Warning: Constant ABSPATH already defined in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-config.php on line 49

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Trying to access array offset on value of type int in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/secure-wordpress/res/inc/SwpaPlugin.php on line 242

Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-config.php:49) in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/advanced-iframe/advanced-iframe.php on line 453

Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-config.php:49) in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-content/plugins/all-in-one-seo-pack/app/Common/Meta/Robots.php on line 89

Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-config.php:49) in /home/uwn_sh04/FTPROOT/htdocs/content/wp-includes/feed-rss2.php on line 8
Zürich | umweltnetz.ch https://www.umweltnetz.ch/content Umwelt und Politik - ein Internet-Angebot von Toni W. Püntener Mon, 04 Dec 2023 14:12:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 44487214 Stadt Zürich: Stadträtliches Klimaziel 2040 «nicht enkelInnen-tauglich» – Gemeinderat muss nachbessern https://www.umweltnetz.ch/content/stadt-zuerich-stadtraetliches-klimaziele-2040-nicht-enkelinnen-tauglich-gemeinderat-muss-nachbessern Fri, 23 Apr 2021 18:36:08 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=8306 «Netto Null 2030» ist eine der Forderungen der Klimabewegung für eine zukunftsfähige Klimapolitik. Der Stadtrat von Zürich will offenbar keine solche Klimapolitik, wie die sehr langen Ausflüchte in der am 21. April 2021 veröffentlichten Weisung dokumentieren. Es braucht auch in Zürich schnelle, weitreichende und beispiellose Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft. 2008 hat die Stadt … „Stadt Zürich: Stadträtliches Klimaziel 2040 «nicht enkelInnen-tauglich» – Gemeinderat muss nachbessern“ weiterlesen

The post Stadt Zürich: Stadträtliches Klimaziel 2040 «nicht enkelInnen-tauglich» – Gemeinderat muss nachbessern first appeared on umweltnetz.ch.]]>
«Netto Null 2030» ist eine der Forderungen der Klimabewegung für eine zukunftsfähige Klimapolitik. Der Stadtrat von Zürich will offenbar keine solche Klimapolitik, wie die sehr langen Ausflüchte in der am 21. April 2021 veröffentlichten Weisung dokumentieren. Es braucht auch in Zürich schnelle, weitreichende und beispiellose Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft.

2008 hat die Stadt Zürich mit der 2000-Watt-Gesellschaft eine aus damaliger Sicht visionäre Klimaschutz-Vorgabe beschlossen: bis 2050 maximal 1 Tonne CO2-Äquivalente pro Person und Jahr, bezogen auf den Endenergieverbrauch auf Stadtgebiet und den bevölkerungsproportionalen Anteil am Flugverkehr. Um 2012 wurde klar, dass diese Vorgabe nicht zu ausreichendem Klimaschutz führt. Dies wurde explizit auch durch das Pariser Klimaschutz-Übereinkommen vom Dezember 2015 festgehalten. Seither hat es die Stadt Zürich verpasst, ihre Klimapolitik an zwingende Vorgaben anzupassen.

Dazu kommt: Wie die im Sommer 2019 veröffentlichte Treibhausgas-Bilanz zeigt, hat die Stadt Zürich zwar einiges erreicht, ist aber nicht auf dem Klimaschutzpfad für die 2000-Watt-Gesellschaft, Zitat: «Bei den Treibhausgasemissionen nähert sich Zürich dem Zwischenziel, allerdings noch zu langsam.» Damit ist auch der Beitrag der Stadt Zürich zur Erreichung der Ziele gemäss Pariser Klimaschutz-Übereinkommen ungenügend.

Die Netto-Null-Strategie des Zürcher Stadtrats ist weder mutig noch enkelInnen-tauglich

Die Stadt Zürich ist also noch nicht angekommen bei den «schnellen, weitreichenden und beispiellosen Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft» (Weltklimarat IPCC, Oktober 2018)! Und leider leider will der Stadtrat von Zürich dies offenbar auch nicht, obwohl dazu eine internationale Verpflichtung besteht. Dies meint auch der Verein Klimastadt Zürich: «Die Netto-Null-Strategie des Zürcher Stadtrats ist weder mutig noch enkeltauglich. Der Stadtrat scheint die Dringlichkeit der Lage nicht zu erkennen».

Absurd dabei: aufgrund einer auf die Jetzt-Sicht fixierten schwergewichtig ökonomischen Optik wird dargelegt, dass ein ambitioniertes Klimaschutz-Ziel nicht möglich sei. Allerdings: Politische Mittel- und Langfrist-Ziele müssen sich zwingend an den wissenschaftlich begründeten Notwendigkeiten und nicht an einer eingebildeten (Nicht-)Machbarkeit orientieren. Nicht nur beim Klimaschutz ist die Abfolge «Wollen – Können – Tun» für zukunftsorientierte Vorhaben zwingend.
Anmerkung dazu: SMART (spezifisch, messbar, aktivierend, realistisch, terminiert) als Anforderung an Ziele ist hauptsächlich beim Projektmanagement zu beachten. In der Politik hat das Wollen an erster Stelle zu stehen. Können und Tun sind entsprechend zu gestalten.

Eine gewichtige Ausrede für die schnellen, weitreichenden und beispiellosen Veränderungen sind die in den letzten Jahren umgesetzten oder auch nicht umgesetzten Massnahmen. Offensichtliche Fehlentscheide der letzten Jahre wirken sich somit auf die zukunftsfähige Entwicklung aus.

In der Klimakrise ist sofortiges und schnelles Handeln zwingend

Wir stehen derzeit in einer Klimakrise. Zur Behebung der Klimakrise braucht es – absichtlich wiederholt – «schnelle, weitreichende und beispiellose Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft». Das «Geschwafel» in der stadträtlichen Weisung führt dazu, dass der dringliche Charakter der Klimapolitik nicht erkennbar wird.

Deshalb: ernsthaften Klimaschutz braucht es ab sofort, nicht erst 2030 oder 2040! Diese Aufforderung zum sofortigen und schnellen Handeln muss der Stadtrat noch nachholen, und zwar möglichst schnell! Dazu passt: Am 12. April 2021 hat das Bundesamt für Umwelt eine Medienmitteilung mit dem Titel  «Schweizer Treibhausgas-Ausstoss 2019 kaum gesunken» veröffentlicht. Ein Zitat daraus: «Um die Emissionen deutlich zu senken, ist eine Verstärkung der Massnahmen … unumgänglich». 

Gemeinderat: bitte nachbessern!

Da noch eine Abstimmung über die neuen und/oder geänderten Gemeindeordnungs-Bestimmungen ansteht, wird sich in den nächsten Monaten der Gemeinderat der Stadt Zürich mit dieser Vorlage beschäftigen. Dies bietet die Möglichkeit, die städtische Klimapolitik im Sinne der Zukunftsfähigkeit und EnkelInnen-Tauglichkeit nachzubessern. Einige Überlegungen dazu:

