Nach-nuklear und nach-fossil: heute beginnen!

Die verschreckten Reaktionen vieler so genannter EnergiepolitikerInnen insbesondere aus dem „bürgerlichen“ Lager auf den schweren Atomunfall in der japanischen Atomkraftwerke-Grossanlage Fukushima-Daiichi zeigen eines sehr deutlich: in der Schweiz gibt es keine ernsthafte Energie- und Klimaschutzpolitik, es gibt allenfalls Ansätze für eine schwache Energiewirtschaftspolitik. Die Impulse, die aufgrund der diversen Erdölpreiskrisen seit 1973 und des atomaren Super-Gaus in Tschernobyl (April 1986) feststellbar waren, sind in der Trägheit der Schweizerischen Politik und der Energiewirtschaft geradezu verpufft. Es gibt wenige Ausnahmen: vor allem die grösseren Städte sind an den Themen dran geblieben, mit ersten erfreulichen Ergebnissen – aber auch da bleibt einiges zu tun. Eine fossil- und nuklearfreie Energieversorgung ist grundsätzlich möglich – wie schnell dies machbar ist, hängt ausschliesslich von der Gesellschaft und der Politik ab.

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Denken in Varianten: Und wenn es ganz anders wäre?

Die Beschaffung von Transportgefässen für den öffentlichen Verkehr führt erfahrungsgemäss zur sehr emotionalen Debatten. Ein SVP-Regierungsrat im Wahlkampf, geheime, nicht wirklich beurteilbare Unterlagen, die via Medien an die Öffentlichkeit gelangen, ein städtischer Verkehrsbetrieb, der dringend auf neue Trams angewiesen ist: einige der Zutaten in einer Geschichte, in der es kaum Fakten gibt. In den Sonntagsmedien vom 1. März 2015 fordert Ex-SVP-Nationalrat auf dieser spekulativen Basis Strafen im IS/ISIS-Style: «Köpferollen bei den VBZ». Da lohnt es sich, diese Geschichte in Varianten zu denken.

Nachtrag 17. Mai 2016: Vierzehneinhalb Monate später ist klar, dass das Denken in Varianten in die richtige Richtung geführt hat! Titel in der NZZ vom 17. Mai 2016: Zürcher Trambeschaffung: Der Spuk ist vorbei. Das damalige Fehlverhalten von SVP-Regierungsrat Ernst Stocker und Peter Spuhler ist unakzeptabel und muss Konsequenzen haben für diese Herren.

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Volksabstimmung 5. Juni 2016: Empfehlungen zum Ausfüllen der Stimmzettel

Stimmberechtigte in der Stadt Zürich haben für die Volksabstimmung vom 5. Juni 2016 die Stimmzettel zu zwölf Abstimmungsfragen auszufüllen – dazu meine Empfehlungen. In Kurzform: Bund Nein, Ja, Nein, Ja, Ja (in der Reihenfolge der Nummern der Abstimmungsvorlagen); Kanton Zürich Ja; Stadt Zürich sechs mal Ja!

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Strassenverkehr und Klimaschutz: Eine unendliche Geschichte

Eine gewichtige Quelle des übermässigen Ausstosses von Treibhausgasen ist der motorisierte Strassenverkehr – Benzin, Diesel und Gas eignen sich aus verschiedenen Gründen nicht als Antriebsenergie für Fahrzeuge. Weniger Strassenverkehr ist die prioritäre Handlungsebene (was nicht gleichzusetzen ist mit weniger Mobilität, diese findet bekanntlich in erster Linie im Kopf statt).

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Bedingungsloses Grundeinkommen: JA – nicht nur in der Volksabstimmung am 5. Juni 2016

Die gegenwärtige Form der Erwerbsarbeit ist eine der Hauptursachen für die nicht nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft(en). Wird die Existenzsicherung von der Arbeit getrennt, trägt dies zudem in erheblichem Ausmass zur Zufriedenheit bei. Daher: Ja am 5. Juni 2016 zur Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen»! Unabhängig vom Ergebnis dieser Volksabstimmung braucht es das bedingungslose Grundeinkommen für alle so rasch als möglich.

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Erdöl, Erdgas & Co: Schrötig und unnötig!

Die zweijährige Isabelle Dobbs Higginson hat ihren Grossvater John Kerry, Aussenminister der USA, am 22. April 2016 zur Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens begleitet. Dies wird in den Medien als Symbol für die langfristige Bedeutung des Abkommens verstanden.

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Seegfrörni-Indikator: Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen im Winter 2015/16

Fazit Ende Winter 2015/2016, nach den fünf Monaten November bis März, die für die Ermittlung der Kältesumme massgeblich sind: Wieder kein Seegfrörni-Winter im Kanton Zürich, im Gegenteil! Es hat sich nämlich die geringeste Kältesumme der letzten sechs Winter ergeben. Weiterlesen

Fossile Schweiz ist nicht einmal ökonomisch nachhaltig unterwegs

Nachdem im Herbst 2014 die Oelpreise kräftig nachgaben, hob die Nationalbank am 15. Januar 2015 den Euro-Mindestkurs auf. Dies ist nur ein Hinweis darauf, wie stark schweizerische Wirtschaft von der Erdölwirtschaft abhängig ist. Diese fossile Schweiz ist nicht nachhaltig unterwegs, da braucht es noch einiges an Veränderungen.

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Leider in der Monekratur angekommen – mit Demokratie hat dies nichts mehr zu tun

Einmal mehr ein Abstimmungswochenende, welches von eingesetzten Geldmitteln entschieden worden ist. Mehrere inhaltlich unsinnige Vorlagen lagen den Stimmberechtigten zum Entscheid vor. Nach den durch sehr viel Geld geprägten zwei Monaten vor der Abstimmung heisst es: tschüss Solidarität, tschüss Gemeinsinn, tschüss Klimaschutz, letztlich tschüss Demokratie – wir sind in der Monekratur angekommen!

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Klimaschutz nach Paris: Auch Schweizer Städte müssen mehr tun!

Um den Mensch gemachten Klimawandel zu begrenzen, ist so rasch als möglich auf fossile Brenn- und Treibstoffe zu verzichten. Die Weltklimakonferenz COP 21 hat im Dezember 2015 klar festgehalten, dass bis 2050 deutlich mehr Klimaschutz gemacht werden muss als bis anhin. Das braucht konkrete Taten, auch z.B. in Schweizer Städten.

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Volksabstimmung 28. Februar 2016: Empfehlungen zum Ausfüllen der Stimmzettel

Stimmberechtigte im Kanton Zürich haben zur Volksabstimmung vom 28. Februar 2016 die Stimmzettel zu acht Abstimmungsfragen auszufüllen – diverse der Vorlagen stellen objektiv betrachtet einen Missbrauch der Volksrechte dar. Gerade deswegen meine Empfehlungen zum Ausfüllen der Stimmzettel. In Kurzform: Bund Nein, Nein, Ja, Nein, Kanton Zürich Nein, Nein, Ja, Ja (in der Reihenfolge der Nmmern der Abstimmungsvorlagen)!

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