Netto Null (Fossile) 2030<\/a> Vier Tage nach der Vorstellung der aus Klimasicht ungen\u00fcgenden Vorschl\u00e4ge zur Anpassung der Energiegesetzgebung im Kanton Z\u00fcrich<\/a> haben die drei Stadtz\u00fcrcher Stadtr\u00e4te, Andreas Hauri, Dr. Richard Wolff und Dr. Andr\u00e9 Odermatt die \u00abFachplanung Hitzeminderung<\/a>\u00bb vorgelegt. Offensichtlicher kann der Stadtrat von Z\u00fcrich nicht zeigen, dass die Klima(schutz)politik gescheitert ist, und dass auch wenig Hoffnung auf eine wirkungsorientierte Klimaschutzpolitik besteht.<\/p>\n Da die Fachplanung aufzeigt, dass aufw\u00e4ndige Massnahmen mit beachtlichem Wirtschafts-Wachstums-Potenzial vorgeschlagen werden, ist davon auszugehen, dass diese Planung auf breite Zustimmung stossen wird – wegen des BIP-Wachstums sogar bei der $VP, die zwar die Klimaerhitzung als Teil der Klimakrise nach wie vor nicht anerkennt, aber wegen des BIP-Potenzials begeistert bei Klimaanpassungs-Massnahmen klatscht. Einfach dies: \u00abKlimaanlagen\u00bb in Geb\u00e4uden sind keine Klimaanpassungsmassnahme, sondern reine Symptombek\u00e4mpfung \u2013 dies ist ein anderes Thema.<\/p>\n \u00abWir sind alle etwas dumm, faul und egoistisch<\/em>\u00bb hat ETH-Professor Reto Knutti im einem Beobachter-Interview<\/a> zum bisherigen Klimaschutz festgehalten \u2013 es ist zu hoffen, dass dies nicht auch f\u00fcr die Zukunft zutrifft, dass also die Menschen lernf\u00e4hig sind. Auf der anderen Seite: Klimaanpassungs-Massnahmen bedienen insbesondere \u00abfaul\u00bb (man muss nichts f\u00fcr den Klimaschutz tun) und \u00abegoistisch\u00bb (Klimaanpassung bringt mir etwas), m\u00f6glicherweise ist dies erfolgsversprechend!<\/p>\n Das ist allerdings sehr kurzsichtig oder eben \u00abetwas dumm<\/em>\u00bb. Der Schweizerische Nationalfonds hat Anfang 2020 festgehalten<\/a>: \u00abAussteigen [aus der Kernenergie und der CO2-intensiven Energiewelt] ist m\u00f6glich\u2026 wenn wir wollen, und dies sogar wirtschaftlich und sozial vertr\u00e4glic<\/strong>h<\/em>\u00bb \u2013 Ergebnisse der Nationalen Forschungsprogramme \u201cEnergiewende\u201d (NFP 70) und \u201cSteuerung des Energieverbrauchs\u201d (NFP 71). Somit: wenn wir wollen, ist Heizen mit erneuerbaren Energien billiger als Heizen mit \u00d6l und Gas. Aber eben, das m\u00fcssen alle wollen, selbst die \u00d6l- und Gasfirmen. \u00abEtwas dumm<\/em>\u00bb hilft da nicht wirklich! [Teile dieses Absatzes habe ich schon in anderen Blogbeitr\u00e4gen verwendet]<\/p>\n In der oben verlinkten Medienmitteilung zur \u00abFachplanung Hitzeminderung\u00bb kommt das Stichwort \u00abKlimaschutz<\/strong>\u00bb nicht vor, dies gilt auch f\u00fcr die st\u00e4dtische Internet-Seite zur \u00abFachplanung Hitzeminderung<\/a>\u00bb. Da die Medienkonferenz vom 12. Mai 2020 mit \u00abPhysical Distancing\u00bb-Vorgaben stattfand, ist eine Videoaufzeichung mit einer Dauer von fast 80 Minuten verf\u00fcgbar. Dort wird w\u00e4hrend etwa vier Minuten oder f\u00fcnf Prozent des Youtube-Beitrages<\/a> auf den (st\u00e4dtischen) Klimaschutz als Teil der Klimapolitik hingewiesen, auch wenn Stadtrat Hauri darauf hinweist, dass der Klimaschutz noch nicht dort sei, wo er sein m\u00fcsste.<\/p>\n Aufgefallen ist auch, dass die drei Stadtr\u00e4te und auch weitere Sprecherinnen ausschliesslich so genannte generische Maskulin-Formulierungen verwenden, beispielsweise ausschliesslich die Bezeichnung \u00abHauseigent\u00fcmer\u00bb, obwohl gem\u00e4ss Statistik die meisten Besitzenden von Geb\u00e4uden \u00abHauseigent\u00fcmerinnen\u00bb sind. <\/p>\n
Schon vor etwa vierzig Jahren war klar: je erfolgreicher die Klima(schutz)politik, desto weniger Klimaanpassung braucht es. Klimaschutz ist gem\u00e4ss Sir Nicholas Stern<\/a> um Faktoren billiger als Klimaanpassung, oder anders: je mehr Klimaanpassung, desto st\u00e4rker steigt das BIP! Ist das mit ein Grund, warum Klimaschutz nicht vorankommt?<\/p>\n
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