  • «Netto Null 2030» gehört zwingend als Vorgabe der Klimapolitik in die Gemeindeordnung. Dazu gehört auch der Verzicht auf CO2-Entnahmen und -Lagerungen.
  • Wir wollen Klimaschutz, und zwar sofort und in allen Bereichen der Gesellschaft! Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen diese Botschaft vermitteln und positiv besetzt wahrnehmen (können).
  • Die Stadt Zürich hat im Sinne des Divestments baldmöglichst aus dem Klimaschmutz-Unternehmen Energie 360° AG auszusteigen. Damit verbunden ist der Verzicht auf den Einsitz des Verwaltungsratspräsidenten dieser Firma in den Stadtrat.
  • Für alle Bauten auf Stadtgebiet soll so rasch als möglich ein enkelInnen-tauglicher Vorgehensplan vorliegen, wie so rasch als möglich unter Einbezug der Nachhaltigkeitsfelder Suffizienz, Effizienz und Konsistenz der Zustand «Plusenergie-Gebäude» erreicht wird. Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich ewz hat die Schritte hin zum Prosumer-Status der GebäudenutzerInnen aktiv zu unterstützen.   
  • Es ist eine Selbstverpflichtungs-Erklärung der Heizungsfirmen – im Sinne der «Eigenverantwortung» – anzustreben, ab sofort auf Stadtgebiet keine Feuerungsanlagen mit den Energieträgern Heizöl oder Erdgas einzubauen und stattdessen Lösungen zu realisieren, die einen Beitrag leisten, damit schneller «Plusenergie-Gebäude» möglich sind.
  • Es ist zu überprüfen, ob es wirklich zukunftsfähig ist, mehr als die Hälfte der Wärmeversorgung auf Stadtgebiet durch Fernwärme und Energieverbunde abzudecken. «Plusenergie-Gebäude» sind auf lange Sicht der nachhaltigere Ansatz.
  • Statt der Wegwerfgesellschaft ist die zukünftige Entwicklung auf Kreislaufwirtschaft auszurichten. Dies wirkt sich im Energiebereich zum Beispiel auf das «Angebot» aus Abfallverbrennungs-Abwärme, Abwärme aus Rechenzentren und der Klärschlamm-Verbrennung aus.
  • Die «Stadt der kurzen Wege» verlangt für die Stadt Zürich so rasch als möglich den Wechsel zur autofreien Stadt.
  • Die auf Stadtgebiet tätigen Unternehmen sind einzuladen – ebenfalls mit Bezug zur «Eigenverantwortung» – ihre Tätigkeiten raschmöglichst auf fossilfrei umzustellen.
  • Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind einzuladen, regelmässig Ideen zu entwickeln, wie in sämtlichen relevanten Handlungsfeldern – zum Beispiel Energie, Gebäude, Industrie, Mobilität, Logistik, Ernährung und Konsum – die Klimazukunft verbessert werden kann. Idealerweise erfolgt eine Abstimmung mit anderen Städten, dem Kanton und dem Bund.
    PS: Es geht schon lange um ein «Und», nicht mehr um ein «Oder». Die Herausforderungen der Klimakrise sind so riesig, dass derzeit jeder noch so kleine Beitrag zur Reduktion der Emission von Treibhausgasen erforderlich ist.

Diese Auflistung ist jederzeit erweiterbar.

Beispiele wirken

Klimaschutz betrifft jede und jeden auf diesem Planeten – wenn Städte wie Zürich ambitiös vorangehen. hat dies erhebliche Auswirkungen auf das Gesamtsystem.

Zwei Hinweise:

  • Nach dem Klimakiller-POTUS Trump setzt der aktuelle POTUS Joe Biden auf verstärkten Klimaschutz, bis hin zu einem Klimapolitik-Führungsanspruch. Eine Analyse: Klimaschutz entwickelt einen Sog, dem sich keiner entziehen kann US-Präsident Biden konnte selbst China zu neuen Versprechen drängen. Klimaschutz steht jetzt international ganz oben auf der politischen Agenda. Ein Kommentar. (www.tagesspiegel.de, 23.4.21)
  • Jede Solaranlage hat eine motivierende und «ansteckende» Wirkung: Solarzellen sind ansteckend – auf gute Weise: Studie Wieviele Solarpanele wie weit weg vom eignen Haus sind — das bestimmt die Wahrscheinlichkeit, ob man ebenfalls eine solche Anlage auf dem Dach hat. Dieser Ansteckungs-Effekt ist wohl wesentlich wichtiger als andere sozioökonomische und demografische Variablen, wie eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zur US-Stadt Fresno zeigt. Obwohl bekannt ist, dass Vorbilder für Entscheidungen über die eigene Energieversorgung relevant sind, waren sehr hochauflösende Daten in Kombination mit Techniken der künstlichen Intelligenz notwendig, um die Bedeutung schlichter Nähe dingfest zu machen. Das Ergebnis ist relevant für politische Maßnahmen, die auf einen breiten Einsatz von Solarzellen abzielen, um die Energieerzeugung aus klimaschädlichen fossilen Brennstoffen zu ersetzen. (www.pik-potsdam.de, 22.4.21)

 


Zur Vertiefung
«Eine unzureichende Klimapolitik ist illegal»

Gerade etwa ein Jahr nach dem Abschluss des Pariser Klimaschutz-Übereinkommens hat der Stadtrat im Dezember 2016 eine städtische Energie(versorgungs)planung beschlossen, die noch immer an den städtischen Beschlüssen von 2008 orientiert war. Diverse Literaturquellen halten fest, dass derartige Beschlüsse als illegal zu bezeichnen sind.

Erhebliche Auswirkungen haben die Beschlüsse aus dem Jahr 2016 für die Gasversorgung – bekanntlich hauptsächlich mit fossilem Erdgas und etwas Greenwashing-Biogas aus dem nordöstlichen Europa. Damit signalisierte die Stadt Zürich, dass fossiles Erdgas auf absehbare Zeit weiterhin verfügbar sein würde – statt schon damals den längst fälligen Ausstieg aus dem Erdgas einzuleiten. Mit einiger Verzögerung soll dies nun doch umgesetzt werden. In der Weisung an den Gemeinderat steht dazu: «… im gesamten Stadtgebiet [wird] das Gasverteilnetz grösstenteils stillgelegt. Ausnahmen bilden insbesondere die wenigen Gebiete, in denen keine alternative Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energieträgern möglich ist. Die verbleibende Gasversorgung soll spätestens 2040 vollständig mit erneuerbarem Gas erfolgen.» Da wurde also in den letzten fünf bis zehn Jahren einiges verlauert. Dadurch verstärkten sich die Sachzwänge.

Auch haben Stadtrat und Gemeinderat den Stimmberechtigten mindestens zwei Vorlagen zur Abstimmung vorgelegt, die auf einer illegalen Klimapolitik beruhen:

  • Am 23. September 2018 haben die Stimmberechtigten über die Vorlage «Erweiterung der Fernwärmeversorgung in der Stadt Zürich, Objektkredit von 235 Millionen Franken und Errichtung einer Vorfinanzierung von 50 Millionen Franken» abgestimmt, mit einem Ja-Anteil von 83.3 Prozent. Ein Zitat aus der Abstimmungszeitung: «… für die Spitzenlast zusätzlich fossile Energie aus Gas». Solche Lösungen werden mit einer auch aus ökonomischen Sicht langen Nutzungsdauer vorgesehen. Es ist zu hoffen, dass die Spitzenlast nicht als Ausnahme (siehe oben) für die weitere Nutzung von Erdgas herangezogen wird.
  • Am 10. Februar 2019 haben die Stimmberechtigten über die Vorlage «Energieverbund Altstetten und Höngg-West, Objektkredit von 128,7 Millionen Franken» abgestimmt, mit einem Ja-Anteil von 87.7 Prozent. Auch hier ein Zitat aus der Abstimmungszeitung: «Mindestens drei Viertel der Versorgung sollen dabei mit erneuerbaren Energien erfolgen, der Rest mit fossiler Energie zur Abdeckung von Spitzenlasten».

Am 2. Dezember 2020 hat der Stadtrat eine weitere Aktualisierung der offensichtlich illegalen Energieplanung beschlossen, also immer noch auf den Vorgaben aus dem Jahr 2008. Hin und wieder wird angedeutet, dass sich dies nach den Beschlüssen zu Netto Null 20XY ändern könnte.

Divestment aus Klimaschmutz-Unternehmen dringend

Vor nicht einmal einem Monat stand in einer Medienmitteilung der Energie 360° AG: 100 % erneuerbare Energie bis 2050.

Fast gleichzeitig zu lesen war aus Deutschland: Erdgasausstieg bis spätestens 2038 – Nord-Stream 2 wird nicht gebraucht, sagt Professorin Claudia Kemfert, die auch die Bundesregierung berät. Für das Pariser Klimaziel brauche es einen „Erdgasausstieg bis spätestens 2038“, so Kemfert im DW-Interview vom 25. März 2021.

Dies lässt den Schluss zu, dass die Klimapolitik der Stadt Zürich zu stark Rücksicht nimmt auf das Klimaschmutz-Unternehmen Energie 360° AG. Da hilft nur ein möglichst rasches Divestment! Da könnte auch ein Werbeverbot für Erdöl- und Erdgasprodukte realisiert werden.

