Markierung für Veloverkehrt-Politik

Strassenmalerei in Zürich - kombinierte Fuss- und Velowege Diese Kombination von Fuss- und Radwegmarkierung findet sich seit einigen Monaten gehäuft in Zürich. Diese Markierung steht als Symbol für eine verkehrte Veloverkehrspolitik der Stadt Zürich. Es führt kein Velo- oder Fussweg daran vorbei: das Velo braucht mehr Platz, und dies nicht zu Lasten der zu Fuss gehenden, sondern durch Verminderung der Verkehrsfläche für den motorisierten Strassenverkehr.

Ich bin in Zürich hauptsächlich mit dem Velo und zu Fuss unterwegs. Aus dieser doppelten Sicht sind – im Sinne von Verkehrswegen – Velo- und Fussverkehr kaum kombinierbar. Dies zeigt sich daran, dass andere Städte Velobahnen bauen. Wenn das Velo als Verkehrsmittel wahrgenommen wird, welches dafür geeignet ist, kurze, mittlere und auch längere Strecken zügig (ich schreibe nicht “schnell”) zurückzulegen, dann können die vorgegebenen Veloachsen nicht auf Wegen angeordnet werden, die von SpaziergängerInnen, WandererInnen, JoggerInnen, Gruppen aus Kinderhorten, Hunde-Gassi-GeherInnen, ShopperInnen, Sigthseeing-erInnen, ausgestiegenen AutofahrerInnen und ebensolchen ÖV-BenutzerInnen usw benutzt werden. Zu unterschiedlich sind Bewegungsverhalten und Geschwindigkeit dieser VerkehrsteilnehmerInnen. Wenn zudem davon ausgegangen wird, dass etwa unter den Aspekten Klimaschutz und Gesundheitsförderung dem Veloverkehr eine deutlich erhöhte Bedeutung zukommt, ist dies auch dadurch zu unterstreichen, dass dem Velo mehr Platz eingeräumt wird – gerade auch in einer immer dichter genutzten Stadt wie Zürich, was dazu führt, dass der Autoverkehr eingeschränkt werden muss. P.S. Das ist ja auch das, was die Stimmberechtigten mit ihrem Ja zur Städteinitiative beabsichtigt haben.

Einige dieser kombinierten Velo- und Fusswege liegen auf Trottoirs. Es ist nicht nachvollziehbar und somit auch nicht erklärbar, warum dies an diversen sowohl von zu Fuss Gehenden als auch von VelofahrerInnen benutzten Trottoirabschnitten möglich sein soll, aber dafür auf anderen ebenso dicht genutzten Trottoirs ein Veloverbot besteht. Staatliches Verhalten dieser Art ist als Willkür zu bezeichnen – und dieses steht Behörden nicht zu!
 
Die gemeinsame Führung von Velo- und Fusswegen ist auf gelegentliche Ausnahmesituationen auf kurzen Strecken zu beschränken. Es führt nichts daran vorbei: da der Velo- und der Fussverkehr zu fördern sind, braucht es für beide “Verkehre” ausreichend Platz – alles andere ist verkehrt! Dies muss zwingend dazu führen, dass die Flächen insbesondere für den MIEF (sorry, heisst MIV, motorisierter Individualverkehr) zu vermindern sind, unabhängig davon, dass etwa FDP und $VP klar als PR-Arm der Autolobby unterwegs sind.
 Strassenmalerei in Zürich - kombinierte Fuss- und Velowege

Weg von der verkehrten Verkehrspolitik: dies würde sich etwa daran zeigen, dass die “Strassenmalerei” den Menschen entweder auf das Velo absitzen lässt oder ganz einfach zu Fuss unterwegs darstellt – diese neueste Kombination ist so rasch als möglich mit Teergrau zu überstreichen!


Unterschriftenbogen der Veloinitiative der Jungen Grünen Stadt Zürich (die Initiative können nur Personen unterzeichnen, die in der Stadt Zürich stimmberechtigt sind)

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