Die von Regierungsrat und Kantonsrat vorgeschlagene \u00c4nderung des Energiegesetzes beabsichtigt, dass beim Ersatz von Heizungsanlagen in den meisten F\u00e4llen erneuerbare Energien eingesetzt werden. In einigen anderen Kantonen ist dies bereits l\u00e4nger die Regel, was bestens funktioniert.<\/p>\n Nach dem absurden Positionsbezug des Z\u00fcrcher Mieter*innen-Verbandes im offensichtlichen Gefolge des Heiz\u00f6l- und Erdgas-Vereins (HEV, fr\u00fcher irrt\u00fcmlicherweise als H<\/strong>aus-E<\/strong>igent\u00fcmer-V<\/strong>erband bezeichnet) steht regelm\u00e4ssig das \u00abMonster\u00bb Leerk\u00fcndigung im Raum. Im Tages-Anzeiger vom 1. November 2021<\/a> wird Regierungsrat Dr. Martin Neukom mit der Aussage \u00abEin Vermieter l\u00fcgt, wenn er behauptet, er k\u00fcndige, weil er die Heizung ersetzen m\u00fcsse<\/em>\u00bb zitiert, mit heftigen Reaktionen im digitalen Stammtisch zu dieser Seite.<\/p>\n Als Ingenieur mit Diplom in Heizungs-, L\u00fcftungs- und Klimatechnik erlaube ich mir einige Bemerkungen zu diesem \u00abSt\u00fcrmchen\u00bb.<\/p>\n Grunds\u00e4tzlich ist es m\u00f6glich, auch bestehende Geb\u00e4ude, bei denen die Heizw\u00e4rme \u00fcber Radiatoren an die R\u00e4ume abgegeben wird, mit einer W\u00e4rmepumpen-Anlage zu beheizen, mit unter Effizienz-Aspekten verantwortbaren mittleren Anlage-Leistungsziffern.<\/p>\n Wenn dies nicht m\u00f6glich ist, haben die Hausbesitzenden in den letzten mindestens 50 Jahren schlicht versagt \u2013 und das Wohnen in solchen Geb\u00e4uden ist etwa auch unter Ber\u00fccksichtigung der Wohnhygiene nicht zu verantworten.<\/p>\n Der Einsatz erneuerbarer Energien f\u00fcr die W\u00e4rmeversorgung von bestehenden Bauten ist ein wichtiger Klimaschutzbeitrag. Und: Marktkr\u00e4fte haben im Herbst 2021 zu starken Steigerungen von \u00d6l- und Gaspreisen gef\u00fchrt. Es zeigt sich, dass auch bei bestehenden Geb\u00e4uden erneuerbare Energien f\u00fcr die W\u00e4rmeversorgung eingesetzt werden k\u00f6nnen, in der Regel mit h\u00f6heren Investitionskosten als beim Ersatz der \u00d6l- oder Gasheizung durch eine \u00d6l- oder Gasheizung \u2013 daf\u00fcr mit teilweise deutlich tieferen Energie- und Betriebskosten (und geringeren Abh\u00e4ngigkeiten von Energiepreisver\u00e4nderungen).<\/p>\n Falls noch nicht realisiert: Wenn es in den strategischen Rahmen von Geb\u00e4udeunterhalt, Geb\u00e4udewerterhalt und -wertsteigerung passt, k\u00f6nnten auf allen daf\u00fcr geeigenten Geb\u00e4udefl\u00e4chen \u2013 Dach, Fassaden \u2013 Solarzellen montiert werden.<\/p>\n
Bei den Meinungsbeitr\u00e4gen zur Abstimmung am 28. November 2021<\/a> \u00fcber die l\u00e4ngst f\u00e4llige \u00c4nderung des Z\u00fcrcher Energiegesetzes f\u00e4llt etwas auf. Es wird immer wieder \u00fcber Vorlauftemperaturen von Heizsystemen und daraus abgeleitet \u00fcber \u00abLeerk\u00fcndigungen\u00bb geschrieben. Einmal mehr geht dabei die Dringlichkeit des Handelns in der Klimakrise vergessen. <\/p>\nWas l\u00e4sst sich dazu sagen?<\/h3>\n
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Und dann noch dies<\/h3>\n