Die verschreckten Reaktionen vieler so genannter EnergiepolitikerInnen insbesondere aus dem “bürgerlichen” Lager auf den schweren Atomunfall in der japanischen Atomkraftwerke-Grossanlage Fukushima-Daiichi zeigen eines sehr deutlich: in der Schweiz gibt es keine ernsthafte Energie- und Klimaschutzpolitik, es gibt allenfalls Ansätze für eine schwache Energiewirtschaftspolitik. Die Impulse, die aufgrund der diversen Erdölpreiskrisen seit 1973 und des atomaren Super-Gaus in Tschernobyl (April 1986) feststellbar waren, sind in der Trägheit der Schweizerischen Politik und der Energiewirtschaft geradezu verpufft. Es gibt wenige Ausnahmen: vor allem die grösseren Städte sind an den Themen dran geblieben, mit ersten erfreulichen Ergebnissen – aber auch da bleibt einiges zu tun. Eine fossil- und nuklearfreie Energieversorgung ist grundsätzlich möglich – wie schnell dies machbar ist, hängt ausschliesslich von der Gesellschaft und der Politik ab.
Grün – Frühlingsfarbe
Farbsehen ist von Mensch zu Mensch verschieden – die Individualität der farbfilternden Augen ist gross. Farbfehlsichtigkeit (was etwas anderes ist als Farbenblindheit), also das Wegfallen einer Filterelemente der Augen, erhöht diese Variationsbreite. Bei mir “fehlt” ein Teil des Farbfiltersystems: Wiesen sind (ausser mit Schneebedeckung) für mich das ganze Jahr grün – für so genannt “Normalsichtige” ist Grün eine Farbe, die zum Frühling gehört.
Noch mehr Teilzeit-Vegis gesucht!
58 % der Treibhausgase zur Bereitstellung der Lebensmittel stammen von tierischen Produkten – Fleisch, Milchprodukte, Eier. Der gesamte Lebensmittelbereich ist für rund 30 % der Treibhausgase verantwortlich. Etwa 1/6 der Treibhausgasemissionen stammen aus tierischen Produkten, etwa gleich viel wie aus dem Verkehr (Zahlen von eaternity.ch). Ernährung und Verkehr – das sind die emotionalen Elemente der Klimaschutz-Debatte.
Rechnen und Denken beim Geizen
Vor Jahren wurden den “Geiz ist geil”-KonsumentInnen noch die Fabrikläden – ziemlich abgelegen und nur mit dem Auto erreichbar – empfohlen. Schon damals war klar: billig sind diese Angebote nur bei oberflächlicher Betrachtung – wer beim Geizen denkt und rechnet, kauft besser weniger und dafür bewusst: ökologischer, nachhaltiger, ohne Sozial- und Ökodumping! Analoges gilt heute für den Einkaufstourismus über die Grenze.
Bildergalerie vom Wochenend-Fenster vor dem 1. Mai
| Ob dies wohl ein neuer Wettereffekt ist? Starke Föhnstimmung, für die Jahreszeit (Ende April) hohe Aussentemperaturen – und immer ziemlich viel graue Stimmung, hin und wieder wenig Sonne. Zur Bildergalerie |
Demokratie-Arbeit
Auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass die $VP in der aktuellen Form alles andere als eine demokratische Partei ist, bietet eine Exponentin – Natalie Rickli – dieser von einem autokratischen Milliardär gelenkten Marketing-Organisation Anlass für eine vertiefte Erörterung zur Demokratie-Arbeit, in Verbindung insbesondere mit dem absurden Parteienfinanzierungsangebot der UBS.
Energiepolitik for Dummies
Wenn heute über Energiepolitik gesprochen wird, wird darunter meist die Diskussion über Atomkraftwerke verstanden oder das Feilschen um so genannte Energiesubventionen, egal ob als Trinkgeld für Gebäudesanierungen, Solar- oder Windstrom. All diese Diskussionen lenken letztlich davon ab, dass echte Energiepolitik die Absicht hat, kräftigen Einfluss auf das Angebot und die Nachfrage nach Energie zu nehmen, mit dem Ziel, den Energieverbrauch pro Person deutlich zu vermindern und einen höchstmöglichen Anteil an umweltverträglichen und erneuerbaren Energiequellen aus nachhaltiger Nutzung zu erreichen. Energiepolitik betrifft jede und jeden, jeden Tag, bei allen Aktivitäten.
Destruktion um das konstruktive Referendum
Multiple Choice ist in Volksabstimmungen durchaus möglich – wie die bisherigen Abstimmungen im Kanton Zürich gezeigt haben, dürfte es den Stimmberechtigten gelungen sein, ihre Meinung mehrheitsfähig zum Ausdruck zu bringen. Das Problem sind insbesondere die machtgeilen KantonsrätInnen, die die bisherigen Fragen für das konstruktive Referendum eher absurd konstruiert haben. Weil insbesondere FDP und $VP ihre Vorstellungen nicht durchzwingen konnten (oder vielleicht einfach nicht genügend für den Stimmenkauf investiert haben), haben diese keine Freude am konstruktiven Referendum.
Weltbuchtag: Lesen, Schreiben, Bezahlen, Existieren, …
Der Welttag des Buches (World Book and Copyright Day) am 23. April ist seit 1995 ein von der UNESCO weltweit eingerichteter Feiertag für das Lesen, für Bücher, für die Kultur des geschriebenen Wortes und auch für die Rechte ihrer Autoren. Dieses Zitat aus Wikipedia illustriert die Breite der Bedeutung der “Kultur des geschriebenen Wortes” – darum auch die vier Schlagworte im Titel.
Eierkochen und einiges mehr
Der Bundesrat hat am 18. April 2012 die ersten Überlegungen zu den Energieszenarien 2050 in die Oeffentlichkeit gebracht – wesentlich detaillierter und facettenreicher, als dies die Sonntagsmedien am 15. April 2012 berichteten. Mein Fazit am Sonntag danach: Energiepolitik ist einiges mehr als Energiekochen …
Verluderung des Rechtsstaats
Gleichentags haben $VP und Linke/Grüne wieder einmal ein Müsterchen abgeliefert, wie der Rechtsstaat verludert: die nationale $VP trötzelt wegen der völkerrechtswidrigen, noch nicht in Kraft gesetzten Verfassungsbestimmungen, die eine Folge der offensichtlich fremdenfeindlichen Ausschaffungsinitiative sind – in der Stadt Zürich reklamieren Linke und Grüne ebenfalls “Verfassungsbestimmungen”, die noch nicht in Kraft sind (denen ich auch zugestimmt habe – und deshalb einmal mehr glaubwürdig die Verluderung des Rechtsstaats anklage).