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historischer Kompromiss | umweltnetz.ch https://www.umweltnetz.ch/content Umwelt und Politik - ein Internet-Angebot von Toni W. Püntener Thu, 27 Dec 2012 17:06:24 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 44487214 Noch mehr Teilzeit-Vegis gesucht! https://www.umweltnetz.ch/content/noch-mehr-teilzeit-vegis-gesucht Fri, 04 May 2012 22:11:05 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=3739 58 % der Treibhausgase zur Bereitstellung der Lebensmittel stammen von tierischen Produkten – Fleisch, Milchprodukte, Eier. Der gesamte Lebensmittelbereich ist für rund 30 % der Treibhausgase verantwortlich. Etwa 1/6 der Treibhausgasemissionen stammen aus tierischen Produkten, etwa gleich viel wie aus dem Verkehr (Zahlen von eaternity.ch). Ernährung und Verkehr – das sind die emotionalen Elemente der … „Noch mehr Teilzeit-Vegis gesucht!“ weiterlesen

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58 % der Treibhausgase zur Bereitstellung der Lebensmittel stammen von tierischen Produkten – Fleisch, Milchprodukte, Eier. Der gesamte Lebensmittelbereich ist für rund 30 % der Treibhausgase verantwortlich. Etwa 1/6 der Treibhausgasemissionen stammen aus tierischen Produkten, etwa gleich viel wie aus dem Verkehr (Zahlen von eaternity.ch). Ernährung und Verkehr – das sind die emotionalen Elemente der Klimaschutz-Debatte.

Längst bekannt ist, dass insbesondere der Strassenverkehr übermässig zum Ausstoss von Treibhausgasen aus fossilen Quellen beiträgt – und vor allem: nach wie vor nehmen etwa in der Schweiz die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehr zu. Naheliegend wäre es also, dafür zu sorgen, dass weniger Autos unterwegs sind. Gerade in Innenstädten wie in Zürich gibt es angesichts der hervorragenden ÖV-Erschliessung tatsächlich keinen Grund, für den Alltagsverkehr überhaupt das Auto zu benutzen. Die Eröffnung des absolut unnötigen Parkhaus Opéra am Bellevue wurde von der Auto-PR-Lobby wieder einmal als Anlass missbraucht, den hysterischen Parkplatzkompromiss in Frage zu stellen und noch viel mehr Innenstadtparkplätze zu fordern.

Emotional noch heftiger reagieren nicht nur Climate Criminals, wenn mit der Motivation „Verminderung des Treibhausgasausstosses“ angeregt wird, einmal pro Jahr (Stichwort Klimazmittag), allenfalls gar einmal wöchentlich (Stichwort Lyss)absichtlich eine Vegi-Mahlzeit zu geniessen. Teilzeit-Vegis sind also gesucht! „Umerziehungsaktion“, „Zumutung gegenüber dem Bürger“ und in ähnlicher Tonlage tönt es dann jeweils.

Es ist halt schon so: angesichts des massiv übergrossen ökologischen Fussabdrucks, angesichts der nachweislich Nicht-Nachhaltigkeit der aktuellen Lebensweise – siehe etwa den Bericht des Bundes über die nachhaltige Entwicklung 2012 – sind auch Massnahmen erforderlich, die bisherige Gewohnheiten in Frage stellen, Massnahmen auch, die wirtschaftliche AkteurInnen – Metzgereien beispielsweise – zur Modifikation ihrer Geschäftsmodelle zwingt. Was bleibt: Noch mehr Teilzeit-Vegis gesucht!

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Wir wollen eine autofreie (Innen-)Stadt – vergesst endlich den hysterischen Parkplatzkompromist! https://www.umweltnetz.ch/content/wir-wollen-eine-autofreie-innen-stadt-vergesst-endlich-den-hysterischen-parkplatzkompromist Mon, 06 Jun 2011 10:28:36 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=2972 In der Stadt der Gegenwart, erst recht in der Stadt der Zukunft, hat das heutige Auto keine Berechtigung. Wenn sich die Geschäftsprüfungskommission des Stadtzürcher Gemeinderates während 19 Sitzungen mit dem „historischen Parkplatzkompromiss“ beschäftigt, betreibt sie in erster Linie Geschichtsschreibung, statt sich um eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik zu kümmern. Der „historische Kompromiss“ stammt tatsächlich aus dem letzten … „Wir wollen eine autofreie (Innen-)Stadt – vergesst endlich den hysterischen Parkplatzkompromist!“ weiterlesen

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In der Stadt der Gegenwart, erst recht in der Stadt der Zukunft, hat das heutige Auto keine Berechtigung. Wenn sich die Geschäftsprüfungskommission des Stadtzürcher Gemeinderates während 19 Sitzungen mit dem „historischen Parkplatzkompromiss“ beschäftigt, betreibt sie in erster Linie Geschichtsschreibung, statt sich um eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik zu kümmern.

