WeghörerInnen

Darf man das Verhalten des libyschen Staates kritisieren – müssen sich Kritisierende entweder mit absurden Staatenabschaffungsvorstössen eines schnell alternden Diktators beschäftigen oder sich vorwerfen lassen, die Rückkehr von „Geiseln“ zu verzögern?

Darf die nachgeborene Generation den Jubelpatriotismus des nicht wirklichen Bundesrates Ueli Maurer und einer starren Weltkriegsgeneration nicht einmal in Frage stellen – obwohl längst bekannt ist, dass die Regierenden eine fiktive Geschichte erzählen über die Schweiz im 2. Weltkrieg, die nichts mit der Realität zu tun haben?

Dürfen sich AussenministerInnen z.B. der EU empören, wenn Krieg nicht sauber ist, wie sie dies gerne hätten? Dürfen sie sich weiterhin der Fiktion hingeben, Probleme liessen sich mit militärischer Gewalt lösen? „WeghörerInnen“ weiterlesen

Eins oder Fünf?

Vor einiger Zeit ist bereits der Stern-Report zum Schluss gekommen: ein Prozent des globalen BIP braucht es (jährlich), um sofort wirksame Massnahmen gegen den menschgemachten Klimawandel zu ergreifen. Wenn die Menschheit – das heisst jede und jeder einzelne – dies nicht tut, wird es fünf Prozent des BIP brauchen, um die schlimmsten Folgen des menschgemachten Klimawandels in den Griff zu bekommen. Das war 2006 – im gleichen Jahr, in dem auch der Film „An Inconvenient Truth“ mit Al Gore in die Kinos kam.

„Eins oder Fünf?“ weiterlesen

Velohelm: eine gute Sache – auch ohne Obligatorium!

Zwei Meldungen vom gleichen Tag:

  • Velohelme erhöhen das Unfallrisiko – behauptet der Auto-Anzeiger, früher Tages-Anzeiger, und zwar als Zitat von Christoph Merkli, Geschäftsführer von Pro Velo Schweiz.
  • Ein fussballgrosser Stein traf einen Biker in Gersau am Vierwaldstättersee im Kanton Schwyz am Kopf. Sein Helm verhinderte Schlimmeres. Auch dies im Auto-Anzeiger, früher Tages-Anzeiger.

Was ist davon zu halten?
„Velohelm: eine gute Sache – auch ohne Obligatorium!“ weiterlesen

Gordische Knoten lösen – energisch oder klug?

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hat in einem Interview den von ihm persönlich mit Libyen abgeschlossenen Vertrag als Lösung des gordischen Knotens bezeichnet. Üblicherweise wird diese Lösung Alexander dem Grossen zugeschrieben, und zwar auf die energische Art: einfach durchhauen. Das Seil ist dann allerdings kaputt – die Lösung kann dann sicher nicht als Win-Win-Situation bezeichnet werden. Es gibt aber auch Legenden, die dem grossen Alexander eine kluge Lösung des gordischen Knotens zutrauen, eine echte Entknotung. „Gordische Knoten lösen – energisch oder klug?“ weiterlesen

Triumph der Ignoranz und Dummheit?

Mit einer eher knappen Mehrheit hat der Kantonsrat des Kantons Zürich ein Postulat überwiesen, welches den grossen Städten die Verfügungsgewalt über das Strassensystem nehmen will. Dies ist ignorant und dumm – ich wage die Prognose, dass diese schlechte Idee nie umgesetzt werden wird. „Triumph der Ignoranz und Dummheit?“ weiterlesen

Weltklimakonferenz in Kopenhagen – jetzt handeln!

Die United Nation Climate Change Conference 2009 findet vom 7. bis zum 18. Dezember 2009 in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt. Wie bei vielen internationalen Verhandlungen sind die meisten Ländern an ihren persönlichen Egoismen interessiert – im Moment ist noch nicht viel spürbar von der dringenden Notwendigkeit, mutige und kräftige Schritte zu unternehmen, um den menschgemachten Klimawandel zu begrenzen. Jetzt ist handeln nötig!

„Weltklimakonferenz in Kopenhagen – jetzt handeln!“ weiterlesen

Gross- und Kleinschreibung

Die deutsche Sprache hat sehr viele Regeln zur Gross- und Kleinschreibung. Sie dienen häufig dazu, dass Texte verständlicher werden. Und manchmal trägt es zur Erheiterung bei, vielleicht auch zur Nachdenklichkeit, wenn Gross und Kleinschreibung etwas anders interpretiert werden – wie hier bei einer immer wachsenden Wortsammlung. „Gross- und Kleinschreibung“ weiterlesen