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Klimafolgenanpassung | umweltnetz.ch https://www.umweltnetz.ch/content Umwelt und Politik - ein Internet-Angebot von Toni W. Püntener Sun, 21 Dec 2014 09:42:49 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 44487214 Den Mensch gemachten Klimawandel gibt … https://www.umweltnetz.ch/content/den-mensch-gemachten-klimawandel-gibt Sun, 21 Dec 2014 09:41:26 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=6069 … es. Punkt. Daran ist mit sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu rütteln. Nun gibt es eine eher kleine Zahl von Menschen, die diesen Sachverhalt in Frage stellen, aus welchen Gründen, mit welcher Motivation auch immer. Weil spätestens seit der Aufklärung und Galileo Galilei – unabhängig von der Faktenlage – von der Mehrheitsposition abweichende Aussagen … „Den Mensch gemachten Klimawandel gibt …“ weiterlesen

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… es. Punkt. Daran ist mit sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu rütteln. Nun gibt es eine eher kleine Zahl von Menschen, die diesen Sachverhalt in Frage stellen, aus welchen Gründen, mit welcher Motivation auch immer. Weil spätestens seit der Aufklärung und Galileo Galilei – unabhängig von der Faktenlage – von der Mehrheitsposition abweichende Aussagen übermässige Beachtung finden, ist es trotz allem notwendig, sich hin und wieder sogar mit Absurdpositionen zu beschäftigen. Auch darum, weil dies dazu beitragen kann, Lösungen zu finden, statt an den Problemen hängen zu bleiben.

Lokales und globales Klima ändern sich, unabhängig von den Mensch gemachten Einflüssen, dies seit Milliarden von Jahren. Der Homo sapiens hat in den letzten etwa 200’000 Jahren die Landmassen des Planeten Erde besiedelt, nahezu in fast allen Klimazonen. Die dazu erforderliche Anpassungsfähigkeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor des Homo sapiens. Unbestritten ist, dass das global anzutreffende Wesen Homo sapiens erhebliche Auswirkungen auf die Lebensräume auf diesem Planeten hat. Die teilweise erheblichen Veränderung von Flora und Fauna werden – ebenfalls als Mehrheitsmeinung – auf menschlichen Einfluss zurückgeführt.

Es ist davon auszugehen, dass der Home sapiens auch den Mensch gemachten Klimawandel überstehen wird. Alle jene, die die (hoch wahrscheinlichen) Thesen vom Mensch gemachten Klimawandel als zutreffend erachten, raten trotzdem aus mehreren Gründen zu Klimaschutz- und Klimawandelfolgenanpassungs-Massnahmen.

Erstens zeigt sich aus der Geschichte, dass Klimaveränderungen – etwa die «Kleine Eiszeit» – zu erheblichen Auswirkungen geführt hat; für Europa etwa werden der Dreissigjährige Krieg oder die Französische Revolution mit dieser kleinen Eiszeit in Verbindung gebracht. Die gesellschaftlichen Auswirkungen waren massiv, unter anderem mit viel menschlichem Leid verbunden (auch wenn etwa einzelne Auswirkungen der Französischen Revolution uneingeschränkt positiv zu werten sind). Der aktuell diskutierte Mensch gemachte Klimawandel dürfte zu erheblich schnelleren Klimaveränderungen führen als zu Zeiten der Kleinen Eiszeit – es wird befürchtet, dass derart schnelle Klimaveränderungen die Anpassungsfähigkeit des Homo sapiens überfordern. Die Folgen einer solchen Überforderung sind, wie die Geschichte zeigt, grauenhaft: Kriege, viele Tote, massive Zerstörungen der Lebensräume, und so fort. Auch wenn die bisherige Geschichte der Menschheit gezeigt hat, dass die Menschheit aus der Geschichte nichts lernt: Die sehr begründeten Thesen zum Mensch gemachten Klimawandel laden dazu ein, im Sinne der Vorsorge Klimaschutzmassnahmen umzusetzen und darüber hinaus geeignete Klimawandelfolgenanpassungs-Massnahmen zu realisieren.

