{"id":3007,"date":"2011-06-20T20:25:29","date_gmt":"2011-06-20T18:25:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/?p=3007"},"modified":"2011-06-20T20:25:29","modified_gmt":"2011-06-20T18:25:29","slug":"axpo-restglaubwurdigkeit-bei-etwa-null","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/axpo-restglaubwurdigkeit-bei-etwa-null","title":{"rendered":"Axpo: Restglaubw\u00fcrdigkeit bei etwa Null"},"content":{"rendered":"<p>Ein staunender und ein ver\u00e4rgerter Konzernchef Heinz Karrer &#8211; und <a href=\"http:\/\/www.axpo.ch\/axpo\/de\/home_multi\/medien\/medienmitteilungen\/2011\/juni\/ergebnis-trotz-schwierigem-umfeld-verbessert---oeffentliches-kau.html\" target=\"_blank\">dies am gleichen Tag<\/a>! Exemplarischer k\u00f6nnte nicht dargestellt werden, wie die Glaubw\u00fcrdigkeit der Firma Axpo bachab geht (wahrscheinlich die Aare ab). <!--more--><\/p>\n<p>Trotz weniger Umsatz mehr Gewinn &#8211; dies ist nur in der Schweizerischen Stromwirtschaft m\u00f6glich! Und trotzdem beschwert sich Axpo-CEO Heinz Karrer \u00fcber die Politik. Selbst die <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/auch-im-nationalrat-unsinn-statt-energiepolitik\" target=\"_blank\">Nicht-Entscheide des Parlaments<\/a> gehen der Axpo zu weit: dieser (Nicht-)Entscheid sei nicht nachvollziehbar! Tja, seit Tschernobyl ist klar, dass der raschestm\u00f6gliche Verzicht auf Atomenergie m\u00f6glich ist &#8211; es handelt sich nicht um eine technische Fragestellung, sondern um politische Entscheide. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Aussage &#8222;nicht nachvollziehbar&#8220; der Axpo-Spitze signalisiert, dass hier ein Lernprozess in Gang gekommen ist &#8211; vielleicht braucht es dazu noch etwas Nachhilfe (da geht es der Axpo offenbar nicht anders als den <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/zuerich\/region\/bertrittstests-und-GymiKurse-sollen-fuer-mehr-Chancengleichheit-sorgen-\/story\/13556053\" target=\"_blank\">potentiellen Mittelsch\u00fclerInnen<\/a> im Kanton Z\u00fcrich). Darum sei es hier wiederholt: eine <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/nach-nuklear-und-nach-fossil-heute-beginnen\" target=\"_blank\">nuklear- und fossilfreie Energieversorgung<\/a> ist m\u00f6glich!<\/p>\n<p>Ver\u00e4rgert zeigte sich die Axpo-Spitze, dass sie und einige Axpo-Verwaltungsr\u00e4te (in der Regel langj\u00e4hrige PolitikerInnen vor allem von $VP und FDP) nicht nach <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wir-wollen-den-raschestmoglichsten-atom-ausstieg\" target=\"_blank\">Majak<\/a> reisen konnten, um sich pers\u00f6nlich von den aus ihrer Sicht paradiesischen Verh\u00e4ltnissen in dieser Atomm\u00fcll-Herumschiebe-Einrichtung \u00fcberzeugen zu k\u00f6nnen (Achtung: dieser Satz ist ironisch). Abgesehen davon, dass nach diversen Medienberichten schon l\u00e4ngst klar ist, dass es sich bei Majak um einen Ort handelt, der der milit\u00e4rischen Geheimhaltung untersteht, die Nicht-Besuchsm\u00f6glichkeit also alles andere als \u00fcberraschend ist: es ist geradezu anmassend, dass sich Axpo-CEO Karrer und Axpo-Verwaltungsr\u00e4te wie der Z\u00fcrcher $VP-Regierungsrat K\u00e4gi zutrauen, durch einen Kurzbesuch beurteilen zu k\u00f6nnen, ob in Majak (nicht nur in \u00f6kologischer Sicht) alles bestens verl\u00e4uft. Zur Illustration: die Axpo hat mit viel Aufwand eine Umweltdeklaration f\u00fcr die Atomkraftwerke Beznau erarbeiten lassen. Allerdings ist diese Umweltbilanz trotz des vielen Aufwandes schlicht falsch, wie<a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/rss\/18994.html\" target=\"_blank\"> Studien im Auftrag von Greenpeace<\/a> ergeben haben. Im \u00fcbrigen: All die vielen Studien haben EIN gemeinsames Ergebnis: <strong>Atomenergie ist NICHT NACHHALTIG<\/strong>!<\/p>\n<p>Es ist nicht weiter verwunderlich, dass es mit dieser ziemlich nahe bei Null liegenden Restglaubw\u00fcrdigkeit die Axpo auch Schwierigkeiten hat, Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu realiseren!<\/p>\n<p>Die Axpo hat ein Problem: trotz vielf\u00e4ltigen Strukturen ist sie energiepolitisch nicht gef\u00fchrt! Bereits 2007 hat sich etwa der Kanton Z\u00fcrich, zusammen mit den EKZ gr\u00f6sster Aktion\u00e4r der Axpo, ausdr\u00fccklich darauf beschr\u00e4nkt, bei der Axpo <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/der-zurcher-regierungsrat-verabschiedet-sich-definitiv-aus-der-energiepolitik\" target=\"_blank\">Aktion\u00e4rsinteressen<\/a> zu verfolgen! Eine direktdemokratische Einflussnahme auf die Axpo und ihre Stromversorgungspolitik findet  also nicht statt! Dies ist der grosse Unterschied zu den Elektrizit\u00e4tswerken der St\u00e4dte wie Basel, Z\u00fcrich, Genf oder Bern: diese sind in die direktdemokratischen Entscheidungsabl\u00e4ufe der St\u00e4dte eingebunden. Dies hat direkte Auswirkungen etwa auf das Stromangebot &#8211; <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/2000-watt-gesellschaft-wenn-physik-energie-und-klimaschutzpolitisch-wird\" target=\"_blank\">den Strommix<\/a> &#8211; dieser Werke: der verkaufte Strom ist deutlich \u00f6kologischer als der Axpo-Strom!<\/p>\n<p>Die politische Forderung: die Axpo ist so zu strukturieren, dass es den Kanton m\u00f6glich wird, direkten Einfluss auf den heute erstaunt und ver\u00e4rgert agierenden Stromversorger zu nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein staunender und ein ver\u00e4rgerter Konzernchef Heinz Karrer &#8211; und dies am gleichen Tag! 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