Weitere Ergänzungen in meinem Beitrag Kanton Zürich: vom Klima-Deal zum Klimaschmutz-Deal.

Anderer Bilanzierungsrahmen

Der 2000-Watt-Gesellschaft liegt eine vorgegebene Methodik zu Grunde. Der Bilanzierungsrahmen ist ein Aspekt dieser Methodik.

Der Stadtrat schlägt im Zusammenhang mit Netto Null 20XY einen anderen Bilanzierungsrahmen vor. Da ich 2008 intensiv an den damaligen Bilanzierungsansätzen mitgearbeitet habe, verzichte ich auf eine Kommentierung dieser Veränderung. 

The post Stadt Zürich: Stadträtliches Klimaziel 2040 «nicht enkelInnen-tauglich» – Gemeinderat muss nachbessern first appeared on umweltnetz.ch.]]>
8306
#EarthHour 2015 in #Zürich https://www.umweltnetz.ch/content/earthhour-2015-in-zuerich Sat, 28 Mar 2015 21:19:32 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=6169 Earth Hour 2015 auch in Zürich sichtbar – Ausschnitt aus Webcam-Bildern von SWITCH auf dem ETH-CHN-Gebäude. Einmal pro Jahr am Samstag nach der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche von 8:30 bis 9:30 pm werden weltweit in vielen Städten Lichter gelöscht – in Zürich beispielsweise die so genannte Festbeleuchtung. Diverse Webcams halten den Effekt der Earth Hour fest. Angesichts des … „#EarthHour 2015 in #Zürich“ weiterlesen

The post #EarthHour 2015 in #Zürich first appeared on umweltnetz.ch.]]>
#EarthHour 2015 in Zürich - Switch Webcam
#EarthHour 2015 in Zürich – Switch Webcam

Earth Hour 2015 auch in Zürich sichtbar – Ausschnitt aus Webcam-Bildern von SWITCH auf dem ETH-CHN-Gebäude. Einmal pro Jahr am Samstag nach der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche von 8:30 bis 9:30 pm werden weltweit in vielen Städten Lichter gelöscht – in Zürich beispielsweise die so genannte Festbeleuchtung. Diverse Webcams halten den Effekt der Earth Hour fest.

Angesichts des dringenden und drängenden Klimaschutz-Handlungsbedarfes ist die Anschubwirkung einer solchen weltweit beachteten Lichtlösch-Aktion symbolisch, aber immerhin dies!

Energiepolitik von unten ist erforderlich.

The post #EarthHour 2015 in #Zürich first appeared on umweltnetz.ch.]]> 6169 Schneller Wetterwechsel https://www.umweltnetz.ch/content/schneller-wetterwechsel Sat, 25 Oct 2014 12:51:19 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=5950 Am Dienstag 21. Oktober 2014 gegen Abend war nördlich der Alpen ein schneller Wetterwechsel angesagt – hier sichtbar gemacht durch den Temperaturverlauf an den beiden Messtationen Stampfenbachstrasse und Mythenquai in der Stadt Zürich. Innerhalb einer Stunde von etwa 20:00 bis 21:00 Uhr sank die Temperatur um 8 bis 9 K, im Verlaufe von etwa 12 … „Schneller Wetterwechsel“ weiterlesen

The post Schneller Wetterwechsel first appeared on umweltnetz.ch.]]> Am Dienstag 21. Oktober 2014 gegen Abend war nördlich der Alpen ein schneller Wetterwechsel angesagt – hier sichtbar gemacht durch den Temperaturverlauf an den beiden Messtationen Stampfenbachstrasse und Mythenquai in der Stadt Zürich. Innerhalb einer Stunde von etwa 20:00 bis 21:00 Uhr sank die Temperatur um 8 bis 9 K, im Verlaufe von etwa 12 Stunden sank die Temperatur um 12 bis 13 K. Sicher kommt dies nicht allzu häufig vor.

dyerware.com


dyerware.com


The post Schneller Wetterwechsel first appeared on umweltnetz.ch.]]> 5950 Earth Hour 2013 auch in Zürich https://www.umweltnetz.ch/content/earth-hour-2013-auch-in-zurich Sat, 23 Mar 2013 22:04:54 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=5114   Earth Hour 2013 – wie jedes Jahr am Samstag 8:30 pm nach Tag- und Nachtgleiche – als Zeichen für einen reduzierten Energie- und Ressourcenverbrauch – auch in Zürich! Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich ewz schaltet dazu die so genannte Festbeleuchtung ab! Zwei Bilder von der Webcam auf dem Stadthaus. Ein Ausschnitt davon, etwas aufgehellt, … „Earth Hour 2013 auch in Zürich“ weiterlesen

The post Earth Hour 2013 auch in Zürich first appeared on umweltnetz.ch.]]> Earth Hour 2013 Zürich On-Off   Earth Hour 2013 – wie jedes Jahr am Samstag 8:30 pm nach Tag- und Nachtgleiche – als Zeichen für einen reduzierten Energie- und Ressourcenverbrauch – auch in Zürich! Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich ewz schaltet dazu die so genannte Festbeleuchtung ab!

Zwei Bilder von der Webcam auf dem Stadthaus.

Earth Hour 2013 Zürich - 23.3.2013 21:02
Während der Earth Hour 2013 – Webcam-Bild vom Stadthaus in Zürich, Samstag, 23. März 2013, 21:02

Earth Hour 2013 Zürich - 23.3.2013 21:33
Nach der Earth Hour 2013 – Webcam-Bild vom Stadthaus in Zürich, Samstag, 23. März 2013, 21:33


Ein Ausschnitt davon, etwas aufgehellt, als On-Off-Darstellung:

On-Off Earth Hour 2013 in Zürich
On-Off Earth Hour 2013 In Zürich, Webcam vom Stadthaus


Earth Hour 2010 in Zürich

Earth Hour 2007 in Zürich

The post Earth Hour 2013 auch in Zürich first appeared on umweltnetz.ch.]]> 5114 Oelpreis und Heizkosten – ein Argument mehr für Energieeffizienz und erneuerbare Energien https://www.umweltnetz.ch/content/oelpreis-und-heizkosten Sat, 27 Oct 2012 07:30:45 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=213 Welche Auswirkungen hat der sich dauernd verändernde Oelpreis auf die Heizkosten? Neben der Oelpreisentwicklung haben auch das verflossene Wetter und der Einkaufszeitpunkt Einfluss auf die Veränderungen der Heizkosten. Da zudem die Energiepreise nur einen Teil der Nebenkosten ausmachen, braucht es noch einige Überlegungen, um diese Effekte sichtbar zu machen. Hier ist ein Versuch dazu illustriert. … „Oelpreis und Heizkosten – ein Argument mehr für Energieeffizienz und erneuerbare Energien“ weiterlesen

The post Oelpreis und Heizkosten – ein Argument mehr für Energieeffizienz und erneuerbare Energien first appeared on umweltnetz.ch.]]> Welche Auswirkungen hat der sich dauernd verändernde Oelpreis auf die Heizkosten? Neben der Oelpreisentwicklung haben auch das verflossene Wetter und der Einkaufszeitpunkt Einfluss auf die Veränderungen der Heizkosten. Da zudem die Energiepreise nur einen Teil der Nebenkosten ausmachen, braucht es noch einige Überlegungen, um diese Effekte sichtbar zu machen. Hier ist ein Versuch dazu illustriert.

Verwendung finden:

Mit einigen fiktiven Einkaufszeitpunkten – vor der Heizperiode (mit dem mittleren Heizölpreis der Monate Mai bis September), im Spätherbst (mit dem mittleren Heizölpreis Oktober bis Dezember, je zur Hälfte des Vorjahres und des aktuellen Jahres) und im Spätwinter (mittlerer Heizölpreis Januar bis April, auch hier je zur Hälfte des Vorjahres und des aktuellen Jahres) und unter Berücksichtigung des Klimas wurden der Indexwert der Energiekosten in der Nebenkostenabrechnung und die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ermittelt. Zu beachten ist: es wurde angenommen, dass das Verhalten (Lüftung, Temperaturansprüche) gleich bleibt, ebenso die energetische Qualität des Gebäudes.

