Die verschreckten Reaktionen vieler so genannter EnergiepolitikerInnen insbesondere aus dem “bürgerlichen” Lager auf den schweren Atomunfall in der japanischen Atomkraftwerke-Grossanlage Fukushima-Daiichi zeigen eines sehr deutlich: in der Schweiz gibt es keine ernsthafte Energie- und Klimaschutzpolitik, es gibt allenfalls Ansätze für eine schwache Energiewirtschaftspolitik. Die Impulse, die aufgrund der diversen Erdölpreiskrisen seit 1973 und des atomaren Super-Gaus in Tschernobyl (April 1986) feststellbar waren, sind in der Trägheit der Schweizerischen Politik und der Energiewirtschaft geradezu verpufft. Es gibt wenige Ausnahmen: vor allem die grösseren Städte sind an den Themen dran geblieben, mit ersten erfreulichen Ergebnissen – aber auch da bleibt einiges zu tun. Eine fossil- und nuklearfreie Energieversorgung ist grundsätzlich möglich – wie schnell dies machbar ist, hängt ausschliesslich von der Gesellschaft und der Politik ab.
400 – 97 Prozent – Plus 2: #klimawandel
![]() | Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Diesen Spruch habe in umweltnetz.ch bereits mehrfach zitiert. Das gilt insbesondere auch, wenn um den Mensch gemachten Klimwandel geht. Dabei geht es neben Prognosen oder besser Szenarien um einige ganz einfache Sachen – “Klimaschutz for Dummies” ist gefragt! |
Handel mit DiktatorInnen?
Die Schweiz und China verhandeln über ein Freihandelsabkommen – gemäss Medienberichten geht es”nur” noch darum, dass China seine Agrarprodukte einfacher in der Schweiz verkaufen könne, damit Schweizer Exportprodukte in China mit tieferen Importzöllen belegt werden. Globalisierung und freien Handel hin oder her – solche Freihandelsabkommen sind aus Nachhaltigkeitssicht schlichter Unsinn – sie sind daher abzulehnen.
…, 395, 396, 397, 398, 399, #400, 401, 402, 403, 404, 405, … – was ändert sich?
![]() | In sehr vielen Medien waren in den ersten Mai-Tagen 2013 Titel wie “CO2-Dichte so hoch wie noch nie in der Menschheitsgeschichte“, “Kohlendioxid-Gehalt knackt 400-ppm-Marke“, “Climate Milestone: Earth’s CO2 Level Nears 400 ppm” oder “Umwelt: CO2-Konzentration erreicht historischen Höhepunkt” zu lesen. Die nicht nur wegen den zwei Nullen als bedeutsam geltende Schwelle von 400 ppm des Treibhausgases CO2 werden messtechnisch korrekt bei der Messstation Mauna Loa erreicht. Ob diese “Bad News” wohl Auswirkungen auf die dringend erforderlichen Klimaschutz-Taten haben werden? |
T-Shirt und Solarstromanlagen – nachhaltiger Konsum
Als Folge der Globalisierung und der “Geiz ist Geil”-Mentalität werden etwa in Bangladesch Textilien unter unmenschlichen, ausbeuterischen Bedingungen hergestellt. Dies ist nicht erst seit der Brandkatastrophe von Ende April 2013 mit mindestens 800 Toten in einem Produktionsgebäude in Savar, einem Vorort der Hauptstadt Dhaka, bekannt. Die Clean Clothes Campaign etwa besteht seit 1989. Von der Erklärung von Bern gibt es eine App für “Fair Fashion“.
Auch die Produktion von Solarstromanlagen (genauer der PV-Module) hat sehr viel mit Fair Trade – und damit Nachhaltigkeit – zu tun.
Zürcher Regierungsrat wie immer ohne Gestaltungswillen: weiterhin keine zukunftsfähige Energiepolitik
Der Regierungsrat des Kantons Zürich ist seit langen Jahren einer der ärgsten Bremser in der Energiepolitik. Einmal mehr belegt dies die Stellungnahme zur Behördeninitiative «Energiestrategie ohne nukleare Risiken» des Stadtzürcher Gemeinderates. Dies lässt sich an den drei Scheinargumenten, die der Zürcher Regierungsrat vorbringt, sehr direkt aufzeigen.
Volksabstimmung 9. Juni 2013: Empfehlungen zum Ausfüllen der Stimmzettel
Zur Abwechslung für Stimmberechtigte in der Stadt Zürich “nur” insgesamt sechs Abstimmungsfragen am Abstimmungswochenende vom 9.6.2013 – direkt zu den Empfehlungen, in Kurzform (von Bund bis Stadt, in der Reihenfolge der Stimmzettel): Nein, Nein, Nein, Ja, Ja, Nein.
Innovation – für die Gesellschaft von morgen und übermorgen
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Innovation – eines der vielen aktuellen Worthülsenworte. Der Wikitext zu “Innovation” hält dies treffend fest: der Begriff wird unspezifisch im Sinne von neuen Ideen und Erfindungen und für deren wirtschaftliche Umsetzung verwendet. Gemäss einer aktuellen EU-Studie ist die Schweiz “Ideenweltmeister” oder steht gemäss einer KOF-Studie an zweiter Stelle der Rangliste der innovationsstarken Länder in Europa. Da solche Ranglisten durch die Kriterienauswahl vorbestimmt sind, ist es ebenso wahrscheinlich, dass die Schweiz vor allem bei den “unausgereiften Innovatiönchen” (Zitat HSG-Geschichtsprofessor Caspar Hirschi) führend ist, welche zu einer Standortpolitik passt, die stark auf Kosten anderer geht. Welche Innovationen braucht die Gesellschaften von morgen und übermorgen? |
Pussy Riot: demokratische Rechtsstaaten müssen handeln
Russland ist unter Wladimir Putin auf ziemlich direktem Weg Richtung Diktatur unterwegs. Dies zeigt einerseits der Demokratie-Index von “The Economist”, aber auch der Umgang mit Oppositionellen und KritikerInnen. Als exemplarisches Beispiel für den Umgang einer Diktatur mit Andersdenkenden stehen die Willkürurteile gegen zwei Mitglieder der Frauen-Punk-Gruppe Pussy Riot. Angesichts dieses Sachverhalts müssen demokratische Rechtsstaaten handeln und den russischen Diktator Putin zurück auf den Weg Richtung Rechtsstaat und Demokratie bringen.
Wenn sich Staaten lächerlich machen
Auch wenn diverse Formen von Steuerhinterziehung derzeit gross im Gerede sind: all die Bemühungen der Staaten um automatischen Datenaustausch, Daten-Hehlerei und dergleichen sind schlicht lächerlich. Ganz einfach darum, weil ein erheblicher Teil der Menschen steuerehrlich ist. Jüngstes Beispiel: Spanien
#lesefreude: Hauptsache Lesen – mit Genuss und Spass!
Seit 1995 findet jedes Jahr am 23. April der Weltbuchtag – mit vollem Namen Welttag des Buches und des Urheberrechts – statt. Auch wenn Buch und Lesen nicht mehr zwingend zusammengehören: es lohnt sich, regelmässig, also mindestens ein Mal pro Jahr, sich Gedanken zum Schreiben, zum Lesen zu machen. Das geschriebene Wort ist eine der grossen Kulturleistungen der Menschheit. #lesefreude


