Klimaschutz hoffentlich auch in Demokratien!

Der «Strike of Future» am 21. Mai 2021 als ein Anlass der Klimabewegung und die Berichterstattung über die Szenarien zur Abstimmung vom 13. Juni 2021 über das (völlig ungenügende) CO2-Gesetz prägen derzeit die öffentliche Wahrnehmung über die schweizerische Klimapolitik.

Die Lügen-Propaganda voller Propaganda-Lügen der Klimaschutz-Misswirtschaft sind auf den Plakatwänden, in den Print- und Digital-Medien sowohl in Inseraten wie im redaktionellen Teil zu sehen, zu lesen und zu hören. Die $VP und der Heizöl- und Erdgas-Verein (HEV) setzen viel Geld der fossilen Misswirtschaft ein, um ihre Propaganda-Lügen als Lügen-Propaganda möglichst nahe zu den Stimmberechtigten zu bringen. Lügen können nicht als zu schützende «Meinung» geltend, sondern sie sind und bleiben Lügen. Wenn die Demokratie eine Zukunft haben soll, braucht es sehr schnell neue Regeln zum Umgang mit Lügen und zur Transparenz über die in der Politik eingesetzten Propaganda-, PR- und Werbegelder. Sonst wandelt sich die Demokratie noch weit stärker als bereits heute Richtung Monekratie.

Zumindest die Medien versuchen, den Eindruck zu vermitteln, als sei die Klimabewegung bereits wieder am Ende respektive auf Irrläufen unterwegs. Ankerpunkt dafür ist der regelmässig verwendete Slogan «SystemChange not ClimateChange»; ebenso die Öffnung der Klimabewegung hin zu weiteren Themen.

«Schnelle, weitreichende und beispiellose Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft» – das ist das, was nicht nur die Wissenschaft für ernsthaften Klimaschutz fordert. Ja, da ist tatsächlich «SystemChange» gefordert, und es geht um sehr sehr viele Themen menschlicher Aktivitäten. Schliesslich behandelt auch die Nachhaltigkeits-Strategie der Vereinten Nationen (die 17  SDGs, Sustainable Development Goals) eine grosse Bandbreite.  Und das ganze muss möglichst schnell umgesetzt werden. SDG 12, das Klimaschutz- und Klimafolgen-Ziel der UNO, ist das einzige, welches das Wörtchen «sofort» enthält!

Es reicht  nicht, die Klimaschmutz-Verbrennungsmotoren der Autos mit Antriebssystemen mit erneuerbaren Energien zu ersetzen. Es braucht eine neue Mobilitätspolitik, die alles daran setzt, im Alltag gar nicht oder möglichst wenig unterwegs zu sein. Der verbleibende Verkehr hat mit möglichst nachhaltigen Mitteln (zu Fuss, mit dem Velo, eventuell öffentlicher Verkehr) zu erfolgen – zumindest die Städte sind autofrei auszugestalten. 7’000 Schritte pro Tag, mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden, können dabei als Massstab verwendet werden.

So rasch als möglich haben alle unsere Bauten von Energieverschleuderungs-Maschinen (mit mehr oder weniger hohem Energiekonsum) zu Prosumer-Bauten zu werden – Null-Energie oder sogar Plus-Energie muss bei Bauten zum neuen 3N (normal, nützlich, notwendig) werden!

Mit verschiedenen Begründungen hat sich auch unsere Ernährung zu verändern. Nahrungsmittel tierischer Herkunft – zum Beispiel Fleisch, Milchprodukte, Eier – haben von der Bedeutung her abzunehmen, und auch dies als «schnelle, weitreichende und beispiellose Veränderungen». 

Festzustellen ist allerdings, dass die offizielle Schweizer Klimapolitik noch nicht im Sinne der Nachhaltigkeit funktioniert. «Netto Null 2050» des Bundesrates entspricht definitiv nicht den Absichten der UN-SDGs, ebenso verlangt das Pariser Klimaschutz-Übereinkommen deutlich mehr. «Netto Null 2030» ist das, was es braucht. Und eben: «Netto Null 2030» ist möglich – wenn wir dies wollen!

Das CO2-Gesetz in der Volksabstimmung vom 13. Juni 2021 erfüllt nicht einmal die Zielvorgabe «Netto Null 2050».    

Offensichtlich ist: da geht es um Veränderungen, die den kurzfristigen, egoistischen Plänen diverser Misswirtschaft-Unternehmen eher nicht entsprechen. Und gleichzeitig geht es auch um Veränderungen mit grossem emotionalem Gewicht. Völlig klar, dass da Propaganda-Lügen in Form von Lügen-Propaganda festzustellen ist.

Unabhängig vom Ergebnis der Volksabstimmung vom 13. Juni 2021 braucht es gerade in einer Demokratie eine Klimapolitik, die nachhaltig ist, die enkel*innen-tauglich ist. Dazu ist der Einfluss der Fossil-Misswirtschafts-Monekratie auf null zu reduzieren – die Propaganda-Lügen der Lügen-Propaganda ist nicht demokratieverträglich.

Es braucht «morgen» – also am 14. Juni 2021 – eine Klimapolitik, die «übermorgen» – also ab dem 15. Juni 2021  – «schnell, weitreichend und beispiellos» zu wirken beginnt!

Dazu sind sämtliche Aktivitäten der Klimabewegung zwingend notwendig!

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