Indexierter Verlauf der Wärmekosten in Zürich, Gebäude mit Ölheizung (bei gleichem Verhalten und gleicher energetischer Qualität des Gebäudes)

indexierter Verlauf der Heizkosten

Veränderung der Wärmekosten gegenüber dem Vorjahr, in Zürich (bei gleichem Verhalten und gleicher energetischer Qualität des Gebäudes)

Veränderung der Wärmekosten gegenüber dem Vorjahr

Die Veränderungen von Jahr zu Jahr verdecken den grundlegenden Trend: die Heizkosten in ölbeheizten Gebäuden steigen laufend an – ein eindeutiger Hinweis auf die Begrenztheit dieses Energieträgers!

Je tiefer der spezifische Heizölverbrauch – die energetische Qualität des Gebäudes -, desto geringer ist der absolute Einfluss der Veränderung des Heizölpreises auf die Nebenkosten einer Mietwohnung. Es gibt nur eines: die energetische Qualität der Gebäude ist endlich ernsthaft zu verbessern!

Seit 2002/2003 haben sich die Heizkosten (bei angenommener gleichbleibender energetischen Gebäudequalität und gleichem Verhalten der NutzerInnen) unabhängig vom Einkaufszeitpunkt des Heizöls mehr als verdoppelt. Einmal mehr ein klarer Hinweis, dass Heizöl alles andere als empfehlenswert ist – gesellschaftlich vorausschauend braucht es sehr schnell ein Verbot zur Installation von Oelheizungen – und in Analogie dazu auch für Heizungen mit fossilem Erdgas! Und es führt nichts daran vorbei, den Energieverbrauch der Gebäude rasch und deutlich zu senken! Als weitere Handlungsoption: die Wohnfläche ist regelmässig den Lebensabschnittsbedürfnissen anzupassen.


Indexierter Verlauf der Wärmekosten in Zürich, Gebäude mit Erdgasheizung (bei gleichem Verhalten und gleicher energetischer Qualität des Gebäudes) – eine Heizperiode weniger als bei den Erdölgrafiken

indexierter Verlauf der Heizkosten

Auch der Erdgaspreis ist tendenziell steigend, mit deutlich geringeren Ausschlägen – voraussichtlich die Folge des Monopolmarktes mit AkteurInnen nahe der öffentlichen Hand. Dies ändert nichts daran, dass so rasch als möglich ebenfalls auf den Einsatz von Erdgas zu verzichten ist.

1. Fassung 1. Oktober 2009

The post Oelpreis und Heizkosten – ein Argument mehr für Energieeffizienz und erneuerbare Energien first appeared on umweltnetz.ch.]]> 213 Gefriert jetzt dann der Zürichsee? Winter 2011/2012 https://www.umweltnetz.ch/content/gefriert-jetzt-dann-der-zurichsee-winter-20112012 Mon, 27 Feb 2012 06:15:06 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=3391 Nachtrag Dezember 2023: Seegfrörni-Indikator: Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen im Winter 2023/24   Bilder von der Pfäffikersee-Seegfrörni (12.2.2012) Das Hoch Dieter I + II ist vorbei – die Seegfrörni-Saison 2012 ist somit ebenfalls vorbei: die Kältesumme nimmt seit dem 15.2.2012 nicht mehr wesentlich zu. Auch wenn es für einige Tage Seegfrörni bei Pfäffikersee und … „Gefriert jetzt dann der Zürichsee? Winter 2011/2012“ weiterlesen

The post Gefriert jetzt dann der Zürichsee? Winter 2011/2012 first appeared on umweltnetz.ch.]]> Nachtrag Dezember 2023: Seegfrörni-Indikator: Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen im Winter 2023/24

  Bilder von der Pfäffikersee-Seegfrörni (12.2.2012)

Das Hoch Dieter I + II ist vorbei – die Seegfrörni-Saison 2012 ist somit ebenfalls vorbei: die Kältesumme nimmt seit dem 15.2.2012 nicht mehr wesentlich zu. Auch wenn es für einige Tage Seegfrörni bei Pfäffikersee und Greifensee gereicht hat, der Zürichsee wird sicher nicht zufrieren!

27.2.2012: Auch wenn die Kältesumme kaum mehr ansteigt, zeigen die Webcam-Bilder vom Pfäffikersee und vom Greifensee nach wie vor geschlossene Eisdecken.

So kam es zu Seegfrörni an Pfäffiker- und Greifensee im Februar 2012: Entwicklung der Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen:


17.2.2012: Am Pfäffiker- und Greifensee ist die Seegfrörni (zumindest derzeit) bereits wieder vorbei.

Der Greifensee wird am 15.2.2012 12 Uhr zur Seegfrörni.

Der Pfäffikersee hat am 11.2.2012 den Seegfröni-Status angenommen – das Pfäffikersee-Eis ist für das Begehen freigegeben!

11.2.2012: Der Pfäffikerses ist gefroren und begehbar – Seegfrörni.

10.2.2012: am Pfäffikersee ist die Kältesumme als notwendige Bedingung für eine Seegfrörni erreicht – allerdings ist diese Bedingung nicht hinreichend: weil es seit Donnerstag einiges geschneit hat, verlangsamt die isolierende Schneedecke auf dem Pfäffikersee die Zunahme der Eisdicke. Der Pfäffikersee-Eisdecke ist noch nicht für das Betreten freigegeben.

9.2.2012: Das Eis auf den Seen wächst, Dieter I + II prägt immer noch das Wetter in weiten Teilen Europas – auch die Webcam vom Pfäffikersee zeigt eine geschlossene Eisdecke, die Kältesumme nähert sich beim Pfäffikersee stündlich der ominösen Schwelle von 120. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird das Eisbulletin der Kantonspolizei Zürich morgen Freitag weitere Seegfrörni-Seen enthalten.
Vom Greifensee gibts seit dem 9.2. keine aktuellen Daten mehr [Nachtrag 14.2. Daten sind wieder verfügbar – mit Löchern (die Temperaturwerte vom 9.2. bis 12.2. dürften nicht stimmen, für den 10.2. habe ich einen Wert angenommen)].

6.2.2012: Die Webcam vom Pfäffikersee zeigt eine mehrheitlich geschlossene Eisfläche – am „linken Rand“ hats derzeit noch eine offene Wasserfläche mit zahlreichen Wasservögeln. Die Bilder der Juckerfarmart-Webcam bieten einen Überblick über einen grossen Teil des Pfäffikersees.
Am 5.2.2012 23:59 war am Pfäffikersee eine Kältesumme von gegen 80 erreicht – und die Wetterprognosen gehen trotz reduziertem Einfluss der Hochdruckbrücke vom Atlantik bis Russland weiterhin von kalten, wenn auch nicht mehr ganz so kalten Bedingungen aus. Eine Pfäffikersee-Seegfrörni mit begehbarem Eis scheint möglich. Unterdessen hat die Zürcher Kantonspolizei das jeweils am Dienstag und Freitag zu aktualisierende Eisbulletin wieder aufgeschaltet.
Auch wenn der Greifensee noch weit weg von der Seegfrörni-Schwelle entfernt ist, zeigen auch hier die Webcam-Bilder erstes Eis!

5.2.2012: Es bleibt kalt – am Pfäffikersee ist auch auf den Webcam-Bildern einiges an Eisflächen zu sehen. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass trotz des bis anhin sehr milden Winters zumindest der Pfäffikersee eine Seegfrörni bieten könnte!

4.2.2012: Die halbe Kältesumme für eine Seegfrörni am Pfäffikersee ist erreicht, die Webcam zeigt erste (dünne) Eisflächen am Ufer. Wenn Hoch Dieter die derzeit von MeteoSchweiz prognostizierten Temperaturwerte zu liefern vermag, könnte es allenfalls Ende nächster Woche reichen für eine begehbare Eisdecke.

