Da ich vor Jahren bei den Grünen ausgetreten bin, da Eco radicaux schon damals keinen Platz hatten, und ich durchaus einverstanden bin damit, dass Vierjahresperioden wenig Chancen bieten für ökovisionäre Szenarien, plädiere ich für die Löschung von „Grün“, „Öko“ und dergleichen in Parteinamen (aber auch von „Volk“ und „Schweiz“).
]]>Nein, das mit den viel zu billigen Wohnungen ist alles andere als widerlegt. Ich habe gezeigt, dass die Mietzinssteigerung teuerungskorrigiert ausschliesslich durch den Flächenzuwachs bewirkt wurde – findet man auch in meinem Blog. Und ich habe auch eine Berechnung erstellt, bei welchem Anteil an den Einnahmen Wohnen nachhaltig ist. Es ist ganz einfach: die aktuelle Generation konsumiert zu billigen Wohnraum, betreibt also Zechprellerei zulasten zukünftiger Generationen. Oder anders: die heute günstigen Wohnungen waren vor 40 Jahren für die damaligen NutzerInnen auch teuer … Diese Möglichkeit haben nachkommende Generationen nicht! Da wird die Intergenerationengerechtigkeit massiv verletzt.
Ganz klar: die Flächenansprüche über ALLE Lebensabschnitte müssen deutlich vermindert werden. Es gibt nicht einen einzige Bestimmungsgrösse, an der ein bisschen geschräubelt werden kann, und dann sind alle Probleme behoben. Zwei Beispiele: Wohnen für ältere Menschen. Vielfach lebt man so lange wie möglich in der meist früheren Familienwohnung, also für die heutigen Bedürfnisse der alternden Restfamilie eher grossen Wohnung, die wegen aufgeschobenen Unterhalts eher günstig ist – und die kleineren, dem Bedarf angepassten Wohnungen sind deutlich teurer als das, was die zu grosse Altbauwohnung heute kostet. Oder das neue Scheidungsrecht mit geteilter Kinderbetreuung: dies braucht meist zwei normal grosse Wohnungen, weil in der Regel die Kinder und nicht die Betreuungspersonen umziehen. Letztlich führt dies alles zu einer Steigerung des Flächenbedarf pro Person ohne wirklichen Zusatznutzen.
]]>@Peter Zweig: Meine Wahlempfehlung für die Grüne Liste ist vor allemSentimentalität, und weil es für mich eigentlich sonst keine wählbare Partei gibt. Und ich vermisse schmerzlich eine Öko-Fundi-Partei.
Au http://www.umweltnetz.ch gibt es Berge von Artikeln, die eine radikale Ökologiepolitik einfordern. Definitiv: Ausstieg heisst es nur, wenn Atomkraftwerke sofort oder mindestens in fassbaren Zeiträumen (=maximal eine Wahlperiode).
Die Politik „günstige und grosse Wohnungen, aber subito“, welche Sie wahrscheinlich meinen, wenn Sie mir unterstellen, auf der Seite der Bauherreninteressen zu stehen, ist alles andere als ökologisch, schon gar nicht nachhaltig. Ich beschäftigte ich seit 30 Jahren mit der Bewirtschaftung von Bauten, und so romantisch das „Austragen“ von längst abbruchreifen Häusern tönt, so unökologisch ist dies. Wir haben heute einen zu hohen Anteil an billigen Wohnungen, wir haben zu wenig Druck, den Raum ökologisch zu nutzen („das Leben lang in den gleichen vier Wänden“ ist unsinnig – wir brauchen endlich das Lebensabschnittwohnen). Das Hüsli, wie es von Hochparterre-Loderer immer genannt wird, ist auch für die Stadt kein zukunftsgerichteter Ansatz. Wenn Städte die überwiegende Zahl der Menschen aufnehmen sollen (was ökologischer ist als die disperse Agglo-Schweiz-Besiedlung), dann brauchen wir multifunktionale Grosssiedlungen, wo alles möglich ist vom Wohnen über das Arbeiten, die Schule, Freizeit, Gärten, … Wenn wir beim Städtebau an die Erhaltung der heutigen Strukturen denken, so würden wir im wesentlichen eine autofokusierte Struktur erhalten, und dies kann nicht nachhaltig sein.
Tja, Pendeln ist ja nicht so gerade das Gelbe vom Hühnerei – wir müssen dazu übergehen, die pro Mensch im Alltag zurückgelegten Strecken deutlich zu vermindern (u.a. damit mehr Raum bleibt für seltene Fernreisen) und diese vornehmlich mit Human Power abzuwickeln. Angesichts der Vorteile des digitalen Datenverkehrs frage ich mich, wie wichtig die Post zukünftig noch sein wird – bereits jetzt landet in meinem Briefkasten neben den wenigen noch nicht digitalen Rechnungen vor allem Wahlpropaganda, die ich aber zumindest von den mich interessierenden Gruppen bereits digital erhalten habe.
Ich meine, dass ökologische Politik vor allem auf Konzeptebene und nicht auf operativer Hektik aufbauen sollte, so, wie dies Ihre Vorschläge befürchten lassen.
Ja, ich bin definitiv der Ansicht, Ökologiepolitik eignet sich nicht für die Parteipolitik, schon gar nicht als Markenname.
]]>Zustimmung. Das war ein taktischer Fehler und nicht nachvollziehbar.
„Die Grünen machen eine Volksinitiative zum Stopp der Atomkraftwerke – nicht etwa einen echten Ausstieg bis in 10 Jahren, welcher bestens möglich wäre, nein, noch lange lange lange Betriebsjahre, genau 5 Jahre weniger lang, als dies CVP-Bundesrätin Doris Leuthard vorgeschlagen hat.“
Richtig. Dabei wäre ein sofortiger Ausstieg oder auf 2021 viel naheliegender gewesen. Die vorauseilende Handzahmheit funktionert nicht.
„Ich persönlich sehe bei den Grünen schon lange keine radikale eindeutig grüne Politik – und erachte dies als klaren Mangel, welcher hauptverantwortlich ist für den Rückgang des WählerInnenanteils“
Nun, plötzlich diese Worte, von jemandem, der gerade in städtebaulichen Fragen eher auf Seiten der Bauherreninteressen steht, als auf der Seite der Ökologie? Ach, das war der B. Glättli ja auch der Fall. Die gemässigten SPler können froh sein, dass die JUSO in diesem Wahlkampf in Hochform war.
Die Grünen sollten sich endlich wieder auf die Kernthemen konzentrieren, die die ganze Bevölkerung betreffen: 1. Luftverschmutzung bekämpfen! (Dieselpartikelfilter-Obligatorium) 2. Einsatz für ökologischen Service Public (SBB, Post) 3. Cleantech fördern 4. In städtbaulichen Fragen auf betroffen Anwohner hören! und gegebenenfalls auf die Experten im Bereich ökologische Raumplanung hören, statt auf die Bauherren. 5. Grüne Unternehmerliste wieder auflebenlassen statt unnötiger Krieg gegen die eigene grüne Wählerschaft mit spirituellem Hintergrund…
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