Klimaschutz bedeutet, den derzeit übermässigen Verbrauch an fossilen Brenn- und Treibstoffen massiv zu vermindern. Auch wenn die Nutzung von Heizöl, Diesel, Benzin, Erdgas, Kohle, … derzeit als normal, nützlich und notwendig erscheint, gibt es eine Vielzahl von attraktiven Möglichkeiten, sehr vieles von dem, was Menschen unter Einsatz von Energien tun, besser und nachhaltiger anders zu tun! Suffizienz, Effizienz und Konsistenz als handlungsleitende Prinzipen der Nachhaltigkeit sind bestens bekannt – Wollen, Können, Tun ist angesagt. Im Übrigen: Die Nutzung der Atomenergie gehört nicht dazu.

Nahezu sämtliche Anpassungsschritte, die die handlungsleitenden Prinzipien Suffizienz, Effizienz und Konsistenz einbeziehen, bieten gegenüber fossilen und nuklearen Ansätzen eine Vielzahl von Zusatznutzen, die erheblich zu einer Steigerung der Lebensqualität beitragen. Sogar die üblichen kurzsichtigen betriebswirtschaftlichen «Killer»-Argumente können in einer Gesamtsicht nicht als Gegenargumente für Klimaschutz- und Klimawandelfolgenanpassungs-Massnahmen herangezogen werden – auch wenn dies insbesondere Steuerfuss-fixierte PolitikerInnen zu häufig tun.

Das heisst: Selbst für jene, die den Thesen des Mensch gemachten Klimawandels ablehnend begegnen, gibt es keine Gründe, gegen eine nachhaltige Entwicklung anzutreten.

Der Vollständigkeit halber: Gegen die Nutzung endlicher fossiler und nuklearer Ressourcen gibt es auch ohne Hinweis auf den Mensch gemachten Klimawandel eine Vielzahl von Begründungen. Tanker- und Bohrplattform-Unfälle, Fukushima- und Tschernobyl-Gau gehören nur zu den vordergründigsten davon.

The post Den Mensch gemachten Klimawandel gibt … first appeared on umweltnetz.ch.]]> 6069 Die Beliebigkeiten der Climate Criminals – und gerade deswegen: weg von Öl, Kohle, Gas und Atomenergie! https://www.umweltnetz.ch/content/die-beliebigkeiten-der-climate-criminals Sun, 13 Jan 2013 16:18:33 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=4664 Ist die Menschheit (oder Teile davon) dabei, durch den übermässigen Verbrauch von fossilen Brenn- und Treibstoffen das Klima zu verändern? Wie zeigt sich eine solche Klimaveränderung? Braucht es dazu an jedem Punkt der Erde eine kontinuierliche Zunahme der Temperatur (dann wäre die Klimaveränderung ausschliesslich eine Temperaturerhöhung)? Die Climate Criminals zeigen stereotypische Reaktionsmuster – einzig dazu … „Die Beliebigkeiten der Climate Criminals – und gerade deswegen: weg von Öl, Kohle, Gas und Atomenergie!“ weiterlesen

The post Die Beliebigkeiten der Climate Criminals – und gerade deswegen: weg von Öl, Kohle, Gas und Atomenergie! first appeared on umweltnetz.ch.]]> Ist die Menschheit (oder Teile davon) dabei, durch den übermässigen Verbrauch von fossilen Brenn- und Treibstoffen das Klima zu verändern? Wie zeigt sich eine solche Klimaveränderung? Braucht es dazu an jedem Punkt der Erde eine kontinuierliche Zunahme der Temperatur (dann wäre die Klimaveränderung ausschliesslich eine Temperaturerhöhung)? Die Climate Criminals zeigen stereotypische Reaktionsmuster – einzig dazu da, möglichst nichts zu verändern und weiterhin der Erdöllobby das Feld zu überlassen.

In Grossbritannien hat das Metoffice am 24. Dezember 2012 eine Zehnjahresprognose der Klimaentwicklung – auch als kurzfristige Klimavorhersage bezeichnet – vorgestellt. Zitate daraus:

  • Global average temperature is expected to remain between 0.28 °C and 0.59 °C (90% confidence range) above the long-term (1971-2000) average during the period 2013-2017, with values most likely to be about 0.43 °C higher than average.
  • The warmest year in the 160-year Met Office Hadley Centre global temperature record in 1998, with a temperature of 0.40°C above long-term average.
  • The forecast of continued global warming is largely driven by increasing levels of greenhouse gases.

