Herrscht Wohnungsnot? – Die Marktwirtschaft und der Umgang mit Grenzen

Nach allgemeiner Ueberzeugung herrscht Wohnungsnot in der Stadt Zürich. Diese äussert sich etwa dadurch, dass Menschen eine Wohnung gemäss ihren Preis- und Grössenvorstellungen nicht oder nur mit sehr viel Aufwand finden. Während insbesondere die Medien und ein Teil der Politik monokausale Konstrukte erfinden, handelt es sich letztlich um einen klaren Fall von Polykausalitäten, die letztlich zeigen, dass der Markt durchaus auf Grenzen – im Sinne von Grenzen des Wachstums – reagiert. „Herrscht Wohnungsnot? – Die Marktwirtschaft und der Umgang mit Grenzen“ weiterlesen

Konflikte sind mit Kriegen nicht zu lösen

Die Geschichte der Menschheit ist grauenvoller Kriege mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt. Dauerhafte Lösungen haben sich daraus nie ergeben: Gewalt ist kein Beitrag zur Konfliktbewältigung!

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Falsches Problem, untaugliche Lösung

Es ist immer wieder beeindruckend, wie man ausgehend von falschen Problemanalysen zu untauglichen Lösungsvorschlägen kommen kann. Ein weiteres Beispiel: die Ueberlegungen diverser Ingenieure und der ETH, die zur Empfehlung führen, weniger zu isolieren. Es sei nur wichtig, den CO2-Ausstoss zu reduzieren, der Energieverbrauch müsse nicht vermindert werden. Definitiv ein untauglicher Vorschlag!

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Vorsätzliches Ökodumping

Die Oelpest im Golf von Mexico ist letztlich vorsätzlich verursacht. Auf der Anklagebank sitzt ein ansehnlicher Teil der Menschheit, mit Sicherheit jene mit einem grösseren ökologischen Fussabdruck als der Durchschnitt der Weltbevölkerung. Da „fast alle“ gleichbedeutend ist mit „niemand“, fühlen sich zwar viele „betroffen“, aber nicht verantwortlich.

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Hedonistischer Absolutismus – anarchistische Monarchien

Eine letztlich erschreckende Entwicklung: kaum passiert irgendwo irgendetwas, sind die Stimmen jener zu hören, die mit absoluter Gewissheit sagen, was (aus ihrer Sicht) Sache ist. Gerade demokratische Staaten zeichnen sich dadurch aus, dass sehr gut begründet die Gewalten geteilt sind – Legislative, Exekutive und Judikative haben ihre Zuständigkeitsbereiche. Der sich entwickelnde hedonistische Absolutismus ist einerseits eine Rückkehr ins Mittelalter, weil Vorverurteilung und Pranger zu prägenden Öffentlichkeitsinstrumenten werden, andererseits trägt dies zur gesellschaftlichen Beliebigkeit bei. Als Alternative für die Zukunft der Demokratische: anarchistische Monarchien. „Hedonistischer Absolutismus – anarchistische Monarchien“ weiterlesen

Vom Neid zum Glück

Wer beispielsweise die übermässigen Löhne und Boni in der Finanzindustrie in Frage gestellt, wird geradezu reflexartig mit dem Vorwurf eingedeckt, ein neidiger Mensch zu sein. Das populistische Argument der Neiddebatte führt allerdings in die Sackgasse. „Haben oder Sein“ hat der Sozialpsychologe Erich Fromm bereits 1976 in seinem Buch mit dem Untertitel „Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft“ thematisiert. Die Reaktionen eines Teils der Öffentlichkeit auf den Vorschlag von Bastien Girod, Glück zum Unterrichtsthema zu machen – dies als ein Beitrag zum „Green Chance“ – zeigen, dass hier nach wie vor erhebliche gesellschaftliche Defizite bestehen. „Vom Neid zum Glück“ weiterlesen

Oelpest vor der US-Südküste: auch SchweizerInnen mitverantwortlich!

Mit ihrem übermässig grossen ökologischen Fussabdruck verbunden mit dem Verbrauch fossiler Energieressourcen tragen auch die SchweizerInnen mit dazu bei, dass unter immer extremeren Verhältnissen Oelfelder exploriert werden, wie beispielsweise im Golf von Mexiko in grosser Wassertiefe und mit langen Bohrlöchern. Es gibt nur eine Handlungsmöglichkeit: der ökologische Fussabdruck ist deutlich zu verkleinern, es braucht eine vollständige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Quellen aus nachhaltiger Nutzung.

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Allgemeine Verunsicherung

Minarett-Verbot, Ganzkörperschleier-Verbot – die aktuelle Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Silvana Koch-Mehrin bringt es auf den Punkt: die von aussen sichtbaren Merkmale einzelner Glaubensrichtungen verunsichern sie, deshalb versteht sie Burka-Verbote wie in Belgien und fordert eine Ausweitung! „Verunsicherung“ hat eine gewisse Verwandtschaft mit „Angst“, welche bekanntlich als RatgeberIn untauglich ist. Es lohnt sich, der gegenwärtigen allgemeinen Verunsicherung etwas nachzugehen. „Allgemeine Verunsicherung“ weiterlesen

Zu Lasten späterer Generationen und anderer Weltgegenden

Die Welt lebt auf Pump – am 25. September 2009 war beispielsweise bereits aufgebraucht, was der Menschheit im Jahr 2009 an Ressourcen zur Verfügung stand. Die Menschheit konsumiert im Mittel 37 Prozent mehr, als ihr zur Verfügung steht. Wenn der Schuldnerstatus von Staaten wie Griechenland zu „Ramsch“ wird, ist dies ein deutliches Warnzeichen dafür, dass die derzeitige Wirtschaftsweise der Menschheit alles andere als nachhaltig ist.

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Rote Rosen, frische Fische, grüne Spargeln, …

Als ich am 13.4.2010 im Beitrag „Solar fliegen!“ schrieb, dass der heutige Luftverkehr nicht nachhaltig sei, hatte ich keine Ahnung, dass ein Vulkanausbruch auf Island nur wenige Tage später diese Aussage einmal mehr belegen würde. Das Problem dabei: der Gesellschaft wird unbegrenzte Verfügbarkeit – ohne Rücksichten auf irgend etwas – vorgegaukelt. Flugverkehr als Massentransportmittel – Menschen und Güter. Selbst leicht verderbliche Güter wie rote (und andersfarbige) Rosen, frische Fische und grüne Spargeln stehen jenen, die es sich leisten können und wollen, global und jederzeit zur Verfügung. Ausser ein isländischer Vulkan mit schwierig auszusprechendem Namen hinterlässt Aerosole in der Atmosphäre. Oder die internationalen Machtgames provozieren terroristische Aktivitäten, auch mit potentiellen Zielen im Luftverkehr. Oder der Rohölpreis macht Purzelbäume und macht die Transportkosten unberechenbar. Der Luftverkehr als fragiles Symbol der Nicht-Nachhaltigkeit des Lebensstils einer Gesellschaft mit einem übergrossen ökologischen Fussabdruck.

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