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Innovation | umweltnetz.ch https://www.umweltnetz.ch/content Umwelt und Politik - ein Internet-Angebot von Toni W. Püntener Sat, 28 Sep 2013 16:43:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 44487214 Klimaschutz 5.01 – weiterhin unterwegs in eine innovative nicht-nukleare und nicht-fossile Energiezukunft https://www.umweltnetz.ch/content/klimaschutz-5-01-weiterhin-unterwegs-in-eine-nicht-nukleare-und-nicht-fossile-energiezukunft Sat, 28 Sep 2013 12:48:58 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=5471 Software-Produkte entwickeln sich von Version zu Version weiter. Dabei werden einerseits Fehler früherer Versionen behoben, andererseits werden die Möglichkeiten leistungsfähigerer Computer für verbesserte und komfortablere Software-Anwendungen genutzt. Gestern hat der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC; Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen, Klammer gemäss Wikipedia) den fünften Sachstandsbericht vorgestellt, nach jahrelangen Vorarbeiten und ausgeklügelten Formulierungsabläufen. Haupterkenntnisse: die … „Klimaschutz 5.01 – weiterhin unterwegs in eine innovative nicht-nukleare und nicht-fossile Energiezukunft“ weiterlesen

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Software-Produkte entwickeln sich von Version zu Version weiter. Dabei werden einerseits Fehler früherer Versionen behoben, andererseits werden die Möglichkeiten leistungsfähigerer Computer für verbesserte und komfortablere Software-Anwendungen genutzt. Gestern hat der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC; Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen, Klammer gemäss Wikipedia) den fünften Sachstandsbericht vorgestellt, nach jahrelangen Vorarbeiten und ausgeklügelten Formulierungsabläufen. Haupterkenntnisse: die Wahrscheinlichkeit, dass der über normalerweise beobachteten Veränderungen hinausgehende Klimawandel vom Menschen gemacht ist, hat seit dem Bericht 2007 von 90 auf 95 Prozent zugenommen. Darüber hinaus: Auch wenn dies Teile der Öffentlichkeit und insbesondere der Meiden nicht wahrnehmen, lässt sich der Klimawandel nicht auf das Phänomen „globale Erwärmung“ reduzieren. Welche Auswirkungen hat der neue IPCC-Sachstandsbericht auf die Weiterentwicklung der Klimaschutzpolitik, also auf die Version 5.01 der Klimaschutzbericht?

Je wahrscheinlicher der Mensch gemachte Klimawandel in der Beurteilung der überwiegenden Mehrheit der überall auf der Welt tätigen WissenschafterInnen ist, desto lauter werden die KlimawandelskeptikerInnen oder Climate Criminals. Die Climate Criminals sind zwar laut, aber fachlich und sachlich haben sie schlicht nichts zu bieten; auffällig ist in erster Linie deren Nähe zur Erdölwirtschaft. Spätestens seit Galileo Galilei haben Menschen, die von den offiziellen Meinungen abweichen, unabhängig ihrer inhaltlichen und fachlichen Kompetenzen mehr Gewicht in Öffentlichkeit und Medien als selbst durch Dritte auditierte Mehrheiten von WissenschafterInnen – ein interessantes gesellschaftspolitisches Phänomen! Möglicherweise ist dies darin begründet, dass sich diese lautstarken Minderheiten aus Eigen- oder Fremdinteressen nicht mit möglichen Massnahmen gegen den Mensch gemachten Klimawandel abgeben möchten.

Interessanterweise sind nämlich Massnahmen, die den Ausstoss von Treibhausgasen begrenzen und vermindern würden, auch aus anderen Gründen sinnvoll und zweckmässig – aber sie führen dazu, dass einzelne Wirtschaftsbereiche ihre Existenzberechtigung verlieren, aber dafür andere begünstigt werden.

Aus Sicht des Klimaschutzes ist es zwingend nötig, dass fossile Brenn- und Treibstoffe (Erdöl, Erdgas, Kohle, …) zusammen mit der Atomenergie so rasch als möglich aus dem Markt verschwinden müssen. Dies erfordert ein umfangreiches Bündel an Massnahmen mit Suffizienz-, Effizienz- und Konsistenzcharakter – siehe dazu etwa mein Beitrag Energiepolitik for Dummies!

