Um auch zuk\u00fcnftigen Generationen ein gutes Leben zu erm\u00f6glichen, m\u00fcssen insbesondere St\u00e4dte klimafit(ter) werden. B\u00e4ume k\u00f6nnen dazu einen Beitrag leisten. Wenn in St\u00e4dten B\u00e4ume gef\u00e4llt werden sollen, braucht dies gute Erkl\u00e4rungen.<\/p>\n
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Erste Fassung 27. Juli 2024, Erg\u00e4nzung 28. M\u00e4rz 2025 am Schluss des Blogbeitrages <\/em><\/p>\n Am Neum\u00fchlequai in der Stadt Z\u00fcrich muss die Kanalisation erweitert werden. \u0399n diesem Bereich wird eine der Zentralen von \u00abSchutz und Rettung\u00bb betrieben. Damit die Blaulichtfahrzeuge m\u00f6glichst unverz\u00f6gert zu Notfalleins\u00e4tzen starten k\u00f6nnen, braucht es in der Bauphase eine zus\u00e4tzliche Fahrspur. Die derzeit bevorzugte Variante erfordert, dass die bestehende Baumallee mit zahlreichen Rosskastanienb\u00e4umen gef\u00e4llt wird (Medienmitteilung Stadt Z\u00fcrich vom 28. Juni 2024<\/a>).<\/p>\n Verst\u00e4ndlich, dass dies nicht verstanden wird und Reaktionen ausl\u00f6st. Der Verein Klimastadt Z\u00fcrich etwa hat eine Petition<\/a> gestartet, die innerhalb von drei Wochen bereits \u00fcber 8000 Unterschriften erreicht hat. <\/p>\n B\u00e4ume haben bei der st\u00e4dtischen \u00abFachplanung Hitzeminderung\u00bb (siehe dazu Statusbericht zur Umsetzungsperiode 2020\u20132023<\/a>) einen hohen Stellenwert. <\/p>\n Unverst\u00e4ndlicherweise wird in der oben verlinkten Medienmiteilung NICHT DIREKT auf diese \u00abFachplanung Hitzeminderung\u00bb hingewiesen, sondern nur indirekt \u2013 so funktioniert es nicht wirklich, Zitat:<\/p>\n \u00ab\u2026 viele der bestehenden B\u00e4ume [sind] in einem schlechten Zustand oder haben das Ende ihres Lebensalters erreicht. Zudem entsprechen die Baumscheiben und der verf\u00fcgbare Wurzelraum nicht mehr den heutigen Standards f\u00fcr ein optimales Wachstum.<\/em><\/p>\n Die Ersatzpflanzung erm\u00f6glicht es, durch eine Vielzahl von Massnahmen, wie die gezielte Zuf\u00fchrung von Regenwasser oder die optimierte Versorgung mit Baumsubstrat die Wachstumsbedingungen umfassend zu verbessern und eine langlebige Baumreihe zu entwickeln. Die Kastanienb\u00e4ume werden durch Baumarten ersetzt, die widerstandsf\u00e4higer gegen\u00fcber den klimatisch bedingten Ver\u00e4nderungen sind.<\/em>\u00bb<\/p>\n Bei der oben verlinkten Petition werden verschiedene Fakten ignoriert oder es wird das Gegenteil behauptet. Ich wohne seit bald 30 Jahren in der Stadt Z\u00fcrich und ich kenne diese Allee bestens. Zudem hat mein Grossvater nach meiner Geburt eine Rosskastanie pflanzen lassen \u2013 dieser Baum steht immer noch!<\/p>\n Ich habe in den letzten Wochen mehrfach den Neum\u00fchlequai besucht.<\/p>\n Einige Aspekte dazu:<\/p>\n Somit ist leider davon auszugehen, dass die Rosskastanien am Neum\u00fchlequai nicht wirklich zur klimafitten Stadt beitragen. Das passt auch zu den Aussagen im E\u03a4\u0397-Zukunftsblog-Beitrag \u00abWie wir unsere St\u00e4dte k\u00fchlen k\u00f6nnen<\/a>\u00bb, zum Beispiel \u00abB\u00e4ume sind nicht die Ultima Ratio<\/em>\u00bb und \u00ab\u2026 vor allem die langfristige Eind\u00e4mmung des Klimawandels durch die Reduktion von Treibhausgasemissionen \u2013 wird es uns erm\u00f6glichen, in den St\u00e4dten die Luft- und Oberfl\u00e4chentemperaturen zu senken und den Temperaturkomfort zu verbessern.<\/em>\u00bb<\/p>\n Auch f\u00fcr die Anpassung an den Klimawandel\/die Klimakrise braucht es \u00abschnelle, weitreichende und beispiellose Ver\u00e4nderungen in allen Bereichen der Gesellschaft<\/a>\u00bb. Die F\u00f6rderung und Erhaltung klimafitter Baumarten \u2013 die Rosskastanie geh\u00f6rt leider nicht dazu! \u2013 ist von grosser Bedeutung.