{"id":463,"date":"2008-12-29T14:35:48","date_gmt":"2008-12-29T13:35:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/?p=463"},"modified":"2009-12-19T09:51:37","modified_gmt":"2009-12-19T08:51:37","slug":"endlich-mit-dem-bau-neuer-strassen-aufhoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/endlich-mit-dem-bau-neuer-strassen-aufhoren","title":{"rendered":"Endlich mit dem Bau neuer Strassen aufh\u00f6ren!"},"content":{"rendered":"<p>Am 19. Dezember 2008 hat der Bundesrat wieder einmal mehr ein vermeintliches <a href=\"http:\/\/www.news.admin.ch\/message\/?lang=de&#038;msg-id=24543\" target=\"_blank\">Geschenkpaket<\/a> in die Vernehmlassung geschickt: Milliardenbetr\u00e4ge f\u00fcr neue Autobahnen. Und dies, obwohl bekannt ist, dass insbesondere der Strassenverkehr zu einer erheblichen Einschr\u00e4nkung der Lebensqualit\u00e4t f\u00fchrt und zudem in erheblichem Mass zum \u00fcberm\u00e4ssigen Ausstoss von Treibhausgasen, insbesondere CO2, beitr\u00e4gt. In der heutigen Form f\u00fchrt der Strassenverkehr zu immer noch mehr Problemen &#8211; und ist mit Sicherheit nicht nachhaltig.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Der \u00f6kologische Fussabdruck der Schweiz ist mehr als doppelt so gross wie die ihr im weltweiten Durchschnitt zustehende Biokapazit\u00e4t.<\/strong> Diese Aussage steht in einer gemeinsamen <a href=\"http:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/portal\/de\/index\/news\/medienmitteilungen.Document.116309.pdf\" target=\"_blank\">Medienmitteilung<\/a> des Bundesamt f\u00fcr Statistik BFS und der Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA vom 15. Dezember 2008. Genau vier Tage sp\u00e4ter schl\u00e4gt der Bundesrat vor, weitere 5 Mia Franken f\u00fcr noch mehr Strassen auszugeben, obwohl solche Strassenbauten nachweislich den \u00f6kologischen Fussabdruck weiter vergr\u00f6ssern, die \u00fcberm\u00e4ssige Beanspruchung der nat\u00fcrlichen Ressourcen also betonen. Dass der Bundesrat gleichzeitig auch noch Projekte des \u00f6ffentlichen Verkehrs vorantreiben will, ist zwar sch\u00f6n, best\u00e4tigt aber die Richtungslosigkeit der aktuellen Verkehrspolitik: selbst die reiche Schweiz kann es sich nicht leisten, so viel Geld f\u00fcr unsinnigen Verkehr auszugeben. Statt Konzentration auf die Infrastruktur braucht die Verkehrspolitik endlich auch Effizienz- und Suffizienz-Beitr\u00e4ge: Verkehrssparen, Fokussierung auf die effizienten Fortbewegungsmittel, Betonung des Seins anstelle der Bewegung sind dringlich und zwingend. Davon ist in den Vernehmlassungsunterlagen des Bundesrates nichts, rein nichts zu finden! Die Verkehrspolitik m\u00fcsste endlich von der Beliebigkeit der freien Verkehrsmittelwahl Abstand nehmen und klar signalisieren, dass Effizienz, Umwelt- und Gesellschaftsvertr\u00e4glichkeit, Klimaschutz und nicht der MIV (sprich Mief) im Fokus der Verkehrspolitik stehen. <\/p>\n<p>Verkaufen will der Bundesrat dieses Monsterpaket f\u00fcr noch mehr Strassenverkehr mit den Schlagwort &#8222;Engp\u00e4sse im Schweizerischen Nationalstrassen beseitigen&#8220; &#8211; so t\u00f6nt es seit 50 Jahren, und immer wieder gibt es neue Engp\u00e4sse: ein Teufelskreis, der von der Politik hilflos angetrieben wird.<\/p>\n<p>Im \u00fcbrigen: Frist f\u00fcr Stellungnahmen zu diesem unsinnigen <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/gg\/pc\/pendent.html#UVEK\" target=\"_blank\">Autobahnpaket ist der 17.4.2009<\/a> &#8211; wie immer k\u00f6nnen sich alle Bewohnerinnen und Bewohner dieses Landes am Vernehmlassungsverfahren beteiligen &#8211; selbstverst\u00e4ndlich auch wie immer ohne Gew\u00e4hr daf\u00fcr, dass selbst berechtigte Anliegen aufgenommen werden!<\/p>\n<p>P.S. Obwohl beispielsweise der zweite Durchgangsbahnhof in Z\u00fcrich &#8211; der Bahnhof L\u00f6wenstrasse &#8211; von zentraler Bedeutung sowohl f\u00fcr den nationalen wie den regionalen \u00f6ffentlichen Verkehr ist, ist der Bund nicht in der Lage, die Finanzierung dieses wichtigen Bausteins der Verkehrspolitik zu gew\u00e4hrleisten. Er muss sich seinen Kostenanteil vom Kanton Z\u00fcrich vorschiessen lassen und ist nicht einmal f\u00e4hig, das vorgeschossene Geld zu verzinsen. Da hat der Bund definitiv die Schwerpunkte seiner Verkehrs- und Finanzpolitik falsch gesetzt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 19. Dezember 2008 hat der Bundesrat wieder einmal mehr ein vermeintliches Geschenkpaket in die Vernehmlassung geschickt: Milliardenbetr\u00e4ge f\u00fcr neue Autobahnen. 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