{"id":88,"date":"2005-03-06T22:48:33","date_gmt":"2005-03-06T21:48:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/fossett-weltrekorde-und-die-oekologie\/"},"modified":"2005-03-06T22:48:33","modified_gmt":"2005-03-06T21:48:33","slug":"fossett-weltrekorde-und-die-oekologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/fossett-weltrekorde-und-die-oekologie","title":{"rendered":"Fossett-Weltrekorde &#8211; und die Oekologie?"},"content":{"rendered":"<p>37&#8217;000 km Non-Stop-Flug in 67 Stunden und 1 Minute ohne Auftanken &#8211; durchaus eine beachtliche technische und physische Leistung (allein schon der Aufenthalt in n&auml;chster N&auml;he eines sehr l&auml;rmigen Flugzeug-Triebwerkes ;-). Die Milliard&auml;re Sir Richard Branson und Steve Fosset &#8211; reich geworden mit Billigfl&uuml;gen und B&ouml;rsenhandel &#8211; haben mit viel Aufwand und Medienecho diesen Weltrundflug inszeniert.<!--more--><\/p>\n<p>8210 kg Spezial-Kerosin hat das Flugzeug &#8222;Virgin Atlantic GlobalFlyer&#8220; auf diesem Flug gebraucht. Rund 26&#8217;300 kg CO2 (1 kg Kerosin verursacht 3.2 kg CO2) wurden dabei ausgestossen, rund 700 Gramm pro Kilometer &#8211; der Gr&ouml;sstteil davon auf einer H&ouml;he, die f&uuml;r die globale Erw&auml;rmung besonders relevant ist. Dazu kommen die &uuml;blichen Luftschadstoffe bei der Verbrennung von Treibstoffen, und selbstverst&auml;ndlich der Energieverbrauch der gesamten Infrastuktur f&uuml;r diesen Weltrekordversuch. In der Summe eine beachtliche Umweltbelastung!<\/p>\n<p> Wie ist dieser Energieverbrauch und CO2-Ausstoss einzustufen? Pro Mensch sollte pro Jahr nicht mehr als 1000 Kilogramm CO2 ausgestossen &#8211; in 67 Stunden wurde soviel CO2 ausgestossen, wie dies in diesem Zeitraum f&uuml;r rund 3&#8217;500 Menschen f&uuml;r die Welt vertr&auml;glich w&auml;re.<br \/>Wenig tr&ouml;stlich dabei, dass die\/der durchschnittliche SchweizerIn derzeit gegen 6&#8217;000 kg CO2 aus fossilen Brennstoffen und Treibstoffen &#8222;produziert&#8220;, und dass der aktuelle Pro-Person-CO2-Ausstoss in den USA gegen 12&#8217;000 kg j&auml;hrlich betr&auml;gt.<\/p>\n<p>Solche Weltrekorde, die in erster Linie dem Prestige der Ausf&uuml;hrenden und der Sponsoren dienen, m&uuml;ssen in Zukunft wesentlich umweltfreundlicher werden. Zum Beispiel durch Treibstoffe aus erneuerbaren Quellen, die ohne (lokale) Emissionen in Vortriebsenergie umgesetzt werden k&ouml;nnen (z.B. Wasserstoff, produziert mittels Elektrizit&auml;t aus erneuerbaren Quellen, Propellerantrieb mittels Brennstoffzellen). Mit derartigen Vorgaben w&uuml;rde es auch gelingen, dass solche Weltrekordversuche einen Nutzen f&uuml;r die gesamte Menschheit haben. Es ist edel, dass Sir Richard Branson das Hilfswerk <a href=\"http:\/\/www.ukorbis.org\/bins\/index.asp\" target=\"_blank\">Orbis<\/a> unterst&uuml;tzt, welches sich der Verhinderung der krankhaften Kinder-Blindheit annimmt (z.B. durch eine fliegende Augenklinik oder Weiterbildungsprogramme f&uuml;r Augen&auml;rztInnen in Entwicklungsl&auml;ndern). Es ist zu hoffen, dass sich Milliard&auml;re wie Steve Fossett und Sir Richard Brandson auch dazu verpflichten, mit ihren Aktivit&auml;ten und Sponsoringbeitr&auml;gen gewichtige Beitr&auml;ge zur Verminderung der globalen Erw&auml;rmung zu leisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>37&#8217;000 km Non-Stop-Flug in 67 Stunden und 1 Minute ohne Auftanken &#8211; durchaus eine beachtliche technische und physische Leistung (allein schon der Aufenthalt in n&auml;chster N&auml;he eines sehr l&auml;rmigen Flugzeug-Triebwerkes ;-). 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