{"id":871,"date":"2009-08-17T21:08:40","date_gmt":"2009-08-17T20:08:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/?p=871"},"modified":"2009-08-17T21:09:21","modified_gmt":"2009-08-17T20:09:21","slug":"autofahren-in-zeiten-des-klimawandels-und-der-finanzkrise-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/autofahren-in-zeiten-des-klimawandels-und-der-finanzkrise-ii","title":{"rendered":"Autofahren in Zeiten des Klimawandels und der Finanzkrise II"},"content":{"rendered":"<p>Schon wieder ein Experiment: die <a href=\"http:\/\/2kwblog.umweltnetz.ch\/index.php?\/archives\/10-Hardbruecke-sperren-Verkehr-aufloesen!.html\" target=\"_blank\">absolut unn\u00f6tige Hardbr\u00fccke<\/a> wird wegen zwar dringenden, aber eigentlich unn\u00f6tigen Erneuerungsarbeiten kapazit\u00e4tsreduziert, und zwar in Teilschritten. Kurz nach der Er\u00f6ffnung der Westumfahrung und der Realisierung der flankierenden Massnahmen schon wieder eine Gelegenheit, sich <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/autofahren-in-zeiten-des-klimawandels-und-der-finanzkrise\/\" target=\"_blank\">Gedanken \u00fcber das Autofahren in Zeiten des Klimawandels und der Finanzkrise<\/a> zu machen.<!--more--><\/p>\n<p>Zuerst eine Woche vor Ende der Schulferien, dann zum Schulanfang ein weiterer Schritt. Auch hier wieder: die 400-Zeichen-StammtischklopferInnen sind blitzartig pr\u00e4sent, mit den ewiggleichen Argumenten &#8211; schliesslich hat jedeR AutofahrerIn DAS \u00fcberzeugende Argument, war genau er\/sie wirklich nicht auf das Auto verzichten k\u00f6nnen &#8211; obwohl beachtliche Anteile der Bev\u00f6lkerung Tag f\u00fcr Tag beweisen, dass auofrei bestens funktioniert. Es gibt selbstverst\u00e4ndlich Autofahrten, z.b. vom Handwerker ausserhalb der Stadt, welcher in der Stadt etwas zu liefern und montieren hat, sicher auch von Mobilit\u00e4tsbehinderten &#8211; aber dieser Verkehr k\u00f6nnte von der \u00fcberm\u00e4ssig vorhandenen Strassenkapazit\u00e4t ohne Probleme bew\u00e4ltigt werden. Dreischichtbetrieb, Wochenendbauarbeiten &#8211; also Dauerbauerei &#8211; werden insbesondere von BaulaiInnen regelm\u00e4ssig verlangt. Zweieinhalb Jahre sollen die Bauarbeiten dauern &#8211; 30 Monate. Dreischichtbetrieb und Wochenendarbeiten k\u00f6nnten die Bauarbeiten theoretisch um einen Faktor vier vermindern, praktisch wahrscheinlich nicht ganz (es braucht auch hin und wieder Aush\u00e4rtzeiten von Dichtungsmassen, F\u00fcllstoffen usw), auch sind ziemlich viele Arbeiten witterungsabh\u00e4ngig. Vielleicht k\u00f6nnte die Bauerei auf ein Jahr reduziert werden. Dreischicht- und Wochenendbetrieb bedeutet, dass zum Ausgleich der Nacht- und Wochenendarbeit und zur Ber\u00fccksichtigung von Ferien mindestens sechs Bauteams zur Verf\u00fcgung stehen m\u00fcssen. Nun, wir alle wissen welche Folgen dieser Dauerbetrieb auf die Gesundheit der Arbeitenden hat, wir wissen, wie \u00e4rgerlich dies f\u00fcr die Anwohnenden ist &#8211; wahrscheinlich d\u00fcrfte es auch arbeitsmarktlich nicht ganz einfach sein, eine derart grosse Zahl von Bauteams f\u00fcr eine derart intensive Besch\u00e4ftigung zusammenzubringen &#8211; und was dann nach Abschluss der Arbeiten? Im \u00fcbrigen: ob ein oder zweieinhalb Jahre, das d\u00fcrfte die Stammtischklopfer nicht wirklich beeindrucken!<\/p>\n<p>Wer die <a href=\"http:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/energiespiel\" target=\"_blank\">pers\u00f6nliche Energie- und CO2-Bilanz<\/a> ermittelt, erh\u00e4lt zum Beispiel als Tipp: &#8222;<em>W\u00e4hle, wenn m\u00f6glich, einen Wohnort, von dem aus Du Deine t\u00e4glichen Wege gut zu Fuss oder per Velo bew\u00e4ltigen kannst<\/em>&#8222;. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Unterwegsdauer zwischen Wohn- und Arbeitsort im wesentlichen konstant bleiben, und dies schon seit sehr langer Zeit. Was sich ge\u00e4ndert hat, ist die dabei zur\u00fcckgelegte Distanz &#8211; und der mit diesen Wegen verbundene Energiebedarf! Zwar ist der \u00f6ffentliche Verkehr \u00f6kologisch vorteilhafter &#8211; t\u00e4glich zur\u00fcckgelegte lange Strecken mit dem \u00d6V, beispielsweise Z\u00fcrich-Bern, sind allerdings <a href=\"http:\/\/2kwblog.umweltnetz.ch\/index.php?\/archives\/29-Ist-der-OEV-2000-Watt-faehig.html\" target=\"_blank\">alles andere als nachhaltig<\/a>. Etwas vereinfacht ausgedr\u00fcckt: \u00fcberall dort, wo es Gedr\u00e4nge, Stehpl\u00e4tze, Staus gibt, ist der aktuelle Verkehr nicht nachhaltig! Es ist mir bestens bekannt, dass derzeit kaum alle Menschen, die in Z\u00fcrich ihrer Erwerbsarbeit nachgehen, auch in Z\u00fcrich wohnen k\u00f6nnten. Gerade in dem in Z\u00fcrich dominanten Dienstleistungssektor mit einem hohen Anteil B\u00fcroarbeitspl\u00e4tzen in Kombination mit den heutigen Kommunikationstechniken ist es schlicht nicht mehr n\u00f6tig, t\u00e4glich die weite Reise von Wohnort zum Arbeitsplatz zu unternehmen &#8211; darum als Vorschlag f\u00fcr einen Versuch: ein Tag pro Woche zu Hause arbeiten, dank ADSL, Computer und weiterer Telekommunikation wirklich kein Problem!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon wieder ein Experiment: die absolut unn\u00f6tige Hardbr\u00fccke wird wegen zwar dringenden, aber eigentlich unn\u00f6tigen Erneuerungsarbeiten kapazit\u00e4tsreduziert, und zwar in Teilschritten. 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