Klimaschutz, Lärmschutz – oder kollektive Bequemlichkeitsverblödung?

Der nachweislich Mensch gemachte Klimawandel, die übermässig Mensch gemachte Lärmbelastung sind eindeutige Hinweise darauf, dass insbesondere die Menschen in den reicheren Ländern (im Mittel) über ihre Verhältnisse leben. Der jährliche Overshoot Day ist ein offensichtlicher Hinweis auf einen nicht nachhaltigen Lebensstil. Zwingend erforderlich wären wirksame und eingreifende Handlungsschritte – stattdessen übt sich die zum Handeln aufgerufene Gesellschaft in kollektiver Bequemlichkeitsverblödung.

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Glocken – süsser Klang – Lärm

Tradition versus Lärmschutz: der Gossauer Glockenstreit ist zwar bloss eine Episode, aber letztlich geht es um die Frage, wie es gelingt, in einer 7×24-Stunden-Gesellschaft den nachweislich gesundheitsschädlichen Lärm zu begrenzen. Ist die Tradition des viertelstündlichen nächtlichen Glockenschlags um jeden Preis beizubehalten?

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Lärm – Alarm

Tröten, Vuvuzelas, die Lärminstrumente an der Fussball-WM, sind gemäss Medienberichten und Fussballern ein Ärgernis. Aus dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen heisst es dazu: Die [von Vuvuzelas] ausgehende Gehörgefährdung für andere Besucher und das mögliche Übertönen von Notfalldurchsagen sprechen sehr deutlich gegen eine Benutzung in Menschenmengen. Dass die FIFA diesen unsinnigen Lärm weiter zulässt, betont einmal mehr die Dominanz des Marktes respektive der Geldgeilheit im Fussball, passt aber bestens zur Ignoranz der Fussballverantwortlichen gegenüber Menschenrechts- und Umweltschutz-Belangen. Andererseits passt diese FIFA-Ignoranz zur alltäglichen Erfahrung: Lärm ist eines der unterschätzten Gesellschaftsthemen! Weiterlesen

Greenwashing oder „bürgerliche“ Umweltpolitik

Manchmal schlägt der politische Zynismus unerbittlich zu. Ein solcher Tag war der 14. Januar 2010. Einerseits hat SVP-Regierungsrat Markus Kägi die kantonale Luftreinhaltepolitik vorgestellt, anderseits startet die FDP der Stadt Zürich gleichentags eine Parkplatzerhaltungsinitiative.

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Der Friesenberg ist ein Wohnquartier, kein Parkhaus!

Nach dem massiven Ausbau der Schweighofstrasse durch die Stadt Zürich, ganz entsprechend dem Gusto der SVP, gehen die Windschutzscheibensichtigen weiter um im Friesenberg. Mit ihrer Forderung nach dem Erhalt von Parkplätzen, welche einem dringend nötigen Veloweg im Weg sind, reiht sich auch die SVP Zürich 3 ein in den Kreis der Klimaschweine. Weiterlesen

Zahlen lügen nicht – aber sie helfen auch nicht weiter

Eine neue Studie beweist, dass die BewohnerInnen des süddeutschen Hochrheinraumes gar keinen Fluglärm haben, so tönt es aus Zürich. Man erwarte die Vorschläge aus Zürich, wie Südbaden vom Flugverkehr entlastet werden soll, lässt sich Waldshut verlauten. Auch neue Daten, die das gleiche wie die bisher bekannten aussagen, zeigen einmal mehr: die Belästigung durch Fluglärm hält sich nicht an gesetzliche Grenzwerte.

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Greenwashing oder Energiepolitik?

Lärmschutzwände sind eigentlich ein Zeichen dafür, dass Verkehrs-, Raumordnungs- und Umweltschutzpolitik versagen. Lärm müsste eigentlich zuerst an der Quelle vermindert werden – Ursachenbekämpfung ist immer einfacher, kostengünstiger und wirksamer als Symptombekämpfung. Die motorisch angetriebenen Vehikel auf Strasse und Schiene (und natürlich auch in der Luft) könnten aus technischer Sicht deutlich leiser sein – mit beachtlichen Kostenfolgen, aber volkswirtschaftlich immer noch wirksamer als all die Lärmschutzwände respektive lärmbedingte Gesundheitskosten und Wertverluste. Wenn nun Photovoltaikanlagen auf Lärmschutzwände plaziert werden sollen, stellt sich schon die Frage, ob es nun um Greenwashing oder um Energiepolitik geht.

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Ist Betroffenheit undemokratisch?

Avenir Suisse, die „Denkfabrik“ der Beliebigkeitsgesellschaft, hat wieder mal Ausschuss produziert: um dem Götzen Flugverkehr zu huldigen, sollen die direkt-demokratischen Einflussmöglichkeiten der direkt von den Auswirkungen des Flughafens betroffenen Bevölkerung erheblich eingeschränkt werden. Mit Blick auf andere Themenbereiche behauptet Avenir Suisse, dies entspreche den Gepflogenheiten bei anderen Themenbereichen.

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Nein zu einer weiteren „Rosengartenstrasse“ mitten durch das Wohnquartier Friesenberg

Lärm, insbesondere Strassenverkehrslärm, stellt eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität in Wohnquartieren dar. Der Stadtrat von Zürich will in der Gartenstadt Friesenberg die Schweighofstrasse massiv ausbauen und mit einigen symbolischen Lärmschutz-Wändchen versehen, die nur einen geringen Teil der übermässig belärmten Räume zu schützen vermögen. Dadurch wird die Lärmachse Schweighofstrasse betont und die trennende Schneisenwirkung der Strasse verstärkt. Auch der Regierungsrat bestätigt diesen stadträtlichen Kniefall vor der Autolobby und lehnt die Forderungen nach einem verbesserten Lärmschutz ab. Damit werden zentrale Anliegen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes missachtet. Weiterlesen

Der Zürcher Umweltbericht: erhebliche Defizite in der Umweltpolitik!

Am 6. November 2008 habe ich meinen Frust über die Untätigkeit von Zürcher Stadt- und Regierungsrat beim Schutz der Bevölkerung vor Strassenlärm anhand des Beispiels Schweighofstrasse im Zürcher Friesenberg-Quartier dokumentiert. Nicht einmal zwei Wochen später bestätigt der Zürcher Umweltbericht die Berechtigung meiner Frustration: in diesem Bericht werden die erheblichen Defizite der Zürcher Umweltpolitik bei Lärmschutz, Luftreinhaltung und Klimaschutz bestätigt. Weiterlesen