Nach-nuklear und nach-fossil: heute beginnen!

Die verschreckten Reaktionen vieler so genannter EnergiepolitikerInnen insbesondere aus dem „bürgerlichen“ Lager auf den schweren Atomunfall in der japanischen Atomkraftwerke-Grossanlage Fukushima-Daiichi zeigen eines sehr deutlich: in der Schweiz gibt es keine ernsthafte Energie- und Klimaschutzpolitik, es gibt allenfalls Ansätze für eine schwache Energiewirtschaftspolitik. Die Impulse, die aufgrund der diversen Erdölpreiskrisen seit 1973 und des atomaren Super-Gaus in Tschernobyl (April 1986) feststellbar waren, sind in der Trägheit der Schweizerischen Politik und der Energiewirtschaft geradezu verpufft. Es gibt wenige Ausnahmen: vor allem die grösseren Städte sind an den Themen dran geblieben, mit ersten erfreulichen Ergebnissen – aber auch da bleibt einiges zu tun. Eine fossil- und nuklearfreie Energieversorgung ist grundsätzlich möglich – wie schnell dies machbar ist, hängt ausschliesslich von der Gesellschaft und der Politik ab.

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Volksabstimmung 25. September 2016: Empfehlungen zum Ausfüllen der Stimmzettel

Stimmberechtigte in der Stadt Zürich habe an 25. September 2016 über drei eidgenössische, eine kantonale und vier städtische Sachvorlagen zu entscheiden. Meine Empfehlungen zum Ausfüllen der Stimmzettel in Kurzfassung, jeweils in der nummerierten Reihenfolge der Abstimmungsvorlagen: Bund Ja, Ja, Nein, Kanton Zürich Ja, Stadt Zürich Nein, Ja, Ja, Ja.

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Meine Fehler als Velofahrer

In der NZZ am Sonntag vom 14. August 2016 verlangt Daniel Meier, die Velofahrer sollten einmal den Fehler bei sich suchen – statt immer neue Fördergelder zu verlangen. Abgesehen von der nichtgendergerechten Formulierung bin ich verwundert, dass es sich bloss um einen Fehler handeln soll. Ich komme da auf deutlich mehr eigene Fehler.

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Wir leben auf zu grossem Fuss #pledgefortheplanet

Mehr als drei Erden braucht es, um all das bereit zu stellen, was Tag für Tag verbraucht wird, für Wohnen, Geräte, Verkehr, Ernährung und Konsum – wenn alle Menschen so leben würden wie die BewohnerInnen der Schweiz. Nach dem 18. April 2016 wäre somit «Planet B» erforderlich gewesen (den es bekanntlich nur in der Fiktion gibt). Im globalen Mittel gilt der 8. August 2016 als Earth Overshoot Day oder Welterschöpfungstag: Ab dem 9. August brauchte es auch aus globaler Perspektive «Planet B».

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Mobilität ist nicht Verkehr ist nicht Mobilität

Weil nicht nur in der Schweiz Mobilität dauernd mit Verkehr verwechselt oder gar gleichgestellt wird, sind Nachhaltigkeitsperspektiven und damit Zukunftsvisionen des Verkehrs nicht einfach zu erörtern. Das zeigt sich am Beispiel der wirren Diskussionen um das nur so genannte Mobility-Pricing bestens.

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Vorausschauen auch am Schweizer Nationalfeiertag

Wenn es um Ranglisten im Ländervergleich geht, steht die Schweiz häufig meist weit vorne, ausser allenfalls dort, wo es um die schiere Grösse geht. Beim Demokratieindex und beim kaufkraftbereinigten Bruttoinlandsprodukt pro Person liegt die Schweiz auf den Rängen sechs und acht – und sogar auf dem zweiten Rang beim World Happiness Ranking. Obwohl im Mittel die SchweizerInnen im globalen Vergleich über eine hohe Umweltqualität verfügen, wird die öffentliche Diskussion von nationalkonservativen und neoliberalen JammererInnen geprägt. Gerade am Nationalfeiertag ist allerdings der visionäre Blick voraus gefragt.

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Solar Impulse – Erfolgsfaktoren für Energie- und Klimaschutz-Politik

Mit Solarenergie um die Erde fliegen – wenn wir dies wollen, dann können wir dies. Das hat das Team um Bertrand Piccard und André Borschberg mit 17 teils mehrtägigen Etappen mit dem Solarflieger «Solar Impulse 2» gezeigt. «Solar Impulse 2» illustriert zentrale Erfolgsfaktoren, auf die auch eine zukunftsgerichtete Energie- und Klimaschutz-Politik angewiesen ist.

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Zukunft: Demokratie und Gewaltfreiheit

Brexit, Putsch-«Theater» in der Türkei, Anschläge auf Menschengruppen, … – die letzten Monate haben einen nachdenklich machenden Einblick in die Gesellschaften insbesondere in Europa gewährt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um die ersten Auswirkungen des Mensch gemachten Klimawandels oder um die Reaktion auf Veränderungsprozesse handelt. Hybridregimes/Diktaturen und Gewalt jeglicher Form scheinen derzeit an Einfluss zu gewinnen. Demokratie und Gewaltfreiheit sind die Zukunftshoffnung für alle Menschen auf dieser Erde.

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Weihnachtsbeleuchtung – Bahnhofstrasse Zürich: Lucy in the Sky with Diamonds illustriert den Rebound-Effekt

  Bilder und Kommentare zur Weihnachtsbeleuchtung „Lucy in the Sky with Diamonds“ in der Zürcher Bahnhofstrasse

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Real existierender Wohnungsmarkt als Klimaschutzbremse?

Um Wohnungen und Büros komfortabel nutzen können, braucht es erhebliche Energiemengen für Raumheizung und Wassererwärmung. Meistens wird in der Schweiz diese Wärme von Heizungsanlagen, die mit Heizöl oder Erdgas betrieben werden, bereitgestellt. Das angenehm warme Wohnzimmer, die erfrischende Dusche, das komfortable Büro tragen somit erheblich zum Mensch gemachten Klimawandel bei. Um das Klima zu schützen, ist der Energieverbrauch von Bauten zu senken, und für Raumheizung und Wassererwärmung sind ausschliesslich nachhaltig genutzte erneuerbare Energien zu verwenden.

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Bot als News-Assistent – ist das die Zeitung von heute und morgen?

Schlagzeilen und Titel statt auf Papier direkt auf dem Display von Computern, Tablets und Smartphones – das bieten sehr viele Medien an. Meine digitale Zeitung wird von einem Bot, einem elektronischen Helfer, produziert. Dieser Bot ist dauernd im Internet unterwegs und sammelt zusammen, was mich interessieren könnte.

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