In einem Blog von welt.de steht als Reaktion auf diese Meldung: die Pressemitteilung des britischen „Met Office“ mit der Erklärung, dass die Modelle des Institutes keinen globalen Temperaturanstieg mehr bis mindestens zum Jahr 2017 ergeben, hat in den vergangenen zwei Tagen gehörigen Wirbel verursacht. Wie eine solche Aussage aus der Mitteilung des Metoffice herausgelesen werden kann, wird auf immer und ewig das Geheimnis des Verfasser des Welt-Blog „Donner und Doria“ sein – offenbar halt auch ein Climate Criminal.

Die Welt als physikalisches System ist ein komplexes Gebilde – eine exakte Voraussage von zukünftigen Veränderungen des globalen Klimas ist immer mit gewissen Unsicherheiten behaftet. Mehr als ein nur näherungsweises Zusammenpassen von Prognose und Realität ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht zu erwarten. Festzuhalten ist, dass die Temperaturveränderung nur ein Aspekt des Mensch gemachten Klimawandels ist. Das Zusammenspiel der Grössen, die das Klima ausmachen, dürfte voraussichtlich ebenfalls vom Klimawandel abhängig sein (als ein Beispiel: höhere Temperaturen müssen nicht zwingend mit mehr Sonneneinstrahlung verbunden sein).

Climate Criminals leiten aus ihrer eigenen spekulativen Auslegung der Vielzahl von Wetter- und Klimadaten ab, dass es keinen Klimawandel gebe – und wenn es einen solchen gäbe, sei er nicht von Menschen gemacht/beeinflusst. P.S. Das Klima ist dauernd im Wandel – es ist davon auszugehen, dass ein Mensch gemachter Klimawandel zusätzlich zum „normalen“ oder natürlichen Klimawandel die Anpassungsfähigkeit der Menschheit auf der Erde überfordert.


In den USA hat am 11. Januar 2013 das National Climate Assessment and Development Advisory Committee (NCADAC) den Entwurf eines Climate Assessment Reports vorgestellt (Link zum Entwurf des Executive Summary).

Auf den Seiten 8 bis 10 dieses Report sind die Ergebnisse zusammengefasst – hier als Originalzitat und als Übersetzung:

