{"id":103,"date":"2000-05-30T22:48:33","date_gmt":"2000-05-30T21:48:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/nein-zur-aenderung-des-strassengesetzes-nein-zur-abschaffung-des-velowegkredites\/"},"modified":"2000-05-30T22:48:33","modified_gmt":"2000-05-30T21:48:33","slug":"nein-zur-aenderung-des-strassengesetzes-nein-zur-abschaffung-des-velowegkredites","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/nein-zur-aenderung-des-strassengesetzes-nein-zur-abschaffung-des-velowegkredites","title":{"rendered":"Nein zur Aenderung des Strassengesetzes &#8211; Nein zur Abschaffung des Velowegkredites"},"content":{"rendered":"<p><b>Meine Voten im <a href=\"http:\/\/www.kantonsrat.zh.ch\/\" target=\"_blank\">Z&uuml;rcher Kantonsrat:<\/a><\/b><!--more--><\/p>\n<p><i>Montag, 6. M&auml;rz 2000<\/i><\/p>\n<p>Immer wieder diskutieren wir in diesem Rat &uuml;ber dringliche Postulate. Wer f&uuml;r die Dringlichkeit eines Vorstosses ist, will schnell die Antwort der Regierung vernehmen, will schnell eine Ver&auml;nderung erreichen.<\/p>\n<p>In einer ersten Phase sind dringend 200 Kilometer Radweg entlang den Staatsstrassen zu erstellen. Weitere 200 Kilometer m&uuml;ssen folgen. So steht es im Antrag der Baudirektion, was uns Regierungsr&auml;tin Dorothee Fierz in der Kommission best&auml;tigt hat. Bereits beim heutigen Wortlaut des Strassengesetzes w&uuml;rde es je nach Quelle 20 bis 25 Jahre dauern, bis allein die dringlichen Radwege realisiert w&auml;ren, von den weiteren 200 Kilometern gar nicht zu sprechen.<\/p>\n<p>Warum sind denn diese ersten 200 Kilometer Radwege dringlich? Es geht in erster Linie um die Sicherheit. Es braucht sie, um Schul- und Arbeitswege sicherer zu machen, was selbstverst&auml;ndlich auch den Freizeitvelofahrern und -fahrerinnen zugute kommt. Der zus&auml;tzliche Schutz f&uuml;r die Velofahrer, seien dies Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, ist vor allem deshalb erforderlich, weil der motorisierte Strassenverkehr weiterhin drastisch w&auml;chst und wirklich gef&auml;hrlich ist.<\/p>\n<p>Im &uuml;brigen wird die wegen des bilateralen Abkommens absehbare 40-T&ouml;nner-Lawine die Verkehrssicherheit nochmals massiv verschlechtern. Weil auch der neue Duden zwar die Schreibweise verschiedener W&ouml;rter, nicht aber deren Bedeutung ge&auml;ndert hat, ist festzuhalten, dass dringlich nach wie vor dringlich bedeutet und somit gewiss ein deutlich k&uuml;rzerer Zeitraum als die genannten 20 bis 25 Jahre gemeint ist.<\/p>\n<p>Die bisher ausgegebenen j&auml;hrlichen 10 bis 20 Millionen Franken f&uuml;r Radwege sind eindeutig zuwenig. Wir brauchen innert schnellerer Frist noch viel mehr Radwege. Wir brauchen endlich eine klare Priorit&auml;tensetzung zugunsten eines menschen- und umweltgerechten Verkehrs. Ich bin gespannt, wie Sie bei den Strassenbauvorst&ouml;ssen weiter unten auf der Traktandenliste reagieren werden. <\/p>\n<p>Velofahren ist zu f&ouml;rdern. Dar&uuml;ber besteht weitgehende Einigkeit. Schliesslich ist das Velo eines der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel. Velofahren f&ouml;rdert die Volksgesundheit. Das wissen all jene am besten, die selbst mit dem Velo unterwegs sind. Um keine Schadenfreude aufkommen zu lassen: Den Pfn&uuml;sel, den Sie bei mir vielleicht festgestellt haben, holte ich mir im Milit&auml;rdienst, weil ich zuwenig zum Velofahren kam.