medien – neben Libyen ist dies E10, 10 Prozent Alkohol aus Biomasse im fossilen Treibstoff. Macht dieser Zusatz die Motoren kaputt? Ist allenfalls die Oekobilanz nicht viel besser als mit Benzin oder Diesel? Auch die AXPO hat von der EMPA eine Studie machen lassen – es wären zwar auch andere Schlagzeilen möglich gewesen, aber die AXPO hat sich für “Plug-in-Hybride am besten” entschieden. “Elektromobile leisten keinen Beitrag zum Klimaschutz” steht in einem Hauptartikel der VCS-Autoumweltliste 2011. Letztlich stehen diese relativ einhelligen Einschätzungen als Symbol für die Sackgasse, in der sich die individuelle Automobilität befindet.

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Ich pendle, also bin ich – es braucht ein neues Verkehrsverständnis!

Die Benutzung des Autos und des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz sollen teurer werden – so hat dies der Bundesrat am 20. Januar 2011 vorgeschlagen. Die Stammtischforen in den Online-Medien hatten Hochbetrieb – so sind etwa beim Auto-Anzeiger (früher Tagesanzeiger) innerhalb von 28 Stunden über 600 Stammtischklopfer, maximal 400 Zeichen lang, eingetragen worden. Ein Thema, welches die SchweizerInnen bewegt. Erstaunlich viele Menschen definieren sich in diesem Land über die Möglichkeit, täglich zu pendeln. Ein neuer Zugang zum Verkehr ist angesagt!

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Solarbenzin-Hype: Technologie statt Gesellschaftspolitik

Schon mal etwas von “Cerium” gehört, einem ziemlich reaktiven Metall, hergestellt aus seltenen Erden? Müssten Sie eigentlich, denn Ceriumoxid ist Bestandteil eines eigentlichen Medienhypes, ausgehend von einem Artikel von ETHLife vom 4. Januar 2011 bis zum “Blick am Abend” vom 5. Januar 2011. Thema: Die ETH und das PSI zeigen der Oeffentlichkeit einen Vor-Vor-Prototyp eines Solarbenzin-Reaktors. Dieser Medienhype ist Musterbeispiel dafür, dass Technologien gegenüber der gesellschaftspolitischen Diskussion überbetont werden.

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