3.2.2012: Bis am 2.2.2012 23:59 hat die Meteostation in Seegräben oberhalb des Pfäffikersees eine Kältesumme von 40 erreicht. Bis zur Kältesumme von 120 fehlen noch 80 „Punkte“ – zum Beispiel 8 Tage mit Tagesmittel von -10 °C. Da das Hoch Dieter (spannend übrigens, dass ausgerechnet ein Hoch so tiefe Temperaturen bringt) sehr stabil ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es doch noch eine Seegfrörni für den Pfäffikersee im bis anhin sehr milden Winter 2011/12 gibt! Bilder der Seegfrörni 2006 | Webcam am Pfäffikersee!


Details zur Grafik und zur Seegfrörni: Gefriert jetzt dann der Zürichsee? Winter 2010/2011



Erste Version 30.1.2012

The post Gefriert jetzt dann der Zürichsee? Winter 2011/2012 first appeared on umweltnetz.ch.]]>
3391
Revolution gegen wahre Kosten? https://www.umweltnetz.ch/content/revolution-gegen-wahre-kosten Mon, 12 Sep 2011 19:31:41 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=3129 Die zu hohen Eintritte zu Eventlokalen scheinen die Ursache zu sein für einen – so zitiert der Tagesanzeiger – nichtverhandelbaren Disput zwischen illegalen Party-Organisatoren und der Gesellschaft, vertreten durch die politischen Behörden der Stadt Zürich. Veranstaltungsorte würden unerschwinglich. Reicht dies aus für die Anzettelung eines Revolutionsversuches? Festzuhalten ist, dass es das Recht und die Chance … „Revolution gegen wahre Kosten?“ weiterlesen

The post Revolution gegen wahre Kosten? first appeared on umweltnetz.ch.]]>
Die zu hohen Eintritte zu Eventlokalen scheinen die Ursache zu sein für einen – so zitiert der Tagesanzeiger – nichtverhandelbaren Disput zwischen illegalen Party-Organisatoren und der Gesellschaft, vertreten durch die politischen Behörden der Stadt Zürich. Veranstaltungsorte würden unerschwinglich. Reicht dies aus für die Anzettelung eines Revolutionsversuches?

Festzuhalten ist, dass es das Recht und die Chance jedes Teils der Gesellschaft, vornehmlich der jungen Generation, ist, immer wieder gesellschaftliche Vereinbarungen in Frage zu stellen, insbesondere eine Verschiebung der Gewichte von individuellen und gesamtgesellschaftlichen Ansprüchen zu versuchen. Zu diskutieren sind auf jeden Fall die Veränderungsansprüche – gerade in einer Demokratie gehört zwingend auch der Veränderungsstil. Auch wenn die Fernsehbilder im Frühling und Sommer die Gewalt etwa in Nordafrika geradezu zelebriert haben, gehört Gewalt (und das beginnt bereits bei der Wortwahl der Eskalation – „Rache“ hat keinerlei Platz in einer rechtsstaatlichen Demokratie!).

Kaum zufällig ist im Tagesanzeiger vom 12. September 2011 gleichzeitig mit den Berichten und Kommentaren über die Bellevue-Nacht vom 10. auf den 11. September 2011 ein Beitrag von Jeffrey D. Sachs, Professor für Ökonomie an der Columbia-Universität, New York unter dem Titel „Uns fehlt eine Politik des Glücks“ abgedruckt. Einige wortwörtliche Zitate aus diesem elektronisch nicht verfügbaren Text:

Wirtschaftlicher Fortschritt macht dort glücklich, wo Armut herrscht.

Glück entsteht durch eine Lebensbalance.

Gewinne von Unternehmen [beherrschen] alle anderen Aspirationen: Fairness, Gerechtigkeit, Gesundheit, Umwelt und Demokratie.

Umweltschäden, Klimawandel, Finanzkrise, die zunehmende Undurchschaubarkeit der Zusammenhänge – all das schwächt das soziale Vertrauen und die mentale Stabilität.

Es wird wenig ausgegeben, um die Ursachen für eine schwache Gesundheit, ein abnehmendes gesellschaftliches Vertrauen und die Umweltzerstörung zu benennen.

Für das soziale Vertrauen sind unerlässlich: Umweltverträglichkeit, die Werte Mitgefühl und Entwicklung.

Dazu passt, dass Bastien Girod am gleichen Tag bekannt geben kann, dass der Bundesrat Bastiens Postulat „Glücks- statt Konsummaximierung“ annimmt.

Wir können davon ausgehen, dass Armut im Sinne der Ausführungen Jeffrey D. Sachs in Zürich nicht besteht, allenfalls eine gewisse Knappheit der Mittel. Die „unerschwinglichen Veranstaltungsorte“ haben auch genau deshalb ihren Preis. Oder anders: weil im Moment das Gewicht der Interessenabwägung insbesondere auf städtischer Ebene tendenziell leicht auf Seiten der Allgemeinheit liegt, kann davon ausgegangen werden, dass für die Benutzung der Veranstaltungsorte die vollen Kosten bezahlt werden müssen – z.B. Lärmschutz, sanitäre Einrichtungen, Mindestlöhne, lebensmittelrechtliche Vorgaben – selbstverständlich auch eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Risikokapitals (wobei „angemessen“ am ehesten zu diskutieren geben dürfte 😉 ), Gagen der Live- und KonservenkünstlerInnen und so weiter und so fort, beispielsweise auch die Amortisation für Sound- und Lichtanlagen. Und es ist so: wahre Kosten wirken auf den ersten Blick unangemessen – und man sucht darum andere Möglichkeiten! Eine illegale Party kann den Nachweis der Deckung der wahren Kosten kaum erbringen.

Wenn ich mir Gedanken mache über die Aspekte, die Glück über „genügend Geld“ hinaus ausmachen, gibt es eine ganze Reihe von Fragezeichen.

Fairness? Fairer Handel ist nach wie vor ein Nischenprodukt. Auch die miserablen Arbeitsbedingungen der ArbeiterInnen, die Apple- und weitere Produkte zusammenbauen für den Weltmarkt, sind bestens dokumentiert – Verbesserungen nicht erkennbar! Gerechte Löhne und gesunde Arbeitsbedingungen gehören ebenfalls nicht zu Anstellungsbedingungen dieser Industrien im Fernen Osten.

Gesundheit: genug Geld ist keine Gewähr für eine gesunde Lebensweise – zu viel Körpergewicht, ein unausgewogener Mix der Lebensmittel mit zu viel Fett und zu viel Zucker, … – und noch immer ist unsere Ernährung nicht an die aktuellen Bewegungsmuster, zum Beispiel am Computerarbeitsplatz, ausgerichtet.

Umwelt: Zumindest die ökologischen Grossfussgesellschaften – die Schweiz gehört dazu – sind alles andere als nachhaltig. Die SchweizerInnen leben im Mittel zu Lasten anderer Weltgegenden und nachfolgender Generationen!

Demokratie: Die $VP gilt zwar als politische Partei, ist aber nicht wirklich eine demokratische Kraft, sondern das Agitationsinstrument einer Milliardären-Oligarchie um Alt-Nationalrat Blocher und Co. Eine Offenlegung der Parteien-Finanzierung ist nicht in Sicht.

Undurchschaubarkeit: auch wenn die aktuelle Gesellschaft sich als Informationsgesellschaft bezeichnet, bleiben die Abläufe dieser Welt komplex, die Stellschrauben für eine Veränderung sind nicht erkennbar. Als ein Beispiel: der Mensch gemachte Klimawandel gilt zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit als nachgewiesen – die verbleibende Restunsicherheit wird von demagogischen und manipulativen Kräften zur allgemeinen Verunsicherung der Gesellschaft missbraucht.

Objektiverweise dienen nur schon die Benennung der Defizite der Glücksvoraussetzungen und die daraus resultierenden Sisyphos-Bemühungen zur Veränderung als Rechtfertigung einer rot-grünen Mehrheit in Politik und Gesellschaft der Stadt Zürich – das indirekte Ja der Stimmberechtigten zur Städte-Initiative am 4. September 2011 bestätigt einmal mehr das Glücksdefizit der Mehrheit der Stimmberechtigten. In aller Offenheit: es erscheint derzeit unmöglich, hier entscheidendes zu verändern, auch wenn derzeit noch Zweckoptimismus vorherrscht. Wird dies von der Jugend als Frustration erkannt? Und führt dies dazu, dass die mit diesen Aktivitäten verbunden Anstrengungen zur Verbesserung der Glückssituation als sinnlos un nicht erstrebenswert eingeschätzt werden?

