{"id":6748,"date":"2017-04-15T08:56:20","date_gmt":"2017-04-15T06:56:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/?p=6748"},"modified":"2017-04-15T10:36:25","modified_gmt":"2017-04-15T08:36:25","slug":"am-21-mai-2017-ja-zum-energiegesetz-als-erster-schritt-zur-energiestrategie-2050","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/am-21-mai-2017-ja-zum-energiegesetz-als-erster-schritt-zur-energiestrategie-2050","title":{"rendered":"Am 21. Mai 2017: Ja zum Energiegesetz als erster Schritt zur Energiestrategie 2050"},"content":{"rendered":"<p>Sechs Jahre hat die politische Schweiz gebraucht, um nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima \u00fcber erste kleine Schrittchen zur Zukunftsausrichtung der Schweizerischen Energiepolitik abzustimmen. Nach dem L\u00fcgen-Referendum der SVP braucht es am 21. Mai 2017 ein deutliches Ja der Stimmberechtigten, um die n\u00e4chsten Schritte f\u00fcr eine urenkeltaugliche Energieversorgung mit mehr Dynamik und Wirkung angehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nicht nur die Schweiz braucht eine Energieversorgung, die so rasch als m\u00f6glich mit <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/klimaschutz-zwischen-traum-und-resignation-wir-wollen-bis-2040-ausschliesslich-erneuerbare-energien-nutzen\" target=\"_blank\">nachhaltig nutzbaren erneuerbaren Energien<\/a> funktioniert. Dies ist technisch und wirtschaftlich problemlos m\u00f6glich. Erste Voraussetzung ist, <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/atom-und-fossilfrei-wenn-wir-es-wirklich-wollen\" target=\"_blank\">dass wir eine solche Energieversorgung wirklich wollen<\/a>.<\/p>\n<p>Worum geht es bei der Abstimmung \u00fcber das Energiegesetz am 21. Mai 2017? Eine grobe Darstellung der Inhalte findet sich auf einer <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/abstimmungen\/20170521\/Energiegesetz.html\" target=\"_blank\">Internet-Seite des Bundes<\/a>: <em>Das Parlament hat zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 das Energiegesetz revidiert und damit ein erstes Massnahmenpaket beschlossen. Es dient dazu, den Energieverbrauch zu senken, die Energieeffizienz zu erh\u00f6hen und erneuerbare Energien zu f\u00f6rdern. Zudem wird der Bau neuer Kernkraftwerke verboten.<\/em> <\/p>\n<p>Mit diesen \u00c4nderungen des Energiegesetzes werden L\u00fccken oder Schw\u00e4chen der heutigen Gesetzgebung behoben. <\/p>\n<p>Es braucht bald weitere Schritte:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Schweiz hat um 2040 bis 2050 aus der Nutzung fossiler Brenn- und Treibstoffe \u2013 insbesondere f\u00fcr W\u00e4rme und Verkehr \u2013 auszusteigen. Der Neueinbau und der Ersatz von Oel- und Gasheizungen mit fossilen Brennstoffen sind beispielsweise sp\u00e4testens 2030 zu verbieten. Diese Ziele sind in einfache Handlungsanweisungen und Rezepte zu fassen, die von BotschafterInnen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport vermittelt werden. Die Ziele sind herausfordernd, und sie lassen sich nur mit einem grossen Engagement der Zivilgesellschaft \u2013 <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/energiepolitik-von-unten-erfolgsfaktoren-konkret\" target=\"_blank\">Energiepolitik von unten<\/a> \u2013 realisieren.<\/li>\n<li>Insbesondere bei den fossilen und nuklearen Energietr\u00e4gern <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/fur-eine-nachhaltige-energiepolitik-gegen-lugende-energiepreise\" target=\"_blank\">l\u00fcgen die Preise<\/a>. Direkte und indirekte Subventionen verf\u00e4lschen das Preisgef\u00fcge und wirken sich auf energierelevante Entscheide aus. Erst durch die fehlende Kostenwahrheit wird die Subventionitis f\u00fcr erneuerbare Energien und Energieeffizienzmassnahmen n\u00f6tig. Wir brauchen also so rasch als m\u00f6glich kostenwahre Energiepreise, zwingend erg\u00e4nzt durch <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/eine-stark-lenkende-energieabgabe-ist-dringend-weg-mit-der-subventionitis\" target=\"_blank\">stark lenkende Energie- und Klimaschutzabgaben mit vollst\u00e4ndiger R\u00fcckerstattung an Haushalte und Wirtschaft<\/a>.