{"id":5749,"date":"2014-03-24T10:25:42","date_gmt":"2014-03-24T09:25:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/?p=5749"},"modified":"2014-03-29T22:40:19","modified_gmt":"2014-03-29T21:40:19","slug":"tamedia-einmal-mehr-desinformation-statt-klimaschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/tamedia-einmal-mehr-desinformation-statt-klimaschutz","title":{"rendered":"Tamedia: einmal mehr Desinformation statt Klimaschutz"},"content":{"rendered":"<p>Ich vermute schon l\u00e4nger, dass der <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/falsche-frage-herr-lenzin\" title=\"Falsche Frage, Herr Lenzin!\" target=\"_blank\">Tamedia-Konzern den Climate Criminals<\/a> sehr sehr nahe steht. <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/unternehmen-und-konjunktur\/Eine-Milliarde-Franken-findet-in-der-Schweiz-keine-Abnehmer\/story\/12993448\" target=\"_blank\">Ein unkritischer und zudem inhaltlich falscher Artikel zu KliK vom 24.3.2014 best\u00e4tigt dies einmal mehr.<\/a> Dieser Artikel best\u00e4tigt einmal mehr, dass es ind er Schweiz keine konsequente Energie- und Klimaschutzpolitik gibt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Stiftung KliK ist eine Folge dieser &#8211; von den Climate Criminals gewollten &#8211; Politikunf\u00e4higkeit. Statt auch die fossilen Treibstoffe Benzin und Diesel der mehrheitlich an Haushalte und die Wirtschaft zur\u00fcckerstatteten CO<sub>2<\/sub>-Abgabe zu unterstellen, wurde das CO<sub>2<\/sub>-Reduktionsziel bei den Treibstoffen an die Mineral\u00f6lgesellschaften delegiert. Seit der Erd\u00f6lpreiskrise 1973 ist bekannt, dass sicher die Mineral\u00f6lwirtschaft keinerlei Interessen hat, den Verbrauch sowohl der fossilen Brennstoffe und insbesondere der fossilen Treibstoffe einzuschr\u00e4nken. Weil ja die Politik als <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/parteien-als-verlangerter-arm-der-auto-pr\" title=\"Parteien als verl\u00e4ngerter Arm der Auto-PR?\" target=\"_blank\">verl\u00e4ngerter PR-Arm der Autowirtschaft<\/a> dient, besteht zumindest im Sinne der politischen Mehrheit Einigkeit \u00fcber die Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber Klimaschutzzielen im Verkehr, deshalb ja auch die Verwendung des Begriffs &#8222;Climate Criminals&#8220;. Auch Tamedia als Element der Auto-PR macht da wacker mit. Aus dieser Sicht ist dieser Artikel absolut nachvollziehbar.<\/p>\n<p>Im Tamedia-Artikel (letztmals angeschaut 24.3.2014, 9:30) ist zu lesen: <em>Das Klik-Budget betr\u00e4gt rund eine Milliarde Franken und speist sich aus den staatlichen verordneten CO<sub>2<\/sub>-Abgaben.<\/em> Die Herkunft der Gelder &#8211; Speisung aus den staatlich verordneten CO<sub>2<\/sub>-Abgaben &#8211; ist fundamental falsch. Auf der KliK-Internetseite ist dazu zu lesen: <em>Die Mineral\u00f6lgesellschaften, f\u00fcr welche die Stiftung KliK die Kompensationspflicht erf\u00fcllt, bezahlen der Stiftung ein Entgelt. Dieses deckt s\u00e4mtliche Kosten, die der Stiftung im Zusammenhang mit der Erf\u00fcllung der Kompensationspflicht entstehen.<\/em> Was ist wohl die Absicht dieser objektiven Falschaussage im Tamedia-Artikel?<\/p>\n<p>P.S. Die CO<sub>2<\/sub>-Abgabe wird derzeit ausschliesslich auf fossilen Brennstoffen (Erd\u00f6l, Erdgas, &#8230;) erhoben und weitgehend an Haushalte und die Wirtschaft zur\u00fcckerstattet, bis auf den Teil, welcher ebenfalls im Sinne der Climate Criminals f\u00fcr &#8222;Das Geb\u00e4udeprogramm&#8220; verwendet wird &#8211; aber dazu habe ich bereits einige-Blogbeitr\u00e4ge geschrieben, z.B. <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/an-die-politik-es-braucht-endlich-energiepolitik-statt-das-gebaudeprogramm-die-kev-und-co\" title=\"An die Politik: es braucht endlich Energiepolitik statt \u201cDas Geb\u00e4udeprogramm\u201d, die KEV und Co.\" target=\"_blank\">An die Politik: es braucht endlich Energiepolitik statt \u201cDas Geb\u00e4udeprogramm\u201d, die KEV und Co.