{"id":154,"date":"2004-10-16T02:15:49","date_gmt":"2004-10-16T01:15:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/denken-vor-dem-auto-fahren\/"},"modified":"2008-04-13T12:17:22","modified_gmt":"2008-04-13T11:17:22","slug":"denken-vor-dem-auto-fahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/denken-vor-dem-auto-fahren","title":{"rendered":"Denken vor dem Auto-Fahren"},"content":{"rendered":"<p>Der KIA Sorento-Fahrer Jakob Berglas wird im &#8222;Tagblatt der Stadt Z\u00fcrich&#8220; vom 15. September 2004 wie folgt zitiert:<!--more--><\/p>\n<p>&#8222;Der Offroader ist ein Auto wie jedes andere auch. Ich lasse mir nicht vorschreiben, was ich f\u00fcr einen Wagen zu fahren habe, mein Diesel verbraucht sowieso nicht viel.&#8220;<\/p>\n<p>Von hinten: Der KIA Sorento in Diesel-Version hat einen spezifischen Gesamtverbrauch von 8.4 Liter Diesel pro 100 km, auch wenn es Fahrzeuge mit noch gr\u00f6sserem Verbrauch gibt, ist dies ein zu grosser Verbrauch. Mehr als 2 Tonnen wiegt das leere Fahrzeug.<\/p>\n<p>Das durchschnittliche Fahrzeug f\u00e4hrt in der Schweiz pro Jahr etwa 12&#8217;500 km &#8211; nach TCS-Berechnung bedeutet dies Jahreskosten von rund 12&#8217;500 Franken &#8211; wesentlich mehr als Familien-GA f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Verkehr, gelegentliche Taxifahrten und hie und da ein Mobility-Fahrzeug.<\/p>\n<p>Von heute 6&#8217;300 auf baldm\u00f6glichst weniger als 2000 Watt pro Kopf, von derzeit mehr als 5 Tonnen CO2 auf unter 1 Tonne CO2 pro Kopf und Jahr, das sind die aktuellen umweltpolitischen Herausforderungen.<\/p>\n<p>Energieverschleuderer wie derartige Offroader, neckischerweise auch als Sport Utility Vehicle bezeichnet (besteht der Sport wohl darin, sehr h\u00e4ufig den Tankdeckel zuschrauben zu m\u00fcssen?) passen schlecht in die umweltpolitische Landschaft. Da solche \u00fcberm\u00e4ssig Treibstoff verbrauchenden Fahrzeuge (leider) nicht verboten werden k\u00f6nnen, lohnen sich auch f\u00fcr Autofahrende einige vertiefte Abkl\u00e4rungen:<\/p>\n<ol>\n<li>Der \u00f6ffentliche Verkehr ist um Faktoren weniger umweltbelastend als der Autoverkehr. Er kostet zudem weniger und schafft Zeitr\u00e4ume f\u00fcr verschiedenste T\u00e4tigkeiten. Es gibt zumindest in der Schweiz kaum eine Strecke, die nicht mit dem \u00f6ffentlichen Verkehr zur\u00fcckgelegt werden kann.Darum: wer nur sein eigenes K\u00f6rpergewicht und eine kleine Aktenmappe, oder eine grosse Einkaufstasche zu transportieren hat, braucht mit Sicherheit kein Auto &#8211; davon gibt es sehr sehr wenige Ausnahmen! Falls irgendwann etwas nicht klappt: Das Netz von Mobility-Fahrzeug-Abstellpl\u00e4tzen wird dauernd dichter. Und mit den eigenen F\u00fcssen oder dem Velo lassen sich viele Verkehrsbed\u00fcrfnisse abdecken.<\/li>\n<li>Der \u00f6ffentliche Verkehr&#8230;<\/li>\n<li>Der \u00f6ffentliche Verkehr&#8230;<\/li>\n<li>Der \u00f6ffentliche Verkehr&#8230;<\/li>\n<li>Der \u00f6ffentliche Verkehr&#8230;<\/li>\n<li>Der \u00f6ffentliche Verkehr&#8230;<\/li>\n<li>Wenns unbedingt ein Auto sein muss: jedes Auto, das mehr als drei Liter Treibstoff pro 100 km braucht, ist grunds\u00e4tzlich nicht zukunftstauglich. Bis dies so weit ist: VCS <a href=\"http:\/\/www.autoumweltliste.ch\/\" target=\"_blank\">www.autoumweltliste.ch<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.topten.ch\/\" target=\"_blank\">www.topten.ch<\/a><\/li>\n<li>Immer mehr Fahrzeuge gibt es mit Erdgasmotor.<\/li>\n<li>Dieselfahrzeuge, auch solche mit sehr tiefem Verbrauch, brauchen grunds\u00e4tzlich einen Partikelfilter (&#8222;Russfilter&#8220;) und einen Katalysator &#8211; sowohl aus Gr\u00fcnden der Luftreinhaltung als auch des Klimaschutzes.<\/li>\n<li>Vor jeder Fahrt eine kleine 30-sek\u00fcndige Denkpause: gehts wirklich nur mit dem Auto? Ginge es wohl auch zu Fuss, mit dem Velo oder dem \u00f6ffentlichen Verkehr?<\/li>\n<li>Parken Sie das eigene Auto grunds\u00e4tzlich mindestens 5 Fusswegminuten von der Haust\u00fcr entfernt.<\/li>\n<li>Und zur Belohnung: keine Harassen, M\u00f6bel, riesige Fernsehapparate, usw mehr selber transportieren, sondern sich beliefern lassen! Im \u00fcbrigen: auf den Parkpl\u00e4tzen der Discountgesch\u00e4fte f\u00fchrt das Einladen eines grossen Fernsehapparates selbst in grosse Personenwagen regelm\u00e4ssig zu realsatirischen Szenen.<\/li>\n<\/ol>\n<hr \/>\n<p>Nachtrag: im &#8222;bulletin&#8220; Nr. 4, Oktober 2004, dem Magazin der Credit Suisse, wird f\u00fcr die Mercedes  CLS-Klasse, den Cadillac SRX Crossover und den Volkswagen VW Phaeton geworben, alles Fahrzeuge  mit Leergewichten von um die 2 Tonnen und Benzinverbr\u00e4uchen im Mittel von \u00fcber 12 Liter pro 100 km,  bei Innenstadtverbr\u00e4uchen von um oder \u00fcber 20 Liter pro 100 km!<\/p>\n<p>Hat es die Credit Suisse tats\u00e4chlich n\u00f6tig, f\u00fcr solche SUV-Fahrzeuge (= &#8222;Sehr Ueberm\u00e4ssiger Verbrauch&#8220; oder &#8222;S\u00e4uft Ueberm\u00e4ssig Viel&#8220;) den Inserateraum zur Verf\u00fcgung zu stellen? Welchen Wert haben nun wohl die Aussagen zum Umweltengagement der  Credit Suisse?<\/p>\n<p>Erste Fassung: 16.9.2004<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der KIA Sorento-Fahrer Jakob Berglas wird im &#8222;Tagblatt der Stadt Z\u00fcrich&#8220; vom 15. 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