{"id":134,"date":"2003-11-24T22:48:33","date_gmt":"2003-11-24T21:48:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/umweltschutz-individuelle-und-gesellschaftliche-gespaltenheit\/"},"modified":"2010-05-17T22:38:13","modified_gmt":"2010-05-17T20:38:13","slug":"umweltschutz-individuelle-und-gesellschaftliche-gespaltenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/umweltschutz-individuelle-und-gesellschaftliche-gespaltenheit","title":{"rendered":"Umweltschutz: individuelle und gesellschaftliche Gespaltenheit"},"content":{"rendered":"<p>Das GfS-Forschungsinstitut hat im Auftrag des <a href=\"http:\/\/www.forummobil.ch\/\" target=\"_blank\">Forum Mobil<\/a> (der Mobilfunk-, Handy- oder Natel-Lobby, u.a. mit Ericsson AG , Orange Communications SA, Siemens Schweiz AG ,TDC Switzerland AG (sunrise), Swisscom Mobile AG) eine <a href=\"http:\/\/www.gfs.ch\/presse\/mobilfunk\/\" target=\"_blank\">Studie<\/a> zur Einstellung der Schweizer Stimmberechtigten zur Mobilfunktechnologie erstellt.<!--more--><\/p>\n<p>Das Hauptergebnis: weil die Mobilfunk-Technologie in der Wahrnehmung der Stimmberechtigten einen &#8222;hohen Bezug zur Allt&auml;glichkeit&#8220; und eine &#8222;tiefverwurzelte Unentbehrlichkeit&#8220; hat, sind die Stimmberechtigten bereit, die allgemein anerkannten<br \/>\nGesundheitsrisiken, vor allem in der N&auml;he der Antennen, zu tragen.<\/p>\n<p>Der allgemeine Nutzen dieser Technologie erscheint gr&ouml;sser als die Folgen der Risiken.<\/p>\n<p>Nun ist dies nicht nur bei der Mobilfunk-Technologie so. Dies ist eine generelle Eigenheit vieler Technologien. Beim Auto beispielsweise sind die Risiken mehr als Risiken, n&auml;mlich sehr konkrete, erhebliche und vor allem negative Folgen, mit katastrophalen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, z.B. auf das Klima, auf den Ressourcenbedarf, auf den Wasserhaushalt der Erde,<br \/>\nauf die Sicherheit, auf die L&auml;rmbelastung, &#8230; &#8211; auch wenn diese Fakten allgemein bekannt sind, nimmt der Autoverkehr nach wie vor grenzenlos zu.<\/p>\n<p>Sowohl individuell als auch gesellschaftlich besteht eine enorme Gespaltenheit: der momentane Nutzen vermag die realen oder potentiellen Gefahren zu &uuml;bertreffen, obwohl weder die realen noch die potentiellen Auswirkungen momentan vollst&auml;ndig bekannt sind. Es ist beispielsweise nicht klar, ob ein Benzinpreis von 5 Franken pro Liter ausreicht, um die externen Kosten des Benzinverbrauchs abdecken zu k&ouml;nnen&#8230;<\/p>\n<p>Gerade westliche Gesellschaften sind im individuellen Bereich sehr stark auf die finanzielle Sicherheit ausgerichtet &#8211; alles m&ouml;gliche und unm&ouml;gliche l&auml;sst sich versichern, fast f&uuml;r alles gibts Versicherungen. Dies w&uuml;rde eine gewisse Korrektur der unterschiedlichen Gewichtungen von Nutzen und Risiken\/Folgen von Technologien erm&ouml;glichen: weil ja bekanntlich der Nutzen von Technologien durch die Zahlungsbereitschaft der TechnologienutzerInnen bereits im Preis inbegriffen ist, m&uuml;ssten vor Einf&uuml;hrung einer neuen Technologie Versicherungen zur Abdeckung s&auml;mtlicher Risiken aus der Anwendung dieser Technologie<br \/>\nabgeschlossen werden &#8211; dies w&uuml;rde endlich die Beweislastumkehr erm&ouml;glichen: der potentielle Inverkehrsbringer einer neuen Technologie muss einer Versicherung die Risiken respektive Nicht-Risiken der neuen Technologie nachweisen, und aufgrund dieser Abkl&auml;rungen werden die Risikopr&auml;mien festgelegt und entsprechende R&uuml;cklagen get&auml;tigt. Selbstverst&auml;ndlich ist dieses Risiko-Management auch auf bereits genutzte Technologien auszudehnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das GfS-Forschungsinstitut hat im Auftrag des Forum Mobil (der Mobilfunk-, Handy- oder Natel-Lobby, u.a. mit Ericsson AG , Orange Communications SA, Siemens Schweiz AG ,TDC Switzerland AG (sunrise), Swisscom Mobile AG) eine Studie zur Einstellung der Schweizer Stimmberechtigten zur Mobilfunktechnologie erstellt.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-134","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"aioseo_notices":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/134","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=134"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/134\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1904,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/134\/revisions\/1904"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=134"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=134"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=134"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}