{"id":1814,"date":"2010-03-08T20:28:38","date_gmt":"2010-03-08T19:28:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/?p=1814"},"modified":"2010-03-08T20:28:38","modified_gmt":"2010-03-08T19:28:38","slug":"hier-irren-obama-sarkozy-merkel-und-co","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/hier-irren-obama-sarkozy-merkel-und-co","title":{"rendered":"Hier irren Obama, Sarkozy, Merkel und Co. &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Ein harter Vorwurf: der US-amerikanische Pr\u00e4sident Barack Obama, der franz\u00f6sische Staatspr\u00e4sident Nicolas Sarkozy und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel irren sich erheblich, wenn sie sich zur Atomenergie \u00e4ussern.  Klar ist: die Zukunft geh\u00f6rt ausschliesslich nachhaltig genutzten erneuerbaren Energien.<!--more--><\/p>\n<p>Barack Obama will die nordamerikanische Atomindustrie mit erheblichen Geldmitteln subventionieren, der franz\u00f6sische Staatspr\u00e4sident Nicolas Sarkozy setzt auf franz\u00f6sische Atomkraftwerke als Exportschlager, und die deutsche Bundeskanzlerin sieht die Atomenergie als &#8222;Br\u00fccke&#8220; in die Zukunft. Leider werden hier Zukunftschancen verhindert &#8211; man h\u00f6rt auf finanzkr\u00e4ftige LobbyistInnen statt auf unabh\u00e4ngige und sachkompetente ExpertInnen verschiedenster Fachrichtungen.<\/p>\n<p>Atomenergie ist <strong>keine nachhaltige Technologie<\/strong>. Sie beruht auf der endlichen, also begrenzen Ressource Uran. <\/p>\n<p>Zudem entstehen erhebliche Mengen <strong>radioaktiver M\u00fcll<\/strong>, welche w\u00e4hrend Jahrhundertausenden sicher gelagert werden M\u00dcSSEN &#8211; derzeit gibt es weltweit kein einziges glaubw\u00fcrdiges Projekt oder gar ein funktionierendes Lager. Die Regierungen verschiedenster L\u00e4nder geben jeweils Glaubensbekenntnisse ab, die in der Regel nicht wesentlich l\u00e4nger g\u00fcltig sind als die Trocknungszeit der Tinte f\u00fcr diese Aussagen.<\/p>\n<p>Die sogenannt friedliche Atomenergienutzung ist direkt und unl\u00f6sbar mit der Produktion von waffenf\u00e4higem Spaltmaterial (<strong>Atombombe<\/strong>) gekoppelt. Zudem besteht eine atompolitische Zweiklassengesellschaft: die USA bestimmt, welche Staaten als w\u00fcrdig erachtet werden, eine eigenst\u00e4ndige Atomenergie- und Atomwaffenproduktions-Wirtschaft zu betreiben. Der Konflikt zwischen Iran und einem Teil der Weltgemeinschaft \u00fcber die aktuelle und zuk\u00fcnftige Atompolitik Irans beruht einzig auf dieser selektiven Atom-Gunst-Zuteilung.<\/p>\n<p>Wenn ausgerechnet die USA, Frankreich und Deutschland die Atomenergie pushen, Staaten also, die die Hand sowohl auf der Uranproduktion, der Atomenergienutzung und zumindest teilweise auf der Atomwaffenproduktion haben, so wollen diese L\u00e4nder f\u00fcr vermehrte <strong>Abh\u00e4ngigkeit<\/strong> der &#8222;Nehmerl\u00e4nder&#8220; sorgen.<\/p>\n<p>Wenn Frankreich von einer ausgereiften Technologie der Atomenergienutzung spricht, so erfolgt dies wider besseres Wissen. Das Beispiel des nach langen Jahren immer noch nicht vollendeten finnischen Atomkraftwerkes Olkiluoto illustriert dies treffend: der franz\u00f6sische AKW-Bauer Areva hat die Kosten \u00fcberhaupt nicht im Griff, und es wird auch bereits von <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/themen\/atom\/atom-news-single\/archive\/2009\/may\/article\/teil-baustopp-beim-neuen-atomreaktor-in-olkiluoto-finnland\/\" target=\"_blank\">erheblichen Konstruktionsm\u00e4ngeln<\/a> berichtet. Wenn nun der franz\u00f6sische Staatspr\u00e4sident Nicolas Sarkozy dieses &#8222;<strong>Fass ohne Boden<\/strong>&#8220; als franz\u00f6sischen Exportartikel bezeichnet, werden die Absichten offensichtlich: Frankreich hat schlicht den Einstieg in die erneuerbaren Energien verpasst, und mit neuen AKWs sollen jetzt in anderen L\u00e4ndern erhebliche Mittel gebunden werden, die dann f\u00fcr erneuerbare Energien fehlen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Das Beispiel Deutschland illustriert treffend, dass im Interesse der Gewinne der Nuklearindustrie die Atomenergie zur Br\u00fcckentechnologie umstilisiert wurde: die Laufzeit auch bestehender Uralt-AKWs soll verl\u00e4ngert werden, w\u00e4hrend die <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/weg-von-der-subventionitis-keine-forderbeitrage-oder-einspeisevergutungen\" target=\"_blank\">Einspeiseverg\u00fctung<\/a> f\u00fcr Strom aus erneuerbaren Energien vermindert wird. Offenbar wollen CDU-\/FDP-Politik und Atomwirtschaft nicht akzeptieren, dass die StromkundInnen die <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/atomenergie-endlich-abwahlen\" target=\"_blank\"><strong>Atomenergie abgew\u00e4hlt haben<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p><strong>Atomenergie kann keinen ernsthaften Beitrag zur Verminderung der Mensch gemachten Klimaver\u00e4nderung leisten<\/strong> &#8211; die gelingt wirklich nur mit nachhaltig genutzten erneuerbaren Energien. Jede andere Aussage ist lobbygesteuerte Propaganda. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein harter Vorwurf: der US-amerikanische Pr\u00e4sident Barack Obama, der franz\u00f6sische Staatspr\u00e4sident Nicolas Sarkozy und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel irren sich erheblich, wenn sie sich zur Atomenergie \u00e4ussern. Klar ist: die Zukunft geh\u00f6rt ausschliesslich nachhaltig genutzten erneuerbaren Energien.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[4,5],"tags":[526,40,267,527,93,137,151,92],"class_list":["post-1814","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-energie-und-klimaschutz","category-politik","tag-atom","tag-atomenergie","tag-atommull","tag-energie","tag-erneuerbar","tag-nachhaltigkeit","tag-oekostrom","tag-strom"],"aioseo_notices":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1814","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1814"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1814\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1815,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1814\/revisions\/1815"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1814"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1814"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1814"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}