Schon wieder ein Experiment: die absolut unnötige Hardbrücke wird wegen zwar dringenden, aber eigentlich unnötigen Erneuerungsarbeiten kapazitätsreduziert, und zwar in Teilschritten. Kurz nach der Eröffnung der Westumfahrung und der Realisierung der flankierenden Massnahmen schon wieder eine Gelegenheit, sich Gedanken über das Autofahren in Zeiten des Klimawandels und der Finanzkrise zu machen. „Autofahren in Zeiten des Klimawandels und der Finanzkrise II“ weiterlesen
Die Altlastenhysterie: Zechprellerei oder echte Sorge?
Darf eine an der Nachhaltigkeit orientierte Stadt Kindergärten auf einem sorgfältig abgeklärten Altlastengrundstück errichten? Diese Frage stellt sich einmal mehr, seit der Auto-Anzeiger, früher Tages-Anzeiger, den Schulbeginn zum Anlass nahm, in der Sauregurkenzeit ein Hysteriesüppchen zu kochen. Ja: die Stadt muss und soll auf solchen Grundstücken bauen, auch Kindergärten! Warum? „Die Altlastenhysterie: Zechprellerei oder echte Sorge?“ weiterlesen
Zum Referendum gegen das Cassis-de-Dijon-Prinzip: Geteiltes Leid – halbes Leid?
Jetskis – Wassertöffs so quasi – mögen für einzelne KonsumentInnen in Beliebigkeitsistien als das ultimative Gadget betrachtet werden – wer allerdings beim Erholen am Strand von diesen „Wespen“ belästigt wird, dürfte nicht sehr erfreut sein. Derzeit sind Jetskis in der Schweiz nicht zugelassen, wohl aber in der EU. Wenn das Cassis-de-Dijon-Prinzip auch in der Schweiz Gültigkeit erlangt, wird es der Schweiz in immer mehr Bereichen verunmöglicht, eigene Standard, und dies betrifft vor allem den Umwelt-, Sozial- und Qualitätsbereich, durchzusetzen. Um dies zu verhindern, haben verschiedene Kreise das Referendum gegen die entsprechenden Beschlüsse des Parlaments ergriffen (die Referendumsfrist läuft bis zum 1. Oktober 2009). „Zum Referendum gegen das Cassis-de-Dijon-Prinzip: Geteiltes Leid – halbes Leid?“ weiterlesen
Schweiz ohne Armee – wenn schon als Miliz
Die klassische Hellebardenarmee des SVP-Bundesrates Ueli Maurer hat in der heutigen Zeit nichts mehr verloren. (Armee-)Gewalt ist völlig ungeeignet, um eine umfassend verstandene Sicherheit zu gewährleisten. Aber: solange die Schweiz aus sentimentalen oder andern Gründen einen Armee betreibt, ist diese als Milizarmee auszugestalten. „Schweiz ohne Armee – wenn schon als Miliz“ weiterlesen
Jedes Land hat die Regierung…
Wahrscheinlich stammt der Spruch „Jedes Land hat die Regierung, die es verdient“ nicht aus einer direkten Demokratie, sondern aus einer repräsentativen. Denn: in einer direkten Demokratie sind die Stimmberechtigten die Regierung – sie haben zur Koordination der politischen Vorgänge ein Parlament gewählt, dieses wiederum hat die Mitglieder der Regierung gewählt. Weil sich die Gesellschaft immer stärker zu einem pluralistischen Komplex entwickelt, gibt es immer weniger gemeinsame Interessen. Oder anders: reife Demokratien sind nicht führbar, weil die unterschiedlichen Interessen keine generell gültigen Ziele mehr ermöglichen. Auch wenn dies auch problematische Züge haben kann: nicht nur der Schweiz fehlt das Wir-Gefühl! „Jedes Land hat die Regierung…“ weiterlesen
Mathematik: eine alte Kunst
Mathematik bietet unbestrittenermassen wertvolle Instrumente, wenn es darum geht, Sachverhalte auf diesem Planenten zu erforschen und zu erklären. Mit ihrer langen, sehr langen Tradition gehört die Mathematik zu den kulturellen Leistungen der Menschheit. Wenn Schweizer MaturandInnen schlecht in Mathematik sind, ist dies allerdings eher ein Hinweis auf den massiv ungeeigneten Mathematik-Unterricht. Dieser Unterricht muss viel stärker in die Alltagsrealität einbezogen werden. „Mathematik: eine alte Kunst“ weiterlesen
Mindestens B, besser A
Seit dem 3. August 2009 können sich Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer auf einfache Art über die energetische Qualität ihres Gebäudes informieren: mit der Gebäudeetikette, welche als Gebäudeenergieausweis der Kantone GEAK angeboten wird. Auf der siebenteiligen Farbskala, bezeichnet mit A für die Bestwerte und G für schlechte Qualität, lässt sich mit einem Blick ablesen, wo das eigene Gebäude energetisch steht. in der Einführungsphase verbilligt der Bund den GEAK deutlich: statt 1’200 Franken bezahlen HauseigentümerInnen bloss 20 Franken.
Ist Betroffenheit undemokratisch?
Avenir Suisse, die „Denkfabrik“ der Beliebigkeitsgesellschaft, hat wieder mal Ausschuss produziert: um dem Götzen Flugverkehr zu huldigen, sollen die direkt-demokratischen Einflussmöglichkeiten der direkt von den Auswirkungen des Flughafens betroffenen Bevölkerung erheblich eingeschränkt werden. Mit Blick auf andere Themenbereiche behauptet Avenir Suisse, dies entspreche den Gepflogenheiten bei anderen Themenbereichen.
Unsolidarische Gier
Auch Philippe Gaydoul, der Denner-Schweri-Erbe, outet sich als unsolidarischer Gierer: er verlangt, dass der Kanton zu den grössten Steuerzahlern mehr Sorge trägt. „Unsolidarische Gier“ weiterlesen
2.-August-Echo: keine fremden Richter
Das ewiggestrige SVP-Trio Blocher, Maurer und Brunner hat die Auftritte am 1. August 2009 einmal mehr zu Propagandazwecke für ihre nationalistischen Zechpreller-Ansichten missbraucht. Weil Herr Blocher auf das zwar symbolische, aber unbedeutende Datum 1. August 1291 Bezug genommen hat („Wehret den Anfängen 719 Jahre danach“), lohnt es sich, tatsächlich ein bisschen rückwärts zu schauen. „Keine fremden Richter“ war etwa eine der zentralen Forderungen. Was heisst das genau?