{"id":7820,"date":"2020-03-10T20:58:56","date_gmt":"2020-03-10T19:58:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/?p=7820"},"modified":"2020-03-10T20:59:03","modified_gmt":"2020-03-10T19:59:03","slug":"klimaschutz-was-ist-an-schnell-nicht-verstaendlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/klimaschutz-was-ist-an-schnell-nicht-verstaendlich","title":{"rendered":"Klimaschutz: was ist an \u00abschnell\u00bb nicht verst\u00e4ndlich?"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7818 alignleft\" src=\"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/schnell.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/schnell.jpg 300w, https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/schnell-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/>Seit Jahrzehnten ist klar, dass die Menschheit aus den fossilen Energien aussteigen muss, wenn zuk\u00fcnftige Generationen eine gute Zukunft auf diesem Planeten haben sollen \u2013 eine eindeutige Konkretisierung der nachhaltigen Entwicklung also! Ebenso ist schon einige Zeit bekannt, dass dieser Ausstieg aus den fossilen Energien \u00ab<strong>schnell<\/strong>\u00bb erfolgen muss. Dieses \u00ab<strong>schnell<\/strong>\u00bb braucht noch einige Impulse.<\/p>\n\n\n\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wir befinden uns in einer Klimakrise. Die vom Menschen gemachte Klimaerhitzung \u2013 neben den \u00fcblichen Klimaver\u00e4nderungen des Gesamtsystems Planet Erde \u2013 l\u00e4sst schlimme Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bef\u00fcrchten. Wenn wir wollen, muss es nicht soweit kommen!<\/p>\n<p>Der Weltklimarat IPCC hat im <a href=\"http:\/\/report.ipcc.ch\/sr15\/pdf\/sr15_spm_final.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Oktober 2018<\/a> geschrieben: <em>Limiting global warming to 1.5\u2009\u00b0C would require <strong>rapid<\/strong>, far-reaching and unprecedented changes in all aspects of society.<\/em> [DeepL-\u00dcbersetzung: <em>Eine Begrenzung der globalen Erw\u00e4rmung auf 1,5 \u00b0C erfordert <strong>schnell<\/strong>e, weitreichende und beispiellose Ver\u00e4nderungen in allen Bereichen der Gesellschaft<\/em>.]&nbsp;<\/p>\n<p>Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz hat darauf aufbauend <a href=\"https:\/\/naturwissenschaften.ch\/organisations\/scnat\/news\/106109-1-5-grad-klimaziel-erfordert-rasches-rigoroses-handeln-und-netto-null-co2-emissionen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">festgehalten<\/a>: <em>Um die globale Erw\u00e4rmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, m\u00fcssen die Nettoemissionen von CO<sub>2<\/sub> bis sp\u00e4testens 2050 weltweit auf null gesenkt werden. <\/em>Erg\u00e4nzt wird dies mit der Aussage<em> \u00abJe <strong>schnell<\/strong>er wir auf Null sind, umso geringer der Klimawandel und seine Auswirkungen.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>UN Environment Programme (UNEP) hat am 26. November 2019 <a href=\"https:\/\/www.unenvironment.org\/news-and-stories\/press-release\/cut-global-emissions-76-percent-every-year-next-decade-meet-15degc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">mitgeteilt<\/a>: <em>Cut global emissions by 7.6 percent every year for next decade to meet 1.5\u00b0C Paris target. <\/em>[DeepL-\u00dcbersetzung: <em>Reduzierung der globalen Emissionen um 7,6 Prozent jedes Jahr f\u00fcr das n\u00e4chste Jahrzehnt, um das 1,5\u00b0C-Ziel von Paris zu erreichen.