Das Wort oder vielleicht auch Unwort der letzten Wochen: Fahrleitungsstörung, vor allem bei der SBB. In letzter Zeit scheinen sich solche Störungen zu häufen. Ein ziemliches oranges Wort. Da stellt sich eine Frage: Ist dies eine Folge des intensiven Verkehrs oder des mangelnden vorsorglichen Unterhalts der Fahrleitungen der SBB? „Oranges Wort: Fahrleitungsstörung“ weiterlesen
Velo: DAS Verkehrsmittel auch der Zukunft!
Der Gaspedal-Fanatiker Monjek Rosenheim, Stadtzürcher FDP-Gemeinderat, darf wieder einmal seine abstrusen Velohasser-Tiraden im Auto-Anzeiger (früher Tages-Anzeiger) vom 19.9.09 plazieren. Mit massiv falsch interpretieren Unfallzahlen will er einmal mehr die Velofahrenden aus der Stadt verdrängen – und macht klar, um was es geht: allen Platz den Autos.
Bundesrats-Lotterie
Gewählt mit 129 Stimmen im 4. Wahlgang: Didier Burkhalter – so tönte es irgendwann am 16.9.09 nach 10 Uhr vor der Vereinigten Bundesversammlung. Dieses Ergebnis deckt sich mit der Bundesratslotterie – zufällig ist auch dieses Erlebnis möglich, irgendwann. Dass wieder einmal mehr eine Person in den Bundesrat gewählt wurde die ein bisschen mehr als minimal Konsensfähig ist, mag der Konstanz des politischen Systems dienen – mehr aber nicht.
Kann denn Surfen arbeiten sein?
Manchmal sind jene Menschen, die politische Vorstösse aus dem Parlament zu bearbeiten haben, nicht zu beneiden. Ein solches Beispiel ist der Vorstoss des eigenartigen SVP-Ablegers PFZ: Sperrung von Facebook für alle städtischen Mitarbeiter. Städtische Mitarbeitende – auch MagistratInnen wie etwa die Stadtpräsidentin – hätten zu arbeiten und nicht zu surfen. „Kann denn Surfen arbeiten sein?“ weiterlesen
Götze Markt
Die Schwedische Regierung wollte mit Ernährungstipps die SchwedInnen dazu anhalten, weniger Fleisch zu essen und mehr lokale Produkte zu kaufen, also sich für gesündere und umweltfreundlichere Nahrungsmittel zu entscheiden. Die EU-Kommission hat diese Kampagne verboten – diese Tipps könnten den freien Markt für Güter und Dienstleistungen einschränken. Die taz berichtete am 11.9.09 darüber. „Götze Markt“ weiterlesen
Mehr Flügel als Mitglieder
Parteien hätten, so wird gelegentlich gespöttelt, mehr Flügel als Mitglieder. Diese Behauptung hat sicher einen wahren Kern – auch die Schweiz ist stolz auf ihre (teilweise auch nur behauptete) pluralistische Gesellschaft. Ihre Exekutiven wählen die meisten SchweizerInnen nach einem antiquierten Verfahren – für Regierungsmitglieder kommt in der Regel das Majorzverfahren zur Anwendung. Dies führt tendentiell dazu, dass nicht die besten, sondern die opportunistischten ParteienvertreterInnen (sowohl parteiintern als auch gegen aussen) in die Regierungen gewählt werden. „Mehr Flügel als Mitglieder“ weiterlesen
Faktor 775
39 Minuten hat es gedauert, bis wahrscheinlich etwa 15’000 Tickets für die Champions League-Heimspiele des FCZ ausverkauft waren. Deutlich länger, nämlich 3 Wochen, also 775 mal länger, hat es gedauert, bis 15’000 Tickets für den verbilligten Gebäude-Energie-Ausweis der Kantone GEAK ausverkauft waren.
Die Preise für den Schnäppchen-GEAK (Fr. 200.–) und das Gesamtpaket von drei FCZ-CL-Tickets sind preislich durchaus vergleichbar. Und mit grosser Wahrscheinlichkeit gibt es in der Schweiz mehr HausbesitzerInnen als FCZ-Fans!
Viel zu viele Parkplätze in der Stadt Zürich!
Ein hysterischer Kompromiss verknurrt die ZürcherInnen dazu, in der Innenstadt viel zu viele Parkplätze zu erdulden – eine massive Einschränkung der Lebensqualität der BewohnerInnen dieser Stadt. Wenn nun Gewerbler – offensichtlich entgegen den Fakten – behaupten, dass der hysterische Kompromiss nicht eingehalten werden, haben diese offensichtlich die Zeichen der Zeit nicht verstanden. „Viel zu viele Parkplätze in der Stadt Zürich!“ weiterlesen
Das elektronische Dorf: die private Öffentlichkeit
Die Diskussionen um das Google-Produkt Street View, der Umgang mit Facebook, zum Beispiel am Arbeitsplatz oder als Informationsquelle z.B. bei Anstellungsgesprächen, die Verwunderung, dass privat gemeinte Internet-Seiten plötzlich zum öffentlichen Thema werden (Stichwort René Kuhn, jetzt ehemaliger SVP-Präsident der Stadt Luzern: Aspekte des Lernens im Umgang miteinander im elektronischen Dorf. „Das elektronische Dorf: die private Öffentlichkeit“ weiterlesen
Die Gewissensprüfung ist demokratie-unwürdig
Seit dem 1. April 2009 verzichtet der Staat klugerweise auf eine Gewissensprüfung, wenn junge Menschen Zivildienst anstelle des Militärdienstes leisten wollen. Der Tatbeweis – die anderthalbfache Zivildienstdauer im Vergleich zum Militärdienst – ist sinnvollerweise ausreichend als Beweis für die Gewissensnot, die beim Leisten des Militärdienstes entstehen würde. Der Chef Armee stört sich daran, dass sich deutlich mehr junge Menschen für zivilen Dienst an der Gesellschaft entscheiden. Dessen Argumente erfordern einen deutlichen Protest. „Die Gewissensprüfung ist demokratie-unwürdig“ weiterlesen