Die Abrissbefehle für illegal erstellte Bauten auf dem Uetliberg, die interessante Geschichte um die Nervous Bar in Zürich 3, die sogenannte KMU-Initiative des SVP-dominierten Gewerbes der Stadt Zürich oder der eigenartige Vorstoss von Kantonsrätin Winkler und Walker Späh und Kantonsrat Vogel zur Baubewilligungsfreiheit von mit energetischen Subventionen geförderten Bauvorhaben zeigen etwas sehr deutlich: unsere hedonistische und beliebigkeitsverhaftete, teilweise auch als liberal bezeichnete Zeit ignoriert in sehr vielen Fällen die Interessen der Allgemeinheit zugunsten der eigenen Bequemlichkeit und Vorteils. „Eigenverantwortung und Vorschriften“ weiterlesen
Uto Kulm – wie viel Öffentlichkeit, wie viel Privatheit auf dem Uetliberg?
Naherholungsgebiete bei grossen Städten haben es in sich. Es besteht ein erheblicher Nutzungsdruck. Der Uetliberg, der Zürcher Hausberg, ist ein solches Naherholungsgebiet. Der Hotelier Giusep Fry hat mit einigen Investitionen das Hotel Uto Kulm massiv ausgebaut – und wegen der vielfältigen Angebote des Hotels, zum Beispiel Freilichtkinos, gibt es grosse Konflikte mit Menschen, die den Uetliberg als Naherholungsgebiet nutzen wollen. „Uto Kulm – wie viel Öffentlichkeit, wie viel Privatheit auf dem Uetliberg?“ weiterlesen
Lenkung oder Förderung?
Am 19. März 2009 hat der Nationalrat als Erstrat einer Teilzweckbindung der CO2-Lenkungs-Abgabe zugestimmt. Das Füllhorn an Subventionen soll über die Schweizer Gebäudewirtschaft ausgeschüttet werden – obwohl längst bekannt ist, dass dieser Weg nicht taugt. Stattdessen wird die eh schon schwächliche Lenkungswirkung der CO2-Abgabe erheblich vermindert. „Lenkung oder Förderung?“ weiterlesen
Steinbrück’s Zechpreller-Staat
Klar ist: die Rechtslage darf es potentiellen SteuerhinterzieherInnen und SteuerbetrügerInnen nicht erlauben, ihre Gelder der Besteuerung entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu entziehen. Es scheint allerdings erforderlich zu sein, selbst im deutschen Sprachraum eine gewisse Vereinheitlichung der Sprachregelungen über die Bedeutung von Wörtern zu finden (z.B. Souveränität). Und ebenso: Herr Steinbrück kaschiert mit seiner forschen und unflätigen Art, dass er Finanzminister eines Zechpreller-Staates ist! „Steinbrück’s Zechpreller-Staat“ weiterlesen
Schiefe Sprachbilder
Uetliberg-Hotelier geht mit Wintergarten vor den Richter – titelte der Auto-Anzeiger, früher Tages-Anzeiger vom 17. März 09. Stellen Sie sich das mal bildlich vor: Ein Wintergarten ist ja eine Immobilie, also muss man das Ding abreissen, wenn man damit zum Richter gehen möchte (wobei es dabei um einiges an Material geht, man also eher hinfahren muss). Aber Herr Fry will ja eigentlich zum Richter, damit er den (im übrigen illegal erstellten) Wintergarten gerade eben nicht abreissen muss! Nur schon das „mit“ durch „wegen“ ersetzt, und die Sache ist sprachlich nicht mehr ironisch. „Schiefe Sprachbilder“ weiterlesen
Uto Kulm: demagogische Verkaufsförderung
Das rechtsstaatliche System der Schweiz hat zur Folge, dass verschiedene Instanzen den gleichen Sachverhalt zu beurteilen haben. Auf Uto Kulm – respektive beim Hotel von Herrn Fry auf dem höchsten Punkt des Zürcher Hausberges Uetliberg – hat dieses System wieder einmal gewirkt und einen längst fälligen Entscheid herbeigeführt: illegal erstellte Bauten sind zu entfernen – ihre Illegalität kann nicht nachträglich „geheilt“ werden. „Uto Kulm: demagogische Verkaufsförderung“ weiterlesen
Die SchweizerInnen stehen zwar früh auf, erwachen aber spät!
An diesen launigen Spruch werde ich erinnert, wenn ich die Medienbericherstattung über die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Schweizerischen Haltung zum Bankkundengeheimnis verfolge! Seit 1977 ist die OECD mit der gemeinsamen Erarbeitung von „Model Tax Convention on Income and on Capital“ beschäftigt, also an Vereinbarungen über die Besteuerung von Einkommen und Kapital; am 18.4.2002 wurde ein „Model Agreement on Exchange of Information in Tax Matters„, also ein Muster-Abkommen für den Informations-Austausch in Steuersachen, veröffentlicht. Wer jetzt so tut, als habe die Schweiz von nichts gewusst, ist möglicherweise früh aufgestanden, aber noch nicht wirklich erwacht.
„Die SchweizerInnen stehen zwar früh auf, erwachen aber spät!“ weiterlesen
Investitions- und Impulsprogramme für den Kopf
Dieser Beitrag stammt ursprünglich aus dem Jahr 2003. Ich habe ihn angesichts der immer lauteren Rufe nach z.B. Konjunkturstimulierung, weltweiten staatlichen Konjunkturprogrammen oder Konjunkturhilfe, Wachstumsprogrammen nur leicht überarbeitet. „Investitions- und Impulsprogramme für den Kopf“ weiterlesen
Konsum ankurbeln? Nein! Endlich den übergrossen Fussabdruck vermindern!
Bundesrätin Doris Leuthard ruft zu (noch) mehr Konsum auf. Und dies, obwohl beispielsweise US-Präsident Obama und UBS-Chefökonom Klaus Wellershof ihre ZuhörerInnen und LeserInnen haben wissen lassen, dass Menschen in vielen Ländern über die Verhältnisse gelebt haben. „Konsum ankurbeln? Nein! Endlich den übergrossen Fussabdruck vermindern!“ weiterlesen
Sackgasse Auto
Wenn in der Stadt Zürich das unnötige und unsinnige Opernhaus-Parking realisiert werden sollte, verneigen sich die Stadt und ihre Bevölkerung einmal mehr vor dem Götzen Auto: der Zirkus Knie, traditionell einen Monat lang zu Gast auf dem Sechseläutenplatz, muss sich für mindestens zwei Jahre einen anderen Auftrittsorts in Zürich suchen, selbst das Sechseläuten, traditioneller Zünfter-Anlass, kann nicht mehr auf dem Sechseläutenplatz beim traditionellen Sechseläutenmarsch enden, sondern braucht auch einen alternativen Standort für den Scheiterhaufen zum Verbrennen des Böögg! So steht es am 6. März 2009 im Auto-Anzeiger, vormals Tages-Anzeiger. Durchaus ein Hinweis darauf, welche Reverenz eine ganze Stadt dem Auto erweist, eben: Götze! Und das führt definitiv in die Sackgasse. „Sackgasse Auto“ weiterlesen