Nach-nuklear und nach-fossil: heute beginnen!

Die verschreckten Reaktionen vieler so genannter EnergiepolitikerInnen insbesondere aus dem „bürgerlichen“ Lager auf den schweren Atomunfall in der japanischen Atomkraftwerke-Grossanlage Fukushima-Daiichi zeigen eines sehr deutlich: in der Schweiz gibt es keine ernsthafte Energie- und Klimaschutzpolitik, es gibt allenfalls Ansätze für eine schwache Energiewirtschaftspolitik. Die Impulse, die aufgrund der diversen Erdölpreiskrisen seit 1973 und des atomaren Super-Gaus in Tschernobyl (April 1986) feststellbar waren, sind in der Trägheit der Schweizerischen Politik und der Energiewirtschaft geradezu verpufft. Es gibt wenige Ausnahmen: vor allem die grösseren Städte sind an den Themen dran geblieben, mit ersten erfreulichen Ergebnissen – aber auch da bleibt einiges zu tun. Eine fossil- und nuklearfreie Energieversorgung ist grundsätzlich möglich – wie schnell dies machbar ist, hängt ausschliesslich von der Gesellschaft und der Politik ab.

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Seegfrörni-Indikator: Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen im Winter 2016/17

7. Januar 2017: Am 6. Januar 2017 wurden am Pfäffikersee etwas mehr als 1/3 der für das Gefrieren erforderlichen Kältesumme erreicht. Der Saisonausblick von Meteoschweiz für die Zeit Januar bis März 2017 weist keine eindeutige Tendenz für den weiteren Verlauf aus. Die Kantonspolizei Zürich hat die Seite mit dem Eisbulletin wieder eingerichtet – mit insgesamt zehn «gefrierfähigen» Gewässern im Kanton Zürich; am 7. Januar 2017 heisst es allerdings bei allen Gewässern «gesperrt». Für die nächsten Tage sind Niederschläge und etwas höhere Temperaturen angesagt. Die Kältesumme dürfte eher nicht mehr im gleichen Umfang zunehmen wie in den letzten Tagen.

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Gas: kein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz

Erdgas war Anfangs der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts ein willkommener Energieträger zur Verbesserung der Luftqualität, weil Erdgas «sauberer» verbrennt als Heizöl, Kohle oder auch Holz. Als vordergründig tauglich zeigt sich Erdgas auch beim Klimaschutz. Auf Primärenergiestufe verursacht Erdgas als Energieträger für die Wärmeerzeugung etwa 25 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als bei der Verwendung von Heizöl. Da allerdings um 2040 bis 2050 ausschliesslich erneuerbare Energien zu verwenden sind, um die Ziele des Pariser Klimaschutz-Übereinkommens einzuhalten, ist die Verbrennung von Erdgas kein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz. Wie steht es mit den vorgeblich erneuerbaren Brennstoffen Biogas und Power-to-Gas?

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Menschliches Leid – Demokratie – Öl

In Syrien sterben Menschen wegen gewalttätiger Auseinandersetzungen, es ist Krieg. In einem Krieg geht es nicht mehr um Wahrheiten, da geht es um persönliche Macht, da geht es um Propaganda. Syrien gilt gemäss Demokratieindex von The Economist als autoritäres Regime. Als autoritäre Regimes gelten auch Russland und Iran, die Türkei gilt als Hybridregime. Der Russland-Iran-Türkei-Plan für Syrien von Ende Dezember ist das Werk von Diktaturen respektive von Diktatoren. Menschenrechte spielen da keine Rolle, da geht es um schlichte Machterhaltung für den Diktator Basar al-Assad – Medien wie RT (ehemals Russia Today) biegen dies propagandistisch schönfärberisch daher. Klar ist: Hunderttausende sind getötet worden, eine noch viel grössere Zahl von Menschen wurde vertrieben, voraussichtlich ohne Rückkehrmöglichkeit.