<\/p>\n<p>Wie kann denn Radfahren gef&ouml;rdert werden? Am einfachsten geschieht dies mit einem gut ausgebauten und sicheren Radwegnetz. Dies muss uns auch etwas wert sein. In diesem Zusammenhang m&ouml;chte ich auf die Stadt Bern verweisen, wo f&uuml;r die dringlichsten Massnahmen 22 Mio. Franken f&uuml;r die F&ouml;rderung des Veloverkehrs ausgegeben werden sollen.<\/p>\n<p>Wie Sie den Antr&auml;gen von Regierung und Kommission entnehmen k&ouml;nnen, ist dieses wenige Geld der Mehrheit noch immer zuviel. Sie wollen die Radwegfinanzierung der v&ouml;lligen Beliebigkeit unterstellen. Der zum Streichen vorgeschlagene &szlig; 28 Abs. 2 des Strassengesetzes entstand 1986 als Gegenvorschlag zu einer Volksinitiative, die eine Realisierung eines durchgehenden Netzes in Velorouten bis zum Jahr 1995 verlangte. Sie kennen die Realit&auml;t: Erst in 20 bis 25 Jahren sollen die dringendsten Teile eines solchen Netzes vorhanden sein.<\/p>\n<p>Der heutige &szlig; 28 Abs. 2 war das Ergebnis eines Kompromisses. Er ist nur in Ans&auml;tzen geeignet, das Velofahren wirklich zu f&ouml;rdern. Der damalige Kompromiss stellt das absolute Minimum dar.<\/p>\n<p>Die Gr&uuml;ne Fraktion lehnt daher die Vorlage 3703 mit aller Vehemenz ab. Im Interesse der Sicherheit der Velofahrenden und der Volksgesundheit ersuchen wir Sie, gegen das Eintreten auf die Vorlage zu stimmen.<\/p>\n<p>Falls die Gesetzes&auml;nderung im Rat eine Mehrheit findet, werden die Gr&uuml;nen das Referendum ergreifen. Wir werden zudem in der zweiten Lesung den Antrag auf Namensaufruf stellen!<\/p>\n<p><i>Montag, 22. Mai 2000<\/i><\/p>\n<p>10 Mio. Franken gibt der Kanton Z&uuml;rich j&auml;hrlich f&uuml;r Velowege aus und hat f&uuml;r die Realisierung der dringlichsten 200 Kilometer 20 Jahre gebraucht. Diese 10 Mio. Franken sind also ein absolutes Minimum; eigentlich br&auml;uchten wir viel mehr Geld. Wir wollen mit diesem Geld mehr Sicherheit f&uuml;r Velofahrende erreichen, auch f&uuml;r solche aus b&uuml;rgerlichen Parteien, und dies wirklich dringlich! Velofahrende sind z. B. Kinder und Jugendliche auf dem Schulweg, Frauen und M&auml;nner auf dem Weg zum Einkaufen oder zur Arbeit und Freizeitvelofahrende, auch vom SRB &#8211; sie alle brauchen diese Sicherheit dringend! Nur wer Nein sagt zu dieser &Auml;nderung des Strassengesetzes, ist f&uuml;r die Sicherheit der Velofahrenden. Alles andere sind leere Versprechungen und Lippenbekenntnisse.<\/p>\n<p><b>Ich beantrage, die Schlussabstimmung unter Namensaufruf durchzuf&uuml;hren, damit alle wissen, wer f&uuml;r Sicherheit im Veloverkehr ist.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Voten im Z&uuml;rcher Kantonsrat:<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-103","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"aioseo_notices":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=103"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.umweltnetz.ch\/content\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}