Zucker und Freiheit?

Zu süss, zu fett, zu salzig – so lautet die wissenschaftliche Beurteilung der mittleren Ernährungsgewohnheiten z.B. in der Schweiz. Auch mit weniger Zucker, Fett und Salz lässt sich sehr wohl angenehm leben. Viele BewohnerInnen dieses Landes berücksichtigen die Empfehlungen für weniger süsse, weniger fette, weniger salzige Ernährung freiwillig und eigenverantwortlich. Dagegen wehrt sich die SVP – ob dies wohl damit zu tun hat, dass etwa im Kanton Schwyz die ausschliesslich männlichen Kandidaten für National- und Ständerat selbst auf Restaurant-Zuckersäckli werben?

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Medien: was heisst genau vierte Gewalt?

In der Demokratie wird üblicherweise von den drei Gewalten Legislative, Exekutive und Judikative gesprochen. Entscheidend ist die Selbstständigkeit dieser drei Gewalten – dies wird als Gewaltenteilung bezeichnet. Die Medien reklamieren für sich den Status als vierte Gewalt. Das funktioniert allerdings nicht: Medien sind nicht gewählt, sondern bezahlt. Medien sind in der Verfassung nicht genannt. Medien beanspruchen einzig das Recht auf Meinungsfreiheit, ohne allerdings die damit verbundenen Pflichten zu kennen oder sie gar zu respektieren. Nur: Demokratien brauchen zwingend eine Balance von Rechten und Pflichten!

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Eigenverantwortung und Vorschriften

Die Abrissbefehle für illegal erstellte Bauten auf dem Uetliberg, die interessante Geschichte um die Nervous Bar in Zürich 3, die sogenannte KMU-Initiative des SVP-dominierten Gewerbes der Stadt Zürich oder der eigenartige Vorstoss von Kantonsrätin Winkler und Walker Späh und Kantonsrat Vogel zur Baubewilligungsfreiheit von mit energetischen Subventionen geförderten Bauvorhaben zeigen etwas sehr deutlich: unsere hedonistische und beliebigkeitsverhaftete, teilweise auch als liberal bezeichnete Zeit ignoriert in sehr vielen Fällen die Interessen der Allgemeinheit zugunsten der eigenen Bequemlichkeit und Vorteils. „Eigenverantwortung und Vorschriften“ weiterlesen

Wohnen: Nutzungsrecht statt Eigentum

Albert Leiser, Direktor des Hauseigentümerverbandes Zürich, schlägt im Auto-Anzeiger, früher Tages-Anzeiger vom 29.12.08 ein Verstärkung der Wohneigentumsförderung via Banken vor: gut verdienende “Junge” (trau keinem über 30) sollen sich Wohneigentum leisten können. Dieses Modell würde allerdings die bestehenden Probleme des Wohnumgsmarktes verstärken, statt reale Lösungen herbeizuführen. Wohneigentum ist nicht erstrebenswert, wohl aber ein Wohnnutzungsrecht!

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Geldaristokratie ist nicht zukunftsfähig

Die Zürcher Stimmberechtigten haben am 28.9.2008 relativ knapp dem Baurechtsvertrag Winkelwiese zugestimmt, damit der Geldaristokrat Binder eine Supervilla – eigentlich eher einen Wohlstandsbunker – mitten in Zürich errichten kann. Auch wenn davon auszugehen ist, dass sich Herr Binder die entscheidenden Stimmenprozente gekauft hat, ist dieser Entscheid nach den demokratischen Spielregeln zustandegekommen, was allerdings überhaupt nicht heisst, dass er zukunftsfähig ist.

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