Wir leben auf zu grossem Fuss #pledgefortheplanet

Mehr als drei Erden braucht es, um all das bereit zu stellen, was Tag für Tag verbraucht wird, für Wohnen, Geräte, Verkehr, Ernährung und Konsum – wenn alle Menschen so leben würden wie die BewohnerInnen der Schweiz. Nach dem 18. April 2016 wäre somit «Planet B» erforderlich gewesen (den es bekanntlich nur in der Fiktion gibt). Im globalen Mittel gilt der 8. August 2016 als Earth Overshoot Day oder Welterschöpfungstag: Ab dem 9. August brauchte es auch aus globaler Perspektive «Planet B».

So viele Erden brauchen die Menschen

So viele Erden brauchen die Menschen

Auch wenn ökologische Themen seit Jahrzehnten eine gewisse politische und gesellschaftliche Beachtung finden, nimmt der ökologische Fussabdruck sowohl national wie global nach wie vor zu. Was wir bis anhin getan haben, war ganz einfach zu wenig. Mit «wir» ist hier ausdrücklich jede und jeder einzelne gemeint, auch wenn es sicher Menschen auch in den reichen Ländern gibt, deren ökologischer Fussabdruck kleiner als im Mittel ist.

Der ökologische Fussabdruck entsteht durch das, was wir Tag für Tag tun – darum braucht es auch bei all unseren Alltagshandlungen Veränderungen, wenn wir dazu beitragen wollen, den Erdenbedarf deutlich zu vermindern.

Wenn wir wirklich wollen, können wir in den nächsten 20 Jahren einiges tun. Einige Handlungsfelder:

  • 35 Quadratmeter mittlere Wohnfläche pro Person sind ein gutes Mass für den Flächenbedarf. Durch Effizienzmassnahmen ist ein möglichst tiefer Energiebedarf anzustreben – dieser ist vollständig durch nachhaltig nutzbare erneuerbare Energien abzudecken.
  • (Elektronische) Geräte sind möglichst vielfältig zu nutzen; sie sollten möglichst lange genutzt werden, bevor sie ersetzt werden. Beim Neukauf sind die energetisch bestverfügbaren Geräte zu verwenden.
  • Für die Fortbewegung ist möglich auf die Füsse und das Velo zu setzen – öffentlicher Verkehr und motorisierter Indiviualverkehr sind deutlich weniger zu beanspruchen als heute. Alle anderen Verkehrsformen (Schiff, Flugverkehr) sind deutlich zu vermindern. Voraussetzung für alle technischen Verkehrsformen ist der Betrieb mit nachhaltig nutzbaren erneuerbaren Energien.
  • Die Ernährung orientiert sich an pflanzlichen Nahrungsmittel – Teilzeit-VegetarierInnen sind gefragt.
  • Wir verfügen über zu viele (selten genutzte) Gegenstände, die meist aus nicht wieder nutzbarem Material hergestellt sind – eine Kreislaufwirtschaft mit weniger Gütern ist anzustreben.

Ohne Wenn und Aber: Es sind erhebliche Veränderungen erforderlich, um einen nachhaltigen, allenfalls auch bloss nachhaltigeren Lebensstil zu erreichen. Einfach so weiter zu machen wie bis anhin funktioniert nicht, auch wenn dies einige Verbände und Parteien propagieren!

Die Schweizer Stimmberechtigten können Einfluss nehmen, zum Beispiel an den Abstimmungswochenenden vom 25. September und 27. November 2016: JA zur Volksinitiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)», JA zur Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegsinitiative)»!
(Wiederholung)

Wenn wir es wollen, kann der ökologische Fussabdruck – mit Gewinn für uns alle – schnell und deutlich vermindert werden.

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