1. Global climate is changing, and this is apparent across the U.S. in a wide range of observations. The climate change of the past 50 years is due primarily to human activities, predominantly the burning of fossil fuels. Das globale Klima verändert sich; dies zeigt sich in der gesamten USA in einer Fülle von unterschiedlichen Beobachtungen. Der Klimawandel der letzten 50 Jahre ist vor allem auf menschliche Aktivitäten, hauptsächlich auf die Verbrennung fossiler Brenn- und Treibstoffe, zurückzuführen.
2. Some extreme weather and climate events have increased in recent decades, and there is new and stronger evidence that many of these increases are related to human activities. Einige extreme Wetter- und Klimaereignisse haben in den letzten Jahrzehnten zugenommen, und es gibt neue und deutliche Beweise dafür, dass ein grosser Anteil dieser Zunahme auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sind.
3. Human-induced climate change is projected to continue and accelerate significantly if emissions of heat-trapping gases continue to increase. Der vom Menschen verursachte Klimawandel wird sich den Untersuchungen zufolge fortsetzen und sogar erheblich beschleunigen, wenn die Emissionen der Treibhausgase weiter zunehmen.
4. Impacts related to climate change are already evident in many sectors and are expected to become increasingly challenging across the nation throughout this century and beyond. Auswirkungen des Klimawandels sind bereits in vielen Bereichen offensichtlich und werden voraussichtlich in diesem Jahrhundert und darüber hinaus national erheblich an Bedeutung zunehmen.
5. Climate change threatens human health and well-being in many ways, including impacts from increased extreme weather events, wildfire, decreased air quality, diseases transmitted by insects, food, and water, and threats to mental health. Der Klimawandel bedroht die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden in vielerlei Hinsicht; dazu zählen etwa die Auswirkungen extremer Wetterereignisse, von Wald- und Flächenbränden, von verminderter Luftqualität, von durch Insekten, Nahrung und Wasser übertragen Krankheiten und Bedrohungen der psychischen Gesundheit.
6. Infrastructure across the U.S. is being adversely affected by phenomena associated with climate change, including sea level rise, storm surge, heavy downpours, and extreme heat. Die Infrastruktur der USA ist heftig durch Phänomene des Klimawandels betroffen, etwa den Anstieg des Meeresspiegels, von Sturmfluten, schweren Regengüssen und extremen Hitzewellen.
7. Reliability of water supplies is being reduced by climate change in a variety of ways that affect ecosystems and livelihoods in many regions, particularly the Southwest, the Great Plains, the Southeast, and the islands of the Caribbean and the Pacific, including the state of Hawai`i. Die Zuverlässigkeit der Wasserversorgung wird durch den Klimawandel vielfältig beeinflusst mit erheblichen Auswirkungen auf Ökosysteme und Lebensräume in vielen Regionen, vor allem im Südwesten, den Great Plains, im Südosten und den Inseln der Karibik und des Pazifiks, einschliesslich Hawaii.
8. Adverse impacts to crops and livestock over the next 100 years are expected. Over the next 25 years or so, the agriculture sector is projected to be relatively resilient, even though there will be increasing disruptions from extreme heat, drought, and heavy downpours. U.S. food security and farm incomes will also depend on how agricultural systems adapt to climate changes in other regions of the world. Nachteilige Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere sind im Laufe der nächsten 100 Jahre zu erwarten. In den nächsten etwa 25 Jahren dürfte der Agrarsektor relativ wenig betroffen sein, obwohl zunehmende Störungen wie extreme Hitze, Trockenheit und schwere Regengüsse zu erwarten sind. Die Ernährungssicherheit der USA und die landwirtschaftlichen Einkommen hängen davon ab, wie sich landwirtschaftliche Systeme in anderen Regionen der Welt an den Klimawandel anpassen.
9. Natural ecosystems are being directly affected by climate change, including changes in biodiversity and location of species. As a result, the capacity of ecosystems to moderate the consequences of disturbances such as droughts, floods, and severe storms is being diminished. Natürliche Ökosysteme werden direkt durch den Klimawandel beeinflusst, etwa durch Veränderungen der Biodiversität und der Aufenthaltsräume der betroffenen Arten. Als Ergebnis wird die Kapazität der Ökosysteme vermindert, auf die Folgen von Störungen wie Dürren, Überschwemmungen und schweren Stürmen zu reagieren.
10. Life in the oceans is changing as ocean waters become warmer and more acidic. Das Leben in den Ozeanen verändert sich, da das Meerwasser wärmer und saurer wird.
11. Planning for adaptation (to address and prepare for impacts) and mitigation (to reduce emissions) is increasing, but progress with implementation is limited. Anpassungsmassnahmen [Adaption] (Wahrnehmung und Vorbereitung auf die Auswirkungen) und Minderungsmassnahmen [Mitigation] (zur Reduktion von Emissionen) werden vermehrt vorbereitet/geplant, aber die Fortschritte bei der Umsetzung solcher Massnahmen sind begrenzt.

Was in diesem Assessment Report steht, ist weder neu noch spektakulär – in dieser zusammenfassenden Dichte lohnt sich aber die Lektüre. Relativ neu ist die Reihenfolge der Massnahmen im letzten Punkt: Klimawandelfolgenanpassung (Adaption) zuerst, erst dann Klimaschutzmassnahmen (Mitigation)! Das gefällt sicher auch der Wirtschaft, sind doch Massnahmen zur Klimawandelfolgenanpassung nach Nicholas Stern rund fünf mal teurer als Klimaschutzmassnahmen, erhöhen als das zynische BIP stärker als Klimaschutzmassnahmen!

Wie die Online-Stammtische zeigen, gibt es auch dazu wieder die immer gleichen Climate Criminals-Ausflüchte. Dazu passt ein Zitat zu Veränderungsprozessen: Gehen Sie nicht davon aus, dass die Menschen klug genug sind, etwas von alleine einzusehen. (alpha.ch 5.1.2013)

Der Mensch gemachte Klimawandel ist nur ein Grund, um so rasch als möglich von den fossilen Brenn- und Treibstoffen wegzukommen. Die Endlichkeit dieser fossilen Ressourcen (Peak Oil, Peak Gas, Peak Everything) , die Herkunft aus politisch nicht unproblematischen Gebieten, die Auswirkungen dieser Ressourcennutzung (Ölpest auf den Meeren und an den Küsten, Fracking, usw.), der volkswirtschaftliche Mittelabfluss usw. sind weitere Aspekte – es gibt nur eines: weg von Öl, Gas, Kohle und Atom – siehe dazu auch Energiepolitik for Dummies!

