Tradition versus Lärmschutz: der Gossauer Glockenstreit ist zwar bloss eine Episode, aber letztlich geht es um die Frage, wie es gelingt, in einer 7×24-Stunden-Gesellschaft den nachweislich gesundheitsschädlichen Lärm zu begrenzen. Ist die Tradition des viertelstündlichen nächtlichen Glockenschlags um jeden Preis beizubehalten?
Archive for the ‘Lärmschutz’ tag
Lärm – Alarm
Greenwashing oder “bürgerliche” Umweltpolitik
Manchmal schlägt der politische Zynismus unerbittlich zu. Ein solcher Tag war der 14. Januar 2010. Einerseits hat SVP-Regierungsrat Markus Kägi die kantonale Luftreinhaltepolitik vorgestellt, anderseits startet die FDP der Stadt Zürich gleichentags eine Parkplatzerhaltungsinitiative.
Der Friesenberg ist ein Wohnquartier, kein Parkhaus!
Zahlen lügen nicht – aber sie helfen auch nicht weiter
Eine neue Studie beweist, dass die BewohnerInnen des süddeutschen Hochrheinraumes gar keinen Fluglärm haben, so tönt es aus Zürich. Man erwarte die Vorschläge aus Zürich, wie Südbaden vom Flugverkehr entlastet werden soll, lässt sich Waldshut verlauten. Auch neue Daten, die das gleiche wie die bisher bekannten aussagen, zeigen einmal mehr: die Belästigung durch Fluglärm hält sich nicht an gesetzliche Grenzwerte.
Greenwashing oder Energiepolitik?
Lärmschutzwände sind eigentlich ein Zeichen dafür, dass Verkehrs-, Raumordnungs- und Umweltschutzpolitik versagen. Lärm müsste eigentlich zuerst an der Quelle vermindert werden – Ursachenbekämpfung ist immer einfacher, kostengünstiger und wirksamer als Symptombekämpfung. Die motorisch angetriebenen Vehikel auf Strasse und Schiene (und natürlich auch in der Luft) könnten aus technischer Sicht deutlich leiser sein – mit beachtlichen Kostenfolgen, aber volkswirtschaftlich immer noch wirksamer als all die Lärmschutzwände respektive lärmbedingte Gesundheitskosten und Wertverluste. Wenn nun Photovoltaikanlagen auf Lärmschutzwände plaziert werden sollen, stellt sich schon die Frage, ob es nun um Greenwashing oder um Energiepolitik geht.
Ist Betroffenheit undemokratisch?
Avenir Suisse, die “Denkfabrik” der Beliebigkeitsgesellschaft, hat wieder mal Ausschuss produziert: um dem Götzen Flugverkehr zu huldigen, sollen die direkt-demokratischen Einflussmöglichkeiten der direkt von den Auswirkungen des Flughafens betroffenen Bevölkerung erheblich eingeschränkt werden. Mit Blick auf andere Themenbereiche behauptet Avenir Suisse, dies entspreche den Gepflogenheiten bei anderen Themenbereichen.
Nein zu einer weiteren „Rosengartenstrasse“ mitten durch das Wohnquartier Friesenberg
Der Zürcher Umweltbericht: erhebliche Defizite in der Umweltpolitik!
Endlich Strassen stilllegen und beruhigen!
Vielleicht sind Sie Ihnen auch aufgefallen, die Inserate des Gewerbeverein Seefeld mit dem Titel “Appell an den Zürcher Stadtrat” – zum Beispiel im Tages-Anzeiger vom 14.6.2008 auf Seite 28?
Um was ging es? Die Gewerbler(Innen) aus dem Seefeld wollten, dass der Stadtrat die Strassenverbindung Utoquai – Quaibrücke nicht weiterhin für die Fanzone der Euro 08 sperren würde.