{"id":4004,"date":"2012-09-28T10:00:56","date_gmt":"2012-09-28T08:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/?p=4004"},"modified":"2012-09-28T10:50:27","modified_gmt":"2012-09-28T08:50:27","slug":"wider-die-tragheit-des-sich-modern-gebenden-menschen-warum-es-vegetarische-und-vegane-restaurants-und-mensen-braucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wider-die-tragheit-des-sich-modern-gebenden-menschen-warum-es-vegetarische-und-vegane-restaurants-und-mensen-braucht","title":{"rendered":"Wider die Tr\u00e4gheit des sich modern gebenden Menschen: warum es vegetarische und vegane Restaurants und Mensen braucht"},"content":{"rendered":"<p>Auto, Tabak, Fleisch &#8211; da werden selbst sich modern gebende Menschen, pr\u00e4zisierend vor allem M\u00e4nner, zu vorwiegend emotional argumentierenden Steinzeit-Menschen. Es ist definitiv an der Lernf\u00e4higkeit dieser sich so modern gebenden Menschen zu zweifeln.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ist die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Veganismus\" target=\"_blank\">vegane Lebensweise<\/a> extrem? Ist es extrem, auf die Nutzung von Tieren und tierischen Produkten zu verzichten? &#8222;Extrem&#8220; wird immer dann verwendet, wenn eine Verhaltensweise provoziert, wenn eine Verhaltensweise f\u00fcr die beurteilende Person als nicht machbar erscheint &#8211; vegan lebende Menschen kommen quasi als Ausrufezeichen daher, welches vieles, was sich modern gebende Menschen einfach so tun. Der aktuelle Fleischkonsum insbesondere in den reichsten L\u00e4ndern dieser Erde ist definitiv nicht nachhaltig, der zum Teil damit verbundene Konsum von Milch und Milchprodukten ist aus Nachhaltigkeitssicht als kritisch einzusch\u00e4tzen. Fleischkonsum ist ein <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Datei:Fleischkonsum-Welt.png&#038;filetimestamp=20051202133457\" target=\"_blank\">Wohlstandsph\u00e4nomen<\/a> &#8211; im Wissen darum, dass der Mensch ein Nahrungs-Allrounder ist, aufgrund der &#8222;Konstruktion&#8220; des Verdauungstraktes mit einer Betonung der vegetabilen Anteils der Nahrung. Im Gegensatz zur Werbung f\u00fcr Schweizer Fleisch ist Fleisch als erg\u00e4nzender Teil der Nahrung und und somit als Beilage zu bezeichnen. Aus einer ganzen Reihe von Gr\u00fcnden &#8211; von Klimaschutz bis Gesundheit &#8211; m\u00fcssen sich nicht nur Schweizer M\u00e4nner daran gew\u00f6hnen, deutlich weniger Fleisch zu essen &#8211; <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/noch-mehr-teilzeit-vegis-gesucht\" title=\"Noch mehr Teilzeit-Vegis gesucht!\" target=\"_blank\">Teilzeit-Vegi<\/a> muss zum Standard werden. Dazu geh\u00f6rt auch, den Anteil von tierischen Produkten von Milch bis Honig in der Nahrung zu vermindern, und zumindest Nichtnahrungsprodukte (Leder etc) zur\u00fcckhaltend und dauerhaft zu nutzen.<\/p>\n<p>Mensch <strong>m\u00fcssen<\/strong> sich daran gew\u00f6hnen, weniger Fleisch zu essen. Was meint &#8222;m\u00fcssen&#8220;? Bedeutet etwa die Forderung nach einer Uni-Kantine mit ausschliesslich vegetarischem und veganem Angebot, dass die Ern\u00e4hrungsweise <strong>vorgeschrieben<\/strong> werden soll? Abgesehen davon, dass das Angebot sehr vieler Restaurants eher den Eindruck erweckt, Fleischkonsum sei in diesem Land vorgeschrieben, gibt es derart viele Hinweise, dass der aktuelle Fleischkonsum aus sehr vielen Gr\u00fcnden zu vermindern ist, dass dieses &#8222;Muss&#8220; eine ethische Aufforderung im Sinne der goldenen Regel darstellt &#8211; dieses &#8222;Muss&#8220; appelliert an die Lernf\u00e4higkeit und das Verantwortungsgef\u00fchl jedes einzelnen Menschen. Vegetarische und vegane Restaurants sind im \u00dcbrigen im Trend &#8211; wenn vegetarische und vegane K\u00fcche die Hauptsache ist, wird dieses Angebot entsprechend sorgf\u00e4ltig gepflegt!<\/p>\n<p>Die Schweizer Fleischlobby h\u00e4lt auf einer <a href=\"http:\/\/www.schweizerfleisch.ch\/home\/details\/article\/der-fleischkonsum-2011-in-der-schweiz.html\" target=\"_blank\">Internetseite<\/a> fest: <em>Der Fleischkonsum [2011] in der Schweiz entwickelte sich erneut positiv. Jede Einwohnerin und jeder Einwohner konsumierte 2011 im Durchschnitt 53,74 kg Fleisch, was einer Zunahme der Gesamtmenge an verkaufsfertigem Fleisch von 0,8% entspricht.<\/em> Eine solche Entwicklung kann nur mit Blick auf das <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/zynisches-bip\" title=\"Zynisches BIP\" target=\"_blank\">zynische BIP<\/a> als positiv betrachtet werden &#8211; wenn sich die 0.8% Zunahme pro Jahr fortsetzen, w\u00fcrde sich der Fleischkonsum bis in etwa 80 Jahren verdoppeln! Und das ist mit Sicherheit keine sinnvolle Entwicklung.<\/p>\n<p>Das heisst: es braucht vegetarische und vegane Restaurants, aber insbesondere auch solche Gastronomieangebote, die dieses &#8222;Segment&#8220; mindestens so gut pflegen wie ihre Fleisch- und Fischangebote oder den Weinkeller.    <\/p>\n<hr>\n<p>Als Ideensammlung f\u00fcr die hauseigene K\u00fcche: <a href=\"http:\/\/mklarmann.github.com\/eaternity-website\/recipes\/\" target=\"_blank\">Rezepte von eaternity<\/a> <\/p>\n<p>P.S. Ausf\u00fchrungen zu <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/prinzip-hoffnung-nachhaltigkeit\" title=\"Prinzip Hoffnung: Nachhaltigkeit\" target=\"_blank\">Nachhaltigkeit<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/strassenverkehr-endlich-weg-mit-den-tabus\" title=\"Strassenverkehr: endlich weg mit den Tabus!\" target=\"_blank\">Auto<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/das-fortgesetzte-ende-der-vernunft\" title=\"Das fortgesetzte Ende der Vernunft\" target=\"_blank\">Rauchen<\/a> &#8230;<\/p>\n<p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auto, Tabak, Fleisch &#8211; da werden selbst sich modern gebende Menschen, pr\u00e4zisierend vor allem M\u00e4nner, zu vorwiegend emotional argumentierenden Steinzeit-Menschen. 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