Bilder von der Knabenschiessen-Chilbi
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Ein Teil der SchweizerInnen lieben SUVs-(Säuft unheimlich viel-)Autos. Diese CO2-Schleudern tragen mit dazu bei, dass die MIEF-Flotte der Schweiz weltweit den grössten CO2-Ausstoss pro Kilometer bewirkt. Da SchweizerInnen zudem über eher mangelhafte Physikkenntnisse verfügen – das Bankwesen funktioniert in der Tendenz auch ohne Naturgesetze – wird dies absurderweise mit der hügeligen Struktur der Schweiz begründet. Dabei sollte klar sein: SUVs sind völlig ungeeignet insbesondere für Hügel, sie sollten ausschliesslich als Stehzeuge eingesetzt werden! Hier die entsprechende Physik-Nachhilfelektion, Teil 1: auch wenn der Radrennsport wegen der Doping-Geschichten eher unappetitlich daher kommt, lohnt sich für dieses eine Mal ein Blick auf die Bergpreisetappen, insbesondere auf die erfolgreichen BergfahrerInnen: eher klein, eher leicht, gut bemuskelt ist das Veloerfolgsrezept am Berg! Teil 2 der Nachhilfelektion: Blick auf die Fahrzeugparks im Alpenbogen, dorthin, wo es einige hat, die tatsächlich regelmässig bergauf unterwegs sind. Auch hier: eher kleine, eher leichte Fahrzeuge, mit relativ starken Motoren im Verhältnis zum Fahrzeuggewicht! Es geht darum, die vorhandene Energie/Kraft nicht für Tara oder Ballast zu verwenden, sondern für den Transport der Nutzlast. Tatsächlich dürfte es so sein, dass es für die eher unbeweglichen SchweizerInnen offenbar eine Zumutung ist, sich aus einem tiefliegenden Autositz für das Aussteigen „entfalten“ zu müssen – sich von oben herab aus dem Auto gleiten zu lassen, trifft offenbar die mobile Haltung der SchweizerInnen besser. Nur schon aus Gründen der Gesundheitsförderung ist die Stopp-Offroader-Initiative zu unterstützen!
Energie-effizientere Fahrzeuge weisen spürbar tiefere Betriebskosten aus als die CO2-Schleudern – allein aus ökonomischen Gründen lohnt sich eine raschestmögliche Umstellung. Allerdings: was für die NutzerInnen ökonomisch interessant ist, braucht aus prinzipiellen Gründen keine staatliche Förderung. Der Staat darf den Verzicht auf ökonomisch dummes Verhalten nicht belohnen.
Unter anderem der ökonomische Vorteil führt – auch beim MIEF! – zum Rebound- oder Backfire-Effekt: es wird mehr gefahren – weil ja das neue Fahrzeug klimafreundlicher als die Vorgängerversion.
Mit der Subventionierung von ein bisschen weniger CO2-schleudernden Autos signalisiert der Staat, dass MIEF klimaschutzpolitisch gewollt ist – der definitive klimaschutzpolitische Bankrott. Denn: jedes mit einem Antriebsaggregat für fossile Treibstoffe ausgerüstete Fahrzeug ist und bleibt ein Klimakiller!
Auch wenn Tariferhöhungen beim öffentlichen Verkehr verkehrs- und umweltpolitisch sinnvoll sind, würde eine wie auch immer bezeichnet Förderung von Autos bei gleichzeitiger Anhebung der ÖV-Ticket-Preise verheerende verkehrspolitische Signale setzen.
Zudem: umwelt-, verkehrs- und klimaschutzpolitisch vorteilhaft sind einzig Velofahrende und FussgängerInnen, und insbesondere jene, die möglichst selten und wenig unterwegs sind. Derzeit werden solche Verhaltensweisen nicht belohnt oder gar bestraft (Stichwort Velofahrende und Polizei).
Der TCS und weitere Kreise der Automobil-Lobby haben sich bis anhin erfolgreich gegen energie- und klimaschutzpolitische Massnahmen gewehrt. So wurden zwingende Verbrauchsvorgaben für die Neuwagenflotte verhindert und durch eine absolut unwirksame Selbstverpflichtung der Autoimporteure vermeintlich abgelöst. Ebenso gelang es der vereinigten MIEF-Lobby, die längst fällige Einführung des marktwirtschaftlichen Lenkungsinstruments CO2-Abgabe bis jetzt zu verhindern. Die Beurteilung ist klar: dass die Schweizer Fahrzeugflotte zu den grössten Klimakillern gehört, ist absichtliche, gewünschte Politik der Schweiz, manipulativ herbeigeführt durch TCS, Auto-Schweiz und weitere Akteurinnen! Der Fall ist klar: auch diese MIEF-Lobby gehört zu den Climate Criminals der Schweiz! Für das klimaschutzpolitische Vorschlagswesen taugen deren Ratschläge mit Sicherheit nichts. Also nur schon darum ist jede wie auch immer motivierte und bezeichnete finanzielle Förderung von Autos abzulehnen.