Die Verminderung des fossilen und nuklearen Energieverbrauchs ist aus diversen weiteren Gründen empfehlenswert. So nimmt etwa der thermische Raumkomfort zu, die Volkswirtschaft wird durch die Verminderung des Mittelabflusses für den Einkauf von fossilen und nuklearen Ressourcen entlastet, es gibt weitere positive Aspekte etwa durch die Verminderung des Ausstosses von Luftschadstoffen. es gibt diverse Untersuchungen, die aufzeigen, dass eine aktive Klimaschutzstrategie im Vergleich zu einer „Weiter wie bisher“-Entwicklung geringe bis nicht nachweisbare Auswirkungen auf die Volkswirtschaft hat, ähnliches gilt für die „Wohlfahrt“, wo neben den materiellen auch immaterielle Komponenten einfliessen. Es gibt somit keine rationalen Gründe, die gegen die Umsetzung einer Klimaschutzstrategie sprechen, und dies unabhängig davon, ob es einen Mensch gemachten Klimawandel gibt oder nicht! Oder anders: die Climate Criminals vermasseln sich und anderen Zukunftschancen! Spannend dabei: Climate Criminals haben sich noch nie dazu geäussert, welches die Kosten einer zukünftigen Fossil- und Nuklearenergieversorgung wären!

Geradezu absurd wird es, wenn schweizerische Climate Criminals behaupten, dass es gar nichts bringe, wenn nur die Schweiz Klimaschutzmassnahmen umsetzen würden. Erstens ist die Schweiz hier alles andere als führend, zweitens haben SchweizerInnen einen übermässig grossen ökologischen Fussabdruck, und drittens ist forcierter Klimaschutz innovationsfördernd. Innovation ist eine der zentralen Ressourcen der Schweiz! Wer also Klimaschutzmassnahmen und den Ausstieg aus der Atomenergie ablehnt, hemmt Innovationen. Nicht ohne Grund tritt swisscleantech, gemäss Eigendeklaration „Die Schweizer Stimme der Grünen Wirtschaft, mit einem gewissen Nachdruck für eine kräftige Klimaschutzpolitik ein.

Deshalb: Klimaschutz 5.01 – weiterhin unterwegs in eine innovative nicht-nukleare und nicht-fossile Energiezukunft!


Klimawandel erfolgt auch ohne menschlichen Einfluss. Klimaschutz versucht also nicht, Klimaveränderung aufzuhalten, sondern bloss, den menschlichen Einfluss auf die Klimaveränderung so klein als möglich zu halten, damit die Gesellschaft mehr Zeit hat, sich an Klimaveränderungen anzupassen!

The post Klimaschutz 5.01 – weiterhin unterwegs in eine innovative nicht-nukleare und nicht-fossile Energiezukunft first appeared on umweltnetz.ch.]]> 5471 Innovation – für die Gesellschaft von morgen und übermorgen https://www.umweltnetz.ch/content/innovation-fur-die-gesellschaft-von-morgen-und-ubermorgen Sat, 27 Apr 2013 13:37:05 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=5199   Innovation – eines der vielen aktuellen Worthülsenworte. Der Wikitext zu „Innovation“ hält dies treffend fest: der Begriff wird unspezifisch im Sinne von neuen Ideen und Erfindungen und für deren wirtschaftliche Umsetzung verwendet. Gemäss einer aktuellen EU-Studie ist die Schweiz „Ideenweltmeister“ oder steht gemäss einer KOF-Studie an zweiter Stelle der Rangliste der innovationsstarken Länder in … „Innovation – für die Gesellschaft von morgen und übermorgen“ weiterlesen

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Innovation – eines der vielen aktuellen Worthülsenworte. Der Wikitext zu „Innovation“ hält dies treffend fest: der Begriff wird unspezifisch im Sinne von neuen Ideen und Erfindungen und für deren wirtschaftliche Umsetzung verwendet. Gemäss einer aktuellen EU-Studie ist die Schweiz „Ideenweltmeister“ oder steht gemäss einer KOF-Studie an zweiter Stelle der Rangliste der innovationsstarken Länder in Europa. Da solche Ranglisten durch die Kriterienauswahl vorbestimmt sind, ist es ebenso wahrscheinlich, dass die Schweiz vor allem bei den „unausgereiften Innovatiönchen“ (Zitat HSG-Geschichtsprofessor Caspar Hirschi) führend ist, welche zu einer Standortpolitik passt, die stark auf Kosten anderer geht. Welche Innovationen braucht die Gesellschaften von morgen und übermorgen?

