Atomenergie ist schlicht unnötig – wer etwas anderes behauptet, hat sich die Sache ganz einfach noch nie überlegt (dazu gehört auch der neue amerikanische Präsident Barack Obama – da muss er noch einiges zulegen) – hier mehr dazu.
Wer also nach Atommüll-Lagern sucht, folgt damit einem Sachzwang, welcher eigentlich gar nicht existiert. Selbstverstndlich gibt es auch einzelne Atommüll-Kategorien aus dem Gesundheitsbereich; diese können sicher nicht als Legitimation für den Atommüll aus Kernkraftwerken herangezogen werden.
Atommüll muss über mehrere hunderttausend Jahre sicher gelagert werden können – wobei gesellschaftlich noch kein Einverständnis besteht, was genau unter dieser Sicherheit zu verstehen ist. Mehrere hunderttausend Jahre – die Steinzeit liegt beispielsweise „erst“ 10’000 Jahre zurück.
1978 entstand die Sondermülldeponie Kölliken – in den Unterlagen der SMDK heisst es: Das Konzept, das Pflichtenheft sowie die Einlagerungsbedingungen entsprachen dem damaligen Stand des Wissens und der Technik und konnten, im Vergleich zu damaligen Sondermülldeponien im Ausland (BRD, F), als vorbildlich bezeichnet werden. Bereits 7 Jahre später wurde die Sondermülldeponie geschlossen, bis etwa 2002 wurde die Deponie gesichert, und jetzt sind umfangreiche und gefährliche Arbeiten im Gang, die Sondermülldeponie wird noch erhebliche Mittel beanspruchen, um in einen für Mensch und Umwelt ungefährlichen Zustand gebracht zu werden. Immer mit dem Hintergrund: Auch in der Zukunft können neue Erkenntnisse zu gänzlich anderen Schlussfolgerungen führen, was erneut ein Umdenken erfordert und mit eventuellen hohen Folgekosten verbunden sein kann. Oder mit anderen Worten: nicht einmal für „klassischen“ Sondermüll kann die Gewähr abgegeben werden, dass eine sichere Deponierung möglich ist. 1978, das war vor dreissig Jahren! Und da behauptet der Bundesrat, behauptet die Wissenschaft, es sei möglich, Atommüll sicher zu lagern? Sorry, aber da kommt bestenfalls mangelnde Lernfähigkeit zum Ausdruck. Und es leibt: Wie immer ohne Gewähr!
Die Konsequenzen daraus:
Atomenergie ist nicht gesellschaftsverträglich. Dies zeigen nicht nur die Diskussionen um die Lagerung von Atommüll (ein Schelm ist, wer in diesem Zusammenhang vom St.-Florian-Prinzip spricht), sondern auch die Demonstrationen mit den unglaublichen Polizeiaufgeboten rund um die Castor-Atommülltransporte von Frankreich nach Deutschland (zum Beispiel vom 8./9.11.08) oder die internationalen Konflikte um die iranische Atompolitik.
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