{"id":1977,"date":"2010-08-05T21:06:02","date_gmt":"2010-08-05T19:06:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/?p=1977"},"modified":"2013-10-07T15:28:24","modified_gmt":"2013-10-07T13:28:24","slug":"das-lob-des-kleinen-alltagsradius","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/das-lob-des-kleinen-alltagsradius","title":{"rendered":"Das Lob des kleinen Alltagsradius"},"content":{"rendered":"<p><em>Der moderne Mensch steigt aufs Velo.<\/em> So schliesst ein Artikel von Philipp L\u00f6pfe im <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/der-tages-anzeiger-outet-sich-definitiv-als-auto-anzeiger\" target=\"_blank\">Auto-Anzeiger<\/a> (fr\u00fcher <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/unternehmen-und-konjunktur\/Die-gezuechteten-Pendler\/story\/14659986\" target=\"_blank\">Tages-Anzeiger) vom 5. August 2010<\/a>. Anlass sind die Hintergr\u00fcnde der selbst vom Preis\u00fcberwacher nicht verstandenen Aufschl\u00e4ge der \u00d6V-Billettpreise.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der EXPO 2000 in Hannover titelte der Dresdner Verkehrs\u00f6kologe Udo J. Becker: \u201c<em>Um die Mobilit\u00e4t zu erhalten, muss der Verkehr vermindert werden<\/em>\u201d. Analog dazu die Aussage von Philipp L\u00f6pfe: &#8222;<em>Der Erfolg der S-Bahn [Z\u00fcrich] wird zum Problem f\u00fcr die Schweiz<\/em>&#8222;.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn Verkehr, dann ist der \u00f6ffentliche Verkehr immer besser als MIEF, sorry MIV&#8220; &#8211; diese Formel, dieses Mantra stimmt, ist aber unvollst\u00e4ndig. So wie es Anfang der 80er-Jahre hiess &#8222;<em>Alu sammeln ist gut, Alu meiden ist besser<\/em>&#8222;, gilt analoges auch im Verkehr. Verkehrssparen, Verkehr vermeiden ist angesagt, bevor es darum geht, wie dieser Verkehr abzuwickeln ist. <\/p>\n<p>Die Argumente sind vielf\u00e4ltig, sind zum Teil auch im Artikel von Philipp L\u00f6pfe aufgef\u00fchrt &#8211; Raumplanung, \u00d6kologie, siehe auch ein schon etwas \u00e4lterer <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/ist-der-ov-2000-watt-fahig\" target=\"_blank\">umweltnetz-Beitrag<\/a> &#8230;  <\/p>\n<p>Entsprechend dem Zitat von Udo J. Becker dient eine Politik des kleinen Alltagsradius, also der Verk\u00fcrzung der PendlerInnen-Distanzen, tats\u00e4chlich der Erhaltung der Mobilit\u00e4t. Denn: Pendeln hat ehrlicherweise nichts mit Mobilit\u00e4t zu tun, sondern ist unn\u00fctze Zeit, die zwar zumindest zum Teil genutzt werden kann, zum Beispiel zum Lesen, aber eben doch unn\u00fctz bleibt. <\/p>\n<p>Wer weniger pendelt, hat im pers\u00f6nlichen \u00f6kologischen Fussabdruck noch Platz f\u00fcr echte Mobilit\u00e4tsbed\u00fcrfnisse, beispielsweise Ferienreisen (bevorzugt nicht gerade per Flugzeug).<\/p>\n<p>Der moderne Mensch steigt f\u00fcr Pendlerstrecken aufs Velo, sagt Philipp L\u00f6pfe. Ich erg\u00e4nze, &#8222;<em>&#8230; geht zu Fuss und bleibt zu Hause<\/em>&#8222;! Das Velo f\u00fcr die t\u00e4gliche Pendelstrecke zwischen Wohn- und Arbeits-\/Ausbildungsort gibt ein gutes und individuelles Mass f\u00fcr eine akzeptable Unterwegs-Strecke. Was mit dem Velo t\u00e4glich zur\u00fcckgelegt wird, kann gelegentlich auch zu Fuss erfolgen &#8211; Stadtwandern schafft viele neue Einblicke in den eigenen Lebensraum. Und zu Hause bleiben: viele Jobs, viele Ausbildungsg\u00e4nge erlauben dank den elektronischen Kommunikationsmitteln, dass beispielsweise ein Arbeitstag zu Hause ohne Probleme machbar ist, siehe <a href=\"http:\/\/www.homeofficeday.ch\" target=\"_blank\">Home Office Day<\/a>-Aktion. Jeder solche Heimarbeitstag senkt die individuelle Verkehrsnachfrage um zwanzig Prozent! Und vielleicht gibts ja die Kaffeepause statt in der B\u00fcro-Cafeteria in der n\u00e4chsten Quartierbeiz, in der Regel sogar rauchfrei!<\/p>\n<p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der moderne Mensch steigt aufs Velo. So schliesst ein Artikel von Philipp L\u00f6pfe im Auto-Anzeiger (fr\u00fcher Tages-Anzeiger) vom 5. August 2010. 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