<\/em>]&nbsp;<\/p>\n<p>Zusammen mit den Schweizer Zahlen der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen seit 1990 und einem daraus abgeleiteten Kurztrend f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre l\u00e4sst sich diese UNEP-Empfehlung auch als Grafik darstellen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7827 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/co2ab1990_inklUNEP.jpg\" alt=\"\" width=\"950\" height=\"614\" srcset=\"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/co2ab1990_inklUNEP.jpg 950w, https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/co2ab1990_inklUNEP-300x194.jpg 300w, https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/co2ab1990_inklUNEP-768x496.jpg 768w, https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/co2ab1990_inklUNEP-695x449.jpg 695w, https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/co2ab1990_inklUNEP-232x150.jpg 232w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/p>\n<p>Gerade in den letzten Jahren wurde in der Schweiz etwas f\u00fcr den Klimaschutz getan \u2013 aber ganz offensichtlich nicht <strong>schnell<\/strong>&nbsp;und weitreichend genug. Da braucht es noch einiges mehr an Tempo, der Klimaschutz muss deutlicher z\u00fcgiger, &nbsp;flotter, rascher \u2026 werden! Genauso, wie dies die Wissenschaft schon l\u00e4nger fordert, genau so, wie dies Klimastreik, Fridays4Future und viele weitere fordern.<\/p>\n<p>Dies betrifft selbst jene, die bis anhin im Klimaschutz als First Mover unterwegs waren. Wenn etwa der Stadtrat von Z\u00fcrich am 20. November 2019 eine Energieplanung festsetzt, die f\u00fcr 2050 immer noch von 20 Prozent fossilen Energien f\u00fcr die W\u00e4rmeversorgung ausgeht, so entspricht dies nicht den erforderlichen \u00ab<em><strong>schnell<\/strong>en, weitreichenden und beispiellosen Ver\u00e4nderungen in allen Bereichen der Gesellschaft\u00bb<\/em>. Auch die Stadt Z\u00fcrich hat endlich das fossile Divestment umzusetzen.<\/p>\n<hr>\n<p>F\u00fcr den Klimaschutz als ein Teilbereich der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ziele_f%C3%BCr_nachhaltige_Entwicklung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">nachhaltigen Entwicklung<\/a> geht es letztlich um eine \u00ab<a href=\"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/i-want-you-to-panic-schoene-climate-fiction-zum-umgang-mit-der-klimakrise-gleichzeitig-auch-ein-wahlkommentar\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">moralische Revolution<\/a>\u00bb, um einen \u00abSystem Change\u00bb. Auch wenn <em>Ver\u00e4nderungen in allen Bereichen der Gesellschaft<\/em> erforderlich sind, schaue ich hier neben einigen sehr allgemeinen Aspekten vor allem auf die Geb\u00e4ude und den Verkehr. Da ist eigentlich l\u00e4ngst bekannt, was zu tun ist.<\/p>\n<p>Der <strong>Ausstieg aus den fossilen Energien<\/strong> um 2035 bis sp\u00e4testens 2050 ist eine zentrale Vorgabe \u2013 und gleichzeitig eine einfache, verst\u00e4ndliche und gut kommunizierbare Botschaft. Es ist unerkl\u00e4rlich, wie schwer sich die Politik der Schweiz mit dieser einfachen Vorgabe tut \u2013 die <a href=\"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/schnell-mehr-klimaschutz-fuer-eine-gelingende-zukunft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gletscher-Initiative<\/a> ist ein absolutes Minimum. Und doch \u00fcberlegt sich (Stand &nbsp;Anfang M\u00e4rz 2020) der Bundesrat, ob es einen (abschw\u00e4chenden) <a href=\"https:\/\/naturschutz.ch\/featured\/bundesrat-will-gletscher-initiative-nicht-unterstuetzen-sommaruga-prueft-gegenvorschlag\/144234\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gegenvorschlag<\/a> braucht. Und National- und St\u00e4nderat befassen sich extrem langsam mit der schon lange f\u00e4lligen umfassenden Revision der <a href=\"https:\/\/www.wwf.ch\/de\/medien\/co2-gesetz-grosses-kopfschuetteln-bei-der-klima-allianz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">CO<sub>2<\/sub>-Gesetzgebung<\/a>. Ein m\u00f6gliches Referendum ist aus demokratischen Gr\u00fcnden immer legitim \u2013 angesichts der Gegnerschaft allerdings offensichtliche Interessenpolitik der fossilen Miss- und Mistwirtschaft. Ganz klar: Die erforderliche Klimaschutz-<strong>Schnell<\/strong>igkeit sieht anders aus.