<\/p>\n Wir alle wissen, dass im st\u00e4dtischen Untergrund sehr viele Infrastruktureinrichtungen vorhanden sind. An vielen Orten beanspruchen diese Infrastrukturen den potentiellen Wurzelraum klimafitter B\u00e4ume! Hier ist wahrscheinlich eine neue Strategie erforderlich, um im st\u00e4dtischen Untergrund Infrastrukturen zu realisieren, die den dringend n\u00f6tigen klimafitten B\u00e4umen gen\u00fcgend Raum erm\u00f6glichen.<\/p>\n Ob es allenfalls m\u00f6glich ist, bereits grossgewachsene klimafitte B\u00e4ume zu transportieren und im f\u00fcr sie bestimmten Wurzelraum neben den Infrastukturen zu pflanzen?<\/p>\n Neben klimafitten B\u00e4umen braucht es unz\u00e4hlige \u00abschnelle, weitreichende und beispiellose Ver\u00e4nderungen in allen Bereichen der Gesellschaft<\/em>\u00bb. Eine deutlich autoreduzierte Stadt \u2013 zum Beispiel ein bis auf die Blaulichtfahrzeuge autofreier Neum\u00fchlequai \u2013 w\u00e4re da sicher sehr zielf\u00fchrend. <\/span><\/p>\n Links:<\/p>\n Nach der Einreichung der gegen eine klimafitte Stadt gerichteten Petition am 11. September 2024 hat die Stadt Z\u00fcrich reagiert. Das Projekt wird nach Variantenabkl\u00e4rungen leicht ver\u00e4ndert: 11 der insgesamt 40 zu f\u00e4llenden B\u00e4ume sind jung und k\u00f6nnen vor den Bauarbeiten voraussichtlich an einen anderen Standort verpflanzt werden. 23 B\u00e4ume sind in einem so schlechten, sodass sie in den n\u00e4chsten Jahren ohnehin gef\u00e4llt werden m\u00fcssten. 6 gesunde B\u00e4ume k\u00f6nnen aufgrund ihrer Gr\u00f6sse nicht verpflanzt werden und m\u00fcssen ebenfalls gef\u00e4llt werden.<\/em><\/p>\n Aufgenommen wird auch das \u00abklimafit\u00bb-Argument:<\/p>\n\n\n\n Nach Bauabschluss werden alle B\u00e4ume durch widerstandsf\u00e4higere und an das w\u00e4rmere Klima angepasste Arten ersetzt und um zus\u00e4tzliche B\u00e4ume erg\u00e4nzt. Ausserdem werden mit dem Bauprojekt bessere Standortbedingungen f\u00fcr die neuen B\u00e4ume geschaffen. Sie profitieren von einem f\u00fcnfmal gr\u00f6sseren Wurzelraum, einem speziell entwickelten Baumsubstrat und sickerf\u00e4higen Bel\u00e4gen, die Regenwasser gezielt in die Baumgruben leiten. Durch die optimierten Lebensbedingungen rechnet die Stadt mit einer vergleichbaren Wuchsh\u00f6he und Kronenfl\u00e4che in 20 bis 30 Jahren nach der Neupflanzung.<\/em><\/p>\n\n\n\n \u00dcberraschend sind f\u00fcr mich die sehr unterschiedlichen Rosskastanien-Gutachten einerseits aus dem Umfeld des Vereins Klimastadt und andererseits im Auftrag der Stadt Z\u00fcrich. Ich meine, dass die Stadt deutlich weiter ist in ihren \u00dcberlegungen Richtung klimafitte Stadt. Ganz klar: es muss einen Weg geben, B\u00e4ume, die in einer offensichtlichen Klimaerhitzungsstadt nicht ausreichend klimafit sind, \u2013 das trifft f\u00fcr die Rosskastanien zu \u2013 in einer guten Form und vorausschauend durch zukunftsf\u00e4hige Arten zu ersetzen. Kanalisationserneuerungen wird es auch weiterhin geben, auch in Bereichen, in denen B\u00e4ume wachsen. Es ist wie in vielen Bereichen der zukunftsf\u00e4higen Entwicklung: \u00abODER\u00bb ist keine Option, es braucht ein \u00abUND\u00bb: B\u00e4ume situativ erhalten, durch stadtfittere Arten ersetzen, zus\u00e4tzliche B\u00e4ume pflanzen!<\/strong><\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Um auch zuk\u00fcnftigen Generationen ein gutes Leben zu erm\u00f6glichen, m\u00fcssen insbesondere St\u00e4dte klimafit(ter) werden. B\u00e4ume k\u00f6nnen dazu einen Beitrag leisten. 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Klimafitte Stadt \u2013 nicht jeder Baum hilft<\/h3>\n
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Wie weiter?<\/h3>\n
\nErg\u00e4nzung nach einer Medienmitteilung des Stadtrates vom 28. M\u00e4rz 2025<\/em><\/h3>\n
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