Der „historische Kompromiss“ stammt tatsächlich aus dem letzten Jahrhundert. Auch wenn dies an der Zahl von Jahren noch nicht weit zurück liegt, hat dieser Kompromiss von Anbeginn etwas verstaubtes an sich gehabt – und auch mit der aktuellen Erbsenzählerei bleibt er, was er immer war: ein hysterischer Kompromist. Statt ihn mit einerGPK-Untersuchung auf einen Denkmalsockel zu stellen, ist es endlich an der Zeit, diesen Geschichtsmüll zu entsorgen: Wir wollen eine autofreie Stadt, wir wollen zumindest eine autofreie Innenstadt!

Es ist üblich, dass die medialen Zufälle immer wieder spielen – gleichzeitig mit der Information über die Ergebnisse der intensiven Abklärungen der GPK wurde zum wiederholten Mal bekannt, dass in der Schweiz das Siedlungsgebiet sehr schnell wächst. Zum Siedlungsgebiet gehören auch die Verkehrsflächen und damit die Parkplätze für des Schweizers liebstes Stehzeug … Im Kanton Zürich nimmt die Siedlungsfläche sogar noch stärker zu als in der übrigen Schweiz! Dies übrigens vor allem ausserhalb der Städte – das sind zu einem erheblichen Teil jene Einwohnende, die den Eindruck haben, mit dem Auto selbst in die Zürcher Innenstadt fahren zu müssen!

Eine nicht-fossile und nicht-nukleare Energiezukunft verlangt ausdrücklich eine deutliche Einschränkung der MIEF, des motorisierten Individualverkehrs, auch MIV geschrieben. Fahrzeuge mit Elektroantrieb lösen nur einen Teilaspekt der nicht-nachhaltigen Folgen des motorisierten Individualverkehrs – im Verbund mit Strom aus erneuerbaren Energien ist es wenigstens möglich, den fossilen Fussabdruck des Autos zu vermindern und damit einen Klimaschutzbeitrag zu leisten. Energieverbrauch, Lärm, Platzbedarf, Sicherheit, all dies bleibt auch mit dem Elektroauto erhalten. Gerade Städte wie Zürich haben eine lange Tradition der Elektromobilität: Tram und Trolleybus fahren bereits heute elektrisch mit Strom aus erneuerbaren Quellen!

Sind autofreie Innenstädte gewerbefeindlich? Ja, sind sie, wenn man wie die $VP davon ausgeht, dass nur KundInnen mit Auto gute KundInnen sind. Nur: in Städten ist die Autodichte geringer als auf dem Land, eine zunehmende Anzahl von Haushalten verfügt NICHT über ein Auto. Das heisst: wenn Gewerbebetriebe ihre Dienstleistungen an der Autokundschaft ausrichten, orientieren sie sich an einem Teil-Segment des Marktes, einem Segment zudem, welches tendenziell kleiner wird. Zu beachten ist zudem, dass das Internet-Shopping immer gewichtiger wird – Ladengeschäfte entwickeln sich immer stärker zu Flagship-Shops, bei dem potentielle KundInnen die potentiellen Kaufgegenstände real ansehen können, bevor sie via Internet bestellt und über eine Lieferkette ins Haus kommen. Somit sind autofreie Innenstädte ausgesprochen gewerbefreundlich, weil sie die physische Last der Lieferlogistik nicht den KundInnen aufbürden, sondern innovative Dienstleistungen – in Zürich etwa Züriwerk-Hauslieferdienst – ermöglichen. Wer schon mal amüsiert zugeschaut hat, wie ein Paar versucht, den zum Tiefpreis neu erworbenen monströsen TV-Bildschirm in einen Kleinwagen zu verstauen, hat nicht nur Realsatire erlebt, sondern hat auch ein eigenartiges Verständnis von KundInnen-Orientierung mitbekommen. P.S. Ein besonderes Gaudi ist dies, wenn es sich dabei um $VP- und FDP-PolitikerInnen handelt!

Wir wollen im Interesse der Lebensqualität und der lokalen, an Nachhaltigkeit ausgerichteten Wirtschaft autofreie Städte. Darum in der Stadt Zürich weg mit dem hysterischen Parkplatzkompromist.

Eine Nachfrage: was sagen eigentlich die VerteidigerInnen der viel zu hohen Parkplatzzahlen in der Zürcher Innenstadt zum Klimaschutz – oder stimmen sie mit den Climate Criminals überein?