<\/p>\n<p>Daraus ergibt sich eine klare Forderung: Volksabstimmungen \u00fcber Zukunftsthemen sollten erst wieder stattfinden, wenn <strong>Transparenz \u00fcber die Finanzstr\u00f6me<\/strong> von Parteien und Verb\u00e4nden besteht. Konkret: Die bisherigen Nein-Ergebnisse zu Energiegesetz-\u00c4nderungen etwa in den Kantonen Solothurn und Bern sind eine klare Folge der Monekratie. Da haben die fossile Miss- und Mistwirtschaft mit sehr viel Geld Abstimmungsergebnisse gekauft, auch \u00fcber die Tarnorganisation <strong>H<\/strong>eiz\u00f6l- und <strong>E<\/strong>rdgas-<strong>V<\/strong>erein (welche sich irref\u00fchrend in der \u00d6ffentlichkeit als <em>Hauseigent\u00fcmerverband<\/em>&nbsp;bezeichnet).<\/p>\n<p><em>Ein wirtschaftlich und sozial vertr\u00e4glicher Ausstieg aus der Kernenergie und der CO<sub>2<\/sub>-intensiven Energiewelt ist schon mit den heute bekannten technischen und finanziellen Mitteln grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich \u2026 wenn wir wollen.<\/em>&nbsp;Der Schweizerische Nationalfonds zur F\u00f6rderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) teilte dies am <a href=\"http:\/\/www.snf.ch\/de\/fokusForschung\/newsroom\/Seiten\/news-200114-medienmitteilung-aussteigen-ist-moeglich-wenn-wir-wollen.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">14. Januar 2020<\/a> mit.<\/p>\n<p>Wer also \u2013 wie der Fossilmiss- und -mist-Wirtschaft-Handlanger $VP \u2013 das Gegenteil behauptet, verbreitet L\u00fcgen und Fakes, gegen die Interessen der Schweiz und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner.<\/p>\n<p>Denn: Schon l\u00e4ngst ist bekannt, dass die Klimafolgenanpassung deutlich mehr kostet und kosten wird als der Klimaschutz! Es gibt verschiedene \u00d6konomInnen, die aus volkswirtschaftlichen Gr\u00fcnden (mehr BIP-Generierung!) gegen Klimaschutz- und f\u00fcr Klimafolgenanpassungs-Massnahmen sind. &nbsp;<\/p>\n<p>Nach wie vor sind es im Geb\u00e4udebereich die First Mover, die konkreten Klimaschutz realisieren. Selbst wenn dies popul\u00e4r ist, braucht es im Geb\u00e4udebereich sowohl f\u00fcr Suffizienz-, Effizienz- und Konsistenz-Massnahmen keine F\u00f6rderbeitr\u00e4ge. Denn langfristige sind auf Suffizienz, Effizienz und Konsistenz ausgerichtete Geb\u00e4ude kosteng\u00fcnstiger, auch wenn etwas h\u00f6here Investitionskosten anfallen. Hier braucht es klare gesetzliche Vorgaben, im Sinne der <a href=\"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/klimaschutz-die-zukunft-beginnt-ab-jetzt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00d6koroutine<\/a>. PS: Suffizienz heisst etwa, dass pro Person weniger Wohn- und Arbeitsfl\u00e4che beansprucht wird.<\/p>\n<p>Um die <strong>schnell<\/strong>en, weitreichenden und beispiellosen Ver\u00e4nderungen umsetzen zu k\u00f6nnen, besteht ein erheblicher Bedarf an Weiterbildung, Beratung und Coaching aller AkteurInnen und Akteure. Und es braucht <a href=\"https:\/\/werkstatt.zweitausendundeinwatt.ch\/index.php\/2019\/10\/01\/geschichten-erzahlen-fur-zweitausendundeinwatt\/#more-44\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Geschichten<\/a> \u00fcber eine gelingende Zukunft! &nbsp;<\/p>\n<p>Wer heute noch fossile Energietr\u00e4ger einsetzt, braucht Stoffe, die selbst bei fach- und sachgem\u00e4sser Anwendung Giftstoffe (u. a. CO<sub>2<\/sub>, Methan) f\u00fcr das globale Klima ausstossen \u2013 was soll \u00abliberal\u00bb daran sein, fossile Energietr\u00e4ger zu verbrauchen?