Seegfrörni-Indikator: Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen im Winter 2020/21

6. März 2021: An Pfäffiker- und Greifensee lag die durchschnittliche Tagestemperatur an fünf Februar-Tagen unter 0 °C; am Zürichsee war dies an vier Tagen der Fall. Die Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen haben im Februar 2021 zugenommen – allerdings immer noch deutlich entfernt von den für eine Seegfrörni erforderlichen Werten. Im Mittel des Gesamtmonats lagen die Aussentemepraturen im Februar 2021 im mittleren bis sogar milden Bereich. Der Ausblick für die drei Folgewochen von MeteoSchweiz zeigt für die weiteren Märzwochen höhere Wahrscheinlichkeiten für mittlere bis milde Temperaturen. Die grösseren Zürcher Seen werden somit auch im Winter 2020/21 nicht gefrieren, einmal mehr keine Seegfrörni! Der Saisonausblick von MeteoSchweiz für die Zeit von März bis und mit Mai 2021 sagt Temperaturen im mittleren bis warmen Bereich vorher.  

Die Entwicklungen der Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen – Pfäffikersee, Greifensee und Zürichsee als Grafik:

Kältesummen Pfäffikersee – aktueller Winter im Vergleich mit dem kühlsten und mildesten Winter in der Phase 2010/11 bis 2019/20 

Kältesummen Zürichsee – aktueller Winter im Vergleich mit dem kühlsten und mildesten Winter in der Phase 2010/11 bis 2019/20

10. Feb. 2021: Einige Tage mit erwarteten Durchschnittstemperaturen unter 0 °C stehen bevor. Die Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen werden zunehmen – allerdings immer noch deutlich entfernt von den für eine Seegfrörni erforderlichen Werten. Der Ausblick für die drei Folgewochen von MeteoSchweiz zeigt ab Mitte Februar bis Anfang März höhere Wahrscheinlichkeiten für kalte Temperaturen. Der Saisonausblick von MeteoSchweiz für die Zeit von März bis und mit Mai 2021 sagt Temperaturen im mittleren bis warmen Bereich vorher.

2. Feb. 2021: Der Januar 2021 gehörte temperaturmässig zu den kühleren Januar-Monaten der Periode 2010 bis 2021. Die bisher erreichten Kältesummen sind leicht höher als im Winter 2011/12 (mit Seegfrörni am Pfäffikersee). Der Ausblick für die drei Folgewochen von MeteoSchweiz lässt für die nächsten Wochen eher milde Temperaturen erwarten, mit einer kühleren Phase gegen Ende Februar. Der Saisonausblick von MeteoSchweiz behandelt derzeit noch die Zeit von Februar 2021 bis und mit April 2021, als «Voraussage mit fehlender Aussagekraft». 

12. Jan. 2021: Die Kältesummen des Winters 2020/21 an Zürich-, Greifen- und Pfäffikersee liegen derzeit knapp über den Werten des sehr nilden Winters 2019/20, allerdings noch sehr sehr weit von den erforderlichen Kältesummen für eine Seegfrörni entfernt. Der Ausblick für die drei Folgewochen von MeteoSchweiz lässt sowohl (eher) kalte als auch (eher) milde Abschnitte erwarten. Der Saisonausblick von MeteoSchweiz – von Februar 2021 bis und mit April 2021 – gilt nach MeteoSchweiz als «Voraussage mit fehlender Aussagekraft». 

4. Jan. 2021: Seit einigen Tagen ist die Kältesumme des Winters 2020/21 an Zürich-, Greifen- und Pfäffikersee grösser als 0, allerdings noch sehr sehr weit von den erforderlichen Kältesummen für eine Seegfrörni entfernt. Der Ausblick für die drei Folgewochen von MeteoSchweiz zeigt bis Mitte Januar kalte Temperaturen voraussichtlich mit Negativtemperaturen, mit Tagesmitteltemperaturen wenige Grade unter 0 °C. Der Saisonausblick von MeteoSchweiz – immer noch von Januar 2021 bis und mit März 2021 – weist auf einen eher mittleren Winter hin mit Tendenz Richtung milder Winter.  

27. Dez. 2020: Am 26. Dezember lagen sowohl am Pfäffikersee als auch am Greifensee die Tagesmitteltemperaturen unter 0 °C. Der Ausblick für die drei Folgewochen von MeteoSchweiz lässt für den Jahresausklang und die ersten Tage des Neuen Jahres weiterhin kalte Temperaturen erwarten. Der Saisonausblick von MeteoSchweiz – derzeit von Januar 2021 bis und mit März 2021 – weist auf einen eher mittleren Winter hin mit Tendenz Richtung milder Winter. 

18. Dez. 2020: Einzig am Pfäffikersee lagen bis gestern an drei Tagen dieses Winters die Tagesmitteltemperaturen unter 0 °C – insgesamt sind 1.4 Kelvin Kältesumme zusammengekommen. Der Ausblick für die drei Folgewochen von MeteoSchweiz lässt bis nach Weihnachten für die Jahreszeit milde Temperaturen erwarten; Ende Jahr und zum Jahresbeginn wird es kälter. Der Saisonausblick von MeteoSchweiz – derzeit von Januar 2021 bis und mit März 2021 – weist weiterhin auf einen eher mittleren bis milden Winter hin.  

5. Dez. 2020: Der Ausblick für die drei Folgewochen von MeteoSchweiz lässt im Vergleich mit dem langjährigen Durchschnitt eher mittlere bis kalte Temperaturen erwarten – da könnten also demnächst erste Beiträge für die Kältesumme des Winters 2020/21 zusammenkommen. Der Saisonausblick von MeteoSchweiz – derzeit von Dezember 2020 bis und mit Februar 2021 – weist auf einen möglicherweise mittleren bis milden Winter hin.

Kältesummen der Winter 2010/11 bis 2020/21

Winter
(November bis
März)
Kältesumme Pfäffikersee
[Kelvin-Tage]
Kältesumme Zürichsee
[Kelvin-Tage]
2020/21 (bis Ende Februar) 60.9 (6) 30.4 (6)
2019/20 16 (11) 2.8 (11)
2018/19 41.6 (8) 9.1 (8)
2017/18 70.8 (5) 41.5 (5)
2016/17 133.2 (4) 68.8 (3)
2015/16 18.1 (10) 7.1 (9)
2014/15 60.6 (7) 24.1 (7)
2013/14 29.5 (9) 5.2 (10)
2012/13 153.1 (2) 61.7 (4)
2011/12 170.3 (1) 120.6 (1)
2010/11 143.1 (3) 71.1 (2)
Erforderliche Kältesumme 120
320

(in Klammern Rangfolge der «Winterkälte», kältester Winter blau, mildester Winter rot)

(Winter 2020/2021: derzeit nur Werte November 2020 bis und mit Februar 2021)

Hintergrund zu Seegfrörni/Seegfrörnen

«Gibt es in Zukunft noch Seegfrörnen?» fragte MeteoSchweiz am 20. Februar 2020 – eine Art Prognose: Durch den Klimawandel dürften Seegfrörnen zukünftig noch seltener werden. 


Verwendet werden die im Internet verfügbaren Daten von drei Messtationen:


Zur Kältesumme: es braucht für den Zürichsee eine Kältesumme von 320, für den Greifensee eine solche von 160 und den Pfäffikersee von 120 Kelvin-Tagen. Wikipedia-Definition der Kältesumme: Die Kältesumme eines Winters oder Monats erhält man, indem man alle Beträge negativer Tagesmitteltemperaturen (Temperaturen unter 0 °C) aufsummiert.