Könnte in der Schweiz heute die Jungfraubahn realisiert werden? Mit diesem Bezug zur Gründerzeit (wie war es wohl mit den Gründerinnen) stellen viele Menschen die Frage nach der Innovationsbereitschaft dieses Landes. Nur: die Frage ist schlicht nicht relevant. Die Jungfraubahn ist seit 1912 in Betrieb, als Basis für die aktuelle Innovationsdiskussion taugt dieses Beispiel nicht – und die Wiederholung einer bereits vorhandenen Innovation kann zwar ebenfalls innovative Aspekte enthalten, ist aber in der Grundidee nicht mehr innovativ. Die (Luftseil-)Bahn zur Station Klein Matterhorn, 1979 eröffnet, illustriert zudem, dass vergleichbare Projekte möglich sind, wenn auch mit anderen Lösungsansätzen.

Das oben stehende Wikipedia-Zitat verknüpft „Innovation“ mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Kriterium für diese Entwicklung ist das BIP. Nicht erst seit den Arbeiten der Enquête-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestages ist klar, dass es neue gesellschaftliche Paradigmen braucht, der Titel „Lebensqualität soll Ziel des Wirtschaftens werden“ der Mitteilung der Enquête-Kommission ist programmatisch. Dies ist auch der Hintergrund der Aussage von Professor Caspar Hirschi: das Nachhaltigkeitsmonitoring MONET des Bundes, aber auch Indikatoren wie der ökologische Fussabdruck dokumentieren, dass die aktuelle Lebens- und Wirtschaftsweise der SchweizerInnen zulasten der Menschen in anderen Weltgegenden und zulasten zukünftiger Generationen erfolgt – die Schweiz ist sehr deutlich entfernt von einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise!

Die Gründerzeit steht am Anfang der Entwicklung, die zur heutigen nicht-nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise, welche zulasten anderer Weltgegenden und zulasten zukünftiger Generationen geht, geführt hat. Die Nachgeborenen dürfen die Leistung der Erbauer der Jungfraubahn würdigen und auch geniessen – aber immer auch als Hinweis darauf, dass vieles von dem, was machbar ist, nur beschränkt oder gar nicht einen Beitrag zur Gesellschaft von morgen und übermorgen leistet! Dies geisst aber auch: Innovation hat nicht nur mit Wirtschaft zu tun, sondern ausgeprägt mit gesellschaftlichen Veränderungen. Auch wenn dies letztlich eine Frage nach „Huhn und Ei“ ist: es wird spannend zu sein, wie die HistorikerInnen die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten 20 bis 30 Jahre (Stichwort Informations- und Spassgesellschaft) beurteilen werden. Sind diese eine Folge der technischen Innovationen (Internet, Social Media, mobile Kommunikation) oder haben die gesellschaftlichen Veränderungen diese Innovationen benötigt?

Professor Caspar Hirschi empfiehlt als Innovationsstrategie mehr „ungeplantes Tüfteln„. Er ortet die früheren echten und Quasi-Monopole in vielen Bereichen der Wirtschaft als Freiräume, die solches ungeplantes Tüfteln ermöglicht haben. Das neue Tüfteln, die neuen Innovation erfordern ganz neue Denkmodelle: wie kann Lebensqualität trotz Abnahme des BIP ermöglicht werden? Diese Frage ist derzeit politisch noch weitgehend tabuisiert, auch wenn vielen Menschen sehr klar ist, dass „all you need is less“ zwingend ist, dass LOVOS das Umfeld schafft, um das Pröbeln in eine zukunftsorientierte Richtung zu lenken.

Nicht überall, wo derzeit das Unwort der „Neidgesellschaft“ verwendet wird, ist dies berechtigt. Ausgehend vermutlich von den Plattheiten der Bush- und Thatcher-Politiken ist eine neue vulgäre Form der Prädestinationsauffassung (ich habe ein Recht darauf, dass ich das tue, was ich tue, und dass es mir gut geht) feststellbar. Viele haben den Eindruck, dass es anderen unberechtigterweise besser gehe als ihnen – unabhängig davon, ob dies zutrifft – und dass sie selbst es wesentlich strenger hätten als andere. Dies lässt sich etwa an den Fleisch-, Tabak- und AutokonsumentInnen festmachen, aber auch an den KEV-Süchtigen. „Innovationsbremse“ für derartige Haltungen ist eine übermässig sanfte Einschätzung!