<\/p>\n<p>Sehr grosse zus\u00e4tzliche Mengen an Strom und eventuell W\u00e4rme aus nachhaltig dezentral nutzbaren erneuerbaren Energien werden mittel- bis l\u00e4ngerfristig eine gewisse Rolle spielen bei so genannt \u00abgr\u00fcnen\u00bb industriell hergestellten Stoffen wie Wasserstoff, weiteren synthetischen Gasen oder neuen Fl\u00fcssig-Brenn- und Treibstoffen. Allerdings ist es wenig zweckm\u00e4ssig, diese als umfassenden Ersatz f\u00fcr Heiz\u00f6l, Diesel, Kohle oder Erdgas propagandam\u00e4ssig herauszuposaunen. Allenfalls werden G\u00fcter-Strassen-Transporte, See- und Luftfahrt und spezielle Industrieprozesse auf diese Art und Weise klimavertr\u00e4glicher ausgestaltet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Stromversorgung, Heizung und Wassererw\u00e4rmung f\u00fcr Geb\u00e4ude sind in erster Linie mit dezentral nutzbaren erneuerbaren Energietr\u00e4gern sicherzustellen \u2013 die heutigen Energieversorgungsunternehmen werden andere Rollen zum \u00fcbernehmen haben. Abw\u00e4rme in begrenztem Rahmen und Grund- und Seewasser k\u00f6nnen gewisse Anteile der Energieversorgung von Geb\u00e4uden abdecken. Kehricht-Fernw\u00e4rme ist in der heutigen Form wenig zukunftsf\u00e4hig, da sowohl der Klimaschutz als auch die \u00abSustainable Development Goals\u00bb eine Verabschiedung der Wegwerfgesellschaft erfordern.<\/p>\n<hr>\n<p>\u00ab<em>Der <strong>Verkehr<\/strong> schr\u00e4nkt die Mobilit\u00e4t ein<\/em>\u00bb &#8211; dies gilt in erster Linie f\u00fcr den Autoverkehr, letztlich aber auch f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Verkehr. Die Alltagsmobilit\u00e4t ist zu Fuss und mit dem Velo abzudecken \u2013 ideal mit h\u00f6chstens 7&#8217;000 &nbsp;bis 10&#8217;000 Schritten (oder einem entsprechenden Velozeit-\u00c4quivalent) pro Tag.<\/p>\n<hr>\n<p>\u00ab<em>Die Schweiz ist ja global betrachtet so unbedeutend, da m\u00fcssen wir doch &nbsp;nicht vorbildlich sein in Sachen Klimaschutz<\/em>\u00bb. oder \u00ab<em>Solange China, die USA, Indien, Russland, Australien, Deutschland, Frankreich<\/em> [Liste beliebig verl\u00e4ngerbar] <em>nichts f\u00fcr den Klimaschutz tun, m\u00fcssen auch wir nichts tun.<\/em>\u00bb<\/p>\n<p>\u00ab<em>Ich bin doch bereits so vorbildlich in Sachen Umweltschutz, da sollen zuerst die anderen so weit sein, bevor ich mehr Klimaschutz mache.<\/em>\u00bb oder \u00ab<em>Wir sind doch bereits so vorbildlich in Sachen Umweltschutz, da sollen zuerst die anderen so weit sein, bevor wir mehr Klimaschutz machen.<\/em>\u00bb<\/p>\n<p>\u00ab<em>Und sowieso, zuerst muss die Bev\u00f6lkerungsexplosion gebremst werden.<\/em>\u00bb<\/p>\n<p>\u00ab<em>Bei uns ist Klimaschutz so teuer, da m\u00fcssen wir zuerst billigere Massnahmen in den Entwicklungsl\u00e4ndern finanzieren.<\/em>\u00bb&nbsp;<\/p>\n<p>\u00ab<em>Massnahme A bringt doch nichts, w\u00e4re es nicht besser, wir w\u00fcrden zuerst B oder C realisieren?<\/em>\u00bb<\/p>\n<p>Auch diese Liste von Ausreden und Ausfl\u00fcchten ist beliebig verl\u00e4ngerbar. Offenbar sind dies Begr\u00fcndungen daf\u00fcr, dass Klimaschutz nicht ausreichend&nbsp;<strong>schnell<\/strong> realisiert wird.&nbsp;<\/p>\n<p>Einige Antworten:<\/p>\n<ul>\n<li>Egal wie bedeutend die Schweiz ist, solange wir nicht aus den fossilen Energien ausgestiegen sind, werden wir unserer Verantwortung nicht gerecht.<\/li>\n<li>Das k\u00f6nnten ja die Menschen aus den anderen L\u00e4ndern auch \u00fcber die Schweiz sagen \u2013 eine typische Anwendung des Gefangenen-Dilemmas.