Der Vorwurf, durch Bauarbeiten gingen Parkplätze zumindest temporär verloren, ist lächerlich und in keiner Art und Weise nachvollziehbar. Was allerdings täglich festzustellen ist: durch Baustellen werden vor allem Velowege und -streifen überstellt.

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Steinzeit? https://www.umweltnetz.ch/content/steinzeit Mon, 22 Mar 2010 09:52:16 +0000 https://www.umweltnetz.ch/content/?p=1831 Funde aus der Steinzeit (und auch aus späteren Zeiten) schaffen kreativen Raum für Zürcherinnen und Zürcher: dort wo ein Relikt aus der verkehrspolitischen Steinzeit entstehen soll – das Opernhausparking – fand man nicht wirklich unerwartet Kulturschichten aus der Eisen- und Bronzezeit. Doch statt diese Funde nur zu „retten“, wäre eigentlich eine neue Verkehrspolitik – eine … „Steinzeit?“ weiterlesen

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Funde aus der Steinzeit (und auch aus späteren Zeiten) schaffen kreativen Raum für Zürcherinnen und Zürcher: dort wo ein Relikt aus der verkehrspolitischen Steinzeit entstehen soll – das Opernhausparking – fand man nicht wirklich unerwartet Kulturschichten aus der Eisen- und Bronzezeit. Doch statt diese Funde nur zu „retten“, wäre eigentlich eine neue Verkehrspolitik – eine MIEF-freie Innenstadt – angezeigt!

Autos haben eigentlich in Innenstädten nichts zu suchen. Gerade am unteren Ende des Zürichsees vom Mythenquai über Bürkliplatz und Bellevue bis nach Tiefenbrunnen zeigt sich dies sehr deutlich: riesige Strassen schneiden das übrige Stadtgebiet vom Seezugang ab. Ohne Rücksicht auf die geographischen Gegebenheiten zwängen sich diese Strassen irgendwie um das Seeende herum – auch unterirdisch lässt sich dieser Murks nicht auflösen.

Mit dem Bau des riesigen Opernhausparkings in der Nachbarschaft bereits bestehender Parkhäuser soll nun dieser Unsinn auf Dauer verbetoniert werden – ein Parkhaus in der Innenstadt erzwingt nämlich auch zu- und abführende Strassen für das vielrädrige Monster Strassenverkehr. Und dies ausgerechnet in einem Stadtquartier mit einer extrem hohen ÖV-Qualität: Bahnhof Stadelhofen und der Nahverkehrsknoten Bellevue bieten hervorragende Voraussetzungen zur MIEF-losen Verkehrsbewältigung. In Zeiten des Mensch gemachten Klimawandels und mit Blick auf die noch nicht bewältigte Finanzkrise muss sich endlich auch die Politik dazu durchringen, von der „heiligen Kuh Privatauto“ Abschied zu nehmen, den hysterischen Kompromiss endlich ins verkehrspolitische historische Museum zu schicken und insbesondere in Innenstädten ausschliesslich auf die Füsse, das Velo und den öffentlichen Verkehr zu setzen (und selbstverständlich Fahrzeuge der Blaulicht-Organisationen und allenfalls Taxis). Dadurch öffnet sich die Stadt zum See und zur kreativen Wirkung des freien Blicks über den See.

Bekanntlich verschwindet ein erheblicher Teil des Verkehrs mit dem Wegfall von Verkehrsachsen – für den verbleibenden Verkehr bieten sowohl ÖV wie das nach wie vor verfügbare übermässig grosse Strassennetz ausreichende Angebote.

Dazu passt die Meldung von der Goldküste, dass der Autounfall des Nationalrates Christoph Mörgeli auf die MORGENSONNE (wohl kaum das SVP-Mörgelisünneli) zurückzuführen sei – unbesehen von der Tatsache, dass Herr Nationalrat Mörgeli schlicht das Auto nicht beherrscht und nicht in der Lage ist, seine Fahrweise an die Strassenverhältnisse anzupassen, und dazu erst noch die Sicherheitsgurte nicht getragen hat. Spannend, wie gross die Kostensteigerung im Gesundheitswesen war, weil sich ein Nationalrat (immerhin Mitglied der gesetzgebenden Behörde!!!) in mehrfacher Hinsicht nicht an die Vorschriften gehalten hat. Es ist wirklich nicht angemessen, für derartige „steinzeitliche“ Autofahrende ein dermassen riesiges Strassennetz bereit zu halten.

Da gibts wirklich nur eins: hoffentlich nutzt die Stadt Zürich die Funde aus der Steinzeit, um die Relikte aus der verkehrspolitischen Steinzeit definitiv entsorgen zu können und einen grossen Schritt in Richtung autofreie Innenstadt zu tun. Im übrigen auch dies ein Beitrag auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft!

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