{"id":6456,"date":"2016-04-26T15:31:16","date_gmt":"2016-04-26T13:31:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/?p=6456"},"modified":"2016-04-26T15:31:16","modified_gmt":"2016-04-26T13:31:16","slug":"strassenverkehr-und-klimaschutz-eine-unendliche-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/strassenverkehr-und-klimaschutz-eine-unendliche-geschichte","title":{"rendered":"Strassenverkehr und Klimaschutz: Eine unendliche Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Eine gewichtige Quelle des \u00fcberm\u00e4ssigen Ausstosses von Treibhausgasen ist der motorisierte Strassenverkehr \u2013 <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/verbrennungsmotoren-gehoeren-ins-museum\" target=\"_blank\">Benzin, Diesel und Gas<\/a> eignen sich aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht als Antriebsenergie f\u00fcr Fahrzeuge. Weniger Strassenverkehr ist die priorit\u00e4re Handlungsebene (was nicht gleichzusetzen ist mit weniger Mobilit\u00e4t, diese findet bekanntlich in erster Linie im Kopf statt).<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Audi und Blick haben wieder mal f\u00fcr ein laues L\u00fcftchen gesorgt in dieser Diskussion, tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt von den Gr\u00fcnliberalen. <\/p>\n<p>Die Geschichte dazu: Audi m\u00f6chte um jeden Preis den l\u00e4ngst museumsreifen Verbrennungsmotor erhalten. Dazu soll Treibstoff aus erneuerbaren Ressourcen hergestellt werden. Das t\u00f6nt bei Blick so: <em>Aus Wasser und Strom l\u00e4sst sich mittels Elektrolyse Wasserstoff herstellen. Wird dieser mit CO2 angereichert, l\u00e4sst sich k\u00fcnstlicher Treibstoff gewinnen.<\/em> Und weiter: <em>In der Vergangenheit scheiterte die Anwendung daran, dass die Produktion von Wasserstoff mehr Energie verschlingt, als die Verbrennung abgibt. Mit der Stromschwemme in Europa hat sich dieses Problem verfl\u00fcchtigt.<\/em><\/p>\n<p>Offenbar ist in sehr kurzer Zeit aus der Stroml\u00fccke eine Stromschwemme geworden \u2013 was aber noch lange nicht heisst, dass es sinnvoll ist, mit dieser behaupteten Schwemme verschwenderisch umzugehen. Die in Benzin oder Diesel enthaltene Energie wird im Verbrennungsmotor zu h\u00f6chstens 20 Prozent in Antriebsenergie umgewandelt. Sollte der k\u00fcnstliche Wasser-Strom-CO2-Treibstoff tats\u00e4chlich zur Anwendung kommen, d\u00fcrfte der Wirkungsgrad dieser Kette deutlich unter 10 Prozent liegen. Also klar nicht zukunftsf\u00e4hig. <\/p>\n<p>Elektrofahrzeuge sind da deutlich besser unterwegs, mit bereits realisierten und absehbaren massiven Verbesserungen in den Fahrzeug- und Speichertechnologien, auch im Bezug auf den Einsatz von Ressourcen wie etwa seltenen Erden. Ohne Einschr\u00e4nkungen kann der Elektroantrieb von Fahrzeugen als zukunftsgerichtet gelten. Allerdings: Gerade in der Schweiz ist der Elektroantrieb bereits Realit\u00e4t, n\u00e4mlich beim \u00f6ffentlichen Verkehr, insbesondere beim schienengebundenen \u00f6ffentlichen Verkehr. F\u00fcr l\u00e4ngere Fahrten ist wenn immer m\u00f6glich der \u00f6ffentliche Verkehr zu bevorzugen.<\/p>\n<p>Die Tesla-Fahrzeuge sind zwar aus Sicht der Technologie-Entwicklung von Interesse. Es ist allerdings offen, ob die zuk\u00fcnftigen Verkehrserfordernisse derart grosse und schwere Fahrzeuge mit sehr grossen Reichweiten erforderlich machen.<\/p>\n<p>K\u00fcnstlicher Treibstoff aus Wasser, Strom und CO2 ist also unter keiner \u00dcberlegung sinnvoll \u2013 dass sich VertreterInnen des Verbrennungsmotors-Nostalgikers Audi f\u00fcr diesen Treibstoff interessieren, ist knapp nachvollziehbar. V\u00f6llig unverst\u00e4ndlich ist es, wenn sich Politiker der Gr\u00fcnliberalen auf die Palme bringen lassen (indirektes Zitat aus Blick), wenn die offizielle Schweiz keine Freude an dieser Sackgassen-Technologie hat.<\/p>\n<p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine gewichtige Quelle des \u00fcberm\u00e4ssigen Ausstosses von Treibhausgasen ist der motorisierte Strassenverkehr \u2013 Benzin, Diesel und Gas eignen sich aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht als Antriebsenergie f\u00fcr Fahrzeuge. 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