Zur a.o. Generalversammlung der FGZ vom 29. September 2009: Die FGZ hat immer noch nichts gelernt<\/strong><\/p>\n Eine Genossenschaft muss vorausschauend planen<\/a>. Dazu geh\u00f6ren der regelm\u00e4ssige Abbruch von lange genutzten Wohnungen und die Erstellung zeitgem\u00e4sser neuer Wohnungen. Die Neubauten Gr\u00fcnmatt sind leider nur in Ans\u00e4tzen zukunftsf\u00e4hig, sie werden zu viel Energie verbrauchen. <\/p>\n <\/p>\n Die Gremien der FGZ haben einen m\u00f6glichst tiefen Energieverbrauch nicht von Anfang an zum Ziel gehabt. In der Wettbewerbsausschreibung hiess es dazu: \u201eMinergie ist anzustreben\u201c. Andere Genossenschaften haben ebenfalls Ersatzneubauprojekte f\u00fcr Gartenstadtsiedlungen gestartet, mit der zwingenden Vorgabe, den anspruchsvollsten Energie- und \u00d6kologie-Standard Minergie-P-Eco<\/a> zu realisieren. Ganz im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft<\/a>, den energie- und klimaschutzpolitischen Zielen der Stadt Z\u00fcrich.<\/p>\n Die gute Gestaltung, flexible Nutzungskonzepte, die Auswahl \u00f6kologischer Bauweisen sind heute f\u00fcr viele Bauherrschaften selbstverst\u00e4ndlich. Dies l\u00e4sst sich bestens mit einem sehr tiefen Energieverbrauch kombinieren. Auch das Bauleitbild der FGZ<\/a> aus dem Jahr 2004 gibt dies vor: Die \u00f6kologischen Aspekte, der sorgf\u00e4ltige Umgang mit Energie und Materialien, sind f\u00fcr die FGZ zentral<\/strong>. <\/p>\n Der tiefe Energieverbrauch geh\u00f6rt zu den zwingenden Qualit\u00e4ten eines Neubaus, so die sch\u00f6nen Worte des preisgekr\u00f6nten FGZ-Bauleitbildes. Nur sind die dazu notwendigen Taten bei der Neuen Gr\u00fcnmatt nicht erfolgt. Die Neue Gr\u00fcnmatt ist aus energetischer Sicht alles andere als zeitgem\u00e4ss. Die FGZ \u00fcbernimmt ihre Verantwortung zur Begrenzung der Folgen der Mensch gemachten globalen Klimaver\u00e4nderung nicht!<\/p>\n Die Ausf\u00fchrungen des FGZ-Vorstandes zu den energetischen Aspekten der Neuen Gr\u00fcnmatt sind besch\u00f6nigend. Dokumentiert wird das Unverm\u00f6gen des Planungsteams und der FGZ-Gremien, im Energiebereich zukunftsf\u00e4hige L\u00f6sungen zu realisieren. Damit best\u00e4tigt auch die FGZ die Ergebnisse der wissenschaftlichen Auswertung einer grossen Zahl von Neubauprojekten: gute energetische L\u00f6sungen erfordern, dass von den ersten Ideen an konsequent energieoptimiert geplant und gebaut wird \u2013 sonst entstehen Mehrkosten in der doppelten bis dreifachen H\u00f6he.<\/p>\n Prof. Hansruedi Preisig<\/a> wurde auf meinen Vorschlag hin in einer zu sp\u00e4ten Projektierungsphase beigezogen. Ich bedauere heute, diesen Vorschlag gemacht zu haben, da die FGZ-Gremien und das Planungsteam nicht bereit waren, auf fr\u00fchere Fehlentscheide zur\u00fcckzukommen! Dass \u00fcber die Solaranlage erst an einer sp\u00e4teren GV entschieden werden kann, illustriert die unzweckm\u00e4ssige Vorgehensweise der FGZ.<\/p>\n Die Neue Gr\u00fcnmatt ist aus energetischer und klimasch\u00fctzerischer Sicht nicht zukunftsf\u00e4hig, dieses Ziel l\u00e4sst sich auch nicht mit einfachen Massnahmen erreichen. Erforderlich w\u00e4re ein kompletter Neustart. Ich werde deshalb nicht an der a.o. GV teilnehmen, als Protest gegen die Arbeitsweise der FGZ.<\/p>\n Warum sollen Sie mir mehr glauben als dem Vorstand? Ich engagiere mich aus der Verpflichtung f\u00fcr das Wohlergehen der Menschen und ihres Lebensraums. Ich sch\u00e4tze ohne Einschr\u00e4nkungen das Engagement der FGZ in der Wohnungspolitik, ich kenne und sch\u00e4tze viele Menschen, die in den Gremien der FGZ aktiv sind. Trotzdem erachte ich es in aller Verbundenheit als n\u00f6tig, auf die Schwachstellen sowohl des Projektes als auch des Planungsprozesses hinzuweisen, nicht zuletzt deshalb, weil die FGZ zuk\u00fcnftig weitere Ersatzneubauten planen wird. <\/p>\n Entscheiden Sie sich f\u00fcr eine auch energetisch zukunftsgerichtete FGZ!<\/strong><\/p>\n Die Unterlagen f\u00fcr die a.o. GV wurden zwar statutengem\u00e4ss versandt – extrem kurz vor der GV. Eine einigermassen sinnvolle Auseinandersetzung mit dem Antrag des Vorstandes ist in dieser kurzen Zeitspanne kaum m\u00f6glich – wenn zudem technische Probleme in der Produktionskette eines Flyers dazukommen, ist es schlicht nicht mehr m\u00f6glich, eine Gegenbewegung innerhalb der FGZ zu organisieren. Die Verantwortlichen der FGZ m\u00fcssen Sorge daf\u00fcr tragen, dass die Genossenschaft nicht zur Applausokratie verkommt! <\/p>\n Nach der a.o. GV vom 29.9.09<\/p>\n In einer Medienmitteilung vom 30.9.09 h\u00e4lt die FGZ fest, dass in der neuen Gr\u00fcnmatt „Wohnungen mit guten Energiewerten“ angeboten w\u00fcrden. Dies ist schlicht falsch. Wohnungen, die nicht einmal Minergie einhalten, sind deutlich schlechter als das, was der Markt heute im Durchschnitt an Neubauwohnungen auch bei Genossenschaften bietet. Einmal mehr eine Genossenschaft, die den Ernst der Lage noch nicht begriffen hat und ihre Verantwortung zum Klimaschutz nicht wahrnimmt – das sind Haltungen wie zu Bush-Zeiten! Es bleibt dabei: die Neue Gr\u00fcnmatt der FGZ ist nicht gr\u00fcn! <\/p>\n Nachtrag 21.3.2010<\/p>\n
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