<\/a>. Die Reaktionen der <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/online-stammtische-abschaffen-statt-fremdbemitleidung\" title=\"Online-Stammtische abschaffen statt Fremdbemitleidung\" target=\"_blank\">Digitalstammtischler<\/a>, welche vor allem auf die gar nicht einbezogene CO<sub>2<\/sub>-Abgabe Bezug nehmen, l\u00e4sst gewisse Vermutungen zu, die die Climate Criminal-These best\u00e4tigen. <\/p>\n<p>Im Artikel macht sich dar\u00fcber hinaus Tamedia zum Sprachrohr der Subventionitis-Jammerer von KliK und Mineral\u00f6lwirtschaft. Dabei ist der Fall klar: weil bis anhin im Verkehrsbereich kaum etwas zur Verminderung des Energieverbrauchs und damit zur Reduktion des Treibhausgasausstosses unternommen wurde &#8211; die Effizienzfortschritte im Motorenbau wurden durch gr\u00f6ssere Fahrzeuge und h\u00f6here Fahrleistungen \u00fcberkompensiert &#8211; ist ein sehr sehr grosses Potenzial an verbrauchsmindernden Massnahmen vorhanden, die f\u00fcr die Verkehrsnutzenden sehr wirtschaftlich sind &#8211; und da braucht es relativ wenig Gelder f\u00fcr Werbekampagnen, aber sicher keine Subventionen.<\/p>\n<p>Dies l\u00e4sst sich an den im Tamedia-Artikel genannten Ideen bestens aufzeigen. <strong><a href=\"http:\/\/www.ecodrive.ch\/\" target=\"_blank\">Eco-Drive<\/a><\/strong> etwa wirbt auf der Internet-Seite mit diesen Aussagen: <em>Eco-Drive, das ist die clevere Fahrtechnik mit dem Mehrfach-Nutzen: Sie fahren damit nach der Formel &#8222;\u00f6konomisch + \u00f6kologisch + sicher&#8220;. &#8230; Sie sparen Treibstoff. Sie schonen Auto und Reifen. Sie sind entspannter und sicherer unterwegs. Und Sie leisten einen Beitrag an den Klimaschutz. Doch nicht nur das, wie Sie gleich sehen.<\/em> Derzeit wird etwa &#8222;<em>DrivePlus &#8211; das Fahr-Coaching, das den Verbrauch senkt und die Sicherheit erh\u00f6ht<\/em>&#8220; angeboten &#8211; zum (bereits subventionierten) Preis von 60 Franken. F\u00e4hrt eine Person 12&#8217;000 km Auto pro Jahr mit einem Fahrzeug (Durchschnittsfahrleistung eines CH-Autos), welches 6 Liter Benzin auf 100 km braucht, dann amortisieren sich die vollen Kurskosten von 120 Franken nach 13 Monaten! Schon erstaunlich, dass Investments in die eigenen F\u00e4higkeiten mit derart kurzen Amortisationszeiten noch mit Subventionen gef\u00f6rdert werden m\u00fcssen. Da g\u00e4be es ganz einen einfachen Ansatz: wer diese Weiterbildung nicht regelm\u00e4ssig macht, verliert den Fahrausweis. Nur: die dadurch erzielbare Wirkung w\u00e4re wohl kaum im Sinne der Mineral\u00f6l- und Autolobby!<\/p>\n<p>Ebenso ist es mit dem dem Auto-Energiecheck AEC. Auch dazu einige Zitate: &#8222;Das Sparpotenzial durch AEC betr\u00e4gt laut AGVS bis zu 20 Prozent Energie. Dadurch lasse sich j\u00e4hrlich bis zu 500 Franken, bis zu 270 Liter Treibstoff und bis zu 0,6 Tonnen CO2 einsparen. &#8230; Die Preisempfehlung liegt bei 49 Franken, was laut AGVS-Zentralpr\u00e4sident Urs Wernli f\u00fcr Garagen aber nicht kostendeckend sei.&#8220; Leichtlauf\u00f6l w\u00e4re eine der Massnahmen &#8211; warum eigentlich bieten die zum Klimaschutz verpflichteten Mineral\u00f6lgesellschaften auch noch andere Qualit\u00e4ten an? Was lohnend ist, ist nicht zu subventionieren. Ebenso erfordern Produkte, die es in anderer als in effizienzf\u00f6rdernder Form gar nicht mehr gibt, keine Subventionen, genauso ist es mit Massnahmen, die gesetzlich vorgeschrieben sind.<\/p>\n<p>Dass KliK Probleme damit hat und haben wird, \u00fcberhaupt subventionsw\u00fcrdige Kompensationsmassnahmen zu finden, ist l\u00e4ngst bekannt. Der Kompensations-Subventions-Dschungel kann keine nachhaltigen Beitr\u00e4ge zu Energiepolitik- und Klimaschutzumsetzung leisten.<\/p>\n<p><strong>Darum: endlich <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/hoffnungsschimmer-fur-die-energiepolitik-energielenkungsabgabe\" title=\"Hoffnungsschimmer f\u00fcr die Energiepolitik: Energielenkungsabgabe\" target=\"_blank\">stark lenkende Energieabgaben auf allen Energietr\u00e4gern erheben &#8211; und umfassend an Haushalte und Wirtschaft zur\u00fcckerstatten!<\/a><\/strong>    <\/p>\n<hr>\n<p>Nachtrag 29.3.2014: Artikel <a href=\"http:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Umwelt\/Kyoto-Klimaveranderung\" target=\"_blank\">Erd\u00f6l-Lobby liefert Klima-Trauerspiel in 7 Akten<\/a> von Kurt Marti, infosperber.ch vom 28.3.2014 zur Geschichte hinter dieser Climate Criminal-Sache<\/p>\n<p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich vermute schon l\u00e4nger, dass der Tamedia-Konzern den Climate Criminals sehr sehr nahe steht. 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