The post Die Beliebigkeiten der Climate Criminals – und gerade deswegen: weg von Öl, Kohle, Gas und Atomenergie! first appeared on umweltnetz.ch.]]> 4664 Klimawandelfolgenanpassung: Resignation oder Hoffnung? https://www.umweltnetz.ch/content/klimawandelfolgenanpassung-resignation-oder-hoffnung Fri, 02 Mar 2012 12:45:04 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=3495 Der Bundesrat hat am 2. März 2012 Ziele verabschiedet für die Anpassung an den Klimawandel. Einerseits ist dies ein resignatives Zeichen: einmal mehr zeigen sich die Auswirkungen des Climate-Criminals-Nicht-Handels. Andererseits ist mit dieser schwierigen bundesrätlichen Botschaft ein Hoffnungszeichen verbunden: möglicherweise bewirkt die mit dieser Bundesrats-Botschaft verbundene Auflistung der vielen Bereiche, die vom Klimawandel betroffen sind, … „Klimawandelfolgenanpassung: Resignation oder Hoffnung?“ weiterlesen

The post Klimawandelfolgenanpassung: Resignation oder Hoffnung? first appeared on umweltnetz.ch.]]> Der Bundesrat hat am 2. März 2012 Ziele verabschiedet für die Anpassung an den Klimawandel. Einerseits ist dies ein resignatives Zeichen: einmal mehr zeigen sich die Auswirkungen des Climate-Criminals-Nicht-Handels. Andererseits ist mit dieser schwierigen bundesrätlichen Botschaft ein Hoffnungszeichen verbunden: möglicherweise bewirkt die mit dieser Bundesrats-Botschaft verbundene Auflistung der vielen Bereiche, die vom Klimawandel betroffen sind, doch noch eine erhöhte Bereitschaft für echten Klimaschutz.

Auf umweltschutz.ch habe ich bereits mehrfach auf das Spannungsfeld von Klimaschutz und Klimawandelfolgenanpassung hingewiesen. Sir Nicolas Stern beispielsweise hat aufgezeigt, dass Klimaschutz fünf mal weniger kostet als Klimawandelfolgenanpassung. Nur: wegen des zynisches BIP finden nicht nur Climate Criminals wenn schon Klimawandelfolgenanpassung besser, weil sie mehr zum BIP beitragen!

Der deutsche Ökonomieprofessor Hans-Werner Sinn vertritt zudem die These, dass es vorteilhafter sei, in die Klimawandelfolgenanpassung zu investieren. Denn: von den (billigeren) Klimaschutzmassnahmen profitieren nicht nur die InvestorInnen, sondern „die ganze Welt“, von den (teureren) Klimawandelfolgenanpassungs-Massnahmen profitieren in erster Linie die InvestorInnen. Zum Glück hat (bis jetzt) Herr Sinn keinen Nobelpreis erhalten – dafür aber Elinor Ostrom, die genau das Gegenteil vorschlägt: das Weltklima als Allmende, als Gemeinschaftsgut, zu dem ALLE Sorge tragen zu haben!

In Zukunft wird sich der Bund nicht nur für eine Verminderung des Treibhausgasausstosses, sondern vermehrt auch für Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel engagieren. beginnt die Medienmitteilung des Bundesrates – auch dies eigentlich eine klare Botschaft an die Climate Criminals: der Bundesrat zweifelt nicht am Mensch gemachten Klimawandel – und er ist bereit, auch die teureren Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in Erwägung zu ziehen. Dies bringt Climate Criminals in Schwierigkeiten: stimmen sie diesen Anpassungsmassnahmen zu, akzeptieren sie die Tatsache des Mensch gemachten Klimawandels!

Es bleibt dabei: dieser Bundesratsentscheid hat sowohl resignative wie hoffnungsvolle Aspekte!

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