Ist aus dieser Sicht der Protest gegen die unerschwinglichen Veranstaltungsorte ein Hinweis darauf, dass Teile der Gesellschaft sich von der wirtschaftlichen Entwicklung ausgeschlossen fühlen – oder allenfalls als HedonistInnen trotz allem dem unbegrenzten Konsum frönen wollen? Zum Beispiel, weil das Glück als nicht erreichbar eingeschätzt wird?

The post Revolution gegen wahre Kosten? first appeared on umweltnetz.ch.]]>
3129
Velo! Das Velo braucht absolute verkehrs- und klimaschutzpolitische Priorität! https://www.umweltnetz.ch/content/velo-das-velo-braucht-absolute-verkehrs-und-klimaschutzpolitische-prioritat Wed, 24 Aug 2011 09:38:28 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=3057 In fast fünf Wochen habe ich mit dem Velo die 5 Länder Schweiz, Österreich, Deutschland, Slowakei und Ungarn „durchfahren“ und dabei regelmässig auch Städte, darunter drei Hauptstädte, besucht (siehe das Reisetagebuch). Klar ist dabei einmal mehr geworden: das Velo hat noch lange nicht die verkehrspolitische Beachtung, die ihm aufgrund der Klimaschutz-Relevanz zukommen sollte. Dies ist … „Velo! Das Velo braucht absolute verkehrs- und klimaschutzpolitische Priorität!“ weiterlesen

The post Velo! Das Velo braucht absolute verkehrs- und klimaschutzpolitische Priorität! first appeared on umweltnetz.ch.]]>
In fast fünf Wochen habe ich mit dem Velo die 5 Länder Schweiz, Österreich, Deutschland, Slowakei und Ungarn „durchfahren“ und dabei regelmässig auch Städte, darunter drei Hauptstädte, besucht (siehe das Reisetagebuch). Klar ist dabei einmal mehr geworden: das Velo hat noch lange nicht die verkehrspolitische Beachtung, die ihm aufgrund der Klimaschutz-Relevanz zukommen sollte. Dies ist dringend zu ändern.

Ich halte vorerst fest: ich bezeichne mich als legalistischer Velofahrer, das heisst, ich bemühe mich nach Kräften, auch für Velofahrende unsinnige Regeln (z.B. Rot auch beim Rechtsabbiegen) zu befolgen.

Idylle: ein Radweg entlang der Donau, auf dem sogenannten Treppelweg, am Waldrand gelegen – ich habe Bilder aus Österreich oder Ungarn vor den Augen. Ein Genuss, hier das Velo zu benutzen. Ganz klar: es handelt sich dabei um ein touristisches Angebot, wird entsprechend vermarktet – die gut besuchten Radlerbeizen sind ein Beleg für die touristische Relevanz. Klar ist auch: die meistem NutzerInnen dieser Radwege sind sonst nicht mit dem Fahrrad respektive dem Velo unterwegs – die AlltagsvelofahrerInnen sind auf diesen Tourismusstrecken eindeutig in der Unterzahl.

Dann in Städten wie Wien oder Budapest: da ist trotz Ferienzeit Alltag, auch für die Radfahrenden respektive Velofahrenden. Alltag heisst: ja, es gibt Rad- oder Velowege. Aber, …

Velowege sind nicht nur in den Städten schwierig zu finden. Velowege sind Stückwerk – als VelofahrerIn findet man sich regelmässig nach dem Signal „Radweg-Ende“ häufig mitten in einer autogeprägten Verkehrslandschaft. So technisch gelungen die Velostadt-Plan-App der Stadt Zürich ist: die (zwingende) Notwendigkeit einer solchen App illustriert dieses Stückwerk bestens.

Velowege sind viel zu häufig mit Fussgängerbereichen kombiniert – dies ist für die Velofahrenden häufig die kleinere Schwierigkeit als für die zu Fuss gehenden. Wer zügig mit dem Velo unterwegs ist, braucht sehr gute Bremsen, weil zu Fuss Gehende sich in der Regel nach dem Chaos-Prinzip und ohne links oder rechts zu schauen bewegen. Besonders dort, wo es touristisch interessant ist. Wers nicht glaubt: ganz einfach mal in Zürich mit dem Velo vom Bürkliplatz über das Bellevue nach dem Zürichhorn fahren … Bei Bedarf kann ich solche Strecken auch in Wien oder Budapest nennen.

Ganz ärgerlich ist die Kombination von Radwegen mit Autoparkplätzen, dabei ist völlig egal, ob die Autos längs oder quer zur Strasse abgestellt werden. Ganz einfach: die Regel „mindestens 1 Meter Abstand auch zu stehenden Autos“ reicht nicht aus, um für Velofahrende gesundheitsgefährdende Situationen zuverlässig zu vermeiden.

Der „Hysterische Parkplatzkompromist“ in Zürich – Konstanthaltung der Parkplatzzahl in der Innenstadt auf einem aus verkehrs- und klimschutzpolitischer Sicht steinzeitlichen Niveau – verkennt, dass Autos nur in Ausnahmefällen ein zweckmässiges Verkehrsmittel für die Innenstadt sind. Und da Autos in erster Linie Stehzeuge sind, haben sie nicht nur in Innenstädten eigentlich nichts verloren. Unternehmen, die behaupten, auf KundInnen-Kurzzeitparkplätze in der Innenstadt angewiesen zu sein, haben kein zukunftsfähiges Geschäftsmodell – Parkplätze in der Innenstadt sind Strukturerhaltung und haben weder mit Klimaschutz noch mit Wirtschafts- oder Verkehrspolitik zu tun.

Die Verkehrspolitik wird nach wie vor dadurch geprägt, dass Automobil- und Erdöl-Lobby ein viel zu teures Gadget (=Auto mit übermässigem Treibstoffverbrauch und damit vebunden übermässigem Ausstoss von Treibhausgasen) im Markt platzieren wollen. Und dann dafür sorgen müssen, dass man dieses massiv zu kostspielige Spiel- und Stehzeug auch gelegentlich benutzen kann, damit sich die Auto-KundInnen nicht zu offensichtlich hinters Licht geführt vorkommen. Denn: die Benutzung des öffentlichen Verkehrs, die Benutzung des Velos als Verkehrsmittel sind deutlich günstiger – und komfortabler (dies gilt bei regelmässiger Benutzung ausser in meteorologischen Ausnahmesituationen auch für das Velo).

Es braucht endlich eine Verkehrspolitik, die die kurzen Wege und das für solche Zwecke bestens geeignete Velo in das Zentrum stellt – dazu gehört auch, dass endlich das Strassenverkehrsgesetz so angepasst wird, dass die Eigenheiten des Velos berücksichtigt werden.

Für die Stadt Zürich heisst dies: Ja am 4. September 2011 zur Volksinitiative «Zur Förderung des öV, Fuss- und Veloverkehrs in der Stadt Zürich».

The post Velo! Das Velo braucht absolute verkehrs- und klimaschutzpolitische Priorität! first appeared on umweltnetz.ch.]]> 3057 Sackgasse Kommerzsport https://www.umweltnetz.ch/content/sackgasse-kommerzsport Tue, 15 Feb 2011 21:54:22 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=2605 Sprachlos staune ich als Nicht-Massensport-Anhänger über die Masslosigkeit und Unverfrorenheit der GC-Funktionäre angesichts der zentralen Frage des Stadions. Als ein kleines Beispiel: wenn für die „Zürcher“ Fussballclubs GC und FCZ schon ein Stadion – das Letzigrund-Stadion – zu teuer ist, warum verlangt dann GC ein zweites Stadion? Objektiverweise sind doch zwei Stadien definitiv teurer als … „Sackgasse Kommerzsport“ weiterlesen

The post Sackgasse Kommerzsport first appeared on umweltnetz.ch.]]> Sprachlos staune ich als Nicht-Massensport-Anhänger über die Masslosigkeit und Unverfrorenheit der GC-Funktionäre angesichts der zentralen Frage des Stadions. Als ein kleines Beispiel: wenn für die „Zürcher“ Fussballclubs GC und FCZ schon ein Stadion – das Letzigrund-Stadion – zu teuer ist, warum verlangt dann GC ein zweites Stadion? Objektiverweise sind doch zwei Stadien definitiv teurer als nur ein Stadion, und so weiter und so fort. Die einzig vernünftige Position nimmt der Zürcher Stadtrat ein: öffentliche Leistungen kann und darf es für den Kommerzfussball nicht zu Dumpingpreisen geben.

