{"id":2872,"date":"2011-05-03T22:58:47","date_gmt":"2011-05-03T20:58:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/?p=2872"},"modified":"2011-05-03T22:58:47","modified_gmt":"2011-05-03T20:58:47","slug":"auch-bejubelte-gewalt-bringt-die-getoteten-liebsten-nicht-zuruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/auch-bejubelte-gewalt-bringt-die-getoteten-liebsten-nicht-zuruck","title":{"rendered":"Auch bejubelte Gewalt bringt die get\u00f6teten Liebsten nicht zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>In Thrillern geh\u00f6ren Kommandoaktionen &#8211; wie sie die Navy Seals in Pakistan ausgef\u00fchrt haben &#8211; regelm\u00e4ssig zum Plot. Was gedacht wird, kann auch ausgef\u00fchrt werden. Gewalt kennt keine Grenzen. &#8222;Justice is done&#8220;, soll der amerikanische Pr\u00e4sident Barack Obama nach der T\u00f6tung von Osama bin Laden gesagt haben. &#8222;Gerechtigkeit&#8220; kann allerdings vom obersten Milit\u00e4rchef eines Landes nicht ausge\u00fcbt werden &#8211; in einer Demokratie mit Gewaltenteilung steht die Schaffung von Gerechtigkeit nur den Gerichten zu. Von Gerechtigkeit kann somit nicht die Rede sein, es geht um plumpe Rache.<!--more--><\/p>\n<p>In westlichen Gesellschaften wird seit langer Zeit versucht, die Blutrache-Morde in Migraten-Separatgesellschaften zu vermeiden. Die Anwendung von Rache durch den amerikanischen Staat ist somit ein R\u00fcckfall in archaische Zeiten. Eine noch so gewaltt\u00e4tige Rache bringt all jene, die Gewalt zu Opfer gefallen sind, nicht ins Leben zur\u00fcck. Dieser Vorfall signalisiert trotz allem Jubel einmal mehr, dass die sich als F\u00fchrungsmacht des Westens gebende USA Gewalt als Problembew\u00e4ltigungsstrategie sowohl gutheisst wie anwendet.     <\/p>\n<p>Im Januar 2005 habe ich <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/fragen-nach-den-ursachen-des-terrors\" target=\"_blank\">Fragen nach den Ursachen des Terrors<\/a> gestellt. Ich habe Arbeiten des WorldWatch Instituts zitiert, etwa die Aussage, Terror sei ein Symptom und nicht die Ursache der gesellschaftlichen Zust\u00e4nde. Ich zitiere aus meinem damaligen Beitrag:<\/p>\n<p><em><\/p>\n<p>WorldWatch nennt die Handlungen, die anstelle des &#8222;milit&auml;rischen Muskelst&auml;rkens&#8220;, anstelle des Antiterror-Krieges, erforderlich sind: Strategische Investitionen in<\/p>\n<ul>\n<li>erneuerbare Energien<\/li>\n<li>das Gesundheitswesen<\/li>\n<li>den Umweltschutz<\/li>\n<li>die Bildung<\/li>\n<li>die Besch&auml;ftigung<\/li>\n<li>die Armutsbek&auml;mpfung<\/li>\n<li>die Abr&uuml;stung<\/li>\n<li>die Weiterentwicklung der UNO zur Anpassung an die globalen Sicherheitsbed&uuml;rfnisse.<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/em>  <\/p>\n<p>Schon damals habe ich festgehalten, dass sich die USA nicht an diesen strategischen Investitionen beteiligen, daran hat sich leider trotz des Wechsels im Pr\u00e4sidium von George W. Bush zum Barack Obama nicht oder nicht sehr viel ge\u00e4ndert, zum Teil <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/yes-we-can-yes-we-can\" target=\"_blank\">trotz des guten Willens von Barack Obama<\/a> auch wegen der absurden Mehrheitsverh\u00e4ltnisse in Senat und Repr\u00e4sentantenhaus. Es f\u00fchrt nichts daran vorbei: der behauptete &#8222;Krieg gegen Terror&#8220; ist und bleibt ein &#8222;Krieg um Oel&#8220; &#8211; ein Krieg zur Verteidigung der vermeintlichen Vorrechte der \u00f6kologischen Grossf\u00fcsse!<\/p>\n<p>Es bleibt dabei: Gewalt in jeder Form ist zu \u00e4chten.      <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Thrillern geh\u00f6ren Kommandoaktionen &#8211; wie sie die Navy Seals in Pakistan ausgef\u00fchrt haben &#8211; regelm\u00e4ssig zum Plot. Was gedacht wird, kann auch ausgef\u00fchrt werden. 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