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Eine stark lenkende Energieabgabe ist dringend – weg mit der Subventionitis

Wieder einmal macht der Tages-Anzeiger Werbung für das abstruse Referendum der Öllobby-SVP-Lügenpropaganda. Als auffallende Nebengeschichte ist in diesem Artikel enthalten, dass offenbar die KELS – das Klima- und EnergieLenkungsSystem zumindest in der nationalrätlichen Kommission (UREK) chancenlos ist. Dabei ist eine stark lenkende Energieabgabe neben einem klugen Vorschriften-System zwingend erforderlich, um in der Schweiz die grosse Transformation zu einer ausschliesslich erneuerbaren Energieversorgung zu ermöglichen.

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Wir wollen die grosse Transformation zu ausschliesslich erneuerbaren Energien. Und zwar möglichst schnell!

Der Mensch gemachte Klimawandel hat es in sich. Darstellungen über die zu erwartenden Klimawandelfolgen – beispielsweise untergehende Inseln und Küstenstreifen, schmelzende Gletscher, schmelzender Permafrost, gefährdete Wasserversorgung bis hin zum Untergang der gegenwärtigen menschlichen Kultur – sind dystopisch, sind anti-utopisch. Wenn wir es wollen, sind auch Schritte in Richtung einer wünschbaren, positiv-visionären Energieversorgung mit ausschliesslich erneuerbaren Energien möglich. Wenn wir es wollen, ist die dazu erforderliche grosse Transformation möglich.

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Ein Jahr seit dem Pariser Klimaschutz-Übereinkommen – die Schweiz muss zulegen!

Am 12. Dezember 2015 haben 192 Regierungen in Paris ein wegweisendes Klimaschutz-Übereinkommen abgeschlossen – seit Anfang November 2016 ist es in Kraft. Dieses Übereinkommen sieht vor, die Mensch gemachte globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C im Vergleich zu vorindustriellen Levels, zu begrenzen. Wenn die Schweiz dieses Übereinkommen respektiert, ist die Energieversorgung der Schweiz bis um 2040 herum vollständig auf nachhaltig nutzbare erneuerbare Energien umzustellen.

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Wir müssen unsere Probleme hier auf der Erde lösen

Eine der Wissenschaftsdisziplinen beschäftigt sich damit, erdähnliche Planeten irgendwo im Weltall zu suchen. Das ist nicht blosse Science Fiction, sondern hat einerseits mit Sicherheitsüberlegungen zu tun (die alte Angst vor den irgendwo lebenden grünen Männchen, die die Erde bedrohen könnten), andererseits aber auch mit der Absicht eines Rettungsplaneten, falls es der im Anthropozän angekommene Mensch zu arg treibt auf seinem ersten und einzigen Heimplaneten. Das scheint allerdings gar nicht so einfach zu sein.

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Big Data und Manipulation – von der Mündigkeit von KonsumentInnen und BürgerInnen

Ein in diversen Aspekten postfaktischer Artikel zur Beeinflussung von Wahlen durch «Big Data»-Analysen hat Anfang Dezember 2016 für erheblichen Aufruhr gesorgt. Dass Wahlen und Abstimmungen manipuliert werden, ist nicht erst seit den Präsidentschafts-Wahlen oder den Schweizer Abstimmungen im Herbst 2016 zur Grünen Wirtschaft oder zum Atomausstieg offensichtlich.

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News – Bullshit oder Meinungsbildung?

«Postfaktisch» wurde von der «Gesellschaft für deutsche Sprache» am 9. Dezember 2016 als Wort des Jahres bezeichnet. Nachdem einer der populärsten Postfaktisten – Donald Trump – vor kurzem als Persönlichkeit des Jahres 2016 bestimmt wurde, stellt sich immer drängender die Frage, ob Medien welcher Art auch immer Bullshiting oder Meinungsbildung betreiben — möglicherweise handelt es sich um Marketing oder Propaganda.

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