<\/li>\n<li>Tatsache ist: sowohl der eigene als auch der gesamtgesellschaftliche Treibhausgas-Fussabdruck ist in vielen so genannt reichen L\u00e4ndern zu gross, selbst bei Menschen, &nbsp;die nachweislich vorbildlich sind. Da gibt es also noch einiges zu tun.<\/li>\n<li>Unabh\u00e4ngig von der Zahl der Menschen auf der Erde muss aus den fossilen Energien ausgestiegen werden. Es ist zudem absehbar, dass zumindest l\u00e4ngerfristig die Geburtenraten sinken. Zu beachten ist auch, dass sowohl wegen des Wohlstandes, wegen weniger belastenden k\u00f6rperlichen Arbeitsweise, wegen geringerer Kindersterblichkeit als auch wegen des bewussteren Umgangs mit der Gesundheit (zum Beispiel Luftreinhaltungsmassnahmen) die Zahl der gleichzeitig lebenden Menschen zunimmt.<\/li>\n<li>Weil wir (nicht nur in der Schweiz) aus den fossilen Energien aussteigen m\u00fcssen, m\u00fcssen sehr sehr viele Massnahmen realisiert werden, also auch solche, die auf den ersten Blick zum Beispiel wegen den Kosten nicht sehr attraktiv erscheinen. Die Kompensation des \u00fcberm\u00e4ssigen CO<sub>2<\/sub>-Ausstosses irgendwo auf der Welt ist ausschliesslich ein Ansatz f\u00fcr den Moment und taugt nicht f\u00fcr die echte fossile Null. &nbsp;<\/li>\n<li>Es braucht f\u00fcr wirksamen Klimaschutz bekanntlich \u00ab<em><strong>schnell<\/strong>e, weitreichende und beispiellose Ver\u00e4nderungen in allen Bereichen der Gesellschaft<\/em>\u00bb. A oder B oder C ist schon lange nicht mehr die Frage \u2013 es heisst \u00abvon A bis Z\u00bb und noch viel mehr. Der&nbsp;<span class=\"ILfuVd\"><span class=\"e24Kjd\">Pareto-Effekt, auch als 80-zu-20-Regel bekannt, hat keine Bedeutung mehr. Wenn wir Klimaschutz ernst nehmen, m\u00fcssen wir sicherstellen, dass die Kombination von \u00ab<strong>schnell<\/strong>\u00bb, \u00abweitreichend\u00bb und \u00abin allen Bereichen der Gesellschaft\u00bb bew\u00e4ltigbar ist und bleibt. Das geht dann gut, wenn alle Menschen in diesem Lande in zahlreichen Handlungs- und Aktivit\u00e4tsfeldern betroffen sind. Klimaschutz muss zum Normalfall, zur <a href=\"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/klimaschutz-die-zukunft-beginnt-ab-jetzt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00d6koroutine<\/a>&nbsp;werden!&nbsp;<\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<hr>\n<p><a href=\"http:\/\/www.postwachstumsoekonomie.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Postwachstums-\u00d6konomie<\/a>&nbsp;mit einer Steigerung der Regional-, Lokal- und Selbstversorgung, ein <a href=\"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/grosse-transformation-ein-argument-mehr-fuer-bedingungsloses-grundeinkommen-fuer-alle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">bedingungsloses Grundeinkommen f\u00fcr alle<\/a>, die St\u00e4rkung von ehrenamtlicher oder Freiwilligen-Arbeit, die Gleichstellung der Geschlechter sind Elemente, die gerade zwingend zum erforderlichen \u00abSystem Change\u00bb geh\u00f6ren, die f\u00fcr \u00ab<strong>schnell<\/strong>e, weitreichende und beispiellose Ver\u00e4nderungen in allen Bereichen der Gesellschaft\u00bb.&nbsp;<\/p>\n<p>Schneller Klimaschutz ist zwingend \u2013 in&nbsp;kurzer Zeit, z\u00fcgig, flott, rasch muss echter Klimaschutz her!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahrzehnten ist klar, dass die Menschheit aus den fossilen Energien aussteigen muss, wenn zuk\u00fcnftige Generationen eine gute Zukunft auf diesem Planeten haben sollen \u2013 eine eindeutige Konkretisierung der nachhaltigen Entwicklung also! 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