Was ist zu tun?
Von zentraler Bedeutung: die Politik muss endlich signalisieren, dass der MIEV nur geduldet ist!
„MIEF“ wird als Abkürzung für „Motorisierter Individualverkehr“ verwendet. MIV wäre die sprachlich korrekte Abkürzung – MIEF bringt zum Ausdruck, dass selbst die ökologisch bestbewerteten Autos nach wie vor erheblich zur Verschlechterung der gespürten Luftqualität beitragen.
The post Potentielle Bankrotterklärung der Schweizerischen Klimaschutzpolitik? first appeared on umweltnetz.ch.]]>Wegen Salzmangel reduziert beispielsweise die Stadt Zürich den „schwarzen“ Winterdienst deutlich: nur noch Hauptachsen werden mit Auftausalzen behandelt. Den zu Fuss Gehenden, den Velofahrenden ist ein zwangsmässig reduzierter Winterdienst zuzumuten.
Und tatsächlich: das Velofahren auf den nur zurückhaltend gepflügten reinen Velowegen ist reines Vergnügen – solange zumindest, wie der Schnee nicht taut und wieder gefriert. Kritisch ist es am Rand von „Hauptachsen“ und beim Uebergang von den schwarz geräumten Strassen auf die Velowege: Glatteis, Schnee-Salz-Matsch, tiefe Spurrillen erfordern erhöhte Fahrkünste. Auch auf den mit Schnee bedeckten Fusswegen ist man vielleicht es langsamer unterwegs, kritisch wirds nur dort, wo beispielsweise LadenbetreiberInnen das Trottoir vom Schnee befreit haben und leicht salzen, schwierig sind auch die Uebergänge über die Strassen.
Der Langsamverkehr ist bestens unterwegs.
Es scheint allerdings, dass die Autofahrenden auf den schwarz geräumten Strassen ziemlich schnell und sehr rücksichtslos unterwegs sind. Immerhin ist festzuhalten, dass aufgrund der Flächenverhältnisse die Streusalzknappheit in erster Linie auf die Auto-Verkehrsflächen zurückzuführen ist. Dieses Verkehrsgefäss ist völlig ungeeignet für natürlich vorkommende Witterungsverhältnisse – und trotzdem wird es von den VerkehrsplanerInnen, der Politik und auch ziemlich vielen NutzerInnen gehätschelt wie ein Schosstierchen.
Am Winterdienstverhalten der öffentlichen Hand wird klar: die real existierende Verkehrspolitik ist ziemlich versalzen! Und dies ist bekanntlich UNGESUND!
Im übrigen: ein überdurchschnittlicher Schneewinter macht den Mensch gemachten Klimawandel nicht ungeschehen!
The post Versalzen first appeared on umweltnetz.ch.]]>Zuerst eine Woche vor Ende der Schulferien, dann zum Schulanfang ein weiterer Schritt. Auch hier wieder: die 400-Zeichen-StammtischklopferInnen sind blitzartig präsent, mit den ewiggleichen Argumenten – schliesslich hat jedeR AutofahrerIn DAS überzeugende Argument, war genau er/sie wirklich nicht auf das Auto verzichten können – obwohl beachtliche Anteile der Bevölkerung Tag für Tag beweisen, dass auofrei bestens funktioniert. Es gibt selbstverständlich Autofahrten, z.b. vom Handwerker ausserhalb der Stadt, welcher in der Stadt etwas zu liefern und montieren hat, sicher auch von Mobilitätsbehinderten – aber dieser Verkehr könnte von der übermässig vorhandenen Strassenkapazität ohne Probleme bewältigt werden. Dreischichtbetrieb, Wochenendbauarbeiten – also Dauerbauerei – werden insbesondere von BaulaiInnen regelmässig verlangt. Zweieinhalb Jahre sollen die Bauarbeiten dauern – 30 Monate. Dreischichtbetrieb und Wochenendarbeiten könnten die Bauarbeiten theoretisch um einen Faktor vier vermindern, praktisch wahrscheinlich nicht ganz (es braucht auch hin und wieder Aushärtzeiten von Dichtungsmassen, Füllstoffen usw), auch sind ziemlich viele Arbeiten witterungsabhängig. Vielleicht könnte die Bauerei auf ein Jahr reduziert werden. Dreischicht- und Wochenendbetrieb bedeutet, dass zum Ausgleich der Nacht- und Wochenendarbeit und zur Berücksichtigung von Ferien mindestens sechs Bauteams zur Verfügung stehen müssen. Nun, wir alle wissen welche Folgen dieser Dauerbetrieb auf die Gesundheit der Arbeitenden hat, wir wissen, wie ärgerlich dies für die Anwohnenden ist – wahrscheinlich dürfte es auch arbeitsmarktlich nicht ganz einfach sein, eine derart grosse Zahl von Bauteams für eine derart intensive Beschäftigung zusammenzubringen – und was dann nach Abschluss der Arbeiten? Im übrigen: ob ein oder zweieinhalb Jahre, das dürfte die Stammtischklopfer nicht wirklich beeindrucken!