Ich gebe vorerst ehrlich zu, dass ich aus dem Geschichtsunterricht eine tiefe, tiefe Abneigung gegen „Brot und Spiele“ mitbringe – (Passiv-)Sport-Anlässen mit mehr oder weniger grossen Zuschauerzahlen sind für mich weder gesellschafts- noch sportpolitisch sinnvoll.

Auch wenn der Weltfussballverband seinen Sitz in Zürich hat, werde ich den Verdacht nicht los, dass illegale Machenschaften im Fussball – von Schwarzgeldverschiebereien bis zu Spielmanipulationen – nicht wirklich ausgeschlossen werden können (blosser Zufall ist, dass gerade heute der Korruptionsverdacht gegen Volkswagen und die Deutsche Telekom im Zusammenhang mit dem VfL Wolfsburg bekannt wurde). Spätestens an der Euro08 mit Spielen auch in Zürich habe ich den Eindruck erhalten, dass das Um-Das-Fussball-Rundherum ziemlich absurd ist: da wurden Freiwillige gesucht für diverse Jobs, während sowohl der organisierende europäische Verband als auch die Fussballer riesige Geldbeträge „ernteten“ …

Es ist für mich völlig unverständlich, dass ein Fussballclub der AXPO Super League (eigenartig, dass einmal mehr ein Atomstrom-Konzern selbst im Sport manipulativ wirken darf), dessen Akteure dauernd als wandelnde Werbesäulen unterwegs sind, überhaupt in finanzielle Schwierigkeiten kommen kann. Da müssen sich eine ganze Reihe von Leuten in erheblichem Umfang bereichert haben. Mag sein, dass dies nicht die aktuellen Verantwortlichen sind, aber hier besteht erheblicher Erklärungsbedarf. Dazu passt auch der weinerliche, geradezu nötigende Ton der GC-Verlautbarungen. Ganz banal: wer die Folgen von offensichtlichen Fehlentscheiden früherer Clubverantwortlicher im Kommerzsportbereich beheben möchte, inklusive , hat einen erheblichen Beitrag für die Wiedererlangung des öffentlichen Goodwills zu leisten. Nochmals, es ist eine grobe Unverfrorenheit, welche ultimativen Forderungen GC derzeit stellt – auf dem Spielfeld würde dies zur roten Karte mit nachfolgenden mehrfachen Spielsperren führen. In dieser Situation ist die klare Haltung des Stadtrates die einzig zielführende Möglichkeit.

Es gibt sicher eine – im übrigen massiv überschätzte – Wirkung des Kommerzsport auf den Breitensport. Allerdings lassen diverse Ereignisse gerade auch um den Fussball daran zweifeln, dass der Kommerzsport in der heutigen Form als nachhaltig gelten kann. Die rieisigen Gagen der Fussballstars, aber auch die Gagen jener, die als talentierte „Normalos“ zu bezeichnen sind (aktuelles Beispiel etwa Trainer Lucien Favre beim aktuellen Bundesligaschlusslicht Gladbach – es wird von einem Jahreslohn von einer Million Euro geschrieben), weisen auf einen alles andere als rationalen Umgang mit Geld hin.

Was ist zu tun? Die GC-Verantwortlichen sollten die Sportferien-Zeit (Ferien vor dem Sport 🙂 für die Beruhigung des Pulses nutzen. Statt irgendwelche ungeeignete Stadien ins Auge zu fassen, empfiehlt sich eine Spendenaktion, um die Mietkosten aufzubringen. Bei SVP, FDP, CVP, EVP und GLP hat es noch einige unterbeschäftigte GemeinderätInnen – statt unsinnige Spardebatten anzuzetteln, könnten diese besser GC behilflich sein, die erforderlichen Finanzmittel für die mehr als angemessene Stadionmiete und die Sicherheitskosten zusammenzubringen. Es kann und darf nicht Aufgabe des Staates sein, erhebliche Leistungen für das Funktionieren des Kommerzsportes zu erbringen.

Dringend ist auch der Verzicht auf die Forderung nach einem zweiten Fussballstadion in Zürich – ein solches senkt die Kosten nicht etwa, sondern treibt sie massiv in die Höhe.

Längerfristig: Entkommerzialisierung des Sports – Rückkehr zu Sport als Hobby, als Freitzeitbeschäftigung! Und falls es tatsächlich Fussballprofis geben sollte, die nicht anders als Fussball können, dafür dies mit Können: ein Argument mehr für das bedingungslose Grundeinkommen für alle!

The post Sackgasse Kommerzsport first appeared on umweltnetz.ch.]]>
2605
Eines Morgens… https://www.umweltnetz.ch/content/eines-morgens Sat, 02 Jan 2010 22:00:34 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=526 wurden die Zürcherinnen und Zürcher vom Tuten eines gewaltigen Schiffhorns geweckt. Das weltgrösste Kreuzfahrtschiff legte gerade am Limmatquai an. Bevor Sie sich jetzt verwundert die Augen reiben: das ist eine Geschichte! Inspiriert durch einen Kommentar von Jürg Rohrer im

The post Eines Morgens… first appeared on umweltnetz.ch.]]>
wurden die Zürcherinnen und Zürcher vom Tuten eines gewaltigen Schiffhorns geweckt. Das weltgrösste Kreuzfahrtschiff legte gerade am Limmatquai an.

Bevor Sie sich jetzt verwundert die Augen reiben: das ist eine Geschichte! Inspiriert durch einen Kommentar von Jürg Rohrer im Auto-Anzeiger, früher Tages-Anzeiger von Zürich (leider nicht in elektronischer Form verfügbar) vom 7. Februar 2009. Er weist darauf hin, dass das Meer zweimal bis in die Gegend von Zürich reichte, nämlich vor etwa 30 und dann vor 16 Millionen Jahren. Also allerhöchste Zeit, das dies wieder einmal so kommt.

Das Kreuzfahrtschiff legte also in Zürich an. 3000 Passagiere bereiteten sich auf den Landgang vor, und 4000 Angestellte auf dem Schiff freuten sich auf einen ruhigen Tag.

Zürich am Meer? Da war einiges passiert. Wegen des Mensch gemachten Klimawandels waren die Alpen in Bewegung gekommen. Das schmelzende Gletschereis entlastete die Alpen von sehr viel Gewicht; auch die ausbleibenden Niederschläge führten dazu, dass die vielen feuchten Regionen in den Alpen austrockneten. Die leichteren Alpen vermochten dem „anstürmenden“ Kontinent Afrika nicht mehr so viel Widerstand entgegensetzen – und tauchten ab, nahmen all die Schollen Mittelland und weiter rheinabwärts mit. So kam es denn, dass die Strecke vom Zürichsee zum Meer immer kürzer wurde, nicht zuletzt, weil auch der Meeresspiegel laufend anstieg. Allerdings wurde auch das Leben immer schwieriger unter diesen Verhältnissen. Die grossen Bewegungen in den Alpen führten zu häufigen kleineren und grösseren Beben, und der Lebensraum für die hundert Millionen Menschen entlang des Rheins wurde immer knapper. Die Erinnerung an frühere Wohlhabenheit verblasste nicht nur in der Schweiz immer mehr – Armut und Not war immer häufiger das Los der Menschen, die es noch in Zürich und Umgebung aushielten. Die frühere Grösse Zürichs zeigte sich noch in den Ruinen der Kirchen, für viele Menschen, obdachlos geworden, ein willkommener Unterschlupf. Wenigstens schützten die dicken Mauern etwas vor den sandigen Winden und Stürmen, die regelmässig durch die Gegend peitschten.

