Tiefstpunkt der Zürcher Veloverkehrtpolitik: Schritttempo auf Hauptachse

Das Velo ist ein echtes Verkehrsmittel, bereits seit 200 Jahren. In der Stadt Zürich wird darum das Velofahren erschwert bis vergällt. Neuestes Beispiel: In der Langstrassenunterführung, einer der seltenen Querungen des breiten SBB-Gleisfeldes, einer wichtigen Veloverbindung zwischen den Kreisen 4 und 5, gilt seit neuestem für Velos die Vorgabe «Schritttempo»!

Wer Velo fährt, will die Möglichkeiten dieses Verkehrsmittels nutzen. Schritttempo entspricht diesen Anforderungen nicht, sonst wären nämlich die Velofahrenden zu Fuss unterwegs. Dies ist einer der Tiefpunkte der Veloverkehrtpolitik: Warum ausgerechnet sollen sich die nachhaltigsten Verkehrsträger – Fuss- und Veloverkehr – mit ihren sehr unterschiedlichen Bewegungsmustern ausgerechnet den geringsten Platzanteil auch noch aufteilen müssen?

Es mag sein, dass in der Stadt Zürich besonders enge Platzverhältnisse herrschen. Es ist allerdings nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet das umweltbelastendste und unsinnigste Stehzeug, der miefende Autoverkehr am meisten Platz beanspruchen darf, und immer noch Platz verlangt – Elektroautos ändern nicht sehr viel an dieser Situation.

Es braucht endlich eine echte Veloverkehrspolitik in der Stadt Zürich:

  • durchgehender Spurabbau für den motorisierten Individualverkehr zugunsten des Veloverkehrs,
  • auf dem ganzen Stadtgebiet doppelspurige Velostreifen in beiden Fahrtrichtungen,
  • Abschaffung sämtlicher Fuss- und Veloverkehr-Mischzonen,
  • deutliche Reduktion der Anzahl Parkplätze in der Innenstadt.

Nur für einen sehr kleinen Anteil der derzeit zurückgelegten Wege ist das Auto ein sinnvolles Verkehrsmittel – nur eine deutlic

he Verminderung der Anzahl Autofahrten steigert die Freiheit und garantiert das Recht auf Mobilität. Dann hätte es auch auf Stadtgebiet deutlich mehr Raum für den Veloverkehr als derzeit!

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