Echte Innovation mit Blick auf die Gesellschaft von morgen und übermorgen ist eine erhebliche Herausforderung. Gerade mit dem Wissen um den häufig über die Ökologie hinausgehenden Rucksack der Innovationen der Gründer- und BIP-Zunahme-Zeiten sind Wege zu suchen, um sowohl das spielerische Pröbeln als auch die Beweislastumkehr (Es ist zu zeigen, dass Innovationen einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten – statt wie heute durch Dritte nachzuweisen, dass negative Entwicklungen auf „Innovationen“ zurückzuführen sind) zu ermöglichen. Das bedingungslose Grundeinkommen für alle stellt dabei eine wesentliche Rahmenbedingung dar. Die 2000-Watt-Gesellschaft, konkretisiert als Energiepolitik von unten, ist ein wichtiger Baustein für Innovationen für die Gesellschaft von morgen und Übermorgen!


Dieser Beitrag hat mit Absicht einen Bezug zum 30-Jahr-Jubiläum der Schweizerischen Grünen – siehe auch „Zornigere Grünere„.

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The post Unlogisch first appeared on umweltnetz.ch.]]> Es gibt Tage, da reicht der Wortschatz nicht aus, um die ganz normalen Absurditäten mit einer sprachlichen Vielfalt zu kommentieren. Nach „Unlogisch“ kommt deshalb gerade nochmals „Unlogisch“. Und es geht um die Fliegerei der „besten Armee der Welt“, um deren Lärm und um Dübendorf.

Militärflugplätze lärmen zehn Jahre weiter war als Lesehilfe zu einer völlig unverständlichen Medienmitteilung des UVEK in den Medien zu lesen. Weil man nicht wisse, wie sich die Armee weiterentwickle und weil auch nicht klar sei, was mit dem Tiger respektive dessen (hoffentlich Nicht-)Ersatz passiere, müssten die Sanierungsfristen um weitere 10 Jahre erstreckt werden. Nun hat ja das Verschieben von Umwelt- und damit Lebensqualitäts-Standards Tradition in der Schweiz, Stichworte Luftqualität, Klimaschutz, Lärmschutz entlang von Strassen und so weiter und so fort, aber dass die Armee nochmals zusätzliche 10 Jahre übermässig lärmen darf, ist doch der absolute Gipfel. Guter Rat: Armee abschaffen, dann ist auch der Lärm nullkommasofort weg (und damit auch der letzte SVP-Bundesrat, aber das ist ein Randthema).

Eine „Task Force Flugplatz Dübendorf“ schlägt gleichentags vor, den „traditionsreichen“ Flugplatz in Dübendorf zu erhalten – wobei Tradition das einzige Argument ist – nicht ohne Grund empfiehlt das Umfeld dieser Task Force hauptsächlich SVP- und SD-KandidatInnen für den Dübendorfer Gemeinderat. Ein aviatisches Innovationszentrum soll dort einbetoniert werden, wo beispielsweise FDP-Nationalrat Noser ein schweizerisches Masdar entstehen lassen möchte. Unter diesem aviatischen Innovationszentrum werden wortwörtlich „Firmen, die etwas mit Aviatik zu tun haben„, verstanden – und diese sollen dieses riesige Areal nutzen. Nachdem man schon die Verfassung und das Gesetz und minimalste ethische Ansprüche zurechtbiegen musste, um den Kriegsmaterialhersteller PILATUS weiterhin strukturerhaltend zu bewirtschaften, ist weder vorder- noch hintergründig ersichtlich, woher denn diese Firmen kommen sollen, die „etwas mit Aviatik“ zu tun haben, es kann ja kaum die JU-Air gemeint sein mit dem Betrieb einiger bestenfalls nostalgischer Flugzeuge. Ich sehe eigentlich nur etwas: ein Innovationszentrum für eine drastische Verminderung des CO2-Ausstosses von Haushalten, Wirtschaft und Verkehr, damit die Flieger weiterhin übermässig CO2 ausstossen können – also doch eher Swiss Masdar…

Der Bund will den Militär weiter lärmen lassen, weil er nicht weiss, was er mit der Armee tun will, einige DübendorferInnen reden genau dieser lärmenden Fliegerei irgendwelche Innovationsfähigkeit zu. Es ist zu befürchten, dass der übermässige Fluglärm in Dübendorf tatsächlich schon bleibende Schäden angerichtet hat. Der gute Rat bleibt: Armee abschaffen, die Innovation bei den ökologischen Herausforderungen suchen – und das Glattal als Lebensraum erhalten und nicht als Flugraum für eine mehr als unnütze Armee.

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