{"id":130,"date":"2005-03-07T22:48:33","date_gmt":"2005-03-07T21:48:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/billig\/"},"modified":"2005-03-07T22:48:33","modified_gmt":"2005-03-07T21:48:33","slug":"billig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/billig","title":{"rendered":"Billig?"},"content":{"rendered":"<p>Billig, Schn&auml;ppchen, g&uuml;nstig, cheap chic (geschmackvoll, aber billig) &#8211; einige aktuelle Stichworte.<!--more--><\/p>\n<p>Wettbewerb zwischen den AnbieterInnen gilt generell als eines der Allerweltsheilmittel, um zu billigeren Produkten zu kommen &#8211; wie wenn der Preis das einzige Kriterium w&auml;re. Wer dermassen auf Wettbewerb setzt, ignoriert zentrale Erkenntnisse menschlicher Entwicklung und Kultur.<\/p>\n<p>Wettbewerb &#8211; da gehts darum, dass jemand gewinnt, w&auml;hrend jemand anderes verliert. Wettbewerb ist also Ellbogismus pur! Um die VerliererInnen (nicht nur des direkten Wettbewerbs, sondern auch die Allgemeinheit) darf sich dann der Staat k&uuml;mmern. Und dieser muss sich dann von den vermeintlichen GewinnerInnen vorhalten lassen, zu viel Geld auszugeben. Damit werden diese vermeintlichen GewinnerInnen zu Abzockern, zu Zechprellern &#8211; weil sie in einem Markt agieren, der h&ouml;chst unvollst&auml;ndig ist und in dem nur ein Bruchteil der Kosten durch die Verursachenden zu bezahlen sind.<\/p>\n<p>Ein Beispiel aus dieser Billig-Unkultur:<\/p>\n<p>Da gibt es eine Publikation &#8222;SPEZIAL:&#8220; mit dem Titel &#8222;Schn&auml;ppchen&#8220;, herausgegeben von <a href=\"http:\/\/www.ktipp.ch\/\" target=\"_blank\">KTipp<\/a>. Da werden beispielsweise Milchprodukte aus Fabrikl&auml;den als ultimativer Tipp f&uuml;rs billige Leben empfohlen. F&uuml;r die Deutschschweiz gibts genau zwei Angaben: Emmi in Emmen und Hirz auf dem Hirzel. F&uuml;r die Anreise gibts nur Empfehlungen f&uuml;r die Autofahrenden, und dies jeweils ab der n&auml;chstgelegenen Autobahnausfahrt. Einige Seiten weiter hinten in der Brosch&uuml;re sind Angaben &uuml;ber Verkehrskosten zu finden &#8211; ohne &Uuml;berraschung l&auml;sst sich feststellen, dass die Reise mit &ouml;ffentlichem Verkehr um Faktoren g&uuml;nstiger ist als die Reise mit dem Auto, auch wenn es sich um ein Auto im Carsharing-Angebot handelt. Auch wenn der Autoverkehr nicht die vollst&auml;ndigen Kosten zu bezahlen hat (die &uuml;blicherweise angegebenen Kilometerkosten sind l&uuml;gende Preise), ein Kilometer Autofahrt kostet rund einen Franken. Die Distanz Z&uuml;rich-Hirzel retour betr&auml;gt rund 40 km: allein f&uuml;r die Fahrt sind also etwa 40 Franken auszugeben. Zudem erfordert eine derart lange Fahrt erheblich mehr Zeit als der Einkauf im Quartier. Wer ehrlich mit sich selber ist, muss auch diesen zus&auml;tzlichen Zeitaufwand in die Rechnung einbeziehen. Somit wird der vermeintliche Geldspartipp eindeutig zur Ausgabenschleuder. <br \/>Im &uuml;brigen: es ist eine gute Idee, Ware nahe am Verfalldatum, &Uuml;berproduktionen, Ware in nicht mehr aktuellen Verpackungen zu verkaufen. Aber es braucht dazu andere Konzepte als Fabrikl&auml;den, die relativ schlecht mit dem &ouml;ffentlichen Verkehr zu erreichen sind.<\/p>\n<p>Sicher, es lohnt sich, auch den Preis eines Produktes in die Kauf&uuml;berlegungen einzubeziehen, vor allem darum, damit die Wettbewerbs-SiegerInnen nicht einfach noch mehr abzocken k&ouml;nnen. Aber: es darf nicht einfach nur um den Preis gehen, sondern es braucht eine Gesamtbetrachtung! Und dann zeigt sich oftmals, dass der Preis ein absolut ungeeigneter Massstab zur Begr&uuml;ndung von Kaufentscheiden ist! Deshalb: weniger und daf&uuml;r bewusster einkaufen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Billig, Schn&auml;ppchen, g&uuml;nstig, cheap chic (geschmackvoll, aber billig) &#8211; einige aktuelle Stichworte.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-130","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"aioseo_notices":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/130","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=130"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/130\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}