Neu denken!

Im Januar 2009 Klaus Wellershoff, Chefökonom der UBS, im Februar 2009 der amerikanische Präsident Barack Obama: Beide teilen der Welt mit, dass Menschen in vielen Ländern über die Verhältnisse gelebt haben:
Klaus Wellershof: Es müsste die Einsicht reifen, dass wir über unsere Verhältnisse gelebt haben. Und eben nicht nur in den USA, sondern auch in Grossbritannien, in Spanien und Irland sowie in einer Reihe weiterer Länder in Europa und Asien. Wir sollten uns gewöhnen an eine Welt, die vielleicht auf einem tieferen Wohlstandsniveau lebt und auch langsamer wächst.
Barack Obama: Nun ist der Tag der Abrechnung für die Amerikaner gekommen, nachdem sie lange Zeit über ihre Verhältnisse gelebt, Regulierungen abgeschafft und kaum langfristige Finanzplanung betrieben haben. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.

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Klüger werden ist immer erlaubt

Einem Justiz- und Polizeizentrum – eine massive, abweisende Hochsicherheits-Einrichtung – mitten in der Stadt Zürich haben die Stimmberechtigten des Kantons Zürich 2003 zugestimmt. Schon damals mit einer Kostenvorgabe, obwohl sich das Projekt in einer sehr frühen Entwicklungsphase befand. Ein solches Justiz- und Polizeizentrum an diesem Ort ist nicht wirklich stadt- und zukunftsverträglich. Die bekanntgewordenen Kostensteigerungen müssten ein Grund sein, das Projekt nochmals gründlich zu überprüfen, auch wenn die Stimmberechtigten im Grundsatz zugestimmt haben. „Klüger werden ist immer erlaubt“ weiterlesen

Medien – Radio, Fernsehen, Presse, Internet: es geht um ziemlich viel Geld!

Medienfreiheit sei, auf der Rückseite von Inseraten die News von gestern auf das Altpapier von morgen zu drucken – so böse Zungen. Wie die Familien Ringier (Ringier Holding mit z.B. Blick, Sonntagsblick, ..) und Coninx (TAmedia, mit z.B. Tages-Anzeiger, 20-Minuten, Sonntagszeitung) zeigen, lässt sich auf diese Art einiges an Vermögen erschaffen – beide Familien haben gemäss Bilanz ein Vermögen von mehr als einer Milliarde Franken). „Medien – Radio, Fernsehen, Presse, Internet: es geht um ziemlich viel Geld!“ weiterlesen

Bedingungsloses Grundeinkommen für alle ist dringend!

Mit völlig antiquierten Argumenten haben es die AngstmacherInnen vom Dienst geschafft, die dringend nötige Flexibilisierung des Pensionierungsalters zu verhindern. Lebensarbeitszeit verlängern ist so ziemlich das dümmstmögliche Konzept für die Existenz-Sicherung. Es sind endlich Schritte hin zum bedingungslosen Grundeinkommen für alle nötig!

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EKZ steht quer in der Landschaft

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich ewz bietet seinen KundInnen und Kunden, auch den Wirtschaftsunternehmen, seit Oktober 2006 die freie Wahl der Stromqualität. Bereits im Mai 2007 informierte das ewz über die realen Bestellungen von KMU und Grossbetrieben. Gegen 2/3 des an KMUs gelieferter Strom und deutlich mehr als die Hälfte des bei den Grossunternehmen verbrauchten Stroms kann als Strom mit ökologischem Mehrwert bezeichnet werden, bei dem die KundInnen bereit sind, einen höheren Preis zu bezahlen.

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West-Fest: was gibt es da eigentlich zu festen?

Am 24. bis 26. April 2009 wird in „West“ gefestet: eine Autobahn, die nachweislich trotz Missachtung diverser Umweltvorschriften gebaut wurde, die den menschgemachten Klimawandel aufgrund des übermässigen Verbrauchs fossiler Treibstoffe ignoriert, soll kurz darauf in Betrieb gehen. Die Zürcher Regierung hat es geschafft, durch ihre Finanzierungspraxis für diesen Anlass die Absurdität dieses „Festes“ vergessen zu machen. „West-Fest: was gibt es da eigentlich zu festen?“ weiterlesen

Wettbewerbskommission handelt gegen die Verfassung!

Die Schweizerische Bundesverfassung fixiert an zwei Stellen den Grundsatz der Nachhaltigkeit. Gemäss Art. 2 Abs. 2 fördert die Schweizerische Eidgenossenschaft eine nachhaltige Entwicklung. Art. 73 ist umfassend der Nachhaltigkeit gewidmet. Mit ihren Entscheiden verletzt die Wettbewerbskommission regelmässig diesen Grundsatz, indem sie Privaten eine übermässige Rendite zulasten der Leistungen früherer, heutiger und zukünftiger Generationen zusichert. „Wettbewerbskommission handelt gegen die Verfassung!“ weiterlesen

Billag: Zuerst einmal nachdenken!

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat laut einem neuen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts die SRG zu Recht zur Ablieferung von Sponsorbeiträgen in Höhe von 341 000 Franken verpflichtet. Die Einziehung war damit begründet worden, dass bei der Erwähnung des TCS als Sponsor der Sendungen «einfachluxuriös» und «Meteo» unzulässige werbende Aussagen erfolgt seien. Zudem sei ungenügend auf das Sponsorverhältnis hingewiesen worden. Die SRG kann den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts noch ans Bundesgericht in Lausanne weiterziehen. Zitat aus einem Artikel in der NZZ vom 16.2.2009 „Billag: Zuerst einmal nachdenken!“ weiterlesen

Bilanzsumme und BIP

Die Bilanzsumme der UBS beträgt etwa 2’000 Mia Franken – das BIP der Schweiz etwa 500 Mia Franken, also vier mal weniger. Oder anders: die Schweiz kann sich „ihre“ Grossbank gar nicht leisten, und zudem hat auch die Credit Suisse eine ähnlich grosse Bilanzsumme. Auch wenn dies derzeit Mode ist: staatliche Mittel für die Finanzwirtschaft sind hochgradiger Unsinn und widersprechen nicht nur ortoliberalen Staatsauffassungen. „Bilanzsumme und BIP“ weiterlesen