<\/li>\n<li>Die Energie- und Klimaschutzgesetzgebung orientiert sich derzeit an konkreten Massnahmen, die etwa beim Bau eines Geb\u00e4udes oder beim Verkauf\/Kauf von Ger\u00e4ten beachtet werden m\u00fcssen. Zuk\u00fcnftig hat sich die Energie- und Klimaschutzpolitik an Zielen und damit der nachgewiesenen Wirkung zu orientieren.<\/li>\n<li>Ein m\u00f6glichst grosser Anteil der in Geb\u00e4uden ben\u00f6tigten Energien ist an und auf den Geb\u00e4uden oder auf dem Geb\u00e4udegrundst\u00fcck zu gewinnen, mit nachhaltigen Nutzungen (z. B. Luft-Wasser-W\u00e4rmepumpen vor <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/braucht-es-den-untergrund-zwingend-fuer-die-energiewende\" target=\"_blank\">Erdsonden-Nutzungen<\/a>), unter Ber\u00fccksichtigung der Nachhaltigkeitsprinzipien Suffizienz, Effizienz und Konsistenz. Als Orientierungspunkte gelten die <a href=\"http:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/2000watt\" target=\"_blank\">Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft<\/a>.<\/li>\n<li>Nachhaltig dezentral genutzte Energien unter Einbezug von Suffizienz und Effizienz verringern die Auslandabh\u00e4ngigkeit, erfordern fortschrittliche Ans\u00e4tze, leisten Beitr\u00e4ge zur Entwicklung insbesondere von innovativen KMU und verbessern die Lebensqualit\u00e4t. Eine solche Energieversorgung hat eine umfassend positive Wirkung bereits heute und f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Am 21. Mai 2017: <strong>Ja zur \u00c4nderung des eidgen\u00f6ssichen Energiegesetzes, und damit Ja zu weiteren zukunftsf\u00e4higen Schritten der Energie- und Klimaschutzpolitik!<\/strong><\/p>\n<hr>\n<p>Die Atomenergie ist nachweislich nicht nachhaltig nutzbar. Ebenso offensichtlich ist der von Menschen gemachte Klimawandel. Die Schweiz sp\u00fcrt bereits die Folgen des durch den Menschen verursachten Klimawandels; die Alpenregion ist deutlich st\u00e4rker als im globalen Durchschnitt vom Klimawandel betroffen. Hier braucht es schnelle und deutliche disruptive Ver\u00e4nderungen. Wer gegen das Energiegesetz ist, leugnet oder ignoriert die Nichtnachhaltigkeit der Atomenergie, leugnet oder ignoriert die offensichtlichen Folgen des von Menschen gemachten Klimawandels.   <\/p>\n<p>Bem\u00fchend ist etwa auch die behaupteten Nicht-Liberalit\u00e4t der Energiegesetzgebung. Was demokratisch beschlossen ist, ist aus Prinzip liberal. Es gelten hier die Grundprinzipien der Ethik \u2013 Liberalit\u00e4t erfordert zwingend eigenverantwortliches Handeln. Die Energie- und Klimaschutzgesetzgebung legt dar, was als ausreichende Handlung im Sinne der Allgemeinheit zu betrachten ist. Dar\u00fcber hinausgehende freiwillige und eigenverantwortliche Aktivit\u00e4ten werden durch die Gesetzgebung weder behindert noch verunm\u00f6glicht, bessere L\u00f6sungen als die gesetzlichen Bestimmungen sind jederzeit m\u00f6glich. Aber: Das \u00ab<a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/normal-nuetzlich-notwendig-oder-recht-auf-unvernunft\" target=\"_blank\">Recht auf Unvernunft<\/a>\u00bb ist im Energie- und Klimaschutzbereich angesichts der dr\u00e4ngenden Fragestellungen nicht zul\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Die wie immer l\u00fcgende SVP hat schlicht kein einziges Argument vorlegen k\u00f6nnen, welches gegen die Energie-und Klimaschutzgesetzgebung sprechen w\u00fcrde. Es geht offensichtlich ausschliesslich um die finanziellen Interessen der Erd\u00f6lwirtschaft, damit also um die <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/menschliches-leid-demokratie-oel\" target=\"_blank\">Interessen von h\u00e4ufig diktatorischen Staaten<\/a>.<\/p>\n<p>Zudem: Wer wie die SVP ahnungslos und d\u00fcmmlich \u00fcber vorgebliche Kosten der Energiestrategie 2050 l\u00fcgt, sollte durchaus mal ehrlich die Frage beantworten, was es denn kostet, die Energiestrategie 2050 NICHT umzusetzen.<\/p>\n<p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sechs Jahre hat die politische Schweiz gebraucht, um nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima \u00fcber erste kleine Schrittchen zur Zukunftsausrichtung der Schweizerischen Energiepolitik abzustimmen. Nach dem L\u00fcgen-Referendum der SVP braucht es am 21. 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