{"id":1179,"date":"2009-03-21T15:50:32","date_gmt":"2009-03-21T15:50:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/lenkung-oder-forderung"},"modified":"2009-10-17T23:39:05","modified_gmt":"2009-10-17T21:39:05","slug":"lenkung-oder-forderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/lenkung-oder-forderung","title":{"rendered":"Lenkung oder F\u00f6rderung?"},"content":{"rendered":"<p>Am 19. M\u00e4rz 2009 hat der Nationalrat als Erstrat einer Teilzweckbindung der CO2-Lenkungs-Abgabe zugestimmt. Das F\u00fcllhorn an Subventionen soll \u00fcber die Schweizer Geb\u00e4udewirtschaft ausgesch\u00fcttet werden &#8211; obwohl l\u00e4ngst bekannt ist, dass dieser Weg nicht taugt. Stattdessen wird die eh schon schw\u00e4chliche Lenkungswirkung der CO2-Abgabe erheblich vermindert. <!--more--><\/p>\n<p>Seit Anfang 2008 wird in der Schweiz auf fossile Brennstoffe (d.h. vorallem Heiz\u00f6l und Erdgas) eine CO2-Abgabe erhoben. CO2-Abgabe darum, weil sie zur\u00fcckerstattet werden soll, und zwar an Haushalte (pro Kopf) und an die Wirtschaft (nach AHV-Lohnsumme), siehe dazu der <a href=\"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/co2abgabe\/co2abgcalc.htm\" target=\"_blank\">CO2-Abgaberechner<\/a> &#8211; fr\u00fchestens 2010, und weil der Bund einen Rechnungsfehler gemacht hat, wurde die Abgabe 2009 nicht erh\u00f6ht. <\/p>\n<p>Diese Lenkungsabgabe widerspricht s\u00e4mtlichen l\u00e4ngst wissenschaftlich exakt erfassten und bestimmten Faktoren, damit das Lenkungsziel erreicht werden kann. Nicht der aktuelle Stand der Co2-Emissionen im Vergleich mit einem politisch (und nicht naturwissenschaftlich fixierten) virtuellen Reduktionsziel sollte dabei die Richtschnur sein, sondern das Langfristziel &#8222;h\u00f6chstens eine Tonne CO2 pro Person und Jahr&#8220;.<\/p>\n<p>Mit der durch den Nationalrat vorgesehenen Teilzweckbindung des Ertrags der CO2-Abgabe wird die Lenkungswirkung nochmals massiv vermindert &#8211; die Politik will offenbar nicht, dass marktwirtschaftliche Ans\u00e4tze auch beim Klimaschutz ausprobiert werden k\u00f6nnen. Die Problematik von Subventionen wird <a href=\"http:\/\/2kwblog.umweltnetz.ch\/index.php?\/archives\/20-Nach-wie-vor-luegen-die-Energiepreise-Subventionen-fuehren-nicht-weiter!.html\" target=\"_blank\">hier<\/a> er\u00f6rtert. Klar ist dabei: mit Subventionen f\u00fcr energetische Massnahmen, die \u00fcber die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen, kann die dringlich erforderliche Erneuerungsrate des Geb\u00e4udebestandes nicht wirkungsvoll gesteigert werden &#8211; wer also f\u00fcr eine solche Teilzweckbindung wirbt, favorisiert unwirksame Scheinl\u00f6sungen! Zur Illustration: das <a href=\"http:\/\/www.gebaeudeprogramm.ch\" target=\"_blank\">Geb\u00e4udeprogramm<\/a> des Klimarappens hat erhebliche Schwierigkeiten, deutlich geringere Mittel loszuwerden! Wenn eine Wirkung erzielt werden soll, braucht es ein Erneuerungsobligatorium f\u00fcr Bauten, zumindest f\u00fcr Mehrfamilienh\u00e4user und vermietete Wirtschaftsbauten.<\/p>\n<p>Es gibt nur eine L\u00f6sung: die CO2-Abgabe ist raschm\u00f6glichst mindestens um den Faktor 10 zu erh\u00f6hen, zus\u00e4tzlich auch f\u00fcr Treibstoffe zu erheben &#8211; und sie ist vollumf\u00e4nglich an Haushalte und Wirtschaft zur\u00fcckzuerstatten. Dann werden tats\u00e4chlich jene belohnt, die weniger CO2 als der Durchschnitt emittieren. Und wenn die CO2-Abgabe zu einer Energieabgabe erweitert wird, ist es gleichzeitig m\u00f6glich, auch erhebliche Steuerungswirkungen zur Steigerung der Stromeffizienz zu erzielen!  <\/p>\n<p><small>Aus 2kwblog.umweltnetz.ch<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 19. M\u00e4rz 2009 hat der Nationalrat als Erstrat einer Teilzweckbindung der CO2-Lenkungs-Abgabe zugestimmt. Das F\u00fcllhorn an Subventionen soll \u00fcber die Schweizer Geb\u00e4udewirtschaft ausgesch\u00fcttet werden &#8211; obwohl l\u00e4ngst bekannt ist, dass dieser Weg nicht taugt. 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