Dass Gewaltanwendungen Teufelskreis und Sackgasse<\/a> darstellen, ist schon lange klar. Auf jeden Fall gibt es keine Gewaltanwendung im Verlaufe der Menschheitsgeschichte, die in irgend einer Form zur Probleml\u00f6sung beigetragen hat. <\/p>\n Auch die j\u00fcngsten Eskalationsbeitr\u00e4ge – einerseits eine gr\u00f6ssere Zahl von Schiffen mit Hilfsg\u00fctern f\u00fcr den Gazastreifen, angesichts der Beteiligten zumindest zum Teil als Protest der Zivilgesellschaft gegen die Politik im Nahen Osten zu verstehen, andererseits ein milit\u00e4risches Eingreifen von Israel, welche sich als aus dem Ruder gelaufene unangemessene Machtdemonstration der Armee entpuppen d\u00fcrfte – illustrieren die Ausweglosigkeit der aktuellen Situation im Nahen Osten. Definitiv: Sowohl die aktuellen Strategien als auch Haltungen s\u00e4mtlicher direkt und indirekt an diesem Konflikt beteiligten Gruppierungen und Institutionen sind absolut ungeeignet zur realen Probleml\u00f6sung. Wie immer in der Geschichte der Menschheit wird dieser Konflikt durch religi\u00f6se Verbr\u00e4mungen und durch die Nachwirkungen des traumatischen Ereignisses Holocaust\/Schoah<\/a> wesentlich gepr\u00e4gt. Es ist schlicht unakzeptabel, dass beispielsweise j\u00fcdische Gruppierungen jede kritische – und wie die reale Situation zeigt berechtigte – Frage an den j\u00fcdischen Staat als Antisemitismus\/Antijudaismus interpretieren. Um die Eskalationsstrategien der diversen Gruppierungen zu unterbrechen, braucht es v\u00f6llig neue Ans\u00e4tze. Jegliche Form der Gewaltanwendung ist per sofort zu \u00e4chten, und keine Gewaltanwendung darf zu Gegengewalt f\u00fchren. <\/p>\n Denn klar ist: nicht einmal im mittleren Osten lassen sich Probleme mit Gewalt l\u00f6sen. Auch wenn die Herausforderungen in Israel\/Pal\u00e4stina gr\u00f6sser sind als in der fr\u00fcheren Eidgenossenschaft, ist das Kantone-System<\/a> in der Region zwingend einzuf\u00fchren. Dazu sind alle bisherigen politischen Gruppierungen in der Region aufzul\u00f6sen. Beteiligen am Zukunftsprozess d\u00fcrfen sich nur Gruppierungen, die sich zum absoluten und unumst\u00f6sslichen Gewaltverzicht verpflichten und gleichzeitig s\u00e4mtliche religi\u00f6sen Komponenten aus der Politik heraushalten wollen – es braucht s\u00e4kulare, zivilgesellschaftliche L\u00f6sungen in dieser Region – damit man aus der Sackgasse Gewalteskalation<\/a> herauskommt! <\/p>\n
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