Nach den beiden Nein zur Rosengarten-Vorlage: endlich ein Rosengarten!

Die Stimmberechtigten des Kantons Zürich haben am 9. Februar 2020 die beiden Vorlagen zur Verkehrssituation am Stadtzürcher Rosengarten abgelehnt – ein weiser Entscheid!

Was ist jetzt zu tun? Die zuständige Regierungsrätin Carmen Walker-Späh hat keinen Plan B – und erwartet Vorschläge.

Offensichtlich: Am Rosengarten hat es zu viel Verkehr. Bekanntlich ist, um die Mobilität zu erhalten, eine Verminderung des Verkehrs erforderlich. Am Rosengarten stört eindeutig der Autoverkehr. Um wieder Richtung Rosengarten zu kommen, ist es somit ganz einfach: der Autoverkehr hat auf einem recht langen Abschnitt der Rosengartenstrasse nichts mehr zu suchen. Es braucht also ganz simpel eine Sperrung für den Autoverkehr.

Das schafft Platz für Velofahrende, für zu Fuss gehende, für den öffentlichen Verkehr.

Wo soll der Autoverkehr hin?

Die Erfahrungen zeigen, dass Streckensperrungen im Sinne des kollektiven Lernens recht schnell sowohl zu einem anderen Mobilitätsverhalten als auch zu einer angepassten Verkehrsmittelwahl führen.

Das Doppel-Nein zum Rosengarten-Unsinn lädt ein zu einem Versuch: was passiert, wenn der Rosengarten grossräumig grosszügig für den Autoverkehr gesperrt wird? Mindestens ein Jahr, also mit allen vier Jahreszeiten, sollte ein solcher Versuch dauern. Da kann nachher entschieden werden, wie mit einer solchen Sperrung zukünftig umgegangen werden kann.

Da geht es um einen zentralen Aspekt der Verkehrspolitik: ist der Autoverkehr einfach hinzunehmen, ist sogar mit weiteren Strassenbauten zu signalisieren, dass Autoverkehr geradezu willkommen ist? Ist es nach wie vor akzeptiert, dass in der Verkehrspolitik mit «aus den Augen, aus dem Sinn». Objektiverweise: in der heutigen Form – oder gar mit zunehmender Bedeutung – hat Strassenverkehr keine Zukunft, unabhängig ob mit Benzin-/Diesel- oder Elektro-Antrieb. Das Doppel-Nein könnte der Anlass sein, dass auch die Politik in Sachen Autoverkehr umdenkt und alles daran setzt, dass zur Erhaltung der Mobilität insbesondere der motorisierte Auto-Individualverkehr vermindert wird.

Wenn wir den Rosengarten wieder als Rosengarten erleben wollen, führt nichts daran vorbei, den Autoverkehr deutlich zu vermindern!

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