Der wieder mäandernde Rhein bot, wie auch das Umfeld, ganz neuer Flora und Fauna Platz. Allerdings waren der Rhein, die Aare, auch die Limmat, nur noch schmale Gewässer, schliesslich fehlten ja die Niederschläge zum Füllen der Seen und Flüsse. Mit einem grossen Aufwand hatte die Weltbank ein Projekt realisieren lassen, um einen Kanal für Hochseeschiffe zwischen der Küste und Zürich zu erstellen. Auf diese Weise hoffte man, dass wenigstens einige Touristen den Weg in diese Entwicklungsregion fanden – allerdings war Not und Elend in immer weiteren Bereichen der Erde verbreitet, viele wohlhabende Menschen gab es nicht mehr auf der Erde. Und jetzt also legte dieses Kreuzfahrtschiff als erstes Schiff, welche den Rhein-Limmat-Kanal benutzte, in Zürich an. Nicht nur die Menschen auf dem Schiff waren gespannt auf dieses neue Zürich, auch die Menschen in Zürich und Umgebung warteten gespannt auf die BesucherInnen – darunter vor allem jene, die in jungen Jahren noch die Möglichkeiten der reichen, blühenden kleinsten Weltstadt erleben konnten.

Hier blenden wir uns aus der Geschichte aus.

Anlass für den Kommentar von Jürg Rohrer unter dem Titel „Wie schnell man doch empört ist“, ist die öffentliche Reaktion auf die Kunstaktion am Limmatquai mit dem Hafenkran – zürich – transit – maritim. Mit diesem Hafendrehkran respektive dem Kunstwerk möchte die Stadt eine Diskussion über die Gestaltung des Limmatraums starten. Es ist ja bekannt, dass „öffentliche“ Zürcherinnen und Zürcher erhebliche Schwierigkeiten mit Freiräumen haben, Beispiel ist etwa die grosse, weiträumige Halle des Zürcher Hauptbahnhofs, aus Gründen des Kommerzes allerdings mehrheitlich zugepflastert mit irgendwelchen Events.


Meine erste Reaktion auf diese Kunstidee war nicht etwa „Weltoffenheit“, was offenbar für viele der Hafenbegriff suggeriert, sondern die in der obigen Geschichte zum Ausdruck kommenden möglichen Folgen des Mensch gemachten Klimawandels. Zwar waren die historischen Häfen – Stichworte Venedig, Florenz, Huelva – tatsächlich weltoffen, weil hier europäische Menschen Türen in andere Gegenden entdeckten. Moderne Häfen sind demgegenüber Ausdruck der immensen für den Verkehr erforderlichen Infrastukturen. Bei oder entlang von Verkehrsanlagen ist die Lebensqualität schon lange vorbei.

Ja, lasst uns – für ein Jahr – einen Meer-Hafen in Zürich simulieren. Als Zeichen dafür, wie übergross der ökologische Fussabdruck der Zürcherinnen und Zürcher ist. Als Zeichen dafür, dass sich auch Zürcherinnen und Zürcher verantwortlich fühlen für den Zustand der Meere, zum Beispiel durch bewussten Konsum von Fischen aus dem Meer, zum Beispiel durch einen verminderten Verbrauch fossiler Brenn- und Treibstoffe – kommt doch ein erheblicher Teil dieser Energieträger mit Tankern über das Meer, immer auch mit dem Risiko von Meeresverschmutzungen verbunden. Als Zeichen dafür, dass auch die Zürcherinnen und Zürcher anerkennen, dass die aktuellen Verkehrsansprüche insbesondere der reichen Menschen (jene mit dem zu grossen ökologischen Fussabdruck) zu übermässigen Infrastruktureinrichtungen führen und dadurch Menschen übermässig belastet werden mit Lärm, Gestank, Staub, …

Ist es realistisch, dass Zürich irgendwann Meeranstoss erhält? Und wie realistisch ist das „schwarze“ Szenario, welches in der oben stehenden Geschichte ausgebreitet wird? Was in Millionen von Jahren sein wird, ist nicht unbedingt von Interesse, wohl aber die Frage, ob dies in Zeiträumen von wenigen Menschenleben möglich sein könnte. Diese Spekulation ist unappetitlich, weil derartig schnelle Veränderungsprozesse auf jeden Fall zu erheblichem Leid führen werden. Es gibt nur eines: die übermässigen Belastungen des Planenten Erde schnell und dauerhaft vermindern – Stichworte zum Beispiel „2000-Watt-Gesellschaft„, Suffizienz oder LOVOS, Livestyle Of VOluntary Simplicity.


Nachtrag 2.1.2010:

Der Gemeinderat hat an der Budgetsitzung im Dezember 2009 eine Voranschlagsposition gestrichen, die den temporären Zürcher Hafenkran verhindern soll. Kunst ist vor populistischen Scheinargumenten nicht schützbar – denn Kunst ist nicht zwingend mehrheitsfähig, gerade wenn sie provokativ ist. Und da Kunst kostet – weil ja auch KünstlerInnen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten haben – ist das Streichen von Kunstkrediten beliebtes Tummelfeld rappenspalterischer PolitikerInnen, selbst dann, wenn zur Durchsetzung eines Gemeinderatsbeschlusses rechtsgültig abgeschlossene Verträge gebrochen werden müssen. Nun, dieses Geld ist einfach von der Ausgabenliste gestrichen – und kann nicht wie in elektronischen Stammtischen vorgeschlagen, zur Armutsbekämpfung verwendet werden. Selbst wenn dies mögliche wäre, gäbe dies ja – bei den von der Caritas genannten Zahl von 400’000 Armen in der Schweiz – nicht einmal einen Stutz pro Person! Und weil dieses Geld nicht ausgegeben wird, erhalten die KünstlerInnen keinen Beitrag an ihre Lebenshaltungskosten – eine armselige Gesellschaft, die nicht in der Lage ist, einen sehr sehr kleinen Bruchteil des verfügbaren Geldes für Kunst auszugeben. Oder geht es wohl doch darum, die mit Kunst immer verbundene Provokation nicht verarbeiten zu wollen?

P.S. Eben, auch wenn der Hafenkran nicht kommt – das Armutsthema ist keinen Schritt näher zur Lösung herangebracht worden – wie wäre es mit der Konkretisierung des bedingungslosen Grundeinkommens für alle?


Nachtrag 3.1.2010

Peider Filli weist mich darauf hin, dass er am 4.2.2009 im Gemeinderat eine schriftliche Anfrage eingereicht hat mit dem Vorschlag, einen Flugzeugträger als weiteren Teil dieser Kunstaktion zu verankern. Schon fast als Kunstwerk ist die stadträtliche Antwort vom 29.4.2009 zu betrachten, darum hier der vollständige Wortlaut: Ein Flugzeugträger am Limmatquai wäre mit Sicherheit ein spektakulärer Fund für die Archäologie der Zukunft. Diese fördert Zeugnisse der Vergangenheit zutage, welche bei aufmerksamer Betrachtung als Vorboten der Zukunft zu erkennen sind. So werden der Hafenkran, die Poller und das Schiffshorn entdeckt werden. Ein Flugzeugträger gehört nun aber nicht zu einem friedlichen Handelshafen, sondern zu einem Marinestützpunkt. Zürich hat noch nie einen Kriegshafen benötigt, und das wird hoffentlich auch in Zukunft so bleiben. Auf die weitere Suche nach einem Flugzeugträger wird darum verzichtet. Ob mir die Anfrage von Peider zum Zeitpunkt der Niederschrift meiner Geschichte bekannt war, kann ich im Nachhinein nicht mehr mit Sicherheit feststellen – da ich nicht gerade wöchentlich, aber doch regelmässig die Gemeinderatspost durchsehe, kann ich somit nicht ausschliessen, dass Peider mit zu den Ideengebern für diesen Text gehört!

Erste Fassung: 8.2. 2009

The post Eines Morgens… first appeared on umweltnetz.ch.]]> 526