Stadt Zürich: 5 x Ja – Ja zum Beitrag der Stadt Zürich von maximal 20 Mio. Franken an die Kosten für die Autobahnüberdeckung Katzensee, Ja zur Quartieranbindung Ost beim Bahnhof Oerlikon, Ja zur Teilrevision der städtischen Parkplatzverordnung, Ja zur Volksinitiative «Rosengarten-Tram» und Ja zum Gegenvorschlag des Gemeinderats zu dieser Volksinitiative (Stichfrage: Gegenvorschlag)
Zu den Vorlagen:
Ausschaffungsinitiative und Gegenentwurf: 2 x Nein
Da die Initiative nicht verträglich ist mit dem übergeordneten Recht (und damit gar nicht zur Abstimmung kommen dürfte), illustriert der Gegenentwurf den erschreckenden Rechtsrutsch von FDP und CVP und auch Teilen der SP: noch vor 10 Jahren wäre ein solcher Gegenentwurf undenkbar gewesen! Sowohl Initiative wie Gegenentwurf sind in ihrer Grundhaltung rassistisch und fremdenfeindlich. Beim Stichfragen-Dilemma -Auswahl zwischen zwei rechtsstaatlich und menschenrechtlich bedenklichen Vorlagen – gibt es keine sinnvolle Haltung. Allein aus politischen Gründen und als Zeichen gegen die rechtskonservative Extreme (SVP und Co) ist allenfalls ein Bevorzugen des Gegenentwurfs angezeigt.
Direkte Demokratie darf nicht ins Chaos führen – Titel eines Interviews mit dem Völkerrechtler Daniel Thürer. Die SVP als Chaos-Partei! Wann endlich wird diese überaus gefährliche und unsinnige Partei verboten? Dieser Absatz wurde am 20.11.2010 nachträglich eingefügt.
Ja zur Volksinitiative „Für faire Steuern“
Wenn Reiche, seien dies Industrielle, Rohstoffhändler oder Tennisstars, mit dem Wegzug aus der Schweiz drohen, sollte diese Initiative angenommen werden, ist dies der beste Beweis für die Notwendigkeit dieser Initiative:
Stadt Zürich
Ja zum Beitrag der Stadt Zürich von maximal 20 Mio. Franken an die Kosten für die Autobahnüberdeckung Katzensee
Auch wenn die Überdeckung einer Autobahn eine klassische Symptombekämpfung darstellt – besser wäre die deutliche Verminderung des Autoverkehrs – und diese Überdeckung klar vollständig aus den Verkehrstöpfen und nicht aus Steuergeldern zu finanzieren wäre, ist ein Ja angemessen: dieses Ja ist ein Protest gegen die übermässigen Auswirkungen des Strassenverkehrs auf die Lebensqualität und den aktuellen Umgang der nationalen und kantonalen Politik mit dieser Fragestellung.
Ja zur Quartieranbindung Ost beim Bahnhof Oerlikon
Ja zur Stärkung des „Nebenzentrums“ Oerlikon – bessere Infrastruktur für die zu Fuss Gehenden.
Ja zur Teilrevision der städtischen Parkplatzverordnung (PPV)
Zitat aus der Abstimmungszeitung: Die teilrevidierte PPV will autoarmes Wohnen ermöglichen.
Die Politik nimmt offenbar den sinnvollen und dringend nötigen Verzicht auf das Auto immer noch als Defizit wahr: „arm“. Und es sind die Parteien, die das zwangsmobile Autofahren als Freiheit interpretieren, die sich gegen die längst nötige Anpassung der Parkplatzverordnung stellen. Auch wenn diese Vorlage viel zu wenig weit geht, ist ein Ja ok.
P.S. Ich bin sehr gespannt, wie diesmal der Direktvergleich zwischen meiner Stimmempfehlung und dem Abstimmungsergebnis aussieht – Null zu zehn ist allerdings nicht zu erwarten!
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