Wer die persönliche Energie- und CO2-Bilanz ermittelt, erhält zum Beispiel als Tipp: „Wähle, wenn möglich, einen Wohnort, von dem aus Du Deine täglichen Wege gut zu Fuss oder per Velo bewältigen kannst„. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Unterwegsdauer zwischen Wohn- und Arbeitsort im wesentlichen konstant bleiben, und dies schon seit sehr langer Zeit. Was sich geändert hat, ist die dabei zurückgelegte Distanz – und der mit diesen Wegen verbundene Energiebedarf! Zwar ist der öffentliche Verkehr ökologisch vorteilhafter – täglich zurückgelegte lange Strecken mit dem ÖV, beispielsweise Zürich-Bern, sind allerdings alles andere als nachhaltig. Etwas vereinfacht ausgedrückt: überall dort, wo es Gedränge, Stehplätze, Staus gibt, ist der aktuelle Verkehr nicht nachhaltig! Es ist mir bestens bekannt, dass derzeit kaum alle Menschen, die in Zürich ihrer Erwerbsarbeit nachgehen, auch in Zürich wohnen könnten. Gerade in dem in Zürich dominanten Dienstleistungssektor mit einem hohen Anteil Büroarbeitsplätzen in Kombination mit den heutigen Kommunikationstechniken ist es schlicht nicht mehr nötig, täglich die weite Reise von Wohnort zum Arbeitsplatz zu unternehmen – darum als Vorschlag für einen Versuch: ein Tag pro Woche zu Hause arbeiten, dank ADSL, Computer und weiterer Telekommunikation wirklich kein Problem!
The post Autofahren in Zeiten des Klimawandels und der Finanzkrise II first appeared on umweltnetz.ch.]]>Die Formel 1 wird regelmässig mit der Begründung „Forschungslabor für das Normauto“ populär zu machen versucht. Ob allerdings Reifen, die genau für eine Strassenfeuchtigkeitswert taugen, Motoren, die allerhöchstens 2 Rennen benutzt werden können, Chassis, die jedes Jahr neu konstruiert werden, viel mit dem Normalauto zu tun haben, ist nicht nachvollziehbar. Mit anderen Worten: die Formel 1 ist nur noch reines Prestigegetue der FIA und der Konstruktionsteams ohne jegliche Relevanz für die Zukunft der Welt.
5385 km weit fährt der Pac-Car mit einem Liter Benzin. Weil es sich dabei um einen endlichen, fossilen Treibstoff mit Treibhausgaswirkung handelt, ist selbst dieser geringe Treibstoffverbrauch nicht zukunftsfähig! Es braucht völlig neue Ansätze – Antriebssysteme, die ausschliesslich auf erneuerbaren, nachhaltig bereitstellbaren Energien beruhen, vollumfänglich wiederverwendbare Konstruktionsmaterialien (also keinen RESH).
The post Formel 1: definitiv ewiggestrig first appeared on umweltnetz.ch.]]>Dieses „Ding“ braucht gemäss Deklaration 21.3 Liter Benzin auf 100 km – ein übermässiger Spritsäufer also.
Wenn dieses Auto entsprechend etwa dem typischen Schnitt eines Autos auf Schweizer Strassen jährlich etwa 12’500 km, verbraucht dies rund 2’660 Liter Benzin und hat die Emission von etwas mehr als 6’200 kg CO2 zur Folge. Wollte man ein solches Fahrzeug mit Agrotreibstoffen betreiben, wäre derzeit die Nahrungsration von mehr als 50 Menschen einzusetzen, über 10 Tonnen Mais!
Allein aus dem Gebrauch dieses Fahrzeugs ergibt sich eine mittlere Dauerleistung von etwa 2’700 Watt – ein solches Fahrzeug ist mit Sicherheit nicht 2000-Watt-Gesellschaft-verträglich.
Da stellen sich schon Fragen: dürfen solche Fahrzeuge überhaupt noch gefahren werden? Sollen sie überhaupt noch hergestellt werden?
Gleichzeitig fand in Zürich die Auto Zürich Car Show statt. Schon am zweiten Messetag berichteten die Messeverantwortlichen stolz über 20 % mehr BesucherInnen. Und die meisten kamen mit dem Auto, obwohl die Messe Zürich bestens mit dem öffentlichen Verkehr erreicht werden kann. Einer der Fachvorträge befasste sich mit den Antriebsenergien für Motorfahrzeuge. Erdgas ist derzeit die beste Wahl (siehe Medienmitteilung Empa)- aber noch weit davon entfernt, verträglich für die Welt von Morgen zu sein. Wie die Auto Zürich Car Show zeigt, übt das Auto nach wie vor eine erstaunliche Faszination aus, offenbar völlig unbelastet von der Klimaschutzdiskussion. Da muss in den Köpfen der Autofahrenden noch einiges passieren.
Aus 2kwblog.umweltnetz.ch
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