COP 21: Wunder und Misserfolg – wenn wir es wollen, schaffen wir den Klimaschutz

Die ersten Meldungen zum Abschluss der UN-Klimakonferenz COP 21 in Paris am frühen Abend des 12. Dezember 2015 waren geradezu euphorisch. Stunden später hielt George Monbiot, The Guardian-Blogger fest: «By comparison to what it could have been, it’s a miracle. By comparison to what it should have been, it’s a disaster.» – oder kurz: mehr als erwartet, weniger als nötig. Was bleibt: Klimaschutz wird nicht von Regierungen oder Staaten gemacht, Klimaschutz mache ich, machst Du, machen wir, macht Ihr!

Bei der Würdigung und Kommentierung des Klimaabkommens hält US-Präsident Barack Obama zum Schluss fest, dass es das Engagement unter anderem einer aufgeklärten Weltöffentlichkeit brauche, um das Klima zu schützen – ganz im Sinne der «Commons»-Überlegungen unter anderem von Elinor Ostrom. Ich, Du, er, sie, wir, Ihr, sie – wir alle sind gefordert, wir müssen Klimaschutz wollen. In allen Lebensbereichen, bei all unseren Entscheidungen müssen wir die mehr oder weniger bedeutenden Beiträge zum Schutz des Klimas leisten wollen, verbunden damit, natürliche Ressourcen zu schonen. Wir müssen uns auf den Pfad zu einer nachhaltigen Entwicklung begeben. Suffizienz, Effizienz und Konsistenz (zielkonforme Energieträgerwahl) gehören als handlungsleitende Prinzipien dazu.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass in der Tendenz zu wenig getan wird auf diesem Weg hin zu einer nachhaltigen Entwicklung – und gleichzeitig die Mehrheit der Menschen den Eindruck hat, mehr zu tun als der Durchschnitt. Hin und wieder wird auch das Recht auf Unvernunft postuliert, also bewusste Verstösse gegen die «Commons». Dabei ist völlig klar: wenn wir es wirklich wollen, schaffen wir den Klimaschutz, schaffen wir eine nachhaltige Entwicklung. Wenn wir es wirklich wollen … Zudem ist durchaus Ungeduld angesagt, denn je schneller wir den Ausstieg aus den fossilen und nuklearen Energien schaffen, desto wirksamer ist der Klimaschutz. Die zu erwartenden Erfolge machen Mut für mehr und helfen dabei, Misserfolge zu überwinden.

Die Handlungsmöglichkeiten sind vielfältig, und längst bekannt und erprobt. Immer auch gibt es neue Erkenntnisse, die aber nicht alles auf den Kopf stellen, sondern die Herausforderungen noch bewältigbarer machen.

Noch dies: das Klima ändert sich natürlicherweise. Beim schon lange diskutierten Klimaschutz geht es darum, den Mensch gemachten Einfluss auf die Klimaveränderungen zu begrenzen, die absehbaren Veränderungen für die Gesellschaft erträglicher zu gestalten.


P.S. Der Hinweis auf den Blog-Eintrag von George Monbiot findet sich im WOZ-Klimablog von Marcel Hänggi: Deal!.

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