#stop2drop: Zigarettenstummel als Teil der Wegwerfgesellschaft

(Fast) überall draussen liegen sie einfach herum: Zigarettenstummel. Rauchende Personen lassen Zigarettenstummel fallen. Allerdings sind sie dadurch nicht «aus den Augen – aus dem Sinn».

Auf einen meiner Spaziergänge vom Zürcher Friesenberg zum Uetliberg und zurück habe ich wie von #stop2drop  vorgeschlagen einige Dinge mehr mitgenommen als üblich. Unterwegs – hauptsächlich auf der «Lehmbodenalp» und oben auf dem Uetliberg inklusive Uto Kulm – habe ich mich regelmässig gebückt, mit einem Chlämmerli Zigarettenstummel aufgelesen und diese in eine PET-Flasche hineingeschoben. 

Auf zwei weiteren Spaziergängen habe ich nochmals Zigarettenstummel gesammelt und je eine 1.5-Liter-PET-Flasche gefüllt. Beim Füllen der dritten Flasche habe ich mitgezählt: da sind 560 Stummel drin!

Diese drei mit Zigarettenstummeln gefüllten PET-Flaschen sind mein Beitrag für #stop2drop im Jahr 2021. #stop2drop hat darum gebeten, in der Zeit vom 9. bis 22. März 2021 überall in der Schweiz Zigaretttenstummel zu sammeln. Absicht war es, in diesen zwei Wochen eine Million Zigarettenstummel zu sammeln. Einige der Absichten dieser Aktion, als Copy-Paste eingefügt:

  • Die Natur von Zigarettenstummeln befreien.
  • Die Bevölkerung, Politiker*innen und die Tabakindustrie auf die Umweltverschmutzung durch Zigarettenstummel aufmerksam machen.
  • Raucher*innen motivieren Stummel korrekt zu entsorgen.

Weggeworfene Zigarettenstummel sind zum Beispiel aus ökologischer Sicht nicht harmlos, im Gegenteil. #stop2drop nennt einige Auswirkungen weggeworfener Zigarettenstummel, hier ebenfalls als Copy-Paste eingefügt:

  • Regen und Schnee lösen die giftigen Stoffe aus den Stummeln.
  • Ein Stummel vergiftet 40 Liter Wasser.
  • Dadurch sterben Fische und andere Lebewesen, die im Wasser leben.
  • Vögel und Kleintiere halten die Stummel für Nahrung.
  • Die Filter enthalten Plastik. Es dauert 10 bis 15 Jahre, bis sie sich in der Natur auflösen.
  • Kleine Kinder stecken sich oft Dinge in den Mund, zum Beispiel auf dem Spielplatz. An einem Stummel können sie sich vergiften oder daran ersticken.

Wie #stop2drop am 30. März 2021 mitgeteilt hat, sind in der Zeit vom 9. bis zum 22. März 2021 958’181 Zigarettenstummel in rund 1’300 Flaschen gesammelt worden.

Herzlichen Dank für das Sammeln von Zigarettenstummeln und das Mitmachen bei #stop2drop!

Und gleichzeitig die Bitte an RaucherInnen: Bitte Stummel korrekt entsorgen – oder noch besser ganz auf das Rauchen verzichten!


Nicht nur Zigarettenstummel werden einfach weggeworfen. Es liegt einiges an Abfall herum – offensichtlich sind wir derzeit eine Wegwerfgesellschaft. Diese weggeworfenen Zigarettenstummel und weitere Abfälle sind ein klarer Hinweis, dass wir noch sehr weit von einer Kreislaufwirtschaft entfernt sind. Es braucht also auch hier – wie bei vielen Themen der nachhaltigen Entwicklung, etwa der Klimakrise – einen